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torben78
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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon torben78 » Do 18. Jul 2013, 12:32

Das Thema ist deshalb ein polizeiliches, da sich die Politik dieses Themas auf Grund der Fallen nur ungern annimmt und die Polizei damit allein lässt. Sollte es zu einer Räumung des Camps kommen und sollte ein Polizeieinsatz notwendig werden, wird man im Anschluss nicht die politische Entscheidung, aber den Einsatz kritisieren.

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Beobachter » Do 18. Jul 2013, 12:45

Eben, uwe. Meine Rede.
Der Sprachgebrauch für sich allein ändert erst mal gar nichts.

Und torben:
nimms mir bitte nicht übel...wenn ich nichts verpasst habe, gehts hier immer noch um den (angeblich pauschalen) Rassismus-Vorwurf gegen Berliner Polizeibeamte, sobald sie auch nur in die Nähe des Camps kommen, oder?
Bei der von mir verlinkten Konzertaktion im Zusammenhang mit dem Camp konnte ich beobachten, welchen Unerschied es macht, eine blütenweiße Hautfarbe zu haben und in schwarzweißer Konzertkleidung irgendwo friedlich einer polizeilichen Maßnahme zu harren...oder aber einen "offensichtlichen Migrationshintergrund zu haben".
Sender-Empfänger-Metaebene? Mir haben sich da keine Fragen weiter aufgedrängt.

Mag sein, dass die Pauschalisierung des Vorwurfs falsch ist. Ich verstehe, wie gesagt auch den Unmut mancher Polizeibeamten, die da immer wieder zu tun haben und einen fortdauernd rechtswidirgen Zustand ertragen müssen usw....aber wundern würd ich mich an eurer Stelle über die Begrüßung nicht.
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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon 1957 » Do 18. Jul 2013, 12:52

ob diese kritik dann aber berechtigt ist, kommt auf den verlauf des einsatzes an - und dieser, wird im wesentlichen vom verhalten der adressaten und der angemessenen reaktion der polizei bestimmt.

ansonsten bin ich auch der auffassung, dass der sprachgebrauch nicht unbedingt etwas mit der inneren einstellung zu anderen menschen hat.
so ist z.b. der begriff "neger" inhaltlich für mich vollkommen wertfrei.
das ist er aber für andere eben nicht.
daher sollten wir, insbesondere als polizisten, die erforderlichkeit und wirkungen mancher formulierungen überdenken und den sprachgebrauch ändern.

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Buford T. Justice » Sa 20. Jul 2013, 02:25

Beobachter hat geschrieben:[...]war im Kontext wertend, sollte beim Leser eine Assoziation mit einer bestimmten "Ethnie" wecken und war deshalb rassistisch. [...]
Nein, Sender-Empfänger. Du wolltest herauslesen:
"In einem Mehrfamilienhaus wohnt eine Vielzahl von Wirtschaftsflüchtlingen einer bestimmten Ethnie..."
Ich habe gesagt:
"In einem Mehrfamilienhaus wohnt eine Vielzahl von Wirtschaftsflüchtlingen einer bestimmten Ethnie..." (Im Unterschied zum Berliner Fall.)
torben78 hat geschrieben:Und genau da haben wir die Ursache, weshalb ein ehrlicher Umgang mit dem Thema nicht möglich ist. Das eigentliche Problem wird nicht diskutiert, man unterhält sich über Semantik und der, der das Problem angesprochen hat, muss zusehen, dass er aus der Rassistenecke rauskommt.
Stimmt. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war, dass vor dem Versammlungsrecht und somit auch vor mir jeder gleich ist und es deshalb für mich kein Anliegen geben kann/sollte, welches unterstützenswerter ist. Ich brauche aber nicht zuzusehen, dass ich aus der Rassistenecke heraus komme, weil ich nicht mehr drin bin als sonst auch, bei einem bestimmten Klientel.
Beobachter hat geschrieben:Was er hätte vermeiden können...
Hätte ich nicht. Außer ich hätte den Text von vornherein so sinnentleert geschrieben wie zunächst fälschlicherweise an Controllers Adresse gerichtet.
torben78 hat geschrieben:Nun, meine Erfahrungen mit Kommunikation laufen so: Das Missverständnis entsteht in der Regel beim Empfänger. Dieser könnte es durch eine Verständnisfrage ausräumen. Klassisch Sender/Empfänger und die Kommunikation auf der Metaebene. Kurioserweise geschieht das bei diesem Thema nicht.
Speziell in dieser Sache finde ich es nicht so kurios sondern gewöhnlich. Es erinnert mich an ein Gespräch mit einer Studentin, die sich sicher auch gern zu der linksintellektuellen Kaste gezählt hätte, in dem ich sie nicht davon überzeugen konnte, dass die Polizei bei Rechts-(Links-)Demos nicht auf Seite der Rechten steht. Weil es in diesem Gespräch auch niemals um die Sache ging.
:applaus:

