Die bösen Späße einer Sondereinheit

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superschnucki
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Die bösen Späße einer Sondereinheit

Beitragvon superschnucki » Fr 1. Dez 2006, 17:47

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Zuletzt geändert von superschnucki am Fr 1. Dez 2006, 21:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Vito » Fr 1. Dez 2006, 17:58

Ein Beamter wurde nach einem Einsatz mit einer 15 Kilogramm schweren Türramme auf die Straße gesetzt und musste damit eineinhalb Kilometer weit zu Fuß laufen.
Na so manchem Beamten würde das nicht schaden. So können sich einige wenigstens die "Abnehmorgie" vor der Lebzeitverbeamtung sparen :mukkies:
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Die bösen Späße einer Sondereinheit

Beitragvon -Maddin- » Fr 1. Dez 2006, 18:13

langsam kann ich das wort "mobbing" echt nicht mehr hören.
wenn es wirklich so ist wie die "opfer" schon selbst sagen, und alles ein mehr oder minder lustiger spaß war, wo ist dann das problem?
solange die sache auf gegenseitigkeit beruht und nicht einzelne gezielt drangsaliert werden, muss die gruppe selbst wissen was sie lustig findet und was nicht... ist natürlich krass, aber das sieht mir nicht nach sog. mobbing aus.
nur weil 2 einzelfälle aufgepuscht werden ist das noch lange keine alltagsbeispiel oder gar ein skandal.
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Beitragvon FooFighter » Fr 1. Dez 2006, 18:33

An diesen Bericht is was wahres dran! Das kann ich bestätigen... Das spricht mal wieder Bände! Vielleicht kommt daher auch das rigorose und in teilen eskalierende Verhalten des USK???

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Beitragvon Vito » Fr 1. Dez 2006, 19:01

[quote=""FooFighter""]An diesen Bericht is was wahres dran! Das kann ich bestätigen... Das spricht mal wieder Bände! Vielleicht kommt daher auch das rigorose und in teilen eskalierende Verhalten des USK???[/quote]

:o Lass das mal net USK-SÜD lesen :nein:
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Beitragvon FooFighter » Fr 1. Dez 2006, 19:23

Er kennt mich schon...

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Beitragvon DonCorleone » Fr 1. Dez 2006, 20:02

...und seit wann zählt das USK zu den Spezialeinheiten :nein:
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Beitragvon samestrange » Fr 1. Dez 2006, 20:59

@Schnucki

Du bist ne Bewerberin bei der Bayerischen Polizei und stellst sowas hier rein?

Es ist nichts bewiesen oder ähnliches, dann würde ich mich mit solchen "tollen" Artikeln erstmal zurückhalten.

Beziehungsweise: Wer den Artikel liest, der liest in halt, aber warum extra einen Beitrag dafür eröffnen und es "noch mehr" verbreiten?

Sorry, ist einfach meine Meinung dazu...

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Beitragvon Close1086 » Fr 1. Dez 2006, 21:52

freilich zählt das USK zu den Spezialeinheiten. Es ist zwra nicht DIE Spezialeinheit, aber immerhin eine Einheit für besondere Lagen. Man kann dann auch Sondereinheit sagen

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Beitragvon Panther » Fr 1. Dez 2006, 22:03

@Schnucki

Du bist ne Bewerberin bei der Bayerischen Polizei und stellst sowas hier rein?

Es ist nichts bewiesen oder ähnliches, dann würde ich mich mit solchen "tollen" Artikeln erstmal zurückhalten.

Beziehungsweise: Wer den Artikel liest, der liest in halt, aber warum extra einen Beitrag dafür eröffnen und es "noch mehr" verbreiten?

Sorry, ist einfach meine Meinung dazu...
Ah jo. Wenn irgendwo was nicht glatt läuft, soll das am besten unterm Deckel gehalten werden, statt es zu beseitigen. Tolle Einstellung. Auf der anderen Seite: Wenn es in Ordnung ist, warum soll es dann nicht öffentlich gemacht werden?
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Die bösen Späße einer Sondereinheit

Beitragvon springer » Fr 1. Dez 2006, 22:14

Tja, da kann ich mich Panther nur anschließen - gerade etwas unschönes anzusprechen zeugt von einer gewissen Reife. Wenn man dann versucht alles unter den Teppich zu kehren, dann geht der Ruf erst recht in den Keller.

