Schwerer Unfall nach Flucht

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Bela B
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Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon Bela B » Mi 4. Apr 2012, 08:26

http://blaulichtreporter.de/unfall-nach-flucht.html

Glücklicherweise wurden die Polizisten nur leicht verletzt. Dennoch äußerst unnötig einen Streifenwagen zu dermaßen zu zersägen!

Stehpinkler
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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon Stehpinkler » Mi 4. Apr 2012, 09:16

..und du maßt dir ein Urteil darüber an, weil...?

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon VeSta » Mi 4. Apr 2012, 09:19

Bela B hat geschrieben: Dennoch äußerst unnötig einen Streifenwagen zu dermaßen zu zersägen!
Ist nicht jeder Unfall eigentlich unnötig... passiert aber nunmal!

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uwewittenburg
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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon uwewittenburg » Mi 4. Apr 2012, 09:31

Bela B hat geschrieben:Dennoch äußerst unnötig einen Streifenwagen zu dermaßen zu zersägen!
Du willst doch nicht etwa sagen dass es Absicht war? :polizei13:
Es werden auch Rettungswagen "zersägt"!

Peppermintpete
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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon Peppermintpete » Mi 4. Apr 2012, 09:32

Jetzt stell dir mal vor, die hätten den fahren lassen und 2 Stunden später findet man da, wo der Flüchtende her kam, ne Mädchenleiche...

Streifenwagen sind nun mal zum Benutzen da. Dass dabei was kaputt gehen kann, ist bei jedem Auto der fall.
Streifenwagen sind rechtlich sogar zT als Zwangsmittel zugelassen, meinst dabei wüden die heile bleiben?

Jedes Auto lässt sich ersetzen.

Wünsche allen verletzten gute Besserung :)
:keks:

Gast

Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon Gast » Mi 4. Apr 2012, 10:34

ach ja, hätte ich was zu melden...

...würde ich dem flüchtigen fahrer sämtliche kosten (streifenwagen, pkw der geschädigten, straßenlaterne, 4x krankenhauskosten, mannstunden für unfallaufnahme, straßenreinigung, abschleppung der kaputten fahrzeuge, etc) als verfahrenskosten auferlegen die nötigerweise angefallen sind um ihn der trunkenheit, fahren ohne fe und ohne zulassung/versicherung zu überführen.

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon RMP » Mi 4. Apr 2012, 10:51

Dass es richtig war, den Flüchtenden zu verfolgen, dürfte wohl erstmal außer Frage stehen. Ob es so geschehen muss, dass man als Verfolger selbst die Kontrolle über sein Dienstfahrzeug verliert, ist eine ganz andere Geschichte. Glücklicherweise ist durch den Unfall des Polizeifahrzeugs keine unbeteiligte Person verletzt oder getötet worden.

Grüße

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon Bela B » Mi 4. Apr 2012, 13:23

RMP hat geschrieben:Dass es richtig war, den Flüchtenden zu verfolgen, dürfte wohl erstmal außer Frage stehen. Ob es so geschehen muss, dass man als Verfolger selbst die Kontrolle über sein Dienstfahrzeug verliert, ist eine ganz andere Geschichte. Glücklicherweise ist durch den Unfall des Polizeifahrzeugs keine unbeteiligte Person verletzt oder getötet worden.

Grüße
Darauf wollte ich hinaus :polizei2: Aber hier wird ja direkt wieder das kollektive "Und du kannst das aus der Ferne beurteilen?" - Spiel gespielt :zustimm:

Wenn der Streifenwagen jemaden mitgenommen hätte, der zufällig am Straßenrand steht, würde die Sache ganz anders aussehen. Und ja, auch RTWs bauen Unfälle. Was ich aber auch nicht nachvollziehen kann, vor allem nicht die unzähligen Unfälle an roten Ampeln. Wer die StVO kennt und versteht, weiß, wie er sich bei Einsatzfahrten zu verhalten hat.

Raserei hat noch keinem geholfen, auch auf Einsatzfahrten nicht.

