„Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Polizeibezogenes, was in keine andere Sektion hineinpasst

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„Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon JustanormalGuy » Do 11. Aug 2022, 15:21

https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/p ... 17238.html

Des Öfteren kann werden nach Polizeieinsätzen, insbesondere nach Schusswaffengebrauch, Kriminologen und Polizeiwissenschaftler befragt. Es scheinen sehr oft Leute zu sein, die eindeutig polizeifeindlich eingestellt sind und versuchen, die Rechtmäßigkeit zu bezweifeln. Warum ist das so? Ist das der Sinn einer Wissenschaft?

Kommt mir mehr vor wie akademisches Polizeibashing.

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Kaeptn_Chaos
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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 11. Aug 2022, 15:58

Weil in unserem Land nur Kritik und Missgunst Aufmerksamkeit erregt.

Wenn sich da alle einig wären, wäre keine mediale Reichweite zu erzielen.

Wer die Schlagzeilen der letzten 24 Stunden verfolgt, wird zwei Menschen erkennen, die sicherlich dankbar gewesen wären, wenn rechtzeitig elf Mann mit P99 und MP 5 dagewesen wären.
:lah:

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon JustanormalGuy » Do 11. Aug 2022, 16:35

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Do 11. Aug 2022, 15:58
Weil in unserem Land nur Kritik und Missgunst Aufmerksamkeit erregt.
Leider

Ist mir aber trotzdem unverständlich, warum sog. Wissenschaftler so wenig objektiv daher reden.

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon Ahab_ » Do 11. Aug 2022, 16:50

Chaos hat das schon ganz gut dargestellt. Gleichzeitig sind die Typen die regelmäßig bei sowas rangekarrt werden, wie Feltes und Behr, halt auch absolute Medienhuren.
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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon An_dy » Do 11. Aug 2022, 17:45

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Do 11. Aug 2022, 15:58
Wer die Schlagzeilen der letzten 24 Stunden verfolgt, wird zwei Menschen erkennen, die sicherlich dankbar gewesen wären, wenn rechtzeitig elf Mann mit P99 und MP 5 dagewesen wären.
Trifft auf die meisten Bürger zu.
Es sind immer die gleichen Experten und Kritiker, die Beinschüsse, Ohrläppchenkraulen und Ähnliches vorschlagen. Eine laute Minderheit. Wie immer.

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon Inspektor_GER » Do 11. Aug 2022, 18:40

Die MP5 gehört nicht zur Standardausrüstung der Polizei in NRW.
Welchen Abschluss muss man eigentlich nachweisen, um sich "Polizeiwissenschaftler" zu nennen? :gruebel:

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon JustanormalGuy » Do 11. Aug 2022, 19:00

z.B. das hier : https://studienangebot.rub.de/de/krimin ... ter-1-fach

Ich mutmaße mal, dass das ähnliche Personen wie "Gender Studies" studieren. :polizei4:

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon Bravo123 » Do 11. Aug 2022, 19:28

Interessant ist, dass der gesamte ÖRR (ARD, ZDF, WDR) bisher ausschließlich unseren "Experten", Kriminologe Thomas Feltes zu Rate zieht. Bedient natürlich hervorragend das die letzten Jahre geschaffene Narrativ der "Mainstream-Medien" zum Thema Polizeigewalt. im Sinne der ausgewogenen Berichterstattung, hätte ich mir doch wenigstens eine qualifizierte Gegenstimme gewünscht. Aber wo kämen wir da denn hin...???

WDR: https://www.youtube.com/watch?v=ixJHcML ... WDRaktuell
ARD: https://www.youtube.com/watch?v=ASjytQQ ... tagesschau

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon An_dy » Do 11. Aug 2022, 19:31

Das Schöne ist ja, man kann herrlich das Vorgehen „der Polizei“ (als Organisation) kritisieren und muss dabei nicht konkret werden oder gar praktikables Vorgehen liefern. Ich habe noch nie erlebt, dass die bekannten Herren je mal konkret geworden wären.

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon likes031 » Do 11. Aug 2022, 19:41

Ich würde es nicht als "polizeifeindlich", sondern "polizeikritisch" beschreiben.

