S21...eine Meinung.

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Controller » So 3. Okt 2010, 19:25

.....die Verwantwortlichen doch ned so ganz doof...
die "schlaue" Landesregierung ? :polizei1: :unknown:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon UllaDieTrulla » So 3. Okt 2010, 19:30

Wir haben aber jetzt ein ganz anderes Großprojekt - und da gehts unaufhaltsam weiter
Solang die Autobahnen nicht mehr gesperrt werden, hab ich nichts zu meckern ;-)

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Vito » So 3. Okt 2010, 19:34

UllaDieTrulla hat geschrieben:
Wir haben aber jetzt ein ganz anderes Großprojekt - und da gehts unaufhaltsam weiter
Solang die Autobahnen nicht mehr gesperrt werden, hab ich nichts zu meckern ;-)
Und die armen Bäume Ulla :gruebel:
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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon UllaDieTrulla » So 3. Okt 2010, 19:35

Vito hat geschrieben:
UllaDieTrulla hat geschrieben:
Wir haben aber jetzt ein ganz anderes Großprojekt - und da gehts unaufhaltsam weiter
Solang die Autobahnen nicht mehr gesperrt werden, hab ich nichts zu meckern ;-)
Und die armen Bäume Ulla :gruebel:
Die armen Bäume haben wohl die Gemeindekasse von Kelsterbach gerettet :-)

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Vito » So 3. Okt 2010, 19:37

Controller hat geschrieben: die "schlaue" Landesregierung ? :polizei1: :unknown:
Während der Planungsphase waren wir ja noch rot :polizei7:

Rot wie die Farbe des Fähnchens, welches ..... :freude:
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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Vito » So 3. Okt 2010, 19:38

UllaDieTrulla hat geschrieben:
Die armen Bäume haben wohl die Gemeindekasse von Kelsterbach gerettet :-)
Tja, wer ned zu Frankfurt gehören will - der muss halt schauen woher er Geld bekommt :polizei1:
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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Smarty76 » So 3. Okt 2010, 20:09

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:Wieso 'sie'.

Das ist doch nur noch der Wüppesahl - wenn er nicht gerade vor Gericht steht...
Sollte das Ganze auch umbenennen. Kritische Polizisten ist etwas unpassend. Kritische Ex-Polizisten meinetwegen.

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Nucleonix » So 3. Okt 2010, 20:38

Ok, hat das einer in Kurzform:
Die Schülerdemo war wohl bis 17:00 genehmigt.

- an genau der Stelle, an welcher geräumt wurde?
- wurde geräumt, während die Demo noch genehmigt war (wann genau?)?


Gruß,

Nucleonix

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon anti » So 3. Okt 2010, 20:52

Nucleonix hat geschrieben:Ok, hat das einer in Kurzform:
Die Schülerdemo war wohl bis 17:00 genehmigt.

- an genau der Stelle, an welcher geräumt wurde?
- wurde geräumt, während die Demo noch genehmigt war (wann genau?)?


Gruß,

Nucleonix
der polizeieinsatz begann wohl gegen 11:00 vormittags (chronologischer verlauf auf tagesschau.de), auf der eingescannten demo-verfügung ist der mittlere schlossgarten - also der bereich, in dem es zu den ausschreitungen durch die polizei kam - als endpunkt der schülerdemo eingezeichnet...
Auf der letzten Demo in Dresden, auf der ich dienstlich war, hatte ich später einen Tinnitus auch auf den Augen, ich hab nur noch Pfeifen gesehen.
- McClane

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon UllaDieTrulla » So 3. Okt 2010, 21:47

Wobei die Veranstalter angeblich die Demo selbst aufgelöst haben sollten.


Ein schöner anderer Artikel, der zeigt wie seit Jahren die Politik den Willen zur Mitbestimmung der Bürger bei diesem Projekt torpediert hat.

http://www.zeit.de/2010/39/Bahnprojekt-Stuttgart-21
Da gewinnt die Aussage 'Seit 20 Jahren diskutiert' eine ganz neue Bedeutung.
Wie die Verantwortlichen eine Einbindung der Bürger von Anfang an verhinderten, macht auch ein Amateurvideo auf dem Internetportal YouTube deutlich, das auf 1997 datiert ist: Schuster hat zur »offenen Bürgerbeteiligung« geladen, offen ist allerdings nur der Saal, der so voll wird, dass die Gäste hinten stehen müssen. Einer nimmt das Mikrofon und appelliert, das Volk doch »wenigstens in einem beschränkten Maß« über das Projekt abstimmen zu lassen. Applaus in der Runde. Die Antwort des Moderators: »Wir machen hier keine repräsentative Befragung, ob Stuttgart 21 gewollt wird oder nicht.« Diskussionsgrundlage sei der »Rahmenplan der Stadt«. So wird ein Einwand nach dem anderen abgekanzelt.
Es wird bei diesem Projekt gelogen und betrogen...
Schade, ich finde es cool, aber die Politik versaut den Ruf des Projektes und den Ruf seiner selbst.


