private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Polizeibezogenes, was in keine andere Sektion hineinpasst

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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon paela » Fr 8. Sep 2006, 21:39

Hallo!
Mich würde mal interessieren, was ihr über das Thema "private Sicherheitsunternehmen mit Gebrauch von Schusswaffen" denkt...
Ich selber mache gerade eine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit und wir haben das Thema in der Schule nach den versuchten Anschlägen auf den Bahnhöfen angesprochen.
Also, was denkt ihr? Lasst euren Meinungen freien Lauf :)
Liebe Grüße

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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon Trooper » Fr 8. Sep 2006, 22:24

Hallo!
Mich würde mal interessieren, was ihr über das Thema "private Sicherheitsunternehmen mit Gebrauch von Schusswaffen" denkt...
Das einzige, was mich diesbezüglich interessiert, ist die Frage, ob die Betreffenden eine entsprechend qualifizierte Ausbildung erhalten und ob ihre persönliche Zuverlässigkeit vernünftig überprüft wird.

Ich habe selber schon in der privaten Sicherheitsbranche gearbeitet und mußte leider feststellen, daß sich da viel zu viele Deppen, Möchtegerns und Halb- bis Ganzkriminelle herumtreiben.

Ansonsten... wenn die Rahmenbedingungen stimmen, sollen die Damen und Herren in Gottes Namen eine Waffe mit sich herumtragen. Ich hab damit kein Problem.
Dear Kids,
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Nun ja nicht

Beitragvon joey_nrw » Fr 8. Sep 2006, 22:30

Da bin ich ein wenig konträrer Ansicht. Sorry, aber ich bin der Auffassung, dass Schußwaffen idealerweise sowenig wie möglich im Umlauf sein sollten.

Eben wegen der angesprochenen Halb- bis Ganzkriminellen und anderen, eher zweifelhaften, Gestalten. Es reicht wenn Vater Staat seine Behörden damit ausstattet - soweit nötig.

Im Übrigen, mit einer Waffe wird wohl kaum ein Anschlag verhindert - man kann ja schlecht auf jeden schießen der einen Koffer mitführt.
MfG
joey_nrw

Das ist meine Signatur; es gibt viele Signaturen wie diese, jedoch diese ist meine. Ich bin nichts ohne sie, aber sie ist auch nichts ohne mich :-)

Gast

Re: Nun ja nicht

Beitragvon Gast » Sa 9. Sep 2006, 01:46

[quote=""joey_nrw""]Da bin ich ein wenig konträrer Ansicht. Sorry, aber ich bin der Auffassung, dass Schußwaffen idealerweise sowenig wie möglich im Umlauf sein sollten.

Eben wegen der angesprochenen Halb- bis Ganzkriminellen und anderen, eher zweifelhaften, Gestalten.[/quote]

Sinn und Zweck sollte ja eher sein, dass sich der rechtschaffene Bürger mittels eine Schusswaffe gegen eben diese wehren kann.

[quote=""joey_nrw""]Es reicht wenn Vater Staat seine Behörden damit ausstattet - soweit nötig.[/quote]

1. Sind diese Behörden aber nunmal nicht immer und überall anwesend, wenn man gerade überfallen oder von einem Kampfhund angegriffen wird.
2. Sind auch diese Behörden oftmals nicht so gut ausgestattet wie sie es eigentlich sein sollten.

[quote=""joey_nrw""]Im Übrigen, mit einer Waffe wird wohl kaum ein Anschlag verhindert - man kann ja schlecht auf jeden schießen der einen Koffer mitführt.[/quote]

Aber vielleicht auf jemanden, der mit einem Messer auf einen zurennt...