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Beobachter » Sa 20. Jul 2013, 09:03

Ich denk, ich hab dich schon gut genug verstanden und dein Rumeiern hier macht's jetzt auch nicht mehr besser.

Und was dein neues Beispiel angeht, mit dem du gerne unterstreichen möchtest, dass ich der Trottel bin, als den du mich sehen willst:
Im Gegensatz zu deiner Studentin habe ich kein Problem damit, dass die Polizei die Ausübung des Versammlungsrechts auch für Neonazis gewährleistet.
Aber: ICH bin nicht dazu da, die zu gewährleisten. Und wenn die auf der Straße zu sehen sind, dann jedenfalls nicht unwidersprochen.
Dazu sitz/steh ich dann halt ggf. in deinem Weg.
Aber ich hab bei solcher Gelegenheit durchaus schon Leute davon abgehalten, Polizisten zu Nazifreunden zu erklären. Weil mir der Bestand des Versammlungsrechts wichtig ist.
ICH möchte kein Verbot dieser Demos. Ich will sie nur nicht unwidersprochen hinnehmen. Sollte ich mit diesem Inhalt künftig immer noch ne eigene Gegendemo anmelden, damit du unterscheiden lernst?

Edith hat einen Tippfehler beseitigt und einen Satz umformuliert. Entschuldigung.
Zuletzt geändert von Beobachter am Sa 20. Jul 2013, 09:57, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich glaube an das Gute im Menschen, rate aber dazu, sich auf das Schlechte in ihm zu verlassen. "
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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Gast » Sa 20. Jul 2013, 09:30

Bitte unnötige Provokationen unterlassen. Danke!

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Majestro » Sa 20. Jul 2013, 09:35

Brot hat geschrieben:Schön wäre es, wenn die deutsche Polizei an die Hintermänner und Schleuser heran kommen könnte. Aber das ist so gut wie unmöglich. Die illegal eingereisten Asylbewerber schweigen bei Fragen zu den Schleusern und eine länderübergreifende Zusammenarbeit in diesem Bereich ist mir nicht bekannt. In diesem Punkt kann man mich gerne eines besseren belehren.
Brot, belehren werde ich dich sicher nicht, jedoch kann man durchaus behaupten, dass die Bpol schon auf eine gewisse Art und Weise "länderübergreifend" zusammenarbeitet ;D

Ich kann dir auch, zumindest für meinen Bereich hier, versichern, dass unsere Ermittler oft zu Wohnungsdurchsuchungen ausrücken, etliche Verfahren am laufen haben und umfangreiche Strukturermittlungen durchführen.

Natürlich sind diese Verfahren langwierig, aber deshalb per se zu sagen, dass ein Belangen der Hintermänner bzw Schleuser unmöglich ist, ist nicht richtig.

Bsp.:
http://www.bundespolizei.de/DE/00Aktuel ... ?nn=841186
http://www.bundespolizei.de/DE/00Aktuel ... ?nn=841186
http://www.bundespolizei.de/DE/00Aktuel ... nn=2227934
http://www.bundespolizei.de/DE/00Aktuel ... nn=2227934

EDIT: Schlechtschreibung
"dass" / "das"

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Buford T. Justice » Mo 22. Jul 2013, 01:20

Beobachter, mit Deinem Ton, insbesondere vor der Beseitigung Deines "Tippfehlers", machst Du deutlich, dass Du das Thema und meine Beiträge nicht gelassen genommen hast; im Gegenteil. Zu Deiner Genugtuung kann ich Dir sagen, dass auch ich Deine Beiträge nicht gleichgültig gelesen habe; ich fühlte mich zum Teil sogar dadurch beleidigt.

