Regierung drückt im Kampf gegen Kinderpornos aufs Tempo

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UllaDieTrulla
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Beitragvon UllaDieTrulla » Fr 24. Apr 2009, 21:44

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Beitragvon UllaDieTrulla » Sa 25. Apr 2009, 12:39

Nachtrag:

http://www.heise.de/newsticker/Kinderpo ... ung/136769

Na dann mal viel Spaß liebe Kollegen!
Die funktioniere dann "ähnlich wie bei einer inhaltlichen Telekommunikationsüberwachung. Die auf den Stopp-Server zulaufenden Anfragen, also zum Beispiel die IP-Adresse des Nutzers, werden als Kopie live an eine Überwachungsanlage der Strafverfolgungsbehörde ausgeleitet und dort verarbeitet".
Ergo: Jeder, der auf die Website gerät (zum Beispiel durch ein unsichtbares Bild, was auch in diesem Forum ohne Probleme durch einen Scherzkeks über TOR einbindbar ist. [img ]http://www.böserserver.de/img/0.gif[/img]), wird dann behördlich erfasst und muss befürchten Opfer weiterer Maßnahmen der Staatsmacht zu werden. Ergo: Man könnte machen, dass jeder :!: Besucher des Threads auf die Stoppseite geleitet wird und er davon nichts merkt! Der Forenbetreiber ist da nahezu machtlos.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)
http://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%A4hlpixel

Oder umgekehrt: Viel Spaß mit dem Legalitätsprinzip!

:lol: :lol:

Abgesehen davon: Die Befürchtung durch irgendeinen 'Scherzkeks' auf die Stoppseite weitergeleitet zu werden und verfolgt zu werden, schüchtert den Nutzer des Kommunikationsmediums Internet gnadenlos ein und führt zu einer weiteren Klatsche aus Karlsruhe!

BTW: Sorry für den Zynismus, aber vernunftgesteuert kann man diese Pläne nicht mehr bezeichen...
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Wutz
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Beitragvon Wutz » Sa 25. Apr 2009, 14:09

Dazu musst du aber erstmal ein unsichtbares Bild auf einem Stoppseiten-Server finden.

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UllaDieTrulla
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Beitragvon UllaDieTrulla » Sa 25. Apr 2009, 14:15

> Dazu musst du aber erstmal ein unsichtbares Bild auf einem Stoppseiten-Server finden.

Nö.... Der DNS-Filter greift vorher. Der Nutzer wird vor der Anfrage ob das Bild auf dem Server liegt zum 'Stopp-Server' umgeleitet.

Alternativ kann man sich auf einem Webserver anonym ein kleines Skript ablegen, das überprüft, ob man vom T-Com-Netz kommt und dann per 302er (Redirect) auf die ausgeblendete Kipo-Seite mit einem 'harten' Bild weitergeleitet wird. T-Com-Nutzer bekommen eine Stoppseite [genauer gesagt ein defektes Bild zurückgeliefert] und werden für den Zugriff auf nackig.jpg geloggt, Nicht-T-Com-Nutzer erhalten ein neutrales Bild [z.B. ein transparentes, 1x1 Pixelgroßes Bild].

BTW:
Und Bilder für Layout-Korrekturen gibt es eigentlich immer.

Beispiel: http://copzone.de/themes/Portale3000_Di ... /pixel.gif
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Beitragvon Wutz » Sa 25. Apr 2009, 14:33

Stimmt, hab ich nicht bedacht, du braucht nichtmal einen funktionierenden Link, du kannst irgendwo ins nirgendwo hin verlinken.

Selber macht man sich dadurch nicht mal strafbar, da man ja nicht auf Kinderpornografie verlinkt.

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Beitragvon wurzlsepp » Mo 27. Apr 2009, 16:44

ein weiterer kleiner denkanstoss zur thematik Uschis krieg gegen die kinderpornographie:

20 Prozent der Internetnutzer sind "zum Teil schwer Pädokriminelle"

mächtig viel collateral damage!

also: quo vadis, Uschi :?:

wiedereinmal karlsruhe um die nächste packung abzuholen?
"i hurt myself today, to see if i still feel, i focus on the pain, the only thing that´s real."

johnny cash, hurt

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Beitragvon shadje » Mo 27. Apr 2009, 17:26

[quote=""wurzlsepp""]ein weiterer kleiner denkanstoss zur thematik Uschis krieg gegen die kinderpornographie:

20 Prozent der Internetnutzer sind "zum Teil schwer Pädokriminelle"

mächtig viel collateral damage!

also: quo vadis, Uschi :?:

wiedereinmal karlsruhe um die nächste packung abzuholen?[/quote]
hab selten nen so "objektiven" text gelesen... :unknown:
woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört hab, was ich sage?

