Sonderlage in Siegen......

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zoellner
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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon zoellner » Mi 25. Apr 2012, 21:29

irgendwas muss es ja zu motzen geben, ne? :polizei10:

BTW... Wenn mir einer ne Knarre unter die Nase hält und ich keine realistische Chance habe meine zu ziehen ohne vorher ne kugel zu fangen, dann ist mir mein Leben lieber als die Waffe am Gürtel. Soll er sie haben. Irgendwann bekommen wir ihn sowieso. Besser so als nur um die Waffe zu schützen, die Radieschen von unten anzuschauen...

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon cosmic » Mi 25. Apr 2012, 21:54

Ne, aber vor dieser Trageweise wird ganz klar und aus gutem Grund abgeraten.

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 25. Apr 2012, 22:59

Und zu dem Pfeffer (Beintasche rechts - Schwerpunkt nach außen) fällt dir nix ein? :polizei2:

Das ist halt genau das (!), was wir hier immer predigen. Auch im Sauerland

http://www.youtube.com/watch?v=J2d415lSHpM

(bzw. Siegerland) an einem stinknormalen Mittwoch, an dem in den letzten 100 Jahren nix passiert ist, kann die Lage kommen. Und da der Onkel ja sogar seinen Pulli trägt, in Siegen heute 10 Grad waren und er eine Außendienstuniform trägt, mithin mit Ausfahrt rechnen musste - da fällt mir kein Grund ein, warum man die Weste nicht zu Dienstbeginn einfach unterzieht.
:lah:

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon Peppermintpete » Do 26. Apr 2012, 00:28

Auch schön, dass er die Fahrzeugscheiben benutzt, umd gedeckt zu sein.

Oder doch verdeckt :polizei13: :polizei10:

oder.... :polizei1:
:keks:

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 26. Apr 2012, 00:59

Die sind doch getönt... :polizei2:
:lah:

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon zollisttoll » Do 26. Apr 2012, 03:33

Vielleicht ist er ja auch in herausgehobener Stellung und macht sich so mit der BSW kenntlich... :polizei1:
UNd das RSG wird auch seinen Grund haben bestimmt ganz sicher vielleicht...

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon beni » Do 26. Apr 2012, 06:51

Könnte in diesem Thread jetzt bitte mal nicht ausschließlich sarkastisch über die eingesetzten Beamten hergezogen werden??!
Wem etwas auffällt,was nicht zur "normalen"Trageweise der Ausrüstung gehört,darf dies gerne hier Posten,aber ohne besserwisserisches Blabla


ich hoffe das Ihr immer,alles und zu jeder Zeit richtig tragt und handhabt und jede Lage bewältigt.

Wer im Glashaus sitzt und so weiter......

Gruss
Nicole

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon Trooper » Do 26. Apr 2012, 07:45

BTW... Wenn mir einer ne Knarre unter die Nase hält und ich keine realistische Chance habe meine zu ziehen ohne vorher ne kugel zu fangen, dann ist mir mein Leben lieber als die Waffe am Gürtel.
... und deswegen ziehe ich mich dann zurück - nötigenfalls in schnellster Gangart. Aber ich gebe nie, nie, niemals, never ever unter keinen Umständen meine Waffe auf. In keiner denkbaren Bedrohungslage.

Du weißt selber, wie schwierig es auch für einen Täter ist, mit einer Kurzwaffe unter Streß ein sich schnell bewegendes Ziel zu treffen. Und selbst wenn du getroffen wirst, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, daß es in einem nicht vitalen Bereich ist. Die meisten Verletzten mit Schußwunden überleben schlußendlich.

Aber wenn du aufgibst, ist alles, was zwischen dir und einer sicheren Exekution steht, die Willensentscheidung des Täters. Und damit sind deine Chancen schon mal von vorneherein massiv schlechter. Das ist Russisch Roulette.