BTW:
Hier ein dokumentierter Angriff auf Polizeibeamte:
http://2.bp.blogspot.com/_ELzM_S573r8/T ... werfer.jpg

NACHTRAG:
Bilder von der Grenze:
http://twitpic.com/2ufkl4
20 Jahre nach der Wiedervereinigung.

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Kolki » So 3. Okt 2010, 23:22

Hallo zusammen,

ich habe eine Weile mitgelesen und mich dann hier angemeldet, weil es mich teilweise gegruselt hat. Ich komme aus der Sicherheitsbranche und war (auch im Kampfeinsatz) Zugführer einer Panzerpionierkompanie. Ich schreibe das extra dazu, damit man weiß, dass ich kein durchgeknallter Aktivist bin.

Da mir aber insgesamt bald der Kragen platzt möchte ich schon die Gelegenheit wahrnehmen euch mal ein paar Dinge zu sagen.

Ich lese manch einen Artikel hier mit Schrecken und frage mich, was manch durchgeknallter Geist, der sich hier äußert im Dienst verloren hat.

Die Demonstration habe ich live erlebt und kann guten Gewissens sagen, dass zu keinem Zeitpunkt irgendeine unvertretbare Gewalt von den Demonstranten ausging. Alles was ich erleben durfte war eine unbeschreibliche nicht entschuldbare Gewalteskalation seitens der Polizei.

Auf http://www.facebook.com/keinstuttgart21 wird trotz aller Vorkommnisse immer wieder deutlich dazu aufgerufen, dass es nicht zu Gewalt gegen die Polizei kommen darf, ja es wird sogar dazu aufgerufen sich vor euch zu stellen, wenn irgendwelche Bekloppten euch angreifen und es werden Gewaltmeldestellen eingerichtet. Die entsprechende Strafanzeige stellen ggf. sogar die Demonstranten.

Das sind die gewaltbereiten Demonstranten aus Stuttgart, die sich sogar jetzt noch vor euch stellen würden.

Wann immer man mich gefragt hat habe ich stolz geantwortet, dass wir in BW meiner Meinung nach eine hoch professionelle, angemessen reagierende und freundliche Polizei haben. Ich ging sogar so weit zu sagen wir hätten wahrscheinlich die beste Polizei in ganz Deutschland.

Unter dem Eindruck der Videos und Bilder bekomme ich aber heute noch Tränen der Trauer und der Wut in die Augen. Die dort agierenden Kollegen haben das Bild der Polizei allgemein nachhaltig geschädigt.

Äußerungen hier, die auch auf unserer Seite verfolgt werden tragen nicht gerade zu einem besseren Bild bei.

Schade, dass ihr euch dort so weit habt mißbrauchen lassen, dass das Wort "Polizist" in S. schon fast ein Schimpfwort geworden ist.

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Mederi_DO » So 3. Okt 2010, 23:53

"...unvertretbare Gewalt von den Demonstranten ausging"

Meines Wissens nach liegt das Gewaltmonopol beim Staat. Was also ist vertretbare Gewalt gegen Polizeibeamte?

Leider entsteht häufig der Eindruck, die Polizei dürfte Gewalt nur anwenden, wenn der Adressat der Maßnahme seinerseits agressiv oder gewalttätig auftritt. Vergessen wird hierbei, dass Maßnahmen der Polizei generell durch unmittelbaren Zwang durchgesetzt werden können. D.h. auch auf friedliche Demonstranten kann rechtmäßig mit Gewalt eingewirkt werden.

Wer sich nach mehrmaliger Aufforderung einer Handlung und Androhung von Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung der Verfügung nicht beugt, muss mit der Anwendung von Gewalt gegen seine Person rechnen.

Das aber gerade bei dieser Versammlung mit allen verfügbaren rechtmäßigen Mitteln vorgegangen wurde, ist in meinen Augen der falsche Weg gewesen!

"Schade, dass ihr euch dort so weit habt mißbrauchen lassen..."
Das Dienst- und Treueverhältnis ist eben kein schön Wetter Versprechen.

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Trooper » So 3. Okt 2010, 23:57

@ kolki

Ohne eine Wertung deines Beitrags vornehmen zu wollen, frage ich mich allerdings, wie deine Schilderung und die des Users bambule (der nach eigenem Bekunden als Einsatzkraft vor Ort war) zusammenpassen. Zur Erinnerung nochmal...

http://www.copzone.de/phpbbforum/viewto ... 20#p898520
Als vor Ort eingesetzter Beamter möchte ich hier meine Erfahrungen schildern.