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Beitragvon anti » Mo 27. Apr 2009, 18:04

Frau von der Leyen aber verspürt, auch nachdem sie diese widerwärtigen Bilder, wie sie nicht müde wird zu betonen, angesehen hat, keinerlei Ambitionen, weiter solche Bilder zu konsumieren, während andere ihrer Logik zufolge auf diese Art an die Einstiegsdroge herankommen. Was ist mit den BKA-Mitarbeitern sowie den Journalisten, denen sie die kinderpornografischen Bilder zeigte, um sie auf ihren "Kampf gegen Kinderpornografie" einzuschwören? Sind diese alle immun oder hat die technisch inkompetente, rabulistisch jedoch versierte Familienministerin hier neue Kinderpornografiekonsumenten geschaffen, denen demnächst Hausdurchsuchungen ins Haus stehen?
(aus wurzls link)

haha, unbezahlbar.

obwohl das thema eigentlich zu ernst ist, um drüber witze zu machen.
Auf der letzten Demo in Dresden, auf der ich dienstlich war, hatte ich später einen Tinnitus auch auf den Augen, ich hab nur noch Pfeifen gesehen.
- McClane

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Beitragvon Liberaler » Mo 27. Apr 2009, 18:09

[quote=""anti""]

haha, unbezahlbar.

obwohl das thema eigentlich zu ernst ist, um drüber witze zu machen.[/quote]

Diese KiPo-Hysterie kann man doch nicht mehr Ernst nehmen.
Nur was daraus resultiert, dass ist gefährlich.

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Beitragvon Schmuddelbulle » Mo 27. Apr 2009, 18:39

Ich habe heute gelesen, daß die Telekom den Filter erst in frühestens 6 Monaten schaltet, da man erst Software programmieren und Hardware installieren muß.

Soviel zum Thema "aufs Tempo drücken". :lol:
----

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Beitragvon 1-14-20-9 » Di 28. Apr 2009, 22:39

Hier mal noch ein recht interessanter Artikel aus der Zeit:

http://www.zeit.de/online/2009/17/netzs ... bka-gesetz


Und hier noch ein Zitat ebenfalls aus der Zeit:

Die Bedenken sind so schwer, dass zwei der fünf unterzeichnenden Provider nicht einmal das Stoppschild des BKA einsetzen wollen. Einer davon ist die Deutsche Telekom AG. Man werde, solange es keine gesetzliche Grundlage gebe, lediglich den Zugang zu den Seiten sperren, sagte René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Telekom. Das Stoppschild verwende man nicht.

Die Telekom hat in Deutschland bei den Internetzugängen einen Marktanteil von 45 Prozent. Auf den von ihr gehosteten Seiten wird es also nicht einmal das Warnschild geben, das Ursula von der Leyen für ein so wichtiges gesellschaftliches Signal hält.

Doch was für ein Signal ist das für die Opfer und die Täter?


Der link dazu:

http://www.zeit.de/online/2009/17/netzs ... ild?page=2

Die Telekom spielt also nicht 100% mit.

Grüße operis
In der Politik wird mittlerweile jede Satire locker von der Realität in den Schatten gestellt

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Beitragvon Tiescher1 » Di 28. Apr 2009, 23:36

Hallo,

jetzt bin ich schon ein bisschen enttäuscht. Meine Motivation, mich in diesem Forum anzumelden lag darin, fernab jeglicher Spekulation mich über Fakten zu informieren. Ich erhoffte mir, hier tatsächlich Polizisten zu finden, die unmittelbar mit der Thematik vertraut sind und faktisch darlegen können, was machbar ist und was nicht. Was ohne Wert, was mit. Stattdessen treffe ich hier auf dieselben vorgedachte Onlineberichte und (verzeiht) dümmliche Bilder, wie oben und undifferenzierte Zensur-Aufschreie, wie sie zur Zeit jede öffentliche Meinungs-Plattform bietet und jede Seriosität missen lässt. Ich befürchte, in meiner Eckkneipe am Stammtisch finde ich dieselbe Fachkompetenz, wie sie hier zum Teil zu lesen ist.


