Insolvenzverfahren - Wie komme ich an das Geld?

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Insolvenzverfahren - Wie komme ich an das Geld?

Beitragvon Hollow » Fr 2. Feb 2007, 19:53

Hallo,
folgender Sachverhalt:
Meine Eltern sind selbstständig und betreiben einen KFZ-Betrieb. Für Stammkunden gibt es, was die Bezahlung angeht, Sonderreglungen. Diese dürfen z.b. Rechnungen ansammeln und diese gemeinsam überweisen, oft wird auch ein Auge zugedrückt, wenn sich die Rechnungen häufen und mit und mit abbezahlt werden. Das war all die Jahre, bis auf einen fall 2001 (der fast identisch mit dem jetzigen ist) auch in Ordnung.
Nun handelt es sich um ein Taxi-Unternehmen. Unschwer zu erkennen, dass dieses Unternehmen eine Menge Fahrzeuge hat, die durch das viele Fahren oft einen Schaden davontragen, der bei uns repariert wird. Das Unternehmen hat des öfteren zwei Aufträge abgegeben, einen davon bezahlt und den nächsten zu anderen aufaddiert, die monatlich in Raten abbezahlt wurden. Wie ich zu Anfang sagte, handelt es sich um einen Stammkunden, und in den letzten Jahren haben sich die Rechnungen bis auf einen Wert von über 12.000 Euro angesammelt. Natürlich aller höchste Zeit, die Schäfchen ins Trockene zu bekommen. Es wurden monatlich auch größere Summen überwiesen, so dass wir uns bis dato keine Sorgen machen mussten. Und gestern kam die Nachricht, die uns das Genick brechen könnte. Das Taxi-Unternehmen hat Insolvenz angemeldet. Meine Mutter hat gestern des öfteren geweint, es sind immerhin über 12.000 Euro, die uns zustehen und jetzt nicht mehr bezahlt werden. Es ist ja so, dass von dem Kuchen, welchen das Taxi-Unternehmen noch besitzt, zuerst alle Ämter und Behörden versorgt werden. Und ich würde behaupten, selbst dann ist das Taxi-Unternehmen nicht von den Schulden frei. Ich schreibe hier jetzt rein, da ich mir doch Sorgen um den Betrieb meiner Eltern mache. Gerade im Moment kommt das Insolvenzverfahren sehr sehr ungelegen. Ich habe mich mit meiner Mutter unterhalten, inwiefern wir Recht auf das Geld haben, welches das Taxi-Unternehmen uns noch schuldet. Sie meinte, es wäre unser Pech und es gäbe keine Möglichkeit an das Geld zu gelangen, denn diese Leute werden jetzt bis auf das letzte Hemd ausgezogen, so dass wir leer ausgehen.
Ich frage mich im Moment nur, wie so etwas in einem Rechtsstaat möglich sein kann, dass eine Firma eine Leistung in Anspruch nimmt und diese dann bei einem Insolvenzverfahren nicht mehr bezahlen kann.
Ist es wirklich so, dass wir als kleiner mittelständiger Betrieb kein Recht auf das uns zustehende Geld haben? Habt ihr vielleicht ein paar Tipps und Tricks, wie auch wir die Rechnung begleichen können?
Für jede Hilfestellung bin ich sehr, sehr dankbar.
In diesem Sinne wünsch ich ein schönes Wochenende,
Stephan

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Insolvenzverfahren - Wie komme ich an das Geld?

Beitragvon Rasto » So 4. Feb 2007, 12:31

Nun es handelt sich um ein oft autretendes und ernst zu nehmendes Problem.

Was du beschreibst, ist einfach eine Manifestation unseres Gesellschaftsystems Kapitalismus, dagegen kann man mit Gesetzes und Verordnungen wenig tun, das kann man nur selber. D.h. es wäre, betriebwirtschaftlich gedacht, notwendig gewesen, es bis dahin gar nicht kommen zu lassen. Mithin frage ich mich ob ihr bei einer solch hohen Summe (nicht mal Banken vergeben so ohne weitere solche Kredite) such die Bonität des taxiunternehens geprüft habt?

