Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Omawarisan » So 22. Dez 2013, 12:27

Oberleutnant_dR hat geschrieben:
Omawarisan hat geschrieben:
Kaeptn_Chaos hat geschrieben:...
Zwangsarbeit ist auch cool. Mit dir dann als Aufseher. Mit Peitsche? Sonnenbrille auf und auf dem Grashalm kauend? Erbärmlich.

Wieso nicht?

Den erlebnispädagogischen Aspekt der Zwangsarbeit, vielleicht noch mit entsprechender Umerziehung wie in China, halte ich für sehr hoch.

Nicht umsonst gibt, bzw. gab es die Gulags in Sibirien, bzw. die chinesischen Straflager in der Taklamakanwüste.

Wobei nicht verschwiegen werden darf, daß solche Lager wirtschaftlich immer ein Verlustgeschäft sind. Halb verhungerte Gefangene, die bei zweistelligen Minusgraden Eisenbahntrassen oder Pipelines bauen, schaffen nur ein Bruchteil von dem, was gut ausgebildete und gut bezahlte Profis mit entsprechenden Maschinen schaffen.

Außerdem müssen diese Gefangenen bewacht, untergebracht und ernährt werden.

Ich hofffe, du bist nicht wirklich Beamter bei der deutschen Polizei.

Vergeblich gehofft, Herr Oberleutnant.

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Knaecke77 » So 22. Dez 2013, 12:33

Mein Dank gilt den Polizisten die gestern unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung verteidigt haben.
Dieser armseelige Mob hat den Anliegen der friedlichen Demonstraten einen Bärendiest erwiesen.

Arbeitslager sieht das Gesetz nicht vor, also braucht darüber nicht diskutiert zu werden.
Zu begrüssen wäre es , wenn man Randalierer in beschleunigten Verfahren zu Haftstrafen inkl. Arbeitseinsätzen (z.B. Aufräumarbeiten) heranziehen würde.

Davon wird man allerdings wohl eher nicht ausgehen können....auch weil sich das arbeitscheue Klientel wohl davon drücken würde.

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Oberleutnant_dR » So 22. Dez 2013, 12:36

Die Forderung, die Polizei nicht werhlos irgendwelchen wilden Horden auszuliefern und die nötigen Mittel an die Hand zu geben, effektiv einzugreifen, ist ja wohl nicht mit der Forderung zur Einführung von Gulags zu vergleichen.

Im Übrigen ist genau das eingetreten, was ich prophezeite: Linke Politiker und Medien suchen schon aktiv nach der Schuld der Gewalteskalation bei der Polizei - welch Ironie.
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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon MICHI » So 22. Dez 2013, 12:40

Oberleutnant_dR hat geschrieben:Linke Politiker und Medien suchen schon aktiv nach der Schuld der Gewalteskalation bei der Polizei - welch Ironie.
Kennt man doch. Da muss man einfach drüber stehen.
Gruß
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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Gast » So 22. Dez 2013, 12:50

Wenn man die bestehenden Rechtsvorschriften ausschöpfen und mal klar Kante zeigen würden, dann müsste man gar keine Diskussionen über Arbeitslager o.ä. führen. Auch wenn diese Menschen den deutschen Staat und die Gesetzgebung ablehnen.
Das muss wohl in anderen Ländern viel toller sein.

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Omawarisan » So 22. Dez 2013, 12:51

Knaecke77 hat geschrieben:...

Arbeitslager sieht das Gesetz nicht vor, also braucht darüber nicht diskutiert zu werden.
...
Nur weil etwas gesetzlich nicht möglich ist, darf die Diskussion darüber nicht tabuisiert werden.

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Beobachter » So 22. Dez 2013, 13:25

Nö, "tabuisieren" braucht man das nich.
Können wir mit ganz offenen Worten drüber diskutieren.
Lager - egal in welcher Form sind klar menschenrechtswidrig und damit antizivilisatorisch.
Wer sie fordert, reiht sich selber auf der Seite der Befürworter diktatorischer, autoritärer und antidemokratischer Systeme ein.
Kann man machen.
Das Argument großer Effizienz im Sinne der Unterdrückung weiterer gesellschaftlicher Debatten hatten die immer auf ihrer Seite.
Wie der Käpt'n schon sagte: wer's mag...
Ich nicht.
"Ich glaube an das Gute im Menschen, rate aber dazu, sich auf das Schlechte in ihm zu verlassen. "
Alfred Polgar

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Knaecke77 » So 22. Dez 2013, 13:27

Omawarisan hat geschrieben:
Knaecke77 hat geschrieben:...

Arbeitslager sieht das Gesetz nicht vor, also braucht darüber nicht diskutiert zu werden.
...
Nur weil etwas gesetzlich nicht möglich ist, darf die Diskussion darüber nicht tabuisiert werden.
Man kann über alles diskutieren, allerdings sehe ich hierfür in Deutschland keine politischen Mehrheiten.
Ich schliesse mich hier Marco73 an. Es ist an der Justiz hier durchzugreifen und diese Chaoten empfindlichen Strafen zuzuführen.

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon tyrant » So 22. Dez 2013, 13:29

Na die Frage ist doch: Warum soll ein Geschädigter einer Vorsatztat auf dem Schaden sitzen bleiben, wenn beim Täter nichts zu holen ist? Was bringt dir ein Titel, der 30 Jahre hält bei jemandem, der nicht Willens ist zu arbeiten?

Wenn ich als Staat jemandem die Freiheit nehmen kann und ihn in ein Lager (Gefängnis) stecken kann, dann geht das auch mit aufgezwungener Arbeit, sofern sich der Täter dagegen sträubt, freiwillig den Schaden abzuarbeiten.