Es wird hier der Eindruck erweckt, als wären fast außschließlich Schüler anwesend gewesen. Dies ist so nicht richtig! Es gab in Stuttgart eine angemeldete Schülerdemonstration, die allerdings an einem ganz anderen Ort stattgefunden hat. Nach Beendigung der Veranstanltung sind viele Schüler (keine Kinder) in den Schlossgarten gewandert und haben dort die LKW´s mit den Absperrgittern besetzt. Teilweise haben sie sich dort mit Kabelbindern an die Absperrgitter gefesselt. Weiterhin wurden dort Reifen von Einsatzfahrzeugen zerstochen. Das ist kein friedliches Verhalten. Die sich auf dem LKW befindlichen Personen wurden dann von den Einsatzfahrzeugen verbracht und hinter eine Absperrung gebracht. Vor dem LKW wurde eine Sitzblockade errichtet und nach mehrfacher Aufforderung auch nicht freiwillig geräumt.

Es erfolgte die Androhung von Zwangsmaßnahmen und die Personen wurden weggetragen. Dabei kam es teilweise zu erheblichen Widerstandshandlungen in Form von treten, beißen und auch schlagen! Wenn man sich in dieser Form gegen polizeiliche Maßnahmen wehrt, dann muss man auch mit der Anwendung von weiterem unmittelbarem Zwang rechnen.

Im Verlauf der weiteren Räumung wurden dann im Biergarten Stühle, Flaschen und auch kleine Steine geworfen. Es wurde versucht Barrikaden zu errichten. Bei dem Aufstellen der Absperrgitter im Park wurde ich selber mehrfach von Personen getreten und mir wurde versucht ins Gesicht zu schlagen! Es flogen selbstgebastelte pyrotechnische Gegenstände und immer wieder wurde versucht die Aufstellung der Absperrgitter mit auch mit Gewalt zu verhindern.

Auch wenn es sich überwiegend um bürgerliches Klientel handelte, ging auch von diesem eine sehr hohe Aggressivität aus! Beleidigungen und auch Gewalt in aller Form waren hier gegenwärtig.

Die Androhung aller Zwangsmittel wurde mehrfach angedroht. Es war zu jeder Zeit möglich sich von dem Ort zu entfernen. Keiner konnte hier sagen, dass er nicht gewußt hat, was als nächstes auf ihn zukommt.

Die Berichterstattung in den Medien finde ich sehr traurig! Es wird hier so dargesellt, als ob sich die Polizei einfach durch eine friedliche Menschenmenge geprügelt hat. Das war nicht so! Auch auf der Seite der Demonstranten kam es zu teilweise heftigen Widerstandshandlungen.
Dear Kids,
There is no Santa. Those presents are from your parents.
Sincerely, Wikileaks

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon octodon-degus » Mo 4. Okt 2010, 00:11

Hinterher wissen doch immer alle alles besser..

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Re: S21...eine Meinung.

Beitragvon Doncahounas » Mo 4. Okt 2010, 00:17

@Kolki
Du verstehst aber schon das Dilemma der Polizei: auch bürgerlichst aussehende alte Mütterlein können - indem sie etwa einem Platzverweis nicht nachkommen - adressat Unmittelbaren Zwangs werden, etwa indem man sie hochzerrt und fort drängt.

Klar, alte Oma vs Kollege in voller Montur sieht immer scheisse aus, aber die Gegenseite sollte auch mal ehrlicherweise einsehen, das irgendwann nach der 5./6./7. Aufforderung, den Platz zu verlassen, Konsequenzen folgen (müssen). Bei aller Empörung verlange ich hier von den Leuten auch mal einen Blick über den Tellerrand.
Es ist doch schizophren, zuerst den Platzverweis zu ignorieren, dann Schubsereien mit der Polizei anzufangen (und das ist den Videos eindeutig zu entnehmen), und sich danach darüber zu beschweren, das diese Reizstoffe einsetzt. Verzeihung, aber hier kann und darf Alter nur eine höchst untergeordnete Rolle spielen (ich beziehe mich hier auf den individuellen Einsatz des RSG durch Kollegen, nicht auf den WaWe, über den ist mir bisher die Info-Lage zu knapp).

Der Polizei wird jedoch aus Uneinsichtigkeit der Betroffenen Boshaftigkeit und parteinahme für dieses unpopuläre Projekt angelastet. Der hierdurch entstandenen Entfremdung von den Bürgern sollte die Polizei aber baldmöglichst und aus eigener initiative entgegentreten.


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