Ich empfehle deiner Mutter und Dir sich mit dem Inhaber des taxi-unternehmens informell in Verbindung zu setzen und diese reundlich und bestimmt die Sachlage zu erklären, dabei ruhig auf die Tränendrüse drücken, und ihn zu bewegen die letzten verbliebenen Mittel euch zu überweisen. Darüber hinaus würde ich ihm klar machen, das ihr ihn persönlich auch künftig als Ansprechpartner für die Schulen ansieht, und die Schulden mit dem Insolvenzverfahren nicht einfach weg sind. Ihr müsst also seine persönliche soziale Verantwortung herausstellen ob vielleicht überhaupt jemals noch was zu bekommen, und das geht eben nur freiwllig.

Was für ne Rechtsform hat das Taxiunternehmen (GmbH, GbR?)
Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu geniessen.

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Beitragvon JustMe » So 4. Feb 2007, 12:37

Bringt nix da vorstellig zu werden.
Wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet ist, ist das noch verfügbare Geld unter der "Hand" des Insolvenzverwalters.

Mit dem muss man sich erstmal in Verbindung setzen, damit der von der offenen Rechnung noch erfährt.

Der sagt dann auch dann ganz expliziet wie es weiter geht.

Weiss man den Insolvenzverwalter nicht (meist Anwälte), dann beim zuständigen Amtsgericht nachfragen (da wo die Firma ihren Firmensitz hat).

Die können sagen, wer bestimmt wurde.

Viel Erfolg.

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Beitragvon joey_nrw » So 4. Feb 2007, 12:43

@ Stefan

Das Problem kenne ich ähnlich. Deine Eltern müssen ihre Ansprüche als Gläubiger beim Insolventgericht geltend machen. Dabei kommt es über die Maßen auf die Rechtsform des Unternehmens des Schuldners an. Hinsichtlich des Ranges der Forderungen kann nur das Insolvenzgericht Auskunft geben. Weiter ist wesentlich, ob das InsoVerfahren eröffnet wurde oder ob die Eröffnung zur Zeit nur geprüft wird (Einstellung mangels Masse könnte auch in Betracht kommen). Richtig ist, das aus der Insolvenzmasse zunächst die Kosten des InsoVerfahrens an sich gedeckt werden. Danach folgen die Verbindlichkeiten höheren Ranges, also solche, die durch Sonderpfandrechte gedeckt sind.
Auch wenn es verwirrend ist, wirf mal einen Blick in die Insolvenzordnung (InsO). Bei Kapitalgesellschaften (GmbH etc) liegt die maximale Deckung im Gesellschaftskapital, sonst haftet der Schuldner persönlich. Frage ist, ob dort etwas zu holen ist....

Weiß nict ob Dir das hilft, ggf. kannst Du dich ja mal per PN melden.

MfG
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Beitragvon MICHI » So 4. Feb 2007, 12:47

alles zivilrechtlche angelgenheiten und daher nichts für diese sektion, da polizeilich irrelevant.

entsprechend verschoben.
Zuletzt geändert von MICHI am So 4. Feb 2007, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
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Beitragvon Parabellum » So 4. Feb 2007, 12:48

Zunächst is es verdammt wichtig, dass eure Forderung so schnell wie möglich tituliert wird. Das bedeutet, sofort einen Anwalt beauftragen die Forderung einzuholen und dieser wird hoffentlich sofort einen gerichtlichen Mahnbescheid erlassen. Wenn die keinen Widerspruch einlegen ist das prima, weil dann die Forderung sofort tituliert wird. Falls Widerspruch eingelegt wird, die Forderung im Eilverfahren beim LG durchziehen und dann den Titel bekommen. Mit diesem Titel sofort zum abwickelnden Amtsgericht gehen und Anspruch anmelden. Es ist nämlich so, dass der, der zuerst kommt und die Hand aufhält auch die Kohle bekommt.
Aber wie gesagt, unverzüglich zum Anwalt und nicht noch warten!!!
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Beitragvon gast2000 » So 4. Feb 2007, 12:54

ich behaupte mal, dass es ein universelles problem ist, wenn jemand seine rechnung nicht bezahlen kann.

und natürlich gibt es in einem rechtsstaat möglichkeiten den anderen zum zahlen zu zwingen. man kann jemanden verklagen und dann im wege der zwangsvollstreckung zwangsweise das geld beitreiben. es gibt auch möglichkeiten das vermögen des schuldners zu sichern, bis die gerichtlichen verfahren beendet sind.

