Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

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mercedes19
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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon mercedes19 » Sa 14. Apr 2012, 21:44

Meine Beobachtungen ( und ausdrücklich nicht auf obigen Fall bezogen ) sind, daß bei einigen PB eine Art Jagdfieber ausbricht, sobald sie mit SoSi fahren dürfen. Da wird die, noch mehr als sonst, nötige Vorsicht ziemlich vernachlässigt, man freut sich scheinbar, unter "legitimierten" Umständen mal schön Gas geben zu können.

Und das ist häufig bei den Jüngeren zu sehen. Nein, eine Statistik habe ich nicht, dafür aber 28 Jahre Beobachtungszeit.

Zum anderen geht es doch auch darum, WIE man unter SoSi in eine Kreuzung einfährt. Vor unserer DSt. ist eine vierspurige Fahrbahn, da sollte man sich überlegen, ob man nicht kurz (fast) anhält und sich VERGEWISSERT, von allen VT, auch denjenigen, die gerade einen LKW überholen, bemerkt wird.
Ich jedenfalls mache es so, bis ich sicher bin, daß die fahrenden VT mich bemerkt haben. Und das auf jeder Kreuzung im Stadtgebiet, bei der ich eigentlich ROT habe.
Fährt mich ein Kollege waghalsig und fast ohne vom Gas zu gehen mit SoSi über eine für uns rote Ampel, war das meine letzte Fahrt mit ihm.

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Kaeptn_Chaos
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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 14. Apr 2012, 22:58

mercedes19 hat geschrieben: Da wird die, noch mehr als sonst, nötige Vorsicht ziemlich vernachlässigt, man freut sich scheinbar, unter "legitimierten" Umständen mal schön Gas geben zu können.
Unglückliche Aussage.
:lah:

mercedes19
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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon mercedes19 » Sa 14. Apr 2012, 23:21

Ja ? zumindest darf sich derjenige mit SoSi über Geschwindigkeitsbeschränkungen hinwegsetzen.

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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon spADer » Sa 14. Apr 2012, 23:39

Eine schlimme Sache!
Ich wünsche allen Beteiligten alles Gute!

Mit 23 (auch nicht mir 59) möchte ich keinen tödlichen VU verursacht haben... Die Laufbahn noch vor sich..

Es ist in einigen SEn durchaus normaler Usus, dass auch junge Kollegen alleine fahren.
Das kann manchmal personell nicht anders zu gewährleisten sein, manchmal auch taktisch erforderlich.
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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon Dogge2006 » So 15. Apr 2012, 08:22

Ich beobachte das Thema schon von Beginn an und bin sehr verwundert über manche Äusserungen, Meinungen und gepostete Links.
So traurig es ist, der junge PB wird sich auf jeden Fall auf eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung und KV im VU verantworten müssen. Das Dienstrechtliche und die Regressforderungen folgen auf dem Fuße!
Was mich allerdings nicht verwundert ist die Tatsache, dass die Gewerkschaft alles auf fehlendes Fahrsicherheitstraining und Adrenalin zurückführt. Man will ja für seine Kollegen im öffentlich bobachteten Fall eine Bresche schlagen (im internen Bereich ist denen das ja sowieso egal). Aber was nützt das beste Fahrsicherheitstrainig wenn man sich über bestehende Regeln hinwegsetzt? Was hab ich davon wenn ich eine "Bedrohungslage" schlichten will und statt dessen Leben nehme?
Ich will hier nichts am Alter festmachen, aber lieber erscheine ich 2min. später als mein oder anderer Leben aufs Spiel zu setzen!

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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon aceveda » So 15. Apr 2012, 09:45

Dogge2006 hat geschrieben:
So traurig es ist, der junge PB wird sich auf jeden Fall auf eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung und KV im VU verantworten müssen. Das Dienstrechtliche und die Regressforderungen folgen auf dem Fuße!
Wow! Bist du etwa beim zuständigen VK und daher unmittelbar mit den Ermittlungen betraut? Oder wie gelangst du zu dieser (ziemlich voreiligen) These? :gruebel:

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Selwischjung
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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon Selwischjung » So 15. Apr 2012, 12:43

Dogge2006 hat geschrieben:Ich beobachte das Thema schon von Beginn an und bin sehr verwundert über manche Äusserungen, Meinungen und gepostete Links.
Ich auch!
Dogge2006 hat geschrieben:So traurig es ist, der junge PB wird sich auf jeden Fall auf eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung und KV im VU verantworten müssen. Das Dienstrechtliche und die Regressforderungen folgen auf dem Fuße!
Schade, du fingst so stark an und hast noch stärker nachgelassen. :frown:

Ich glaube keiner, wirklich keiner hier in diesem Forum kennt die näheren Umstände wie es zu dem tragischen Unfall kam und wem die Schuld zuzusprechen ist.
Eigentlich sollte auch jeder, auch der, der sich darauf beruft mit 0,000001 Km/h eine rote Ampel zu überqueren, sich dessen bewusst sein, dass sich das Risiko minimieren, jedoch niemals auf "0" setzen lässt.
Umso beschämender ist es, diese Vorverurteilung von allen Seiten zu beobachten. :stupid:
Man kann nur hoffen, dass nicht der Tag kommt, wo ihr Schlagzeilen macht!
Bei der intendierten Realisierung der linguistischen Simplifizierung des regionalen Idioms resultiert die Evidenz der Opportunität extrem apparent, den elaborierten und quantitativ opulenten Usus nicht assimilierter Xenologien konsequent zu eliminieren!

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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon 1957 » So 15. Apr 2012, 13:11

jetzt mach mal halblang.

wir wissen alle, dass die umstände im einzelnen noch nicht bekannt sind.
trotzdem ist es angebracht, seine meinung dazu zu äußern. eine kritische auseinandersetzung zu derartigen themen ist zu jedem zeitpunkt von vorteil.
im übrigen ist in derartigen fällen ein strafrechtliches ermittlungsverfahren gegen den kollegen als auch gegen den taxifahrer obligatorisch.

von einer vorverurteilung sind wir weit entfernt.

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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon Selwischjung » So 15. Apr 2012, 15:48

1957 hat geschrieben:jetzt mach mal halblang.

wir wissen alle, dass die umstände im einzelnen noch nicht bekannt sind.
trotzdem ist es angebracht, seine meinung dazu zu äußern. eine kritische auseinandersetzung zu derartigen themen ist zu jedem zeitpunkt von vorteil.
im übrigen ist in derartigen fällen ein strafrechtliches ermittlungsverfahren gegen den kollegen als auch gegen den taxifahrer obligatorisch.

von einer vorverurteilung sind wir weit entfernt.
Stimme ich dir auch voll und ganz zu. Man muss soetwas diskutieren, auch kritisch! Es lässt sich auch nicht vermeiden, dass Thesen kommen, alle PVB unter 25 verursachen mehr Unfälle, von mir aus auch statistisch belegt (wo sich mir die Frage stellen würde, was ist mit denen, die erst mit zB. 29 in den Dienst gehen, sind diese dann davon befreit :polizei13: ).

Aber solche Aussagen
Dogge2006 hat geschrieben:So traurig es ist, der junge PB wird sich auf jeden Fall auf eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung und KV im VU verantworten müssen. Das Dienstrechtliche und die Regressforderungen folgen auf dem Fuße!
die für mich nach einer "Vorverurteilung" aussehen, sind defintiv nicht angebracht und schlichtweg falsch, wie du
1957 hat geschrieben:im übrigen ist in derartigen fällen ein strafrechtliches ermittlungsverfahren gegen den kollegen als auch gegen den taxifahrer obligatorisch.
ja richtig angemerkt hast :zustimm:
Bei der intendierten Realisierung der linguistischen Simplifizierung des regionalen Idioms resultiert die Evidenz der Opportunität extrem apparent, den elaborierten und quantitativ opulenten Usus nicht assimilierter Xenologien konsequent zu eliminieren!

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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon mercedes19 » So 15. Apr 2012, 22:07

Selwischjung hat geschrieben:
Aber solche Aussagen
Dogge2006 hat geschrieben:So traurig es ist, der junge PB wird sich auf jeden Fall auf eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung und KV im VU verantworten müssen. Das Dienstrechtliche und die Regressforderungen folgen auf dem Fuße!
die für mich nach einer "Vorverurteilung" aussehen, sind defintiv nicht angebracht und schlichtweg falsch, wie du
1957 hat geschrieben:im übrigen ist in derartigen fällen ein strafrechtliches ermittlungsverfahren gegen den kollegen als auch gegen den taxifahrer obligatorisch.
ja richtig angemerkt hast :zustimm:
Es mag für Dich nach einer Vorverurteilung aussehen, die Realität ist aber nunmal so, daß die Aussage von Dogge richtig ist; daß auch gegen den Kollegen eingespannt wird. Als PB mit SoSi und gerade mit solchem VU-Ausgang bist Du immer mit im Boot.

