Konzept gegen linksextreme Gewalt

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ostkev
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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon ostkev » Mi 15. Jan 2020, 10:23

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch ein Fahrzeug der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin zerstört. Wie die Polizei auf Nachfrage von rbb|24 bestätigte, stand das Fahrzeug in einer Tiefgarage in der Kurfürstenstraße. In dem Haus hat die GdP Berlin ihre Geschäftsstelle.

Bei dem Auto handelt es sich um das zentrale Einsatzfahrzeug der GdP, sagte ihr Sprecher Benjamin Jendro auf Nachfrage von rbb|24. Die Täter haben die Scheiben des Fahrzeugs eingeschlagen, die Reifen zerstochen und den Inhalt eines Feuerlöschers in den Innenraum gesprüht, so Jendro. Zudem sei Infomaterial der Gewerkschaft, das im Auto lag, mit einer unbekannten Flüssigkeit überschüttet worden. Das Landeskriminalamt sei bereits am Tatort gewesen und würde nun ermitteln, so Jendro.

Laut einem Bekennerschreiben, das auf dem linken Onlineportal Indymedia veröffentlicht wurde, werfen die mutmaßlichen Täter der GdP vor allem die Duldung von Polizeigewalt und politische Einflussnahme vor. In dem Schreiben wird zudem zu einer Demonstration gegen den anstehenden Europäischen Polizeikongress im Februar aufgerufen, bei dem auch GdP-Mitglieder auftreten sollen.
Polizisten immer öfter Ziel von Gewalt

GdP-Sprecher Jendro verurteilte den Angriff. "Diese menschenverachtenden Taten schüchtern uns nicht ein, denn wir stehen für einen demokratischen Rechtsstaat".

Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte zuletzt die steigende Zahl von Angriffen auf Polizeibeamte kritisiert. Laut Slowik gab es 2019 insgesamt fast 7.000 Gewalttten gegen Polizisten in der Hauptstadt. Zudem würden ihre Kolleginnen und Kollegen immer wieder beleidigt, bedroht und beschimpft, so Slowik.

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2 ... t-gdp.html
die linke Extremismusform bei der Forderung nach Bekämpfung des Extremismus ausgelassen zu haben, hat sich für die GDP dann doch nicht ausgezahlt. :gruebel:
Pressemitteilung vom 30.10.2019
GdP zu Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Hasskriminalität
https://www.gdp.de/gdp/gdpnds.nsf/id/Nd ... en&ccm=000
Die Fokussierung einer Polizeigewerkschaft nur auf Maßnahmen gegen den Rechtsextremismus ist angesichts dessen, von welcher politischen Seite die meisten Angriffe auf PVB ausgehen, milde ausgedrückt mehr als blauäugig, hat aber vermutlich auch mit der engen Bindung der GDP an die SPD zu tun.

Wer immer noch nicht begriffen hat, dass der zunehmende Extremismus als Gesamtphänomen - egal welchen politischen Parolen er folgt - bekämpft werden muss, der muss sich nicht wundern, wenn er dabei unter die Räder kommt.

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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon Loewe » So 26. Jan 2020, 21:53

Tja, selbst parteiübergreifend Aufrufe scheinen nicht zu fruchten. Die Bilder zur Demo " linksunten indyme....." in Leipzig hat jeder gesehen.
Ich bin gespannt auf die Ferndiagnosen der Splitterpartei SP... was die Polizei diesmal falsch gemacht hat.

Im Umgang mit linker Gewalt zeigt zumindest die sächs. Staatsregierung kein Rückgrat und beugt sich dem Shitdtorm sog. Aktivisten in den sozialen Medien. Mit der Entbindung von den Aufgaben als Pressesprecher hat man mit Hr. Voigt ein polit. Bauernopfer gebracht und dem Mob signalisiert, dass er destruktiv mit Erfolg von außen auf die Polizei einwirken kann, solange man den Shitstorm nur beharrlich genug betreibt. Keine guten Vorzeichen angesichts des im September anstehenden Gipfels.