Da haben sich Menschen ihr Leben lang den Hintern abgearbeitet, um sich mal einen Neuwagen leisten zu können und irgendein Krawallo macht das Auto kaputt. Der kann aber nicht in Regress genommen werden, weil er nichts hat. Das heißt, Opa bleibtauf den Kosten sitzen und darf den Schaden aus eigener Tasche bezahlen. DAS ist mMn undemokratisch, denn der der das Geld hat, muss den entstandenen Schaden zahlen, der der nichts hat kommt ungeschoren davon.
Ich bin KEIN PVB!

An allem Unrecht, das geschieht,
ist nicht nur der Schuld, der es begeht, sondern auch der,
der es nicht verhindert.

(Erich Kästner)

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Omawarisan » So 22. Dez 2013, 13:34

Beobachter hat geschrieben:Nö, "tabuisieren" braucht man das nich.
Können wir mit ganz offenen Worten drüber diskutieren.
Lager - egal in welcher Form sind klar menschenrechtswidrig und damit antizivilisatorisch.
Wer sie fordert, reiht sich selber auf der Seite der Befürworter diktatorischer, autoritärer und antidemokratischer Systeme ein.

Kann man machen.
Das Argument großer Effizienz im Sinne der Unterdrückung weiterer gesellschaftlicher Debatten hatten die immer auf ihrer Seite.
Wie der Käpt'n schon sagte: wer's mag...
Ich nicht.
Halte ich für völlig überbewertet.

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Omawarisan » So 22. Dez 2013, 13:35

tyrant hat geschrieben:Na die Frage ist doch: Warum soll ein Geschädigter einer Vorsatztat auf dem Schaden sitzen bleiben, wenn beim Täter nichts zu holen ist? Was bringt dir ein Titel, der 30 Jahre hält bei jemandem, der nicht Willens ist zu arbeiten?

Wenn ich als Staat jemandem die Freiheit nehmen kann und ihn in ein Lager (Gefängnis) stecken kann, dann geht das auch mit aufgezwungener Arbeit, sofern sich der Täter dagegen sträubt, freiwillig den Schaden abzuarbeiten.

Da haben sich Menschen ihr Leben lang den Hintern abgearbeitet, um sich mal einen Neuwagen leisten zu können und irgendein Krawallo macht das Auto kaputt. Der kann aber nicht in Regress genommen werden, weil er nichts hat. Das heißt, Opa bleibtauf den Kosten sitzen und darf den Schaden aus eigener Tasche bezahlen. DAS ist mMn undemokratisch, denn der der das Geld hat, muss den entstandenen Schaden zahlen, der der nichts hat kommt ungeschoren davon.
Wie ich schon schrieb, Zwangsarbeitslager sind unwirtschaftlich und bringen keinen Gewinn ein.

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Omawarisan » So 22. Dez 2013, 13:36

Knaecke77 hat geschrieben:...
Man kann über alles diskutieren, allerdings sehe ich hierfür in Deutschland keine politischen Mehrheiten. ...

So sehe ich das auch.

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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon DerLima » So 22. Dez 2013, 13:47

@Oberleutnant_dR: Da muss ich dich mal zitieren... Vielleicht fällt dir ja deine Forderung und die Formulierung derselben dann wieder ein...:
Oberleutnant_dR hat geschrieben:Die Forderung, die Polizei nicht werhlos irgendwelchen wilden Horden auszuliefern und die nötigen Mittel an die Hand zu geben, effektiv einzugreifen, ist ja wohl nicht mit der Forderung zur Einführung von Gulags zu vergleichen..
contra:
Oberleutnant_dR hat geschrieben:
{...} In letzter Zeit bekommen ich und viele andere Bürger den Eindruck, dass die Polizei den Bürger nicht mehr wirklich schützen kann oder will.
{...}Beamte, die da stehen wie August Dösig bei der Musterung. Wozu hat die Polizei Schusswaffen und Schlagstöcke? Für mich gäbe es da nur einen adäquaten Befehl: "Auf erkannten Feind, Schlagstock frei!" Dann knüppeln, dass es nur so kracht.{...}
Aber zurückrudern kennen wir hier ja...
Zuletzt geändert von DerLima am So 22. Dez 2013, 13:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Kensei » So 22. Dez 2013, 13:48

Auch wenn's nicht zum Thema gehört gehe ich mit Tyrants Argumentation mit. Inwiefern ich aber Arbeit erzwingen kann, bei jemandem der nicht freiwillig arbeiten will, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht über vorzeitige Haftentlassung bei guter Führung etc.
Und Omawarisan, du denkst dabei in die falsche Richtung. Es geht nicht darum dem Staat wirtschaftliche Vorteile durch die Ausbeutung von Arbeitskraft zu verschaffen, sondern dem Geschädigten einen Ausgleich für den entstandenen Schaden zu bieten. Niemand von uns, nicht ich, nicht Tyrant und auch sonst keiner fordern hier ernsthaft die Errichtung von Gulags oder KZs in Deutschland. Ich denke das sollte klar sein.
Die Grundsätzliche Idee, dass der Krawallmacher den entstandenen Schaden ersetzen muss, finanziell oder auf anderem Wege, finde ich nicht verwerflich.
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Re: Hamburg: Wieder Angriffe auf Polizeiwache

Beitragvon Oberleutnant_dR » So 22. Dez 2013, 13:52

Die Forderung den dienstlich gelieferten Schlagstock berherzt einzusetzen, verstößt weder gegen das GG noch gegen die die darin geschützte Menschenwürde - anders jedoch die Forderung zur Einführung von Zwangsarbeitslagern. Solche Dinge differenzieren zu können, hat etwas mit Intelligenz zu tun. Klar, die ist nicht jedem gegeben.
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