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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon Zero2Seven » Sa 9. Sep 2006, 02:53

Also ich finde das auch bedenklich...habe beim Bund mit einigen Wachleuten von einem privaten Sicherheitsunternehmen zusammen gearbeitet, die umhergelaufen sind, wie John Wayne...den Colt tiefgeschnallt im Westernholster :nein:
Dazu fällt einem echt nix mehr ein :60:

Da frage ich mich, ob die auch im erforderlichen Maß verantwortlich damit umgehen können :/
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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon Aguirre-gelöscht » Sa 9. Sep 2006, 08:13

Mir stellen sich da zwei ganz einfache Fragen:

1. Rechtliche Grundlage

Angenommen ein privates Sicherheitsunternehmen mit Waffe überwacht einen Bahnhof. Dürfen die ihre Waffe aus rechtlicher Sicht überhaupt nutzen? Wenn ja - auf welcher rechtlichen Basis?

2. Haftung

Angenommen ein solcher Sicherheitsdepp nutzt seine Waffe und erschiesst einen zwar rentintenten, aber unschuldigen Bürger - was ist dann? Geht der wegen Mord/Totschlag in den Knast?

Im Klartext - ich halte den Einsatz von bewaffneten Sicherheitsdeppen für ein größeres Risiko, als dass eines potentiellen Anschlag. Es rennen schon genug legitimierte Idioten mit Waffe rum - da brauchen wir nicht auch noch Sicherheitsdienste!

Grüßle
Frank

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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon milka-gelöscht » Sa 9. Sep 2006, 10:17

Angenommen ein privates Sicherheitsunternehmen mit Waffe überwacht einen Bahnhof. Dürfen die ihre Waffe aus rechtlicher Sicht überhaupt nutzen? Wenn ja - auf welcher rechtlichen Basis?


nur auf basis der notwehr und nothilfe!!!!

das gewaltmonopol liegt beim staat und somit dürften die herrschaften keine maßnahmen treffen und durchsetzten - dürfen sie ja auch ohne waffe nicht!



in manchen bereichen halte ich das bewaffnen von privaten sicherheitsfirmen für sinnvoll - wird ja auch gemacht: geldtransporte

in vielen bereichen einklares: nein!
schlechte ausbildung, teilweise vorbestarfte im sicherheitsdienst, teilweise eine ganz schlechte rechtsauslage: z.b. das verweisen aus dem bahnhof = hausrecht, das rausschupsen: könnte sich aus der notwehr ergeben: halte ich aber für nicht richtig! hier könnte die bahnpol unterstützen!
und den herren dann ne waffe geben??
wofür??????????
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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon Hackl » Sa 9. Sep 2006, 10:18

Was ich grundsätzlich fragen würde: Wie oft wird im polizeilichen Dienst denn tatsächlich von der Schusswaffe gebrauch gemacht?!
Ich meine gehört zu haben, dass es eher selten vorkommt. Von daher stellt sich die die Frage nach mehr mit Schusswaffen ausgerüsteten Sicherheitsleuten doch eigentlich gar nicht.
Diese Messergeschichte gibt mir dann aber wieder zu denken...wäre da nicht der Einsatz eines sogn. "Tasers" besser. Ich weiss es nicht, aber persönlich halte ich mehr Waffen im Umlauf für bedenklich.

MfG Hackl
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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon milka-gelöscht » Sa 9. Sep 2006, 10:24

oder weglaufen!
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Beitragvon Hackl » Sa 9. Sep 2006, 10:29

Ist zwar eine wirklich gute Option milka, aber was wenn eine Gefährdung anderer besteht (heisst das so?) Ich bin ja grade erst angefangen, wüsste also nicht ob man als Polizist schiessen dürfte. Wie sieht das aber dann mit Leuten von Sicherheitsdiensten aus? Deswegen nannte ich Taser als eine Möglichkeit. Aber dennoch milka, weglaufen könnte eine Option sein. Kommt halt auf die Lage an.