Gruß,
Springer

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Die bösen Späße einer Sondereinheit

Beitragvon samestrange » Fr 1. Dez 2006, 23:25

Wer spricht denn von unter den Teppich kehren???

Aber warum sollte man es extra nochmal irgendwo posten und den Link "vermehren" ?

Wenn ich hinter einer Organisation stehe (wie vielleicht in diesem Fall als Bewerber einer Polizei), dann würde ich dieser doch nur Dinge nachsagen lassen, die auch wirklich stimmen...

Und wer weiss das schon!?

Darum ging es einfach nur.

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Beitragvon PKA_th » Sa 2. Dez 2006, 10:45

Vermutlich ging es um diesen SZ-Artikel:
Die bösen Späße einer Sondereinheit

Sie sprühen sich Pfefferspray ins Gesicht, binden einander nackt ans Treppengeländer und schikanieren sich im Einsatzbus: Im Unterstützungskommando werden nicht-konforme Kollegen gezielt gedemütigt. Gehen müssen die Opfer, nicht die Täter. Alles Teil eines "großen Spaßes"?
Von Susi Wimmer


Sie sind dafür ausgebildet, in besonders gefährlichen Situationen Ruhe und Besonnenheit zu bewahren. Doch in den eigenen Reihen scheint es an beidem zu mangeln: Manche Polizisten der Sondereinheit Unterstützungskommando (USK) schikanieren nicht-konforme Kollegen; gehen müssen dann die Opfer, nicht die Täter. Interne Ermittlungen laufen, dabei hält sich im Polizeiapparat die Empörung in Grenzen.

Es wurde als "Spaß" angesehen, der diejenigen Kollegen treffe, die irgendwie aus der Reihe tanzten: Ein Beamter wurde nach einem Einsatz mit einer 15 Kilogramm schweren Türramme auf die Straße gesetzt und musste damit eineinhalb Kilometer weit zu Fuß laufen. Während der Fahrt im Einsatzbus sprühten sich die Polizisten gegenseitig Pfefferspray ins Gesicht - als Wettbewerb, wer es länger aushält. Einen USK-Kollegen fesselten die Männer mit Kabelbindern an ein Treppengeländer, sie zogen ihn aus und malten ihm unter dem Gejohle der Gruppe eine weibliche Brust auf den Oberkörper.

Ermittlungsgruppe "Früherkennung"

Als all dies bekannt wurde, schaltete das Präsidium die interne Ermittlungsgruppe "Früherkennung" ein. Vier Opfer wurden befragt. Sie behaupteten, sie hätten die Vorfälle mehr oder weniger freiwillig "als Spaß in der Gruppe mitgetragen", sagt Polizeisprecher Peter Reichl.

Offen bleibt, ob sie dies aus Furcht, falschem Korpsgeist oder schlicht deswegen aussagten, weil ihnen das Verhalten der Kollegen ganz normal erschien, sie sich also gar nicht als Opfer fühlten, sondern als Teilnehmer eines großen Spaßes. Reichl: "Für uns ist es aber alles andere als ein Spaß." Die Opfer wurden aus der Einheit genommen, "aus Fürsorgepflicht", so Reichl.

Warum die Opfer und nicht die Täter? Stimmt es, was man in Polizeikreisen hört, hätte die Mobbing-Affäre eine beachtliche Dimension. Hätte man die Täter herausgezogen, heißt es intern, wäre vom USK nicht mehr viel übrig geblieben. Außerdem heißt es, dass die Spezialeinheiten untereinander konkurrieren - und auch beim Sondereinsatzkommando (SEK) derartige Gruppenmechanismen vorkämen. Dies erzählt ein Beamter der SZ, der die ganze Aufregung um diesen "Spaß" nicht versteht.

"Die müssen ihren Frust abbauen"

Ein normales gruppendynamisches Ablaufgeschehen unter Bedingungen, die einfach nicht normal sind" - so nennt Heiner Keupp, Professor für Psychologie an der Universität München (LMU), das Verhalten der Elitetruppe. Er spricht von Gruppenzwang, wie bei den Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan, die sich mit skelettierten Schädeln ablichten ließen: "Der Gruppenzwang wird da enorm stark."

