Arme Bundeshauptstadt.

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norcop
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Re: Arme Bundeshauptstadt.

Beitragvon norcop » Mo 29. Aug 2016, 06:01

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:Ich lese hier nicht, dass Schichtdienst mit Kindern als asi bezeichnet wird, sondern lediglich, dass man es asi findet, Kinder einem Schichtdienst zu unterwerfen.

Ich rege die Abtrennung des Themas an.
Mag sein, dass ich zu müde oder das Haar nicht exakt genug gespalten hab, um den Unterschied zu erkennen.

Mit der Abtrennung haste sicher reicht...gehört hier so nicht rein.

vladdi
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Re: Arme Bundeshauptstadt.

Beitragvon vladdi » Mo 29. Aug 2016, 06:13

Wenn Kinder nachts in der KiTa sind, dann schlafen sie dort. Warum sollte man sie wecken?

Knaecke77
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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Knaecke77 » Fr 2. Sep 2016, 17:49

Bei Demonstrationen des linken Blockupy-Bündnisses ist es am Freitagvormittag in Berlin zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. In der Umgebung des Potsdamer Platzes warfen Demonstranten Steine auf Polizisten, andere zündeten Böller und Leuchtfeuer, wie die Polizei mitteilte. Es kam zu Rangeleien, als eine große Gruppe eine Polizeikette durchbrach. Polizisten sprühten Pfefferspray, 52 Randalierer wurden von der Polizei festgenommen. 1200 Polizisten waren im Einsatz, 3 wurden verletzt.
http://www.morgenpost.de/berlin/article ... ice=mobile


Während die linke Szene mal wieder Friedfertigkeit unter Beweis stellt, haben bestimmte Parteien ein Problem damit, eine Erklärung die Gewalt von Linksextremisten verurteilt, mitzutragen.
Am 1. Juli begannen sechs Parteien den Wahlkampf mit einem „Konsens gegen rechts“. Spitzenvertreter von CDU, Grünen, Linker, FDP und Piraten scharten sich um den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD).

FDP-Generalsekretär Sebastian Czaja forderte daraufhin, dass auch ein Konsens gegen den Linksextremismus gefunden werden müsse.

Diesen Gedanken griff CDU-Fraktionschef Florian Graf auf und lud seine Kollegen ein, am 20. Juli folgenden Satz zu unterschreiben: „Wir als demokratische Fraktionen werden gemeinsam gewaltsamen Linksextremisten die Rote Karte zeigen und uns entschieden gegen sie stellen…“

Doch die Kollegen nahmen die Einladung nicht an. Raed Saleh (SPD) antwortete nicht und auch die grüne Doppelspitze Ramona Pop/Antje Kapek nicht. Ebenso wenig die Piraten. Udo Wolf (Linke) schlug eine Vertagung in die Parteigremien vor.

Die Gewalt der Linksextremisten hatte erhebliche Ausmaße angenommen

Also unternahm die CDU einen zweiten Anlauf. Nun lud Generalsekretär Kai Wegner ein. Wieder keine Antwort. Am 11. August wurde die Einladung erneuert, nun mit der Bitte, sich bis zum 20. August zu melden. Vergebens: Die Vorsitzenden der drei großen linken Parteien Michael Müller (SPD), Bettina Jarasch und Daniel Wesener (Grüne) sowie Klaus Lederer (Linke) ließen auch diese Frist verstreichen. Warum?

Die Gewalt der Linksextremisten hat erhebliche Ausmaße angenommen. Anfang August wurde ein großes Wohnmobil mit CDU-Bemalung vollständig niedergebrannt. Ein Wagen der SPD mit dem Foto von Bausenator Geisel (SPD) brannte ab.

Gegen Diskriminierung und Ausgrenzung in jeder Form

Am schlimmsten trifft es die AfD. Am 30. August lauerten im Landtag von Rheinland-Pfalz vier Männer Fraktionschef Uwe Junge auf und verletzten ihn am Kopf. AfD-Vorstandsmitglied Jörg Meuthen wurde in Harburg mit einer steinharten tiefgefrorenen Torte beworfen und ebenfalls verletzt. In Mecklenburg-Vorpommern bewarf man das Haus von AfD-Politiker Matthias Manthei mit Steinen. Ein Stein durchschlug die Scheibe neben dem Kinderzimmer.

