Randale & Plünderungen in Stuttgart

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Brot
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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon Brot » Di 30. Jun 2020, 22:10

Die Zahl der Verdächtigen ist auf 37 gestiegen, 13 davon in U-Haft.

Was es allerdings bringen soll, mehr Tonfas auszugeben, erschließt sich mir nicht ganz. Keine Frage, ein tolles Einsatzmittel, aber etwas wie die Randale in Stuttgart verhindert es auch nicht.

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Officer André
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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon Officer André » Di 30. Jun 2020, 22:57

Trooper hat geschrieben:...Wenngleich ein Unterforum "Polizei und Familie" für den einen oder anderen so uninteressant gar nicht wäre :-)
:zustimm:
Ich wünsche mir das Gemüt eines Stuhls.
Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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Ghostrider1
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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon Ghostrider1 » Mi 1. Jul 2020, 10:29

Brot hat geschrieben:
Di 30. Jun 2020, 22:10
Was es allerdings bringen soll, mehr Tonfas auszugeben, erschließt sich mir nicht ganz. Keine Frage, ein tolles Einsatzmittel, aber etwas wie die Randale in Stuttgart verhindert es auch nicht.
Mir erschließt sich das schon, wenn es denn auch eingesetzt wird. Produziert allerdings häßliche Bilder, und das ist nicht gewollt.
Würde ja bedeuten, man geht gegen die.... wie hießen die Landfriedensbrecher, Räuber, Schläger gleich noch mal... ach ja, man würde mit Schlagstock gegen die Party- und Eventszene vorgehen.

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon der kanadier » Mi 1. Jul 2020, 11:26

Man nutzt die aktuellen Umstände, um teils alte Forderungen mit neuem Nachdruck einzuspielen. Macht Sinn, da BaWü das einzige Bundesland ohne MES/Tonfa in den stehenden Einheiten ist.
Mal abwarten ob auch die Forderung nach Distanzwaffen kommen...

All dies setzt natürlich auch voraus, dass man die Mittel einsetzen kann (und darf...)
Konsequentes Einschreiten und entsprechender Rückhalt der Behörden, sonst tun wir uns schwer

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon 1957 » Mi 1. Jul 2020, 15:14

Das soll jetzt keine Ausrüstungsdebatte werden. Distanzwaffen ( hier wohl Gummigeschoße o.ä.) sind außerhalb der Notwehr kaum das polizeiliche Mittel der Wahl. Ich möchte behaupten: Brauchen wir in D (noch) nicht,da wir noch weit von anomischen Zuständen entfernt sind.
Den "Knüppel " EMS habe ich im Wachdienst seit seiner Einführung noch nie als Schlaginstrument gebraucht.
Das die rechtlichen Normen entsprechend sein müssen, ist klar.
Für den Einsatz des Geräts ist der anordnende PF bzw. der einzelne agierende Kollege verantwortlich. Behörden können sich nur vor ihre Mitarbeiter stellen, wenn diese damit verantwortungsvoll umgehen.

Diese Debatte passt aber hier nicht hin, wobei ich neue Meldungen aus Stuttgart und der dortigen Stimmung nicht vernommen habe.

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon Controller » Mi 1. Jul 2020, 15:40

Naja, wenn der Einsatz der Tonfa an der Unterscheidung zwischen Räuber, Landfriedensbrecher, Plünderen und Mob im "the Purge" Modus und der Event und Partyszene besteht, dann traue ich das der Polizei vor Ort schon zu; auch wenn hier das scheinbar nicht so klar zu sein scheint.
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon RafaelGomez » Mi 1. Jul 2020, 15:46

Brot hat geschrieben: Was es allerdings bringen soll, mehr Tonfas auszugeben, erschließt sich mir nicht ganz. Keine Frage, ein tolles Einsatzmittel, aber etwas wie die Randale in Stuttgart verhindert es auch nicht.
Ich halte es nicht für undenkbar, dass sich einige gegen Krawall und Plünderung entscheiden wenn die Gefahrenabwehrbehörde ihren Anspruch robust durchsetzt. Personal muss natürlich auch vorhanden sein.
Bei gewissem Klientel beginnt der Lerneffekt erst mit großem Schmerz. Nun, das lässt sich einrichten.