Das sind Basics, das kleine Einmaleins, und jeder Berufswaffenträger sollte das verinnerlicht haben. Ich kritisiere normalerweise keine Kollegen aufgrund von Presseartikeln, aber das ist wirklich ein absolutes No-Go und gehört klar angesprochen.
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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon Buford T. Justice » Do 26. Apr 2012, 08:21

Ich möchte kurz etwas ganz anderes anbringen:

In der o.g. Fotostrecke der WZ ist auf Bild 5 ein Leichenwagen zu sehen. Ist das Zufall oder wird bei solchen BAOen automatisch - so wie auch ein RTW/NEF - ein Bestatter angefordert für den Fall der Fälle?
:applaus:

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Sonderlage in Siegen......

Beitragvon MICHI » Do 26. Apr 2012, 08:23

Wird natürlich nicht vorgehalten.
Gruß
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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon grenzwertig » Do 26. Apr 2012, 08:31

Trooper hat geschrieben:
BTW... Wenn mir einer ne Knarre unter die Nase hält und ich keine realistische Chance habe meine zu ziehen ohne vorher ne kugel zu fangen, dann ist mir mein Leben lieber als die Waffe am Gürtel.
... und deswegen ziehe ich mich dann zurück - nötigenfalls in schnellster Gangart. Aber ich gebe nie, nie, niemals, never ever unter keinen Umständen meine Waffe auf. In keiner denkbaren Bedrohungslage.

Du weißt selber, wie schwierig es auch für einen Täter ist, mit einer Kurzwaffe unter Streß ein sich schnell bewegendes Ziel zu treffen. Und selbst wenn du getroffen wirst, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, daß es in einem nicht vitalen Bereich ist. Die meisten Verletzten mit Schußwunden überleben schlußendlich.

Aber wenn du aufgibst, ist alles, was zwischen dir und einer sicheren Exekution steht, die Willensentscheidung des Täters. Und damit sind deine Chancen schon mal von vorneherein massiv schlechter. Das ist Russisch Roulette.

Das sind Basics, das kleine Einmaleins, und jeder Berufswaffenträger sollte das verinnerlicht haben. Ich kritisiere normalerweise keine Kollegen aufgrund von Presseartikeln, aber das ist wirklich ein absolutes No-Go und gehört klar angesprochen.
Das Verhalten der Kollegen kann so sicher nicht beurteilt werden. Denn wenn dir jemand eine Schußwaffe vorhält und dann auch noch einen Schuß abgibt, dann gehe ich davon aus, dass Lebensgefahr herrscht... und die Psyche des normaltrainierten Streifenbeamten, bei dem Hochbelastungstrainings u.ä. nicht auf dem regelmäßigen Tagesdienstplan stehen, auf Überlebensmodus stellt. In diesem Fall haben sie doch (objektiv) alles richtig gemacht: beide am Leben, niemand verletzt, Täter festgenommen.

Wenn du natürlich streßresistenter in solchen Situationen bist, vielleicht sogar in der Entwaffnung bei Bedrohungslagen im Nahkampf trainiert bist, sei es dir unbenommen, die Lage anders zu bewältigen. Warst du denn schonmal in einer akuten Lebensbedrohung durch eine (Schuß-) Waffe? (ist nicht polemisch gemeint, sondern ernsthaftes Interesse!)

Eigentlich kann es in solchen Situationen nur ein "Richtig" geben:

niemand verletzt, kein Heldentum, richtige Abwägung zwischen materiellen Gütern und eigenem Leben bzw. Gesundheit...

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon uwewittenburg » Do 26. Apr 2012, 08:47

grenzwertig hat geschrieben:Eigentlich kann es in solchen Situationen nur ein "Richtig" geben:
Naja, wenn etwas "in die Hose" ging, ist etwas falsch gemacht worden, das ist nun mal Fakt.

Die gesamte Situation sollte vernünftig aufgearbeitet und analysiert werden, aber ohne auf die Kollegen "herumzuhacken".