„Wir wenden uns gegen Diskriminierung und Ausgrenzung in jeder Form“, sagte Michael Müller, als er für den Konsens gegen rechts posierte. Wenn das so ist, dann sollte er kein Problem damit haben, auch einen Konsens gegen linke Gewalt zu unterschreiben. Wenn er das aber nicht tun, dann wendet er sich auch nicht „gegen Diskriminierung und Ausgrenzung in jeder Form“. Das Gleiche gilt für Grüne und Linke.

Die Tatsachen sprechen für sich. Jeder bilde sich dazu seine Meinung.

http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/ ... nke-gewalt
Entlarvend :polizei4:

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Eisscrat » Fr 2. Sep 2016, 21:01

Knaecke77 hat geschrieben: Entlarvend :polizei4:
Und nicht überraschend.
Nur erfährt das in Deutschland niemand.
Hauptsache die neue Initative gegen rechts bekommt mehr Gelder und Stellen wo die linken Parteien ihre Leute bequem unterbirngen könne. Würde mich interessieren was diese Leute wirklich arbeiten für ihr Geld.
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Albert Einstein

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Brot » Sa 3. Sep 2016, 02:10

Wir sollten nicht zu sehr in den politischen Bereich driften und den Polizeibezug wahren.

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon cancer91 » Mi 14. Sep 2016, 19:56

Aktuelle Bestandsaufnahme, vielleicht interessiert es ja jemanden
http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag ... Hauptstadt?
Die lieben Leut

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Doncahounas » Mi 14. Sep 2016, 21:05

Mein Highlight des Beitrags war Frau Herrmann:

"[...]die Dealerinnen und Dealer [...]"

Wenn der Laden schon den Bach runtergeht, dann gefälligst gendergerecht.
I´m not useless! I still can serve as a bad example!

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Habakuk » Mi 14. Sep 2016, 21:29

Komisch, ich habe in den letzten drei Jahren ausschließlich Männer bezüglich BtM Delikten festgenommen, aber vielleicht bin ich auch sexistisch :polizei3: .

Ansonsten bin ich mal gespannt, was sich so nach der Wahl für uns ändert. Ich rechne nicht wirklich mit Verbesserungen.
Zuletzt geändert von Habakuk am Mi 14. Sep 2016, 21:35, insgesamt 1-mal geändert.

Lone Soldier

Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Lone Soldier » Mi 14. Sep 2016, 21:30

Doncahounas hat geschrieben:Mein Highlight des Beitrags war Frau Herrmann:

"[...]die Dealerinnen und Dealer [...]"

Wenn der Laden schon den Bach runtergeht, dann gefälligst gendergerecht.
Wie viele Dealerinnen gibt es denn im Görli? In dem Beitrag sahen die alle recht männlich aus.

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SirJames
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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon SirJames » Mo 26. Sep 2016, 21:20

+++ Offener (Brand)Brief der GdP Direktion 4 an Polizeipräsident Klaus Kandt +++
(LINK zum Download des Briefes im unteren Teil des Artikels)

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident Kandt,

in Ihrer Mitarbeiter-Info räumen Sie ein, dass Berlins Polizeidienstkräfte bei Bundesbehörden wie auch anderen Länderpolizeien heiß begehrt sind. Das hat seinen Grund. Ihre Beschäftigten leisten verdammt gute Arbeit! Und das seit vielen Jahren unter widrigsten Bedingungen in puncto Ausstattung, Ausrüstung, Arbeitsplatz und Arbeitszeit. Und: Mit der deutschlandweit miesesten Bezahlung!

Wer unter solchen Voraussetzungen dauerhaft eine derart hochwertige Leistung abliefert, weckt unweigerlich das Interesse anderer Behörden. Nebenbei gefragt: Haben Sie eigentlich ein Angebot vorzuliegen?