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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon Ahab_ » So 26. Jan 2020, 22:23

Aber hey, die geistige Brandstifterin Julia Nagel, MdL (Die Linke) ist zur Abwechslung mal nicht über die linke Gewalt erfreut. Das ist doch schonmal was.
Kein Cop

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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon Loewe » So 26. Jan 2020, 23:49

Politisches Kalkül. Schließlich tritt LINKS in 1 Woche zur OBM Wahl in Leipzig mit einem eigenen Kandidaten an. Daher war Jule auch nicht sonderlich erfreut über die hässlichen Bilder gestern.
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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon Loewe » So 26. Jan 2020, 23:54

Sie hören es nicht gern, aber es ist nunmal Fakt: der beste Wahlkämpfer für Rechts ist das gewalttätige Links. Die letzten Tage haben Rechts ordentlich Auftrieb gegeben.

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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon slugbuster » Do 5. Mär 2020, 20:23

Ahab_ hat geschrieben:Aber hey, die geistige Brandstifterin Julia Nagel, MdL (Die Linke) ist zur Abwechslung mal nicht über die linke Gewalt erfreut. Das ist doch schonmal was.
Aktuell haben andere Linke Politiker geistige Brandstiftung betrieben und verlauten lassen die 1% Reichen erschiessen zu wollen. Kann man als Scherz sehen, oder auch nicht, falls es verrückte Leute gibt die sich nun autorisiert fühlen mit der Umsetzung anzufangen.

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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon Syzygy » Do 5. Mär 2020, 21:47

slugbuster hat geschrieben:
Do 5. Mär 2020, 20:23
Ahab_ hat geschrieben:Aber hey, die geistige Brandstifterin Julia Nagel, MdL (Die Linke) ist zur Abwechslung mal nicht über die linke Gewalt erfreut. Das ist doch schonmal was.
Aktuell haben andere Linke Politiker geistige Brandstiftung betrieben und verlauten lassen die 1% Reichen erschiessen zu wollen. Kann man als Scherz sehen, oder auch nicht, falls es verrückte Leute gibt die sich nun autorisiert fühlen mit der Umsetzung anzufangen.
Nein, haben sie nicht. Da wurde ein politisch inkorrekter Scherz als Anflug von Selbstironie (die Dame hat nicht gefordert 1% Reiche zu erschießen sondern hat das Bild rhetorisch persifliert was viele Leute von "Links" haben) völlig aus dem Kontext gerissen um daraus einen medialen Skandal zu stricken. Und der Riexinger bekommt jetzt die eigene Medizin zu schmecken, sich nicht sofort und ausführlich von jeglicher Inkorrektheit distanziert zu haben sondern er hat es gewagt, auf den Scherz einzusteigen. Tja, dumm gelaufen. Dennoch sollte man keine Unwahrheiten verbreiten, niemand hat "gefordert" oder gar ernsthaft darüber geredet, irgendwen zu erschießen.

Ich versuch Dir das mal in ganz simplen Worten zu beschreiben: Die Aussage der Dame entspricht ungefähr dem, als hätte ein FDP'ler leicht ironisch grinsend auf einem Parteitag zum Thema Umweltschutz gesagt "Macht mal langsam, die Umwelt können wir doch noch retten wenn wir alle Steuern und den Sozialstaat endlich abgeschafft haben, eins nach dem anderen Kollegen!". Das ist offensichtlich ein Witz um das typische FDP-Klischee zu bedienen aber selbstverständlich niemals ernst gemeint. Ich hoffe, Du verstehst nun worauf die Dame aus war, auch wenn sie damit natürlich in der heutigen Welt der Schneeflöckchen die nur nach Gründen suchen sich über irgendwas zu empören, in ein ordenltiches Fettnäpfchen getreten ist. Ist vielleicht mal ganz gut, wenn es die Linken da auch mal trifft, so als Lerneffekt. Die sind ja auch regelmäßig die ersten, die nach Rücktritten schreien wenn irgendjemand auch nur im Ansatz was "inkorrektes" von sich gibt. Mehr Entspannung würde allen Seiten mal gut tun.
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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon Old Bill » Fr 6. Mär 2020, 05:27

So ein Ausspruch, gleich in welchem Kontext, geht gar nicht. Das ist geistige Brandstiftung und keinen Deut besser als das Gedankengut, welches das politische Gegenüber regelmäßig verbreitet.
Wenn man dann als Partei reflexartig die moralische Keule schwingt dann sollte man selbst etwas kleinere Brötchen backen.
Die Linke dürfte sich gerne auch ganz klar und deutlich gegen Linksextremisten und Ewiggestrige abgrenzen, die es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den eigenen Reihen gibt. So lange sie das nicht tun sind sie als demokratische Partei nicht ernstzunehmen.
In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.
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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon Robocop » Fr 6. Mär 2020, 08:05

