Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

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SirJames
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » So 1. Jun 2014, 10:59

Und da liegt wohl der Hase im Pfeffer oder wie das heißt.
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torben78
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon torben78 » So 1. Jun 2014, 13:46

Zunächst müssen gerade wir Berliner mal aus der Jammerecke rauskommen. Wir kennen diese Problematiken und können professionell damit umgehen. Wir müssen nicht in den Arm genommen und pausenlos bedauert werden. Ich habe mich über den letzten (und bereits hier verlinkten) BZ Artikel sehr geärgert. Die Opferrolle steht uns überhaupt nicht, oder anders ausgedrückt: Wer sich als Kasper darstellt, wird als Kasper wahrgenommen!

Wir können uns gern über die Besoldung, Ausrüstung etc. beschweren, aber doch bitte nicht laufend (!) darüber, wie schlecht uns unser Gegenüber behandelt!

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Kaeptn_Chaos
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 1. Jun 2014, 13:57

Das ist eine Ansage. :zustimm:
:lah:

1957
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon 1957 » So 1. Jun 2014, 17:59

:applaus:

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SirJames
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » So 1. Jun 2014, 18:36

Zunächst müssen gerade wir Berliner mal aus der Jammerecke rauskommen.
Ich glaube, dass das der Situation nicht ganz gerecht wird. Sicherlich ist es ein schmaler Grat zwischen der Wahrnehmung als 'Jammerei' und dem Ansprechen von tatsächlich vorhandenen Problemen. Die ganze Diskussion und den Artikel jetzt aber in die 'Jammerecke' zu drängen, halte ich persönlich für nicht zweckdienlich, weil es jede Diskussion von Beginn an unterläuft.
Wir kennen diese Problematiken und können professionell damit umgehen.
Wenn man das auf die einzelnen Kollegen bezieht, dann hast Du recht, wie ich bereits schrieb. Die Kollegen zu diesem Sachverhalt kennen diese Situationen und sind professionell damit umgegangen. Wenn der Maßstab unserer polizeilichen Arbeit jedoch sein soll, dass wir konsequent und nachhaltig auf solche Situationen vorbereitet sein wollen und aktiv agieren wollen, dann kann ich deine Einschätzung nicht teilen. Die Gründe habe ich benannt, insbesondere zu wenig Funkwagen und personelle Ausstattung der Dienstgruppen.

Anbei sollte man vielleicht nicht nur uns im Auge haben. Es gibt nicht wenige Örtlichkeiten in Berlin, in denen das Sicherheitsgefühl der Bürger nicht unerheblich gestört ist, in welchen die Anzahl bestimmter Delikte durch die Decke schießt und seit Jahren ordnungsbehördlich kaum reagiert werden kann. Ist vielleicht nur ein Nebenaspekt für uns, aber nicht minder von Bedeutung.
Wir müssen nicht in den Arm genommen und pausenlos bedauert werden.
Ich glaube es gibt niemanden hier und in der Behörde auf den das zuträfe.
ch habe mich über den letzten (und bereits hier verlinkten) BZ Artikel sehr geärgert.
Warum? Ich nicht, ich finde es erfreulich, dass überhaut gelegentlich darüber medial berichtet wird, auch wenn es die B.Z. war. Wie sonst sollen Bürger über solche Sachverhalte Kenntnis erlangen? Sowas findet oftmals nicht mal Einzug in die Pressemeldungen der Behörde, wo man sich auch fragen kann warum.
Die Opferrolle steht uns überhaupt nicht, oder anders ausgedrückt: Wer sich als Kasper darstellt, wird als Kasper wahrgenommen!
Nach meiner bescheidenen Erfahrung werden wir nicht als Opfer oder Kasper wahrgenommen. Weder in meinem Dienst (mit Ausnahmen) noch in meinem privaten Umfeld habe ich diesen Eindruck. Es mag aber sicherlich bei bestimmtem Klientel anders sein, was seine Gründe hat. Ich glaube, dass die Leute ein gutes Gefühl dafür haben, dass wir nicht jammern, sondern unter bestimmten (Berliner) Widrigkeiten arbeiten müssen, die über die 'normalen polizeispezifischen Probleme' hinaus gehen. Dieses muss man benennen dürfen bis es sich ändert, ohne in die Jammerecke gestellt zu werden. Dabei setzt jeder Kollege unterschiedliche Schwerpunkte. Mir persönlich ist meine Besoldung egal, auch mein Dienstgrad und meine Ausrüstung. Ich brauche keine neue Pistole oder sowas. Was ich mir wünsche ist, dass mehr Funkwagen besetzt werden und die Lagebeurteilungen und Kräftesteuerung für die geschlossenen Einheiten optimiert werden. Ich persönlich wünsche mir, dass das Augenmerk weg von Statistikerfüllungen und politisch motivierter Polizeiarbeit hin zu mehr 'freier' Polizei auf der Straße, insbesondere in Schwerpunktbereichen, geht. Davon erhoffe ich mir, dass man langfristig in Situationen wie dem Augangssachverhalt, schneller offensiv statt defensiv vorgehen kann.

