Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Trooper » So 8. Nov 2015, 14:53

Jungs, es reicht jetzt.
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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon greyman » So 15. Nov 2015, 22:39

Die Diskusion über Bürgerwehren und freiwilligen Polizeidienst erinnert mich an Gespräche mit Berufsfeuerwehrleuten über freiwillige Feuerwehren.
Auch freiwillige Feuerwehrmänner nehmen nach einer Schnellbesohlung hoheitliche Aufgaben und Grundrechtseingriffe vor.

Für mich stellt sich die Frage, ob die Polizeibehörden die Dinge einfach geschehen lassen (Modell Bürgerwehr) oder lieber einwirken können wollen und das unter eigener Leitung als freiwilligen Polizeidienst führen.
Dies scheint öfter an der Farbe des Parteibuches des IM zu liegen als an sachlichen Punkten.

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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Controller » So 15. Nov 2015, 23:16

Japp,

ist doch eh egal, wenn nun schon die FFW als Vergleich herhalten muss.

Alle Deutschen ab dem 35-igsten Lebensjahr haben das Recht in der Öffentlichkeit eine Kurzwaffe ihrer Wahl zu führen, sofern sie noch nicht Ziel eines Ermittlungsverfahrens waren.
Ausnahmen und Näheres regelt der BMI durch Rechtsverordnung.
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Diag » So 15. Nov 2015, 23:59

greyman: Sorry, aber völliger Käse. Du bist im Bereich von Äpfeln und Backsteinen.

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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 16. Nov 2015, 08:07

Gibt ja auch noch die Ehrenamtler, die im Tierheim Gassi gehen. Das klappt doch auch?
:lah:

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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon greyman » Mo 16. Nov 2015, 08:23

Diag hat geschrieben:greyman: Sorry, aber völliger Käse. Du bist im Bereich von Äpfeln und Backsteinen.
Mag für den Inhalt der Diskusionen durchaus zutreffen, ich habe noch nirgends den Wunsch nach rein ehrenamtlichen Wachen mit selbstständiger Einsatzbearbeitung gehört.

Ich habe nur etwas zur Art der Diskusion gesagt und die letzten Beiträge geben mir da recht.

Ob es so kommt oder nicht ist eine politische Entwcheidung. Die Politik ruft zu mehr Zivilcouraqe und mehr Hinsehen auf.

Ich sehe nur die Chance, das durch Akzeptanz und Zusammenarbeit auf beiden Seiten (Sicherheitspartnerschaft) Wildwuchs verhindert werden kann.

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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Diag » Mo 16. Nov 2015, 13:03

greyman hat geschrieben:Ich habe nur etwas zur Art der Diskusion gesagt und die letzten Beiträge geben mir da recht.
Wenn sich wenigstens Dir Deine Logik erschließt dann ist ja gut. :zustimm:

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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Challenger » Mo 16. Nov 2015, 23:34

greyman hat geschrieben:Die Diskusion über Bürgerwehren und freiwilligen Polizeidienst erinnert mich an Gespräche mit Berufsfeuerwehrleuten über freiwillige Feuerwehren.
Rein sachlich schon nicht das Gleiche. Wieso soll das also ein tauglicher Vergleich sein? :gruebel: :nixweiss:
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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Trooper » Di 17. Nov 2015, 07:26

Lest den Beitrag von Greyman doch einfach nochmal aufmerksam... ihr seid auf dem falschen Dampfer, Jungs.

Ich halte den Einwand durchaus für berechtigt. Sobald die Sicherheitslage bzw. das subjektive Sicherheitsgefühl ein bestimmtes Niveau unterschreitet, werden sich solche Initiativen bilden - ob man das nun mag oder nicht. Je mehr die Polizei dagegen wettert und sich dem verschließt, desto weniger Einfluss kann sie auf das "Wie" nehmen. Zwischen "Neighbourhood Watch" und Bürgermiliz liegt noch ein ganzes Stück Strecke, und es dürfte ja klar sein, was zu präferieren ist.
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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon henrymuc » Di 17. Nov 2015, 09:20

Trooper hat geschrieben:Lest den Beitrag von Greyman doch einfach nochmal aufmerksam... ihr seid auf dem falschen Dampfer, Jungs.

Ich halte den Einwand durchaus für berechtigt. Sobald die Sicherheitslage bzw. das subjektive Sicherheitsgefühl ein bestimmtes Niveau unterschreitet, werden sich solche Initiativen bilden - ob man das nun mag oder nicht. Je mehr die Polizei dagegen wettert und sich dem verschließt, desto weniger Einfluss kann sie auf das "Wie" nehmen. Zwischen "Neighbourhood Watch" und Bürgermiliz liegt noch ein ganzes Stück Strecke, und es dürfte ja klar sein, was zu präferieren ist.
Ich kann Deiner Einschätzung nur zustimmen.