Syzygy hat geschrieben:
Do 5. Mär 2020, 21:47
slugbuster hat geschrieben:
Do 5. Mär 2020, 20:23
Ahab_ hat geschrieben:Aber hey, die geistige Brandstifterin Julia Nagel, MdL (Die Linke) ist zur Abwechslung mal nicht über die linke Gewalt erfreut. Das ist doch schonmal was.
Aktuell haben andere Linke Politiker geistige Brandstiftung betrieben und verlauten lassen die 1% Reichen erschiessen zu wollen. Kann man als Scherz sehen, oder auch nicht, falls es verrückte Leute gibt die sich nun autorisiert fühlen mit der Umsetzung anzufangen.
Nein, haben sie nicht. Da wurde ein politisch inkorrekter Scherz als Anflug von Selbstironie (die Dame hat nicht gefordert 1% Reiche zu erschießen sondern hat das Bild rhetorisch persifliert was viele Leute von "Links" haben) völlig aus dem Kontext gerissen um daraus einen medialen Skandal zu stricken. Und der Riexinger bekommt jetzt die eigene Medizin zu schmecken, sich nicht sofort und ausführlich von jeglicher Inkorrektheit distanziert zu haben sondern er hat es gewagt, auf den Scherz einzusteigen. Tja, dumm gelaufen. Dennoch sollte man keine Unwahrheiten verbreiten, niemand hat "gefordert" oder gar ernsthaft darüber geredet, irgendwen zu erschießen.

Ich versuch Dir das mal in ganz simplen Worten zu beschreiben: Die Aussage der Dame entspricht ungefähr dem, als hätte ein FDP'ler leicht ironisch grinsend auf einem Parteitag zum Thema Umweltschutz gesagt "Macht mal langsam, die Umwelt können wir doch noch retten wenn wir alle Steuern und den Sozialstaat endlich abgeschafft haben, eins nach dem anderen Kollegen!". Das ist offensichtlich ein Witz um das typische FDP-Klischee zu bedienen aber selbstverständlich niemals ernst gemeint. Ich hoffe, Du verstehst nun worauf die Dame aus war, auch wenn sie damit natürlich in der heutigen Welt der Schneeflöckchen die nur nach Gründen suchen sich über irgendwas zu empören, in ein ordenltiches Fettnäpfchen getreten ist. Ist vielleicht mal ganz gut, wenn es die Linken da auch mal trifft, so als Lerneffekt. Die sind ja auch regelmäßig die ersten, die nach Rücktritten schreien wenn irgendjemand auch nur im Ansatz was "inkorrektes" von sich gibt. Mehr Entspannung würde allen Seiten mal gut tun.
:applaus: :applaus: Diese ständige Empörtheit, Überempfindlichkeit nervt überaus. Überall mangelt es an Fähigkeit zu differenzieren und strafrechtlich Unrelevantes einfach gelassen hinzunehmen. Ich find´s nur witzig, dass es dieses Mal die Linken selbst trifft - gerade die, die bei jeder abweichenden Meinung am schnellsten und lautesten "Nazi" schreien.
Man muss auf der ganzen Klaviatur des Gesetzes spielen können.

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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon MICHI » Fr 6. Mär 2020, 08:51

Wollen wir mal wieder zum Polizeibezug zurück kommen!?
Gruß
MICHI


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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon Officer André » Fr 6. Mär 2020, 11:39

Syzygy hat geschrieben:
Do 5. Mär 2020, 21:47
Die Aussage der Dame entspricht ungefähr dem, als hätte ein FDP'ler leicht ironisch grinsend auf einem Parteitag zum Thema Umweltschutz gesagt "Macht mal langsam, die Umwelt können wir doch noch retten wenn wir alle Steuern und den Sozialstaat endlich abgeschafft haben, eins nach dem anderen Kollegen!".
Der Vergleich hinkt gewaltig.
Ich bin da bei ganz Old Bill
Ich wünsche mir das Gemüt eines Stuhls.
Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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Re: Konzept gegen linksextreme Gewalt

Beitragvon MICHI » Fr 6. Mär 2020, 15:04

Ist mir zu viel politische Diskussion und aktuell ohne jeglichen Polizeibezug, sowie ohne Bezug zum Thema.
Gruß
MICHI


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