m/w/d

Polizeibezogenes, was in keine andere Sektion hineinpasst

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schutzmann_schneidig
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Re: m/w/d

Beitragvon schutzmann_schneidig » So 26. Mai 2019, 10:42

1957 hat geschrieben:
So 26. Mai 2019, 09:06
Grundsätzlich aber gibt es keine Alternative, wenn nicht zufällig ein ES in unseren Reihen verfügbar ist, was aber ziemlich unwahrscheinlich ist. Wir neigen zu Übertreibungen.
Wer durchsucht werden muss, wird durchsucht.
Zumal "ES" ja nicht gleich "ES" ist, sondern "d" lediglich als eine Art Sammelbegriff für, folgt man der Argumentation der Geschlechtervielfalt, im Prinzip unzählige Varianten steht.
Insofern hast du im Ergebnis vollkommen recht. Es greift dann die normative Kraft des Faktischen.
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1957
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Re: m/w/d

Beitragvon 1957 » So 26. Mai 2019, 11:52

Zulu, dass darüber in FHS diskutiert wird, erscheint mir nur zu logisch. In den Präsidien ( je nach Organisationsstruktur) bei uns (NRW ) eher nicht, denn wir haben da andere Regulierungsebenen (LAFP, IM)
Das ist ein Thema, dass auf Ausführungsebene noch nicht angekommen ist und sehr wahrscheinlich auch zukünftig ein Randthema bleiben wird, weil eine Durchsuchung zur Eigensicherung i.d.R. keinen Aufschub erlaubt. Über weitergehende Maßnahmen kann man ja mal nachdenken, wobei es auch dort Einschränkungen geben wird. Damit verbunden wäre gleichwohl zumindest eine längere Freiheitsbeschränkung /-entziehung.

Kulinka
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Re: m/w/d

Beitragvon Kulinka » So 26. Mai 2019, 12:43

Hallo schutzmann_schneidig,
Zumal "ES" ja nicht gleich "ES" ist, sondern "d" lediglich als eine Art Sammelbegriff für, folgt man der Argumentation der Geschlechtervielfalt, im Prinzip unzählige Varianten steht.
eben das ist aus meiner Sicht die Frage. Laut Gesetz gibt es derzeit nur einen Anlass für den Eintrag "d" als Personenstandsmerkmal: Die Geburt als biologisch zwiegeschlechtlicher Mensch. Das ist die einzige Variante. Denn der Argumentation, alle, auch die nicht biologischen Varianten der Intersexualität, würden unter "d" fallen, ist der Gesetzgeber ja eben NICHT gefolgt.

Und für den polizeilichen Alltag spielt das insofern eine Rolle, als dass man unter diesen Voraussetzungen aufgrund der großen Seltenheit dieses biologischen Phänomens so gut wie nie jemanden zum polizeilichen Gegenüber haben wird, der das Personenstandsmerkmal "d" in seinem Ausweis stehen hat. Wenn doch, klar, da greift die normative Kraft des Faktischen, das ist natürlich so und das stelle ich auch gar nicht infrage.

Viele Grüße
Kulinka


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