Dass wir nicht vom Bürger verlangen können uns 'gut' zu behandeln ist keine Frage und steht auch nicht zur Diskussion, aber wir sollten in den Lage sein, langfristig konsequent gegen Bürger oder bestimmte Gruppen vorgehen zu können, die uns 'schlecht' behandeln, wie beispielsweise in dem besagten Video.
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon RafaelGomez » So 1. Jun 2014, 19:14

torben78 hat geschrieben:Zunächst müssen gerade wir Berliner mal aus der Jammerecke rauskommen. Wir kennen diese Problematiken und können professionell damit umgehen. Wir müssen nicht in den Arm genommen und pausenlos bedauert werden. Ich habe mich über den letzten (und bereits hier verlinkten) BZ Artikel sehr geärgert. Die Opferrolle steht uns überhaupt nicht, oder anders ausgedrückt: Wer sich als Kasper darstellt, wird als Kasper wahrgenommen!

Wir können uns gern über die Besoldung, Ausrüstung etc. beschweren, aber doch bitte nicht laufend (!) darüber, wie schlecht uns unser Gegenüber behandelt!
Zunächst Hut ab für Deinen Post. Weder Ihr selbst habt es nötig, Euch als 'Kasper' darzustellen, noch (weniger) von anderen aus vermeintlich besser gestellten BL als solche dargestellt zu werden.

Ich meine jedoch, auch solcherlei Presseartikel transportieren die vorhandenen Probleme zu demjenigen, der mit seinem Kreuz für eine Richtungsänderung sorgen könnte.

Gruß

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon JohnC » So 1. Jun 2014, 20:41

tyrant hat geschrieben:Kleiner Vergleich: Einstiegsamt A7 in Berlin macht 1735.05€ brutto, netto sinds 1552.80€ abzgl. Krankenversicherung. In der Sicherheitsbranche kann ich, ohne Ausbildung/Studium nach 3 Jahren Arbeit 2027€ Brutto/1390€ Netto verdient werden und es besteht noch Luft nach oben durch Aufstieg, Zulagen etc.

Zum Vergleich: DuZ: 2,73 Euro , Zulagen Sicherheit: Nacht (1,48€/h), Sonntag (5,35€/h), Feiertag (10,35€/h)
?!
Dienstbezüge für Polizeimeister/in (PM/in) – Besoldungsgruppe (BesGr.) A 7
- ledig; Erfahrungsstufe 1 ; incl. Polizei- u. Stellenzulage 1.968,85 €
+ 2x 2,5% Erhöhung des Gehaltes ab August 2014. Wären wir bei ca. 100€ mehr. Dazu kommt noch die Wechselschichtzulage... Abzügl. der KV bleiben ca. 1850-1900€ übrig.
Be the change you want to see in the world.

Gast

Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon Gast » So 1. Jun 2014, 20:53

Das sind Bruttobeiträge, die du zitierst. Und ob es eine Gehaltserhöhung gibt, wurde noch nicht entschieden.