Den Hinweis, ja sogar die Anleitung, wie die Sperre umgangen werden kann, finde ich nicht nur kontraproduktiv, sondern auch Realitätsfern. Es geht ausschließlich um Internetseiten mit illegalem Inhalt, so habe ich es verstanden. Verdächtig sind jene, die auf diese Seiten zugreifen. In wieweit das (un)absichtlich geschieht, erschließt sich den Ermittlungsbehörden nicht, sodass es in der Vergangenheit zu unnötige und kostenintensiven Hausdurchsuchungen kam. Ich glaube, jeder hier kennt Operation Himmel und wie viele dabei von 12000 Verdächtigen tatsächlich einer Straftat überführt wurden.

Mit der Umleitung auf dieses Stoppschild, entlastet man praktisch das BKA in seiner Arbeit, sowie den unbedarften User in der Frage seiner Absicht.
Man muss nur noch diejenigen strafrechtlich verfolgen, die die Seite tatsächlich erreichen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob einfach nur die Naivität Verantwortung trägt, technische Maßnahmen zur Umgehung dieser Sperre zu ergreifen, oder einfach nur besondere Dummheit.

Somit ist der Hinweis auf die einfache Umgehung kein stichhaltiges Argument. Ich setze dabei auf den Selbsterhaltungstrieb eines jeden potenzielen Täters, der sich bestimmt nicht bemüht, eine Polizeibekannte Seite zu erreichen, die vermutlich überwacht wird.

Das zweite Argument, auf dass sich die Sperr-Gegner berufen, sind angebliche Sperrlisten anderer Länder.

Nun, es tauchen urplötzlich hochgeheime Dokumente im Internet auf, aber es scheint niemanden wirklich zu interessieren. Kein Aufruf von Datenschützern, für die solch hochgradige Behördenschlamperei doch ein gefundenes Fressen sein müsste. Keine Aufschrei von Kinderschutzorganisationen, für die das Auftauchen von Surftipps für Pädophile ein unfassbarer Skandal sein müsste. Alles was interessiert, ist der Inhalt der Listen, der offensichtlich und unbestritten nicht sehr viel mit Kinderpornografie gemein zu haben scheint.

Es ist nicht mal ein Einzelfall, den man mit Schlampigkeit einer Behörde erklären könnte, nein, es tauchen gleich mehrere Listen unterschiedlicher Länder auf, sogar Updatas. Wohl gemerkt: Dokumente für die wahrscheinlich höchste Sicherheitsstufen der Handhabe gelten.

Ich finde das zumindest merkwürdig.

Hier werden irgendwelche Listen mit beliebigen Internetadressen als Faktum gehandelt, deren Herkunft nicht bekannt und Authentizität nicht überprüft wurde. Wenn dass die übliche Vorgehensweise der Polizei ist, dann wundert mich allerdings nichts mehr.

Ein weiteres Argument ist die Aufgabe demogratischer Grundfeste. Das BKA ist alleiniger Verwalter der Listen und hat somit „Narrenfreiheit“. Eine richterliche überprüfung ist nicht vorgesehen.

Im Gesetzesentwurf ist unter Absatz 8 festgelegt:
(8)Das Bundeskriminalamt ist verpflichtet, Unterlagen vorzuhalten, mit denen der Nachweis
geführt werden kann, dass die in der Sperrliste aufgeführten Einträge zum Zeitpunkt ihrer Bewertung
durch das Bundeskriminalamt die Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllten. Es erteilt
Diensteanbietern im Sinne des Telemediengesetzes, die ein berechtigtes Interesse darlegen, auf
Anfrage Auskunft darüber, ob ein bestimmtes Telemedienangebot in der Sperrliste enthalten ist oder
war und für welchen Zeitraum.