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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Challenger » Mi 18. Nov 2015, 22:50

Trooper hat geschrieben:Lest den Beitrag von Greyman doch einfach nochmal aufmerksam... ihr seid auf dem falschen Dampfer, Jungs.
Auch beim nochmaligen Lesen werde ich nicht schlauer.

Vielleicht führt der User seinen Beitrag dann ja noch näher aus. Weil sein Beipsiel bleibt unplausibel und sachlich nicht zielführend!
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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Trooper » Mi 18. Nov 2015, 22:54

Ich lese da raus: die hier oft vertretene Ablehnung gegenüber Polizeifreiwilligen/Sicherheitswacht/Bürgerstreifen usw. erinnert Greyman an das Verhalten einiger Berufsfeuerwehrleute gegenüber der freiwilligen Feuerwehr. Nicht mehr und nicht weniger. Er möge mich korrigieren, falls ich mich irre.
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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Trooper » Mi 18. Nov 2015, 23:00

Ich habe mich bei dem Thema ja bisher zurückgehalten. Ich muß aber mal sagen, daß die hier vielfach vertretene Haltung dazu bei mir inzwischen durchaus den Eindruck erweckt, als ob der eine oder andere User eher empört über den subjektiv wahrgenommenen Anschlag auf seine berufliche Wichtigkeit und Einzigartigkeit ist als daß wirklich überzeugende Sachargumente dagegen sprächen. Die Einbindung von Freiwilligen/Bürgern in polizeiliche Aufgaben gibt es in vielen Ländern in den verschiedensten Formen, und den daraus resultierenden Untergang des Abendlandes vermisse ich bisher irgendwie.
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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon Challenger » Mi 18. Nov 2015, 23:14

Trooper hat geschrieben:Ich lese da raus: die hier oft vertretene Ablehnung gegenüber Polizeifreiwilligen/Sicherheitswacht/Bürgerstreifen usw. erinnert Greyman an das Verhalten einiger Berufsfeuerwehrleute gegenüber der freiwilligen Feuerwehr. Nicht mehr und nicht weniger. Er möge mich korrigieren, falls ich mich irre.
Und genau das ist doch der Knackpunkt.

Alles in einen Topf geschmissen, ist immernoch nicht dasselbe. :!:
Trooper hat geschrieben:Ich habe mich bei dem Thema ja bisher zurückgehalten. Ich muß aber mal sagen, daß die hier vielfach vertretene Haltung dazu bei mir inzwischen durchaus den Eindruck erweckt, als ob der eine oder andere User eher empört über den subjektiv wahrgenommenen Anschlag auf seine berufliche Wichtigkeit und Einzigartigkeit ist als daß wirklich überzeugende Sachargumente dagegen sprächen.
Ich plaudere dazu natürlich gerne mal aus dem Nähkästchen - aber wohl eher weniger öffentlich. Da es meines wissens einen FPD bei euch nicht zu geben scheint, steuere ich bei Gelegenheit gerne eigene Erfahrungen (ob des Sinns oder Unsinns und auch bezüglich ggf. auftretender, unerwarteter Unabwägbarkeiten oder mißverstandener Selbstverständnisse) bei!

Alleine schon die allgemeinen Unterschiede des FPD der Länder zur FFW machen das Beispiel einfach unplausibel...

Über eine Art "Sicherheitswacht" - unbewaffnet, mit Armbinde und ohne Uniform - ließe sich sicher reden.
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Re: Bürgerwehr - Schutz oder Selbstjustiz?

Beitragvon greyman » Mi 18. Nov 2015, 23:41

Es war nicht Zweck meines Postes, die inhaltlichen Aspekte der Tätigkeiten zu vergleichen.

Es geht mir um die Art und Weise wie die Diskussion geführt wird:
Profis fühlen sich anscheint überall durch "Hobbyretter" bedroht und neigen zum Beissen.
Dadurch wird jede Konstruktive Zusammenarbeit unmöglich und ein gegeneinander unnötig provoziert.

Ich habe gerade nach den letzten Tagen die Hoffnung das durch die Polizeibehörden Spielregeln für Nachtbarschaftswachen empfohlen werden, bevor diese in Gruppenstärke mit SK4, PTB und Drohnen durch die Strassen ziehen.

Dies funktioniert aber nur bei Gesprächen auf Augenhöhe.


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