Erst recht bei jungen Polizisten, die schwierige Situationen meistern sollen und sich selbst als Elite empfänden. Tatsächlich wird die Sondereinheit, eine junge Truppe von 120 Mann, insbesondere bei größeren Demonstrationen sowie zum Schutz von Fußballspielen eingesetzt, um gewaltbereite Randalierer aus der Menge zu ziehen - eine körperlich wie seelisch extrem belastende Aufgabe.

Die Vorfälle in der Münchner Einheit widersprechen den Beteuerungen der Polizei, für solche Einheiten würden nur besonders besonnene und belastbare Kollegen ausgesucht. "Die müssen ihren Frust und den Druck abbauen - und suchen sich das schwächste Glied in der Kette aus", meint Keupp. Deshalb sei es auch die falsche Reaktion, die Opfer aus der Gruppe zu nehmen, "das nächste schwache Glied ist schnell ausgemacht".

Fragwürdige Eliteschulung

Und: Die, die sich gewehrt haben, seien jetzt als die Schwachen stigmatisiert. Eine "fragwürdige Eliteschulung" finde da statt, meint Keupp und kritisiert die Polizeispitze: "Es gehört zu den Führungsaufgaben, da einzugreifen und gruppeninterne Dinge zu behandeln."

Dass keiner der Gruppen- oder Zugführer von den Vorfällen etwas bemerkt habe, hält man selbst innerhalb der Polizei für unwahrscheinlich. "Die Sache ist auch ein Führungsproblem", bestätigt Christian Gruber, Leiter der Zentralen Dienste, dem das USK unterstellt ist. Man sei sich der Wirkung nach innen und außen bewusst. Der Psychologische Dienst der Polizei stehe für die Sondereinheiten nach besonderen Einsätzen bereit - und werde wohl zu wenig genutzt. "Den Handlungsbedarf haben wir sehr wohl erkannt", sagt Gruber.

Künftig soll es wohl eine längerfristige psychologische Schulung geben und auch mehr Jobrotationen. Zunächst aber will sich Gruber alle ihm unterstellten Einheiten noch einmal ganz genau anschauen. Bis dahin muss das USK mit dem Ruf leben, nicht die Truppe zu sein, die sie sein soll.
SZ Artikel vom 01.12.2006

Warten wir es mal ab, was an den Vorwürfen dran ist. Und wenn was dran ist, dass entsprechende Konsequenzen gezogen werden. Falsch verstandener Korpsgeist war noch nie gut für eine Gruppe. Genausowenig wie Sachen unter den Teppich zu kehren.

Grüße th :)
<- three lions on a shirt....


Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.
Sokrates (470 - 399 v. Chr.),
griechischer Philosoph

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Die bösen Späße einer Sondereinheit

Beitragvon milka-gelöscht » Sa 2. Dez 2006, 11:00

so etwasgeht einfach nicht !


ich hoffe dass diese vorfälle aufgeklärt werden!
wo sind wir denn ?

absoluter führungsfehler und komische sitten - den schwächsten gemeinschaftlich anzugehen.
polizisten sollte für die unterdrückten einstehen und wenn ein Mob auf einen losgeht diesen schützen.
hier ist einiges im argen und es müssen strukturänderungen im usk stattfinden, um zu zeigen, dass so ein verhalten in der polizei nicht tolleriert wird.
"Wir leben alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle denselben Horizont."

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Die bösen Späße einer Sondereinheit

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 2. Dez 2006, 22:25

Warum soll sie das nicht posten? Haben wir was zu verbergen?

Jede Uffz-Taufe beim Bund geht härter ab.

Und weil jetzt vielleicht irgendwelche Mäuschen aus dem USK gekegelt wurden, soll man das nicht posten können?

Die in dem Artikel beschriebenen Vorfälle kann man vermutlich in jedem Internat, Kaserne, Polizeischule (ausser natürlich in Milkas), Pfadfinderlager und Freizeitheim der katholischen Kirchenjugend in unterschiedlicher Intensität wiederfinden.

Und gegenseitig bepfeffern kann ich nur empfehlen...dann hört vielleicht der Mythos auf und man geht doch wieder zum Sport. ;-D
:lah:


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