Zwar äußern Sie Verständnis für die unerträgliche Arbeitssituation und die nicht angemessene Bezahlung und den daraus resultierenden Wechselwunsch Ihrer Beschäftigten. Dennoch nehmen Sie sich das Recht heraus, den wechselwilligen Kolleginnen und Kollegen eine außerhalb der Polizei Berlin liegende Zukunft zu verbauen.

Für die Wechselwunschmotive der Kolleginnen und Kollegen tragen Sie eine nicht unerhebliche Mitverantwortung. Dies, aber auch Ihre eigene Vita, haben unter den Kolleginnen und Kollegen nach Veröffentlichung Ihrer Mitarbeiterinformation für erheblichen Unmut gesorgt.

1986 wechselten Sie vom damaligen BGS (Vorläufer der Bundespolizei) zur Polizei Berlin. Die Berliner Polizei ermöglichte Ihnen 1990 den Weg nach Hiltrup. Trotz dieser für das Land Berlin kostenträchtigen Ausbildung für den höheren Dienst wurde Ihnen bereits 1993 der Wechsel zur Polizei Brandenburg ermöglicht. 2008 ließ Sie die Polizei Brandenburg zur Bundespolizei ziehen. 2012 kehrten Sie als Polizeipräsident zur Berliner Landespolizei zurück. Wäre Ihnen eine solche Karriere bis zum Spitzenamt auch dann möglich gewesen, wenn sich Bundespolizei, Polizei Brandenburg und Polizei Berlin Ihren gleich mehrfachen Wechsel- wünschen in den Weg gestellt hätten?

Obwohl Sie selbst erheblichen Profit aus mehreren Wechseln des Dienstherrn schlugen, wollen Sie diesen jetzt Ihren nachgeordneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versagen. Ihre Begründung, infolge der Personalnot auf niemanden verzichten zu können, ist zugleich das desaströse Fazit Ihrer Amtsbilanz, für die nun andere die Zeche zahlen müssen.

Sie mögen das Amt des Polizeipräsidenten innehaben. Ausgefüllt haben Sie es aber eher wie ein überforderter Insolvenzverwalter. Ihnen fehlt es an jeglichem Gestaltungswillen, um die Hauptstadtpolizei in schweren Zeiten voran zu bringen. Ihnen fehlt es an jeglichem Engagement, sich für Ihre Beschäftigten einzusetzen.

Bei Amtsübernahme haben Sie eine Polizeibehörde mit vielen Problemen vorgefunden. Geschaffen haben Sie eine Behörde mit extrem vielen Problemen.
In Ihrer Mitarbeiterinfo geben Sie zu verstehen, die Wechselmotive der Kolleginnen und Kollegen seien Ihnen bekannt.

>> Bezahlung und Arbeitszeit. <<

Wann haben Sie sich für eine faire Bezahlung Ihrer Beamten und Tarifbeschäftigten eingesetzt?

Zur Erinnerung: Als es die Kolleginnen und Kollegen mithilfe der Volksinitiative „amts- angemessene Alimentation“ selbst in die Hand nahmen, wurde dies aktiv behindert. Eine Info-Mail wurde zurückgerufen. Die Unterschriften mussten auf den Dienststellen „unter` m Tisch“ gesammelt werden.

Wann also haben Sie eine gesetzlich geregelte Besoldungsanpassung an den Bundesdurchschnitt mit einer zeitlich klaren Perspektive eingefordert? Wann haben Sie sich zum Wohle der Tarifbeschäftigten für eine sichere Besitzstandswahrung (§ 29 a TV- ÜL) stark gemacht?

Wo waren Ihre Initiativen, über die Erschwerniszulagenverordnung zumindest Ihren im Schichtdienst arbeitenden Basisdienstkräften etwas Gutes zukommen zu lassen?

Wo waren Ihre Auftritte für mehr Beförderungsoptionen in der Polizei, der in den 90er Jahren die zweigeteilte Laufbahn versprochen wurde?