Es ist sicherlich niemand von den PVB hier, der dem Kollegen nicht das Beste in dieser Situation wünscht; man darf aber noch seine Erfahrungen niederschreiben, um den überwiegend jungen Usern so etwas zu vermeiden helfen?
Das hat noch lange nichts mit Vorverurteilung zu tun, aber die Fakten zB hinsichtlich der Straßenbenutzung und den Folgen sind nunmal vorhanden, zu denen man sich äußern kann.

Aber ich bin gespannt, ob es in obigem Fall nicht vielleicht doch Deine Baum-Variante war, wer weiß das schon. Du wirst uns sicherlich auf dem Laufenden halten.

Gast

Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon Gast » So 15. Apr 2012, 22:41

In was für einer Art Verfahren sollen die Umstände des Todes einer Person und der Verletzung anderer Personen im Rahmen eines Verkehrsunfalles den geklärt werden, als in einem Strafverfahren gegen den vermeintlichen Verursacher???

Mir fällt nix anderes ein. Daß es einen Kollegen betrifft, tut mir persönlich Leid, ist aber unvermeidlich. Das hat mit Vorverurteilung nix zu tun. Ohne Verdacht, kein Verfahren! Diese Risiko folgt einem Polizeibeamten bei jedem Schritt nach.

In dem Verfahren und auch in dem folgenden Zivilstreit sind dann die Umstände zu klären. Ich warf am Anfang ein, ob die Personen im Taxi mglw. ungegurtet waren. (Ist nicht ganz unwahrscheinlich.) Das würde für den Verursacher schon einen Unterschied machen. Spätestens im Zivilverfahren werden dann Schuldanteile vergeben...

Daß Gewerkschaften dann mit Schlagworten aktiv werden, ist nicht neu. Ich hoffe, sie sind genauso aktiv mit dem Rechtsschutz für den (hoffentlich organisierten) Kollegen.

Das ganze ist schon eine Art Supergau. Ich wünsche allen Beteiligten ein objektives Verfahren.

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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon Selwischjung » So 15. Apr 2012, 23:42

Ok, vllt etwas schlecht zitiert um zu verdeutlichen um was es mir geht.
mercedes19 hat geschrieben:Es mag für Dich nach einer Vorverurteilung aussehen, die Realität ist aber nunmal so, daß die Aussage von Dogge richtig ist; daß auch gegen den Kollegen eingespannt wird. Als PB mit SoSi und gerade mit solchem VU-Ausgang bist Du immer mit im Boot.
Es geht mir nicht um die strafrechtlichen Konsequenzen oä. Die wird ein Anderer, unter Berücksichtigung der Umstände, fällen. Zum Glück. Viel mehr geht es mir um die (in meinen Augen) "Vorverurteilung" durch sein Alter und dass pauschal eine unangemessene Geschwindigkeit unterstellt/diskutiert wird. Sicher ist das eine Möglichkeit die ich gar nicht leugnen will. Wie würde aber die ganze Diskussion aussehen wenn der PVB ü30 wäre :polizei13:
mercedes19 hat geschrieben:Du wirst uns sicherlich auf dem Laufenden halten.
Mit Sicherheit nicht! Das Interpretieren von Artikeln jeglicher Form überlasse ich anderen Usern :polizei2:
Bei der intendierten Realisierung der linguistischen Simplifizierung des regionalen Idioms resultiert die Evidenz der Opportunität extrem apparent, den elaborierten und quantitativ opulenten Usus nicht assimilierter Xenologien konsequent zu eliminieren!

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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 16. Apr 2012, 01:33

Vote for close.
:lah:

ChrisC
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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon ChrisC » Mo 16. Apr 2012, 16:45

So traurig es ist, der junge PB wird sich auf jeden Fall auf eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung und KV im VU verantworten müssen.
Gegen den Kollegen wird strafrechtlich ermittelt. Das heist aber nicht, dass es auch zu einer Anklage kommt. Das sind rechtlich zwei verschiedene Stiefel.

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Re: Streifenwagen prallt auf Taxi – eine Frau stirbt

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 16. Apr 2012, 17:06

Da kann man dann schon mal über manche Äußerung verwundert sein - wenn man das schon nicht trennen kann.
:lah:


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