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » So 1. Jun 2014, 21:16

Focus-"Bulle, verpiss dich!"
Nun gibt es eine neue Unsicherheitszone für Vertreter der Staatsmacht: Stadtviertel, in denen viele Migranten leben. Ausgerechnet Polizisten, die selbst ausländische Wurzeln haben, werden dort vermehrt übel angegangen.
„Ich werde oft als Verräter oder Hurensohn beschimpft“, sagt „Kalle“, ein Beamter aus Duisburg, 39 Jahre alt, sein Vater ist Türke. „Kalle“ ist jeden Tag im Pott unterwegs, er kontrolliert Autos, hält im Rotlichtviertel die Augen offen, schlichtet Familienstreitigkeiten. Jeder zweite Einsatz im Migrationsmilieu ende im Konflikt, erzählt er, will seinen richtigen Namen aber nicht in der Zeitung lesen, weil er Repressalien „seiner Kundschaft“ fürchtet.
Der Berliner Bernd F.*, 36, ist ein Kerl wie ein Bär, Kampfsportler, seit Jahren als Polizist auf der Straße. Die Bäderbetriebe der Hauptstadt bieten Polizisten freien Eintritt, wenn sie an der Kasse ihren Dienstausweis vorlegen und zusichern, bei Zwischenfällen zu helfen. Im vergangenen Jahr gab sich F. am Ticketschalter des Sommerbads Neukölln als Beamter zu erkennen und hörte hinter sich prompt das Gejohle Jugendlicher: „Ach, ein Bulle!“ Kaum hatte F. sein Handtuch ausgebreitet, kam eine Horde 16-Jähriger aus den libanesischen Kiezfamilien auf ihn zu. „He, Alter, das ist unser Liegeplatz, verpiss dich“, brüllten die Teenager. Der kräftige Mann flüchtete unter Macho-Gelächter. Als Polizist hat er sich in dem Bad nie mehr zu erkennen gegeben.
Ein internes Papier der Hamburger Polizei mit dem Titel „Gewalt gegen Polizeibeamte - inneres Lagebild“ konstatiert große Schwierigkeiten mit 13- bis 25-jährigen jungen Männern aus südlichen Ländern Europas oder Südosteuropa. Diese teils bildungsschwachen und alkoholisierten Menschen seien eine „Hauptproblemgruppe“, heißt es in der Analyse. „Greifen die Beamten in diesem Milieu durch, müssen sie oft mit einer Anzeige wegen Körperverletzung im Amt rechnen“, weiß der Bonner Strafverteidiger Christoph Arnold, der in Dutzenden von Fällen pro Jahr als Rechtsbeistand auftritt.
Aus der Politik kommt kaum Hilfe. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) fordert eine größere Wertschätzung der Polizei: „Das ist für eine funktionierende Gesellschaft lebensnotwendig.“ Sein NRW-Kollege Ralf Jäger (SPD) plant mehr Trainingszentren und will betroffene Beamte besser betreuen lassen. Laut den Kieler Forschern mangelt es der Polizei vor allem an Personal und psychologischer Unterstützung.
Somit bleiben Männer wie Sebastian Paroch wohl vorerst auf sich allein gestellt. Das 29jährige GdP-Mitglied aus Berlin wurde mit Fäusten traktiert, von Demonstranten zusammengetreten und trug Prellungen davon. Oberkommissar Sven F., ebenfalls aus Berlin, hatte weniger Glück. Als er einen Mann verfolgte, der seinen Streifenwagen beschmiert hatte, verdrehte ihm der Randalierer den Arm. Diagnose: Kapsel- und Sehnenrisse, gebrochene Rippe. Sven F. musste mehrfach operiert werden. Er war sechs Monate dienstunfähig.
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon Gast » Mo 2. Jun 2014, 08:36

Moin!

Noch eine Sammlung von eigentlich ganz normalen Umständen, wie ich meine.