Ich respektiere indes auch die Tatsache, dass Du jetzt ohnehin nicht mehr zurück kannst, weshalb zumindest dieser Nebenschauplatz mit Dir hier für mich nun auch beendet ist.
Beobachter hat geschrieben:[...]Aber: ICH bin nicht dazu da, die zu gewährleisten. Und wenn die auf der Straße zu sehen sind, dann jedenfalls nicht unwidersprochen.
Dazu sitz/steh ich dann halt ggf. in deinem Weg.
Aber ich hab bei solcher Gelegenheit durchaus schon Leute davon abgehalten, Polizisten zu Nazifreunden zu erklären. Weil mir der Bestand des Versammlungsrechts wichtig ist.
ICH möchte kein Verbot dieser Demos. Ich will sie nur nicht unwidersprochen hinnehmen. Sollte ich mit diesem Inhalt künftig immer noch ne eigene Gegendemo anmelden, damit du unterscheiden lernst?
Soll das jetzt eine neue Baustelle werden? Ich weiß nicht, wann ich mich dagegen ausgesprochen habe, dass Leute ihre Meinung (auch gegen angemeldete Demoinhalte) öffentlich zum Ausdruck bringen.
:applaus:

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Beobachter » Mo 22. Jul 2013, 06:46

Schön, dann sind wir uns ja völlig einig.
Der Tippfehler war wirklich ein Tippfehler aber dass er dir gut ins Konzept passt, glaub ich dir.

Nein, ich mach keine neue Baustelle auf. Ich seh mich nur ungern in beliebige Töpfe geworfen und wollte das klarstellen.
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Alfred Polgar

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon tyrant » Di 23. Jul 2013, 22:48

Ich bin KEIN PVB!

An allem Unrecht, das geschieht,
ist nicht nur der Schuld, der es begeht, sondern auch der,
der es nicht verhindert.

(Erich Kästner)

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Knaecke77 » Sa 27. Jul 2013, 09:58

Berlin –
Mit brennenden Autos wollten unbekannte Täter in Berlin-Kreuzberg gegen Drogenkontrollen im Görlitzer Park protestieren: Sie steckten vier Wagen in der Görlitzer Straße in der Nacht zum Dienstag in Brand, wie die Polizei mitteilte. In einem Bekennerschreiben an die Polizei wurden die verstärkten Kontrollen im Görlitzer Park als Grund für die Brandstiftung angegeben. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
http://www.berliner-kurier.de/polizei-j ... 98214.html

Wie schön das in der Demohauptstadt auch schon Kriminelle gegen Polizeikontrollen demonstrieren......wenn auch mit einer recht rabiatenForm des Protests.


Die Autobesitzer sind sicherlich begeistert von dieser bunten Protestaktion. :nein:
Der scheidende Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) forderte einen sogenannten Coffeeshop, in dem man legal Cannabis kaufen kann. „Eine kontrollierte Verkaufsstelle für weiche Drogen in der Nähe des Parks würde sicher eine bessere Situation schaffen, als wir jetzt haben“, sagte Schulz der Tageszeitung taz (Dienstagsausgabe). Damit blieben Parkbesuchern Dealer und Polizeirazzien erspart. Schulz sagte aber auch, dass ein Coffeeshop nach derzeitigem Recht nicht zu realisieren sei.]
Phantast!! Als wenn die Dealer dort nur Cannabis an den Mann/die Frau bringen würden. :nein:
Frei nach Ströbele ......gebt das Hanf frei.

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Brathühnchen » Sa 27. Jul 2013, 12:21

Frei nach Ströbele ......gebt das Hanf frei.
Wäre nicht das Dümmste... [auch wenn ich alle Drogen außer Schokolade, Kaffee und Alkohol persönlich ablehne]
----------------
"Geh du weiterhin Bratwurst und Sauerkraut im Biergarten essen und sei weiterhin gut in Mathe haha."

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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon powle » Sa 27. Jul 2013, 12:26

Mit dem Thema brauchste hier gar nicht anfangen ;) da kommste leider nicht weit.

Brathühnchen
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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Brathühnchen » Sa 27. Jul 2013, 12:39

powle hat geschrieben:Mit dem Thema brauchste hier gar nicht anfangen ;) da kommste leider nicht weit.
:pfeif:

Hast Recht...
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Re: Berlin Kreuzberg

Beitragvon Controller » Sa 27. Jul 2013, 12:40

.......in einigen Jahren vlt. :polizei10:

Kommt imho drauf an, wie lange es "überm Teich" noch dauert :pfeif: :polizei1:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)


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