Das sind lediglich die Fragen, zu denen bloß Impulse von Ihnen in Richtung Politik gefragt gewesen wären.
Behördenintern haben Sie kaum wieder gutzumachenden Schaden angerichtet.

Sie haben aus sachlich nicht nachvollziehbaren Motiven eine national anerkannte und preisgekrönte Polizeiverwaltung zerschlagen und diese als Trümmerfeld sich selbst überlassen.

Sie haben aus einer Organisationsfrage bzgl. der Schaffung einer dritten Bereitschaftspolizeiabteilung ein bürokratisches Monster namens PG EES entstehen lassen, weil Sie zu keinem Zeitpunkt Ihrer Amtszeit Herr im eigenen Hause waren. Örtliche Direktionen müssen nun wie Bittsteller um Kräfte der Bereitschaftspolizei, des Verkehrsdienstes und der Diensthundeführer betteln, die sie für ihre Aufgabenerfüllung – Kriminalitätsbekämpfung und Verkehrsraumüberwachung – dringend benötigen.

Von der versprochenen Entlastung und Verringerung von AHu-Aufstellungen kann heute keine Rede mehr sein. Das Gegenteil ist der Fall!

Auf Kosten der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen haben Sie neue Arbeitszeitmodelle eingeführt, in unzähligen Fällen Verstöße gegen arbeitszeitrechtliche Vorschriften bewusst gebilligt und den Kolleginnen und Kollegen fortlaufend Überstunden, Alarmierungen, Dienstzeitverlagerungen und ständige Änderungen am fixierten Dienstplan abverlangt.

Diese Zustände mit dem Personalmangel zu entschuldigen, wäre nur dann gerechtfertigt, wenn Sie sich deutlich erkennbar für mehr Personal eingesetzt hätten. Die vom Innensenator zusätzlichen 1.000 Stellen, die erst in den nächsten Jahren besetzt werden, gleichen jedoch noch nicht einmal das Bevölkerungswachstum Berlins und die weitreichenden Folgen des Verwaltungssparens aus. Wenn also eines Tages diese Stellen besetzt sein werden, erreichen wir lediglich den Ausgangspunkt der Amtszeit von Innensenator Henkel.

>> Ihr Nicht-Handeln erhöht die Risiken für Leben und Gesundheit Ihrer Beschäftigten. <<

Ihre Mitarbeiter fühlen sich als Kanonenfutter missbraucht! Im Rahmen der Sicherungsmaßnahmen von Verlagshäusern infolge des Charlie-Hebdo-Terroranschlages haben die Kolleginnen und Kollegen die MP im Fahrzeug lassen müssen. Das hätte zu martialisch ausgesehen. Diese Kolleginnen und Kollegen waren potentiellen Terroristen schutzlos ausgeliefert. An der Schutzausstattung der Basisdienstler, die bei einem Terroranschlag die Ersten am Ort sein werden, haben Sie bis heute nichts verbessert. Andere Bundesländer haben längst gehandelt. Ihnen war es bis heute trotz mehrerer lebensgefährlicher Vorfälle nicht einmal möglich, Ihre Vollzugsdienstkräfte mit neuen Waffenholstern auszustatten. Von den jahrzehntealten Dienstwaffen ganz zu schweigen.

Immer wieder offenbaren Einsätze, dass der Digitalfunk Netzlöcher aufweist und die Handhabung aufgrund ungenügender Fortbildungen Probleme bereitet. Ein funktionierender und routiniert zu handhabender Funk ist die Lebensversicherung im Einsatz. Stattdessen greifen die Einsatzkräfte oft genug auf ihre privaten Handys zurück. Bis heute warten Ihre Beschäftigten auf Ihr Tätigwerden. Natürlich, die Nutzung privater Handys haben Sie nochmals ausdrücklich untersagt. Für Abhilfe in Form dienstlich gelieferter Smartphones haben Sie allerdings nicht gesorgt.