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon Habakuk2 » Mi 1. Jul 2020, 16:44

Neue FEM lösen doch keine Probleme- siehe USA. Eine solide Aus- Fortbildung (Vorgehen des Einzeldienstes in Tumultlagen) ist da schon sinnvoller.

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon 1957 » Mi 1. Jul 2020, 16:52

Ich mein, das haben wir ganz gut drauf.Ansonsten ist Aus-und Fortbildung nie verkehrt. Muss sich nur auf die richtigen Themen beziehen.

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon Habakuk2 » Mi 1. Jul 2020, 17:07

Unbestritten, daher hier auch meine Frage vor einigen Seiten, ob der Einzeldienst die Erstverwendung ist. Bei euch in NRW ist ja die Hunderschaft fast immer Pflicht und das würde ich mir ehrlich gesagt auch bei uns wünschen. Bepo ist nicht das Maß aller Dinge, aber es sorgt für taktisches Grundverständnis in solchen Lagen und schafft Einheitlichkeit. Zum Mehrgewinn unseres Einsatztrainings, insbesondere über das Nachbereiten bestimmte Lagen, sage ich lieber mal nichts. :polizei3:

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon der kanadier » Mi 1. Jul 2020, 20:09

Die Debatte Tonfa betrifft auch hauptsächlich die stehenden Einheiten, nur nebenbei.

Die neuen Kollegen im mD durchlaufen alle eine Grundausbildung Bepo, nur wie oft sowas geübt wird ist die Frage.

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon SirJames » Do 2. Jul 2020, 20:19

der kanadier hat geschrieben:Die Debatte Tonfa betrifft auch hauptsächlich die stehenden Einheiten, nur nebenbei.

Die neuen Kollegen im mD durchlaufen alle eine Grundausbildung Bepo, nur wie oft sowas geübt wird ist die Frage.
Ich bin da ganz bei Habakuk. Man merkt Kollegen im Einzeldienst deutlich an, ob sie Erfahrung bei einer geschlossenen Einheit haben. Von Funkdisziplin über BdL bis hin zum taktischen Verständnis und Vorgehen. Sage ich als Jemand, der den Einzeldienst liebt & die Jahre bei der BePo selten vermisst.

Zum Tonfa:
Halte ich persönlich bei einem guten taktischen Konzept und guter Ausbildung für entbehrlich. Trainingsaufwand ist extrem hoch, wenn man ihn denn auch im Stress effektiv einsetzen will. Ich hab schon immer lieber die Hände genommen oder in Unterzahl die großen RSGs. Tonfa habe ich in all den Jahren eine Hand voll Male benutzt und hab mich dabei nicht sehr wohl gefühlt.

Zur Grundausbildung BePo:
Wir alle wissen, dass das nicht mit wirklichen Lagen zu vergleichen ist. Den Stress kann man halt nicht simulieren.

Aber das sind jetzt eher Nebenthemen.

Gruß

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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon wolfi71 » Fr 3. Jul 2020, 21:50

der kanadier hat geschrieben:
Mi 1. Jul 2020, 20:09
Die Debatte Tonfa betrifft auch hauptsächlich die stehenden Einheiten, nur nebenbei.

Die neuen Kollegen im mD durchlaufen alle eine Grundausbildung Bepo, nur wie oft sowas geübt wird ist die Frage.
In Stuttgart waren aber so gut wie keine stehenden Einheiten beteiligt. Da wurden Streifen aus halb Baden-Württemberg zusammengerufen. Die Landesreserve, bis die da war, war der Käs gegessen.

der kanadier
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Re: Randale & Plünderungen in Stuttgart

Beitragvon der kanadier » Sa 4. Jul 2020, 00:24

Das stimmt so nicht ganz, Tut jetzt aber nix zur Sache.


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