Absatz 8 etabliert eine Dokumentationspflicht für das Bundeskriminalamt. Es ist verpflichtet
Unterlagen vorzuhalten, mit denen der Nachweis geführt werden kann, dass die in der Sperrliste
aufgeführten Webseiten zum Zeitpunkt ihrer Bewertung durch das Bundeskriminalamt die
Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllten. Dies ist für eventuelle Nachfragen oder gerichtliche
Auseinandersetzungen auch im Interesse der Internetzugangsanbieter erforderlich. Weiterhin wird in Satz 2 eine erforderliche Auskunfterteilung an von der Sperrliste betroffene Diensteanbieter geregelt.
Somit ist der Vorwurf, das BKA wäre bei diesem Thema allmächtig, ganz klar Einhalt geboten. Wenn z.B. ein Fall von Zensur politischer Meinung auffällt, kann man sich wohl weiterhin jederzeit an die zuständigen Behörden oder die Presse wenden.

Argument. Mit dieser Maßnahme wird kein einziges Kind gerettet.

Na ja, Ich weiß nicht, auf welchen Erkenntnissen diese Äußerung gemacht werden kann. In wie weit ein virtueller Kontakt mit Kinderpornografie im Internet, das Verlangen nach realer Befriedigung stärkt, oder eben auch nicht. Vielleicht können mir ja die Verfechter der o.g. These eine Grundlage nennen.

Ich glaube dagegen, man kann nicht ausschließen, dass diejenigen, die durch das Internet auf den Geschmack gekommen sind, auch praktisch tätig werden.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass mit dem Internet Kinderpornografie eine Plattform geboten wurde, die durch die Masse - ähnlich dem illegalen mp3 download - kein Unrechtsbewusstsein bei den jeweiligen Konsumenten aufkommen lässt. Sogar hier im Thread konnte ich die Meinung finden, dass illegale und gecrackte Software im Usenet erlaubt sei, da man es dort ja unbehelligt finden könne. Unfassbar.
Mit dem Stoppschild und seiner Aufschrift wird dem unbedarften User eine strafbare Handlung ins Bewusstsein gerufen, wenn er weiter den eingeschlagenen Weg verfolgt.

Argument Artikel 5 GG

Diesen Punkt hier einzubringen ist meiner Meinung nach Prinzipienreiterei. Ich denke, niemandes Informationsrecht wird dadurch eingeschränkt, wenn Kinderpornografie nicht mehr frei verfügbar ist. Man vergisst bei der Debatte schnell, dass es um nichts weniger geht, als Regeln, die für Print-Publikationen in jeder Demokratie gelten, auch auf das Medium Internet anzuwenden. Schließlich gibt es auch keine Kinderpronografie im "Spiegel", oder als eigenständige Zeitschrift. Und falls kinderpornografische, extremistische oder andere strafrechtlich relevante Inhalte im Ausland gedruckt werden und man der Druckerei nicht habhaft werden kann, dann werden eben alle Exemplare beschlagnahmt und die weitere Verbreitung unter Strafe gestellt. Das natürlich weiterhin so etwas unter der Ladentheke gehandelt wird, kann nicht vollständig verhindert werden.

Es gibt in demokratischen Gemeinwesen immer schon sehr klar umrissene Vorschriften, was publiziert werden darf oder nicht, geregelt durch Verfassung Gesetze, Medienrecht, Pressekodex usw. Eine Website ist eine öffentlich zugängliche Publikation, die den gleichen Regeln unterliegt wie eine Zeitung, Flugblatt, CD. Meinungs- und Pressefreiheit ist gewährleistet, aber "Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre." Artikel 5 GG, Absatz 2

Gerade, wenn es an die geht, die sich nicht selber wehren können, müsste jeder freiheitsliebende Mensch FREIWILLIG einige Schritte zurücktreten um jenen die "Freiheit" zu nehmen, die verhindern wollen, dass unsere Kinder selber mal fähig sein werden, über ihre eigenen Formen der Freiheit zu entscheiden.

Auch wenn die Internetsperre in vieler Augen nutzlos ist, so bekennt man sich mit dieser Maßnahme zu sozialen und ethischen Wertmaßstäben, die in unserer Gesellschaft gängig sein sollten und - wie ich glaube - auch sind.