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon 1957 » Mi 4. Apr 2012, 13:27

sonderrechtsfahrten sind immer mit risiken verbunden.
gelassenheit, erfahrung , fahrkompetenz und vorauschauendes fahren sind elementare bedingungen dafür.
das ist nicht immer gegeben. derzeit sitzen sehr viele sehr unerfahrene kollegen in den streifenwagen. denen fehlt das.

das ist nicht der erste schwere unfall dieser art in wuppertal. das wird folgen haben.

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 4. Apr 2012, 13:39

Bela B hat geschrieben:
Raserei hat noch keinem geholfen, auch auf Einsatzfahrten nicht.
Wie schnell war denn der Funkwagen?
:lah:

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon 1957 » Mi 4. Apr 2012, 13:48

na ja, geschwindigkeit dürfte hier eine rolle gespielt haben.

allerdings ist die erwähnte "raserei" reine polemik.

bei derartigen fahren wird in der regel schneller gefahren. es gilt, die geschwindigkeit den gegebenheiten und dem fahrvermögen anzupassen.
Verteidige die AfD und du erhältst Zuspruch deiner sonstigen Kritiker. Relativierung der Angst vor rechter Gewalt und flammende Reden für den Vaterlandstolz, während der rechte Mob Menschen durch Chemnitz hetzt. Copzone 2018.

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon aceveda » Mi 4. Apr 2012, 13:57

Bela B hat geschrieben: Wer die StVO kennt und versteht, weiß, wie er sich bei Einsatzfahrten zu verhalten hat.

Das ist nichts weiter als eine ziemliche platte und haltlose Pauschal-These.
Man kann noch so umsichtig Sonder- und Wegerechte in Anspruch nehmen, dennoch gibt es immer ein gewisses Unfallrisiko!

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 4. Apr 2012, 14:08

Wenigstens können sich die eingesetzten Kollegen darauf verlassen, dass der Sachverhalt von anderen Leuten juristisch bewertet wird, als die Sofaexperten, die nur Sensationsgeierwieboldt als Quelle haben, eine Einsatzfahrt mit einer Verfolgungsfahrt gleichsetzen und die ähnliche Situationen nie erlebt haben.

Dass niemand so einen Unfall will, sollte jedem klar sein. Dass seitens der Behörde insbesondere alles unternommen wird, um der Unbeteiligten zur Seite zu stehen, sollte jedem klar sein. Wie es den Kollegen geht, sollte jedem klar sein.

Dass denen sicherlich nicht geholfen ist, wenn man deren Handeln als Raserei bezeichnet, denen auch noch mal unter die Nase reibt, dass es äußerst unnötig ist, einen Streifenwagen so zu zersägen und mangelnde Kenne der StVO attestiert - naja...da sollte man sich selbst vielleicht auch noch mal hinterfragen.

Wäre es so schwer gewesen, hier jetzt wertneutral und vorwurfsfrei diesen Vorfall zu posten und vielleicht eine Diskussion anzustoßen, ob und wie man solche Unfälle künftig vermeiden kann?

Oder wie man damit umgeht, wenn man nach neun Stunden Nachtschicht so eine Feststellung trifft und das Adrenalin von 0 auf 100 hoch schießt?

Und das auch jeder weiß und auch jeder besser machen will - es aber auch menschlich ist, sich dann anders zu verhalten, als man es vielleicht gelernt hat?
:lah:

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon 1957 » Mi 4. Apr 2012, 14:13

:zustimm:

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Re: Schwerer Unfall nach Flucht

Beitragvon springer » Mi 4. Apr 2012, 14:56

1957 hat geschrieben:sonderrechtsfahrten sind immer mit risiken verbunden.
Die Diskussion hatten wir hier schon öfters; als ich dann anmerkte, dass bei Alarmfahrten immer ein größeres Risiko eines VUs wie beim normalen bestehe, hat mir hier mal ein Kollege erklärt, dass er mir das Fahren von Dienstkfz untersagen würde, wenn das bei mir so wäre, da die ihm unterstellten Kollegen so zu fahren hätten, dass die VU-Gefahr bei einer Alarmfahrt genauso groß zu sein hat wie bei einer normalen Fahrt.

Alles andere sei Rowdytum.


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