Abschied von staatlicher Romantik

Polizeibezogenes, was in keine andere Sektion hineinpasst

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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Controller » Do 22. Nov 2018, 16:58

aber nicht doch.
Ich weiß, dass ich nichts weiß :polizei3:

Es ist mir nur wichtig, einiges in die Betrachtung einzubeziehen.
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

HessieJames
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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon HessieJames » Fr 23. Nov 2018, 02:04

e42b hat geschrieben:
Do 22. Nov 2018, 00:20
Leute, es ist Euer Job, den Ihr tut. Ich wünsche mir mehr Rufe aus Euren Reihen, das System zu verbessern. Bitte fordert die mögliche Hilfe ein und darüber hinaus das was Ihr braucht, ohne dass letzteres schon selbstverständlich und wohlfeil zur Verfügung steht. Ich wünsche mir einfach, dass Polizisten in Breite ihrem Land und ihrem Staat hörbar mitteilen, was letztere tun können, um ihre Arbeit zu unterstützen.

Bleibt am Leben und gesund. Wir brauchen Euch mehr denn je
E.
Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass die Rufe aus unseren Reihen laut genug sind. Mehr Personal, bessere Ausstattung, bessere Bezahlung - solche und ähnliche Forderungen dürfte mittlerweile jeder irgendwo mal aufgeschnappt haben. Und ein Teil der Rufe wird ja auch durchaus erhört. Es ist ja nun nicht so, als täte sich gar nichts. Ob man dann in jedem Punkt gleich die bestmögliche Lösung findet oder manchmal nicht auch bei "Gut gemeint" stehenbleibt, ist ein anderes Thema. Immerhin hat man seitens der Politik in vielen Bundesländern seine Liebe zur Polizei wiederentdeckt (in Einzelfällen sogar neu entdeckt!) und lebt diese halt so aus, wie es regional vertretbar ist.

Aber ja, hier und da fehlt es noch ein wenig an Konsequenz. Denn solange z.B. ein Professor für Kriminologie behaupten kann, es sei irrational, wenn die Polizei "Kriegswaffen" beschaffe, ohne dass man an dieser Stelle nachbohrt, er also unwidersprochen das Bild einer grundlos aufgerüsteten und militarisierten Polizei zeichnen darf (und nebenbei - gewiss aus Unachtsamkeit - unerwähnt lässt, dass man innerhalb der Polizei bei aller vorhandenen aber eben nicht grundlosen Aufrüstung parallel auch weiterhin viel über Deeskalation nachdenkt - Beispiel Einsatz-begleitende Kommunikation), solange also "Experten" auch bei solchen Themen meinen, mitreden zu müssen, bei denen ihnen offenkundig jegliche Sachkenntnis fehlt, solange werden Polizisten es mit ihren Forderungen dennoch immer einen Tick schwerer haben, trotz aller positiven Entwicklungen.

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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Fritz4081 » Fr 23. Nov 2018, 13:26

Moin,
bitte nicht übersehen: Der Job von Lehrstuhlkriminologen ist es politische Interpretationen und Sichtweisen zu bedienen und entsprechende Erkenntnisse aus der jeweiligen "Forschung" abzuleiten.
Es geht denen primär um die Deutungshoheit entsprechender Entwicklungen, Sachkenntnis trübt da nur das Urteilsvermögen. Eine problembezogene Begleitung entsprechender Aufgabenstellungen ist dann bestenfalls positiver Beifang.
Gruß

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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Officer André » Fr 23. Nov 2018, 13:38

Da nennt sich jemand „Experte“ und hat einen schmucken Titel. Dann muss er ja die Weisheit mit Löffeln gefressen haben :pfeif:


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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Controller » Fr 23. Nov 2018, 17:14

na hopp, wikki:

Kriminologe

Kriminologen analysieren die Ursachen und Auswirkungen kriminellen Verhaltens in der Gesellschaft.
Sie untersuchen zudem die Instanzen gesellschaftlicher und staatlicher Kriminalitätskontrolle sowie die Wirkung von Kriminalprävention. Ihre Fachwissenschaft ist die Kriminologie. Kriminologen sind weder Ermittler noch Profiler und deshalb von den Kriminalisten zu unterscheiden. In Deutschland sind Kriminologen fast ausschließlich an Hochschulen und Forschungsinstituten, wie etwa der Kriminologischen Zentralstelle oder dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, tätig. Sie wirken als Grundlagenforscher bei Behörden der Verbrechensbekämpfung, wie dem Bundeskriminalamt und den Landeskriminalämtern. Außerdem betreiben sie Strafvollzugsforschung bei den Kriminologischen Diensten der Bundesländer. Ausgebildete Kriminologen sind darüber hinaus als Praktiker in der Strafrechtspflege tätig (Bewährungshilfe, Gerichtshilfe, Jugendgerichtshilfe).

also, Ball flach halten :pfeif:
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Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Officer André » Fr 23. Nov 2018, 17:17

Und deswegen hat er nu automatisch recht?
Nicht jeder Kriminologe, muss auch Kompetenz sein. Genau wie nicht jeder Dozent, Arzt, etc. Kompetent ist

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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Controller » Fr 23. Nov 2018, 17:27

Und deswegen hat er nu automatisch recht?
habe ich das gesagt :polizei4:

nur, ist sein Fachgebiet polizeiliche Bewaffnung/Taktiken und ähnliches ????
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Ahab_ » Fr 23. Nov 2018, 19:16

nur, ist sein Fachgebiet polizeiliche Bewaffnung/Taktiken und ähnliches ????
Nein. Das scheint ihn aber nicht zu hindern sich trotzdem darüber auszulassen :polizei1:
Kein Cop

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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Controller » Fr 23. Nov 2018, 19:40

Na, wenn man gefragt wird, gibt man halt nett Auskunft.
Wie oft lese ich z. B.:

Der Polizeiexperte xy sagte dazu ....

und frage mich immer wieder:
Wtf ist ein Polizeiexperte und wie wird man das?
Wo und wie lange ist die Ausbildung, welche Qualifikationen brauche ich und was verdient man denn da ?

Wirst du später in eine Druckerzeugniss zitiert und als Spezialist oder Experte bezeichnet ...... lässt du es korrigieren/Gegendarstellung?

Manche Dinger sind schlimme Selbstläufer und die eigentlich richtigen, wichtigen Fragen werden den falschen Menschen gestellt und von diesen beantwortet.

Denke das meinte hessie zuvor....
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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Diag » Fr 23. Nov 2018, 19:47

Wenn ich alleine das hier lese, brauche ich mir sonst nichts mehr in der Tiefe anzutun:
Baier: Polizisten kommen eher aus höhergebildeten Milieus und hatten eine behütete Kindheit. Das sind Faktoren, die generell eine Anfälligkeit für fremdenfeindliche Überzeugungen verringern. 

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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon Fritz4081 » Sa 24. Nov 2018, 09:04

MoinC.,
genau diese "Entwicklung" einer Sachverhaltsbeschreibung oder eines Themas wird zum Problem. Jeder äußert sich "wie wir alle wissen", aber keiner betrachtest die Inhalte kritisch...
Es kann schon irritieren wenn man zu einem entsprechenden Allgemeinplatz gefragt wir: "Wie sehen Sie das?" und dann erst mal verbal ausholt weil schon die Begriffsbestimmungen unbrauchbar sind.
Gruß

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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon 1957 » Sa 24. Nov 2018, 10:34

So ging dieser Thread auch los. Ist zwar immer wieder schöne, einfach mal zu labern, aber hilfreich ist diese Chose überhaupt nicht.

e42b
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Re: Abschied von staatlicher Romantik

Beitragvon e42b » Sa 8. Dez 2018, 19:56

1957 hat geschrieben:
Sa 24. Nov 2018, 10:34
So ging dieser Thread auch los. Ist zwar immer wieder schöne, einfach mal zu labern, aber hilfreich ist diese Chose überhaupt nicht.
Dann bin ich für schließen.
Herzlichen Dank für die Beiträge und bleibt gesund.


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