Die Ausstattung der Dienstfahrzeuge mit Splitterschutzfolien haben Sie lange Zeit vor sich hergeschoben. Selbst nachdem ein Basisdienstmitarbeiter schwere Augenverletzungen davontrug, dauerte es noch ein Jahr, bis in einer örtlichen Direktion zumindest ein neuer Probelauf auf zwei Abschnitten beginnen konnte. Den ersten Probelauf der Direktion 5 hatten Sie sabotiert, indem Sie die Direktion 5 zwangen, die finanziellen Mittel aus dem eigenen, ohnehin bereits unterfinanzierten LuV-Haushalt zu nehmen.

Auch die fortwährenden Angriffe auf Kolleginnen und Kollegen in der Rigaer Straße war für Sie kein Anlass zum Handeln. Der A 51 wurde mit dem Hass und der Gewaltbereitschaft alleine gelassen. Der Abschnitt musste sich selbst überlegen, wie unter bestmöglicher Beachtung der Eigensicherung Einsätze in der Rigaer Straße zu bewältigen seien, ohne eine polizeiliche No-Go-Area entstehen zu lassen.

>> Ihre Beamten und Tarifbeschäftigten sind hochgradig frustriert. <<

Viele Dienstgebäude sind in einem beklagenswerten, teils Gesundheitsgefahren bergendem Zustand. Heruntergekommene Arbeitsräume und Sanitäranlagen werden von maroden Fenstern und zerschlissenen Böden umrahmt.
Den erschreckenden Ergebnissen der Gesundheitsstudie in der Direktion 5 aus 2013 folgten bis heute keine sichtbaren Konsequenzen.

Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen des Schießständeskandals warten bis heute auf die versprochene, unbürokratische Hilfe. Dafür wurde diesen Kolleginnen und Kollegen zwischenzeitlich gedroht, auf den Untersuchungskosten sitzen zu bleiben, wenn man sich nicht an die Bedingungen der Behördenleitung halten würde. Über die Komplexität der Blutwertuntersuchungen wurde gefeilscht wie auf einem Basar. Der Tiefpunkt Ihrer Amtszeit war erreicht.

Ihre Erwartungen zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes gehen auf Kosten der Gesundheit und des Familienlebens Ihrer Dienstkräfte. Überstunden und Dienstplanänderungen sind keine Ausnahme, Sie sind die Regel. 2014 hat die Polizei Berlin die magische Zahl von einer Million Überstunden im Kalenderjahr übersprungen.

Private Schwierigkeiten infolge unklarer Arbeitszeiten sind heute für viele Kolleginnen und Kollegen traurige Realität. Die Zahl psychischer Erkrankungen nimmt ebenso zu.

Der tiefsitzende Frust Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird von Politik und Behördenleitung seit rund zwei Jahrzehnten genährt. Die Art und Weise der Einführung des Berliner Modells hat tiefe Spuren hinterlassen. Auf die Überführung in den gehobenen Dienst warten manche Dienstkräfte heute noch. Und müssen sich dafür von der Behördenleitung via Intrapol sagen lassen, hierfür selbst verantwortlich zu sein. Urlaubs- und Weihnachtsgeld wurden gestrichen bzw. gekürzt. Die Wochenarbeitszeit wurde erhöht. Die Lebensarbeitszeit wurde verlängert.

Mit der Kostendämpfungspauschale und den Parkgebühren auf Dienstgeländen werden die Beschäftigten zur Kasse gebeten. Selbst Parktickets für das Dienstfahrzeug waren zeitweilig zu verauslagen. Beförderungen wurden mit einem fiskalischen Wartejahr verzögert. Vielen verdienten Kolleginnen und Kollegen wurde ihre Jubiläumszuwendung vorenthalten. Ausgebildete Polizeivollzugsbeamte wurden an Bund und Länder verschachert. Andere sind zeitweilig nur als 2/3-Angestellte übernommen worden; mit gravierenden finanziellen Einbußen, die sich bis zur Pension auswirken werden.