Die Rechtmäßigkeit des SWG wird in dem Beitrag nicht angezweifelt. Es wird eher kritisiert, dass 11 Beamte ggf. mit Maschinenpistole vermutlich nicht allzu deeskalierend wirken. Zudem wird gefordert, dass in solche prekären Einsatzsituationen besonders geschulte Psychiater oder Psychologen eher (oder zusammen mit der Polizei) agieren sollten, weil diese besser im Umgang mit psychisch kranken Personen ausgebildet sind.

Beide Aspekte finde ich grundsätzlich nachvollziehbar. Dass PVB für den Einsatz mit psychisch kranken Personen nicht gut genug ausgebildet sind, wird ja auch nicht zum ersten Mal angesprochen.
siehe https://swr-aktuell-app.swr.de/news/160 ... 0602050607

Der angesprochene Polizeiwissenschaftler Rafael Behr war früher ebenfalls PVB, weshalb ich den Vergleich zu Gender Studies nicht nachvollziehbar finde.


Es geht nicht zwangsläufig immer darum den Beamten vor Ort den schwarzer Peter zuzuschieben, sondern ggf. auch mal grundlegende Methoden und Abläufe zu hinterfragen.
Es gibt teilweise berechtigte Kritik, teilweise unberechtigte Kritik. Immer zu sagen "die anderen haben keine Ahnung" und "die Wissen gar nicht, wie das auf der Straße läuft", finde ich unpassend und zeigt fehlende Kritikfähigkeit.
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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon 1957 » Do 11. Aug 2022, 19:42

Heute hatte Behr ja mal wieder einen rausgehauen,womit er eindeutig unter Beweis stellte, dass er zur Beurteilung solcher Situationen und auch zum Mitführen und Einsatz von MP ,nicht die geringste Ahnung hat. So einen als "Wissenschaftler" ernstzunehmen, ist schon fast unmöglich.

Zu glauben, Psychologen o.ä. wären in solchen Situationen per se die bessere Wahl, geht an der Realität auch in Zukunft vorbei.
Schon allein die geringe Anzahl der Mitglieder dieses Berufstandes wird da schon Grenzen setzen.
Wie soll das organisatorisch laufen? Zukünftig auf jedem 2 Wagen ein Psychologe? o.ä.

Wir gehen da in vollkommen unübersehbare Situationen hinein und sollen dann einen Psychologen vorschicken? Als wenn die dann alle ihre Messer etc,wegschmeißen . Und: Welcher Psychologe macht das?


Insgesamt wird die Leistung und Kompetenz vieler Polizisten dieser Hinsicht komplett unterschätzt. Leider gibt es dazu keine Studien etc. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.
Zuletzt geändert von 1957 am Do 11. Aug 2022, 19:54, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon Ahab_ » Do 11. Aug 2022, 19:50

Bildet Behr eigentlich immer noch die Polizisten in Hamburg aus?
Wenn ja, tun die mir echt Leid.
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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon An_dy » Do 11. Aug 2022, 19:59

Wo will man denn solche lebensmüden Psychologen finden?

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 11. Aug 2022, 21:48

Likes, wie soll das denn funktionieren? Sitzt dann auf jedem Funkwagen ein Psychologe?
Und Polizei muss nicht über Gebühr Erfahrung mit psychisch Kranken haben. Wer in Angriffshaltung entschlossen mit Messer in der Hand auf bewaffnete Menschen zuläuft, kann nicht viel anderes erwarten.
Und, nicht missverstehen: Natürlich ist es tragisch, dass der Jugendliche nun tot ist.
Dass nun aber um jeden Preis der Polizei anzulasten, ist falsch.
Ich habe eher Bedenken, dass die Kollegen da noch Pfeffer und Deig versuchten. Das ist in der Lage ein Glückspiel.

Ich hätte auch eher Bedenken, wenn da bei elf Kollegen vor Ort niemand die Idee gehabt hätte, eine MP 5 als Sicherung einzusetzen. Dafür ist die da.
:lah:

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Re: „Polizeiwissenschaftler“ oft polizeifeindlich?

Beitragvon An_dy » Do 11. Aug 2022, 22:21

Wirklich sinnvoll wäre es, Personen mit psychischen Erkrankungen zu behandeln und angemessen zu betreuen, BEVOR die Lage eskaliert. In der Regel gingen da bereits diverse Einsätze voraus. Das kommt selten aus dem Nichts.


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