Ich gehe davon aus, dass das den meisten von uns ev. hätte passieren können, je nachdem wie die Ausgangssituation war.
Ich kenne niemanden der Fehlerfrei ist, das zeigt sich ja auch beim Einsatztrainíng, aber dafür ist es ja auch da, um Fehler zu erkennen und abzustellen.

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon 1957 » Do 26. Apr 2012, 09:00

@ trooper,

sag niemals nie. sicher sind situationen vorstellbar, in denen das überlassen die einzige option ist.


ansonsten:

der kollege auf bild 4 erscheint als polizeidilettant - ganz ohne sarkasmus.

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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon Trooper » Do 26. Apr 2012, 09:05

In diesem Fall haben sie doch (objektiv) alles richtig gemacht: beide am Leben, niemand verletzt, Täter festgenommen.
Das ist das übliche Problem der Polizei... von der Tatsache, daß durch viel Glück alles glimpflich verlaufen ist, wird auf korrektes Handeln und richtige Entscheidungsfindung geschlossen.

So einfach ist das aber nicht. Es geht darum, sein eigenes Handeln an simplen und robusten Leitlinien auszurichten, die in den allermeisten Situationen ein Höchstmaß an Sicherheit bieten. Und dazu muß man kein austrainierter Superbulle mit einem umfangreichen täglichen Trainingspensum sein (der ich im übrigen auch nicht bin).

Eben weil solche Extremsituationen ein Höchstmaß an Streß und psychischer Belastung bedeuten, darf man sich eben nicht darauf verlassen, daß man im Notfall schon irgendwie das Richtige tun wird. Wir sollten uns vielmehr schon im Vorfeld ausgiebig gedanklich mit derartigen Fragen auseinandersetzen und für uns selbst klare innerliche Handlungsanweisungen festlegen, die wir uns einprägen und gedanklich immer wieder durchgehen, damit wir im Einsatz darauf ohne großes Nachdenken zurückgreifen können.

Natürlich kann man nicht jede denkbare Situation, die sich in unserem Beruf möglicherweise ergeben kann, vorher gedanklich zusammenbasteln. Aber zumindest die paar wichtigen und grundlegenden Knackpunkte rund um unser schwerwiegendstes Einsatzmittel, die Schußwaffe, sollten jeder von uns ausgiebig durchdacht haben. Und am Ende dieses Denkprozesses sollte die mentale "Linie im Sand" stehen, die bei Überschreitung ein sofortiges und konsequentes Handeln zur Folge hat.

Und dazu gehört m.E. die unbedingte Direktive, sich selbst und die eigene Waffe niemals dem Täter auszuliefern. Es ist schlicht und einfach ein unkalkulierbares und im Vergleich zu den Alternativen deutlich zu hohes Risiko. Auch wenns dieses eine Mal durch viel Glück gut ausgegangen ist.

Google mal "Onion Field"...
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Re: Sonderlage in Siegen......

Beitragvon drakon » Do 26. Apr 2012, 09:09

uwewittenburg hat geschrieben:Ich kenne niemanden der Fehlerfrei ist [...]
Das sollte sich der Ein oder Andere hier mal vor Augen führen. Anstatt auf Kollegen rumzuhacken würde es doch genügen, die Fehler anzusprechen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Für wen ist denn dieses Forum hier? Wem bringt es denn, wenn unkonstruktiv die Fehler im Forum zerfleischt werden?

Auch ich bin einer, der immer wieder mit dem Kopf schüttelt, wenn die Unterziehschutzweste nicht (wie vorgeschrieben) benutzt wird. Aber mal ehrlich: muss ich das im Forum hier breit treten?, zumal derjenige Kollege mit Sicherheit nicht mitlesen wird!

Ein wenig mehr contenance wäre angebracht.
"Einer der Gründe, warum man in der Konversation so selten verständige und angenehme Partner findet, ist, daß es kaum jemanden gibt, der nicht lieber an das dachte, was er sagen will, als genau auf das zu antworten, was man zu ihm sagt“
Rochefouc.


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