Ihre Mitarbeiterinformation ist in Anbetracht Ihrer eigenen wechselreichen Karriere für viele Kolleginnen und Kollegen blanker Hohn.
Diese Mitarbeiterinfo ist aber auch ein Spiegelbild einer unbefriedigenden Bilanz Ihrer Amtszeit. Dass Sie es nicht einmal für nötig erachten, Ihren Beschäftigten zu versichern, in Anbetracht der Stimmungslage in unserer Behörde nunmehr die Probleme anerkannt zu haben und für Verbesserungen einzutreten, lässt nichts Gutes für die Zukunft ahnen.

Stellen Sie sich selbst die Frage, mit welchen Zielen und Vorsätzen Sie am 17.12.2012 das Amt des Berliner Polizeipräsidenten antraten und wo die Polizei Berlin heute steht. Dann werden Sie die richtigen Konsequenzen ableiten und umsetzen können.

---------
Diesen Brief auf der Internetseite der GdP Downloaden:
LINK: http://www.gdp.de/gdp/gdpber.nsf/id/DE_ ... 160926.pdf

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... sidium.JPG

(fr)
GdP Berlin - BezGr Dir E
GdP Direktion 1
Junge Gruppe der GdP Berlin
Gewerkschaft der Polizei - GdP Bundesvorstand

#Brandbrief #Polizeipräsident #Berlin #Polizei #brief #GewerkschaftDerPolizei #GdP #AuchMensch
“No, I don’t wonder Marty. The world needs bad men. We keep the other bad men from the door.”

(true detective)

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Controller » Mo 26. Sep 2016, 21:41

bumm

wenn man das so liest ....... :buhu:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Freeman12349 » Mo 26. Sep 2016, 22:27

Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Polizisten diesem Failed State den Rücken kehren. Insbesondere da jetzt vielleicht ein grüner Innensenator ins Haus steht.
Zuletzt geändert von Freeman12349 am Di 27. Sep 2016, 01:35, insgesamt 1-mal geändert.
Kein PVB

Klagt nicht, kämpft!

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon DonRob » Di 27. Sep 2016, 01:05

Eine (leider) recht pasende Zustandsbeschreibung unseres Behördenzweigs.
Viele Kollegen hatten gedacht das es nach dem "Amigo-Import" von Herrn Glietsch, der sich als linientreue Abrissbirne der SPD betätigte, ja nicht schlechter werden kann.
Wir haben jetzt einen reinen "Zustandsverwalter", quasi einen modernen Smaug, welcher die Trümmer bewacht.
Das ist aber auch nicht überraschend sondern nur die konsequente Fortsetzung einer Behördenkultur der Nicht-Wertschätzung, der Volks- und Mitarbeiterverarsche sowie eines ausufernden Elfenbeinturm-Syndroms.

Für mich ist Herr Kandt der sechste Präsident unter dem ich diene und seit Klaus Hübner (das war inne 80er) gings eigentlich bergab.
Falls sich Herr Kandt mit seiner aktuellen "Hate-Mail" nicht schon selber den Stuhl vor die Tür gestellt hat, bin ich auf seine Erwiderung gespannt.
Genügend treue "Ghostwriter" hat er ja im Haus der Nutzlosen um sich versammelt. :polizei2:

Das sich hier noch was zum Positiven entwickelt, damit rechnet in meinem Gehege niemand.

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 27. Sep 2016, 07:06

Super Brief.

Doof nur, dass ihr in dem BL seid, dem es egal ist, bzw. chic ist, auf die Polizei zu schei*en.

Ich bin auf die neue Regierung gespannt.
:lah:

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Re: Tollhaus Berlin - Kreuzberg

Beitragvon Konspi » Mi 28. Sep 2016, 08:29

Mit Herrn PP KANDT hat Berlin natürlich auch einen echten Kollegen von der Basis an der Spitze (Ironie aus..). :stupid:
Kerniger Brief - ich dachte immer, bei mir im BL wäre es schon bescheiden, aber die Hauptstadt toppt offenbar alles!

Grüße
Man darf eine Meinung haben, man muss nicht! Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal "Fresse halten"! Dieter NUHR
"Glück ab"!


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