Studie über Polizeigewalt.

Polizeibezogenes, was in keine andere Sektion hineinpasst

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Criss_mitchel
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Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon Criss_mitchel » Sa 27. Jul 2019, 13:08

https://m.focus.de/politik/deutschland/ ... 68505.html

Sehr glaubwürdig und auch gar nicht leicht zu manipulieren. :stupid:
Wenn ich mich richtig erinnere konnte man sich einfach anonym auf der Internetseite melden.

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henrymuc
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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon henrymuc » Sa 27. Jul 2019, 13:19

Es wäre interessant zu erfahren wer die Studie bezahlt hat, und mit welcher Intention. Sowie welche Methodik verwendet worden ist und wie sich die Studienteilnehmer zusammen gesetzt haben.
Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.

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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon 1957 » Sa 27. Jul 2019, 14:21

Diese Informationen dürften sich aus der Studie ergeben. Sie wird im September veröffentlicht.

Natürlich gibt es Polizeigewalt, denn die Polizei ist die Instituion, die per Gesetz zur Gewaltanwendung befugt ist.

Es muss also eher heißen, eine Studie zur unverhältnismäßigen, unrechtmäßigen, strafbaren Anwendung von Gewalt in polizeilichen Einsatzlagen.

Die wenigsten Wissenschaftler und Kritiker mussten sich jemals in eskalative bzw. gewalttätige Situationen begeben, keiner wohl Zwangsmaßnahmen anwenden. Die Dynamik und Emotionalität solcher Geschehnisse sind ihnen womöglich fremd.
Nicht alles kann durch Aus-/Fortbildung zu harmlosen Abläufen geregelt werden.

Gleichwohl gibt es Übergriffe. Diese müssen als solche erkannt und bearbeitet werden. Insofern sind Studien und Kritik grundsätzlich zu begrüßen.

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PotionMaster
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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon PotionMaster » Sa 27. Jul 2019, 14:44

Die Studie selbst spricht auch nicht einfach von Gewalt sondern vom Themenbereich der Körperverletzung im Amt, Forschungsprojekt KVIAPol. Gefördert wurde die Studie von der DFG. Sie besteht aus Opferbefragungen und Befragungen von damit beruflich befassten Personen wie Staatsanwälten, Polizisten etc.

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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon Criss_mitchel » Sa 27. Jul 2019, 15:49

Wenn ich mir den Aufruf zur Onlineumfrage bzw. Befragung auf der Seite ansehe wundert mich das Ergebnis jetzt nicht.
Aber nennen wir es "Opferbefragung", ob die wirklich jemals mit der Polizei zu tun hatten ist ne andere Sache.

Hätte man sich auch sparen können den quatsch.

U.a. wurde in den einschlägigen linken Foren dazu aufgerufen daran teilzunehmen und wer das Klientel kennt weiß ja das es immer die Polizei Schuld war und sowas garantiert auch nicht manipuliert wird.

Die paar Steine und Mollis auf uns waren nur ziviler Ungehorsam. Aber wenn die Täter rausgezogen wurden war es unrechtmäßige Polizeigewalt.

Solche Studien kann man sich sparen.

@1957 bin ich voll und ganz deiner Meinung. Die schwarzen Schafe bei uns müssen selbstverständlich konsequent zur Rechenschaft gezogen werden.

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Harkov
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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon Harkov » Sa 27. Jul 2019, 16:25

nunja, was heißt sparen. Die Wissenschaft ist frei und (größtenteils auch unabhängig) Querverbindungen, Beeinflussung gibt es in jedem Lebensbereich, das als Gegenargument ist dünn.

Schauen wir uns unsere wechselvoll Geschichte (auch die die Polizei in der DDR) mal genauer an und halten wir uns vor Augen, welche Rolle Polizei im Staat spielt, so ist es sicherlich nicht verkehrt, hier einmal genau drauf zu schauen.

Das bedeutet nicht, dass es durchaus partikluarInteressen in solchen Studien gibt und dann muss man das auch kritisieren.

Ich möchte hier mal zitieren:
Ausgangspunkt der Untersuchung ist der empirisch gesicherte Umstand, dass es beim Einsatz von Gewalt durch die Polizei in gewissem Umfang zu Fehlverhalten kommt. Polizeibeamt*innen wenden im Rahmen ihrer Dienstausübung tagtäglich unmittelbaren Zwang an; dabei wird die Grenze zwischen rechtmäßigem Exekutivhandeln und unverhältnismäßigem Gewalteinsatz mitunter überschritten. Seitens der Staatsanwaltschaft muss in diesen Fällen der Tatbestand der Körperverletzung im Amt geprüft werden. Die sich hiermit befassenden Verfahren weisen eine besondere justizielle Erledigungsstruktur auf. In den meisten Fällen erfolgt eine Einstellung des Verfahrens, etwa 90 % werden auf diese Weise abschließend durch die Staatsanwaltschaften erledigt. Nur rund 2 % aller eingeleiteten Verfahren münden in einem Strafbefehlsantrag oder einer Anklage. Deliktsübergreifend liegt die Anklagequote bundesweit demgegenüber bei 20 % – um ein Zehnfaches höher.
vgl.
https://kviapol.rub.de/index.php/forsch ... angspunkte