noch besser ist es vorzusorgen, sich also sicherheiten zu besorgen. z. b. kann man sich ein taxi sicherheitsübereignen oder forderungen abtreten lassen. und nicht zu vergessen existiert auch ein werkunternehmerpfandrecht.

ich kann natürlich verstehen, dass man mit einem guten kunden kulant umgeht, allerdings sollte man sich diesbezüglich grenzen setzen, die deutlich vor der eigenen existenzgefährdung liegen. da zumindest mit diesem kunden keine geschäftsbeziehungen mehr zu erwarten sind, ist es jetzt an der zeit jede rücksicht auf ihn beiseite zu lassen.

wahr ist allerdings auch, dass man einem nackten mann nicht in die tasche greifen kann.

es ist nur rechtsanwälten erlaubt rechtsberatung zu leisten. bei einer insolvenz werden forderungen am ende in aller regel nur zu einer geringen quote erfüllt. ob sich die mit der geltendmachung verbunden kosten lohnen, kann man nur im einzelfall beantworten. insbesondere, wenn noch ein auto vom taxiunternehmer auf eure hof steht, würde ich schnellstmöglich einen rechtsanwalt aufsuchen. unter umständen ist noch etwas zu retten, wenn ihr schnell seid.

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Beitragvon Parabellum » So 4. Feb 2007, 14:35

Zum Glück ist hier auch niemand beratend tätig geworden, sondern es sind allenfalls Tips gegeben worden, wie man sich am besten verhält :D

Wenn ein Auto auf dem Hof steht, würde ich in einem hypothetischem Fall auf jeden Fall den Hof absperren. Werkunternehmenpfandrecht ist eine feine Sache. Dumm nur, wenn das Auto mit Rechten Dritter belastet ist ;-D
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Beitragvon Dschungare » So 4. Feb 2007, 15:00

@ Hollow

Eine Insolvenz bedeutet ,,eine totale Pleite" des Schuldners. Der Insolvenzverwalter betreut den Schuldner, indem er u.a. auch einen Rat gibt, sich möglichst einen neuen Arbeitsplatz zu suchen wo eine Hoffnung auf Geld in aussicht steht. Der Schuldner muss seine ganzen Konten, Sparbücher und Finanzen dem Insolvenzverwalter offen darlegen. Der Insolvenzantrag umfasst ca. 25 - 30 Seiten, auch bei Privatinsolvenz. Danach wird das ganze zum zuständigen Amtsgericht geschickt, bis eine ,,Eröffnung der Insolvenzverfahren" in Form eines gerichtlich/beglaubigten Schriftstück kommt.
Der Schuldner verpflichtet sich u.a. dass er keine weiteren Schulden machen darf - das wäre ansonsten Betrug und das Insolvenzverfahren kann sofort durch das Gericht beendet werden. Auch verpflichtet sich der Schuldner, sich eine Arbeit zu suchen und Lohn/Gehaltsnachweise umgehend dem InSol-Verwalter zu zeigen.
Es gibt eine Tabelle, was dem Schuldner abgezogen wird und was er behalten darf.
Eine Insolvenz kann natürlich auch bedeuten, dass eine Null Lösung dabei rauskommt; soll heissen, dass der Schuldner dem Gläubiger seine Forderung nicht zahlen kann. Eine Null Lösung kommt alledings nur in ausnahme Fällen raus, eher selten also!

Informiere dich einfach mal bei einem Schuldenberater, Insolvenzverwalter und dem Amtsgericht (Insolvenzgericht).

Für einen Gläubiger ist es schon etwas schwer - wenn der Schuldner ein InSol laufen hat - seine Forderung zu bekommen.

Lg
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Beitragvon Easy_and » Mo 5. Feb 2007, 00:01

Wenn die Insolvenz definitiv ist, sofort zum Anwalt. Das ist mit Sicherheit der RICHTIGE Ansprechpartner.
Wo möchten Sie beerdigt werden?
In Deutschland, wo sonst?
Wer soll Ihre Grabrede halten?
Ein Familienmitglied.
Welchen Satz erhoffen Sie sich darin?
Er war ein freier Mann.