MfG Hackl
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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon milka-gelöscht » Sa 9. Sep 2006, 10:35

sagen wir mal so:


polizisten helfen!
(wenn rechtlich und tatsächlich möglich und erforderlich auch mit schußwaffe)



privatpersonen und nix anderes ist ein sicherheitsunternehmen müssen nur das ihnen möglich tun, um zu hlefen: d.h. nicht mit dem messermann kämpfen; weglaufen und polizei anrufen reicht, um die hilfe zu leisten!
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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon TraumTaenzerinMone » Sa 9. Sep 2006, 10:47

Also wenn meine Kollegen mit Waffen rumrennen würden dann prost mahlzeit....ich glaube dann wäre ich bald ziemlich alleine am Arbeiten da die anderen im Knast wären....wo sie es meistens eh schon mit halben Fuß sind...

Also ich würde das für keine gute Idee halten....Wenn ich angegriffen werde versuche ich abzuwehren und weg zu rennen oder handel in absoluter notwehr und schlag mit der maglite zu...aber das ist bisher eh noch nie vorgekommen...

Die stattlichen Helfer sollten meiner Meinung nach die einzigsten mit Waffen bleiben....
Auf eigenen Wunsch am 28.08.08 gelöscht.

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Beitragvon Mainzelmann2001 » Sa 9. Sep 2006, 10:56

[quote=""milka""]sagen wir mal so:


polizisten helfen!
(wenn rechtlich und tatsächlich möglich und erforderlich auch mit schußwaffe)



privatpersonen und nix anderes ist ein sicherheitsunternehmen müssen nur das ihnen möglich tun, um zu hlefen: d.h. nicht mit dem messermann kämpfen; weglaufen und polizei anrufen reicht, um die hilfe zu leisten![/quote]

Na das wär aber lustig wenn der private Personenschützer statt zu schützen das Weite sucht. Genau so ist es sicherlich auch wei Wach- und Schließdiensten.
Ebenfalls Privatdetektive kommen unter Umständen in Situationen wo sie eine Waffe brauchen.
Also so ganz lapidar sagen: laß das alles mal die Polizei machen und ruft doch einfach um Hilfe, so einfach ist es nicht. Und wird es auch nicht. Eher umgekehrt. Unser Gegenüber wird auch immer aggressiver.
Was juckt es die stolze Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr reibt.

Das frühe Vögeln entspannt den Wurm.

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Beitragvon Maxe » Sa 9. Sep 2006, 11:09

Also wenn du siehst, was für T-Gruppen-Sammler z.T. bei privaten Sicherheitsunternehmen arbeiten, dann musst du dir ja schon an den Kopf fassen und dich wundern, warum sich das dann Security nennt. Und denen auch noch eine Wumme in die Hand drücken? Nee, danke!
Manche Geldtransportfirmen oder POND haben ja Schusswaffen, aber da ists auch angebrachter als bei dem stinknormalen Wach- und Schließdienst.

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private Sicherheitsunternehmen mit Schusswaffe?

Beitragvon milka-gelöscht » Sa 9. Sep 2006, 11:10

wo besteht eine rechtliche verpfichtung für privat personen zu helfen?

die ausübung von gewalt und eingriffe in die rechte bleibt aufgabe des staates!

private personenschützer stehen zwar in einem besonderen schutzverhältnis - dafür bekommen sie ja ihr geld - jedoch sind sie rechtlich nihct gebunden!

jedoch:
sagte ich, dass unter gewissen umständen auch private sicherheitsleute eine waffe targen könnten - findet ja in der tat statt.

und es kann sich nur um notwehr/ nothilfe situationen handeln! und hier bleibt die frage, ob nicht die polizei der bessere ansprechparter ist!




wach und schließgesellschaften sind angehalten: die polizei zu rufen!!! sobald ein einbruch oder ähnliches vermutet wird - bei täter im objekt gehen diese auch nicht rein!!!
das ist aufgabe der polizei und viel zu gefährlich für wach und schließgesellsachft!
die fahren nur rum und prüfen, ob die polizei irgendwo mal hin müsste!!
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