da schlösse sich bei mir direkt die Frage an, inwieweit Staatsanwaltschaften eine systemische Nähe zur Polizei in Ihrer Erledigungsstruktur hätten und somit Teil des Polizeigewaltsproblem darstellen, bzw ein Wurmfortsatz dessen sind. Ein spannendes Feld indem sich die Ruhr-Uni dort bewegt. Die Online-Umfrage macht es nicht per-se unwissenschaftlich. Eine Quantitative Befragung wird üblicherweise durch eine der hermeuthischen Tradition nahestehende, qualitative Analayse flankiert.
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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon Criss_mitchel » Sa 27. Jul 2019, 16:34

Ich habe auch nicht von unwissenschaftlich gesprochen.

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Harkov
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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon Harkov » Sa 27. Jul 2019, 16:40

Stimmt.
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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon Officer André » Sa 27. Jul 2019, 16:41

ich lese von „mutmaßlicher“ Polizeigewalt :pfeif:

Ja dann ...
Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon ThorstenCologne » Sa 27. Jul 2019, 21:59

Wenn Herr Singelnstein der Versuchung nicht widerstehen kann, seine noch unveröffentlichte Studie zu kommentieren, möchte er natürlich Schlagzeile machen. Das ist da eine.
Warten wir ab, was drin steht, ist das Andere.
Problematisch finde ich es, zumindest darf man es bei der Bewertung nicht außer Acht lassen, wenn Kriminologen als Teil der Rechtswissenschaften, Staatsanwälte beurteilen, oder Herr Behr als Polizeiwissenschaftler Fragen auf wirft mit dem Ductus zu wissen, wie die anderen ticken, was ja ach stimmen kann.
Aufschlußreicher fände ich eine solche Studie von nicht europäischen Soziologen, Psychologen oder evtl. auch Politologen, die hätten einen unverstellten Blick und würden im Idealfall auch erst Stellung beziehen, wenn die Studie veröffentlicht ist.
Kein PVB

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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon Criss_mitchel » So 28. Jul 2019, 10:48


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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon Nanu » So 28. Jul 2019, 12:41

In der Mediathek kann man sich den Betrag von kontraste anschauen:

https://www.rbb-online.de/kontraste/arc ... erden.html

Dargestellt wird sehr ausführlich nur ein Fall, der nun wirklich nicht alltäglich ist. Ob das alles so zutreffend ist, kann man ohne die Akte vor sich zu haben, leider nicht beurteilen, die Staatsanwaltschaft hat den Fall immerhin zweimal geprüft, wird schon nicht ohne Grund zur Einstellung des Verfahrens gekommen sein. Hoffe ich.

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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon zulu » Mo 29. Jul 2019, 11:11

Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, hält die Studie der Universität Bochum zu hierzulande mutmaßlich 12.000 Fällen ungerechtfertigter Polizeigewalt pro Jahr für nicht seriös. "Das scheint mir nicht seriös zu sein", sagte Wendt der Passauer Neuen Presse .

https://www.pnp.de/nachrichten/politik/ ... NVkGoosqsg
Also wenn jeder sich ungeprüft online als Opfer melden kann, dann sind die Zahlen unseriös.

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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon 1957 » Mo 29. Jul 2019, 12:07

Na, Rainer Wendt ist selbst nicht gerade seriös und sollte einfach mal nichts sagen. Diese online Befragung ist mir auch suspekt. Soll doch mal einer der "Wissies" erklären, wie das zu eindeutigen, wissenschaftlichen Aussagen führen kann.

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Re: Studie über Polizeigewalt.

Beitragvon vladdi » Mo 29. Jul 2019, 13:18

Diese Studie sagt rein gar nichts aus.

Erhebung
1.000 Personen haben anonym bei einer online Umfrage Teilgenommen
Eine Verifizierung scheint es nicht gegeben zu haben.

Rückschlüsse
Es ist nicht nachvollziehbar wie es aus diesen 1.000 Befragten auf die Zahl 12.000 kommt
Zumal die Frage dann wäre, ob die Zahl 12.000 dann nur die neue Zahl an Vorwürfen wäre. Derzeit kommt es bei 2%(?) zu Verurteilungen. Weit über 90% der Vorwürfe sind unbegründet. Ändert sich durch die vorgelegten Zahlen etwas an dem Quotienten?

Unbestritten ist jeder Fall von unrechtmäßiger Polizeigewalt einer zu viel.
Je unabhängiger die Untersuchung, desto besser. Jedoch sind überall fremde Dienststellen mit der Ermittlung beauftragt, Hamburg ist da meiner Ansicht nach besten aufgestellt.
Die Staatsanwaltschaft ist ebenfalls eine unabhängige Ermittlungsbehörde.

Meiner Ansicht ist das größte Problem dabei, die große Anzahl unbegründeter Vorwürfe. Hier werden sinnvolle Ermittlungsressourcen blockiert.

Diese Studie schadet mehr, als das sie nützt.


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