Ich denke schon, dass meine Vorstellungen nicht völlig abstrakt sind. Gerne lasse ich mich korrigieren, aber bitte nicht mit dümmlichen Redewendungen wie Zensursula. Solche Diskussionsmittel machen unglaubwürdig und spiegeln eher die emotionale Betroffenheit, als Kompetenz und Sachlichkeit. Ich wäre über Fakten sehr erfreut. Mit was-wäre-wenn-Szenarien und Texte im Konjunktiv kann ich wenig anfangen.

Vielleicht findet sich ja noch ein echter Cybercop hier ein, der mir die Fragen aus meinem ersten Beitrag auf Seite 3 beantworten kann.

Danke und entschuldigt die Länge des Beitrags.

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Regierung drückt im Kampf gegen Kinderpornos aufs Tempo

Beitragvon Trooper » Di 28. Apr 2009, 23:50

Ich erhoffte mir, hier tatsächlich Polizisten zu finden, die unmittelbar mit der Thematik vertraut sind und faktisch darlegen können, was machbar ist und was nicht. Was ohne Wert, was mit.
Was meinst du denn, wieviele Polizeibeamte es gibt, die tiefergehende Fachkenntnisse dieser Materie haben? Wenn du mal vorher etwas im Forum quergelesen hättest, dann wüßtest du, daß die Chance, so jemanden hier zu finden, eher gering ist (mal ganz von der Frage abgesehen, ob derjenige überhaupt geneigt wäre, das Thema öffentlich zu besprechen).

Die Realität sieht eher so aus, daß von den nunmehr über 30.000 registrierten Usern vermutlich ca. 95 Prozent Bewerber, Berufsinteressenten, Anwärter oder zivile Außenstehende sind. Die restlichen 5% setzen sich überwiegend aus denjenigen Verwendungen zusammen, die zahlenmäßig den größten Anteil der Polizei ausmachen, nämlich Streifendienst und Bereitschaftspolizei. Klar sind hier auch ein paar (wenige) K-Leute dabei, aber es wäre schon ein ziemlicher Zufall, wenn unter ihnen ausgerechnet ein Sachbearbeiter für so ein kleines, spezielles Nischengebiet wie KiPo wäre, der sich mit den technischen Details der IT-Seite der Geschichte auskennt... insbesondere wenn man bedenkt, daß nur ein kleiner Teil der 30.000 User hier überhaupt mehr tut als schweigend mitzulesen.
Dear Kids,
There is no Santa. Those presents are from your parents.
Sincerely, Wikileaks

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Beitragvon Liberaler » Mi 29. Apr 2009, 09:45

[quote=""Tiescher1""]Hallo,

Somit ist der Vorwurf, das BKA wäre bei diesem Thema allmächtig, ganz klar Einhalt geboten. Wenn z.B. ein Fall von Zensur politischer Meinung auffällt, kann man sich wohl weiterhin jederzeit an die zuständigen Behörden oder die Presse wenden.

[/quote]

Du bist ein Narr, schon jetzt haben verschiedene Lobbies Interesse angemeldet, die Musikindustrie z.B.
Es ist nur eine Frage von Wochen, bis die Sperren ausgeweitet werden.

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Regierung drückt im Kampf gegen Kinderpornos aufs Tempo

Beitragvon aceveda » Mi 29. Apr 2009, 10:04

[quote=""Liberaler""][quote=""Tiescher1""]Hallo,

Somit ist der Vorwurf, das BKA wäre bei diesem Thema allmächtig, ganz klar Einhalt geboten. Wenn z.B. ein Fall von Zensur politischer Meinung auffällt, kann man sich wohl weiterhin jederzeit an die zuständigen Behörden oder die Presse wenden.

[/quote]

Du bist ein Narr, schon jetzt haben verschiedene Lobbies Interesse angemeldet, die Musikindustrie z.B.
Es ist nur eine Frage von Wochen, bis die Sperren ausgeweitet werden.[/quote]

Du meinst, man muss demnächst damit rechnen, für Musik-Downloads auch noch etwas bezahlen zu müssen .. stimmt! das geht jetzt echt zu weit .. :lach:
FUCK!!!

Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun

Derjenige Mensch ist vollkommen, welcher seine Rechte und des Staates Rechte kennt und ausübt.
Johann Jacob Wilhelm Heinse deutscher Dichter und Schriftsteller (1746 - 1803)


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