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Beitragvon Aguirre-gelöscht » Mo 5. Feb 2007, 14:11

@ TeddyLove
Eine Insolvenz bedeutet ,,eine totale Pleite" des Schuldners.
Falsch. Setzen, 6! :wink:

Insolvenz bezeichnet die Eigenschaft eines Schuldners, seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllen zu können.
Der Insolvenzverwalter betreut den Schuldner, indem er u.a. auch einen Rat gibt, sich möglichst einen neuen Arbeitsplatz zu suchen wo eine Hoffnung auf Geld in aussicht steht.
Lach...es wird ja immer abenteuerlicher. Wir reden hier von einer Firma und nicht von einer privaten Insolvenz!
Der Schuldner muss seine ganzen Konten, Sparbücher und Finanzen dem Insolvenzverwalter offen darlegen.


Lach....wenn Du unter "Schuldner" auch eine Firma verstehst, stimmt dies. Gilt aber je nach Gesellschaftsform nicht für den Eigentümer!
Der Schuldner verpflichtet sich u.a. dass er keine weiteren Schulden machen darf - das wäre ansonsten Betrug und das Insolvenzverfahren kann sofort durch das Gericht beendet werden.
Jein - wenn die "Schulden" der Abwendung der Insolvenz dienen, dann ist dies zulässig.
Auch verpflichtet sich der Schuldner, sich eine Arbeit zu suchen und Lohn/Gehaltsnachweise umgehend dem InSol-Verwalter zu zeigen.
Wir reden hier nicht von einer Privatinsolvenz!!!
Informiere dich einfach mal bei einem Schuldenberater, Insolvenzverwalter und dem Amtsgericht (Insolvenzgericht).
Würde ich Dir auch empfehlen. :lach:

@ Hollow

Locker bleiben und sich direkt mit dem Insolvenzverwalter in Verbindung setzen. Dort reicht ihr eure Forderungen ein und wartet ab, was bei herauskommt.
Insolvenz muss nicht gleichbedeutend mit Pleite und Totalverlust sein. Sie bezeichnet lediglich die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners, sagt aber nichts über die Gründe aus. Dies können auch ausstehende Forderungen gegenüber einer dritten Partei sein.

Grüßle
Frank

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Beitragvon Parabellum » Mo 5. Feb 2007, 14:18

So lange die Forderung nicht tituliert ist, interessiert sie den Verwalter reichlich wenig. Das Sprichwort " Wer zuerst kommt, malt zuerst" hat hier absolute Gültigkeit.


@Hollow: Also nicht locker bleiben, sondern Anwalt nehmen!
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Beitragvon Aguirre-gelöscht » Mo 5. Feb 2007, 14:30

@ Parabellum

Üblicherweise erstellt der Insolvenzverwalter erst einmal einen "status quo" - und sofern die Forderung bereits existiert, wird sie auch berücksichtigt. Was dabei schlussendlich herauskommt, hängt natürlich davon ab, wie es um den Schuldner steht - sprich handelt es sich nur um eine temporäre und unverschuldete Zahlungsunfähigkeit oder ist Ende Geländer.

Grüßle
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Beitragvon Parabellum » Mo 5. Feb 2007, 14:32

Schlauberger, welche Urkunden hast Du denn in der Hand um deine Forderung nachzuweisen? Eine Rechnung? :lol:
si vis pacem, para bellum.

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Beitragvon Aguirre-gelöscht » Mo 5. Feb 2007, 14:38

@ Parabellum

Die Rechnung reicht für den Insolvenzverwalter erst einmal aus, um den Sachverhalt (Leistung erbracht, Rechnung korrekt) zu prüfen.

Ein Titel nützt Dir bei einer Isolvenz auch nicht mehr bzw. wird genauso wie eine RG bewertet.

Grüßle
Frank

P.S. Apropos Titel..ich hätte auch noch einen in der Schublade - hat und wird mir aber nichts nützen, da es sich um einen betrügerischen Konkurs handelte und der ehemalige Inhaber einen Offenbarungseid geleistet hat. Die Firma läuft inzwischen auf seinen Sohn, die Kohle ist weg und vor Gericht hat er (trotz 42!!! Vorstrafen) auch nur eine Bewährungsstrafe erhalten. Schöne deutsche Rechtsstaatlichkeit. :lach:


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