Gut, dass es medial präsent ist - aber was nun? Und wer ins Prinzenbad o.ä. geht...ist irgendwie auch selbst Schuld - bei allem Respekt. Da hilft auch keine "..es kann doch nicht sein, dass..."-Diskussion, weil die Umstände aktuell so sind. Stadtteil-Integration sollte z.B. in Berlin nie stattfinden. Das haben die Immobilienspekulanten verhindert und die doofen Ausländer nach Kreuzberg und Neukölln gesteckt (in München macht die Schickeria das u.a. mit den Kollegen :polizei3: ). Dass sich dann (ungewünschte) Parallelgesellschaften herausbilden, weil die Menge der Menschen stetig ansteigt....huch, wie ungewöhnlich.

Dass das dem Kollegen in Bayern ggf. nicht passiert bezahlt der u.U. mit einem Mangel an anonymen Leben in einem dörflichem Umfeld. Freiwillig - oder eben, weil er da nicht rauskommt.

Gruß :polizei4:

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon 1957 » Mo 2. Jun 2014, 09:09

:zustimm:

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » Mo 2. Jun 2014, 12:20

@ schlussundgut:

Mit deiner argumentation ist eine diskussion sinnfrei, weil ist halt so und ganz normale Umstände. Aus unserer Sicht mag das so sein, weil wir es tagtäglich erleben, aber 'normal' ist es sicher nicht.

Man sollte es immer und immer wieder diskutieren bis zum Erbrechen. Ich bekomme einen 200er Puls, wenn ich lese, wer ins Prinzenbad geht sei selber schuld. Das ist die gleiche Argumentationskette wie wenn ich einem Radfahrer nachdem er Umgekachelt wurde, sagen würde: "Ey heul nich, weißt doch wie die Autofahrer so sind." Oder ich sage demjenigen, der grad im Gòrli vors Maul bekommen hat und abgezogen wurde: "Kannste mal sehen, selbst schuld, wenn du da lang gehst." Sorry, aber sowas kann ich weder als Bürger noch als Polizist vertreten.
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon Gast » Mo 2. Jun 2014, 12:39

Moin!
Sorry, aber sowas kann ich weder als Bürger noch als Polizist vertreten.
Musst Du ja auch nicht. Du kannst dem auch sagen: "geh` mal zum Görli, denn es kann ja nicht sein dass

- man da ggf. auf die Fresse bekommt
- offen mit BTM gedealt wird
- illegal aufhältliche Personen anwesend sind
- ......."

und dem dann erklären, warum ihm das dann trotzdem passiert, obwohl es ja eigentlich nicht sein darf (was die handelnden Täter übrigens völlig anders sehen, egal, ob es verboten ist oder nicht. Die scheren sich da einfach nicht drum :o :o :o )

Es ist nun einmal Realität. Punktum. Und ja: jeder sollte sich überlegen, wann er sich warum in welchen Bereich begibt. Wider besseren Wissens und aus Prinzip eine ggf. unnötige Situation zu provozieren ist eben Bestandteil von "teilweise selbst Schuld".

Es wird übrigens auch eingebrochen - und trotzdem kaufen die Leutz keine Sicherheitsverglasung bzw. lassen die Fenster offen. Darf ich denen nicht sagen, dass sie einen Fehler gemacht haben, weil nun einmal eingebrochen wird? Zum Glück erledigt diese Ansage die Hausratversicherung.

Niemand hier behauptet, dass diese Gegebenheiten erstrebenswert oder legal sind.

Aber sie sind Realität und durch "das darf doch nicht sein" nicht zu verändern. Es hilft aber auch nicht, wenn aus anderen Bereichen mit dem Finger auf die "Buhmänner" gezeigt wird - innerlich froh, derartige Probleme verdrängt (!!!) zu haben.

Gruß :polizei4:

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon 1957 » Mo 2. Jun 2014, 12:42

sir james,

so habe ich das nicht verstanden. diskutieren und anprangern ist ja o.k, aber manches gehört einfach zum polizeiberuf, darüber ständig zu "jammern"und den einzelfall herauszustellen ist auch aus meiner sicht bedenklich.

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » Mo 2. Jun 2014, 12:52

Wenn Du meine Beiträge gelesen hast, dann dürftest Du festgestellt haben, dass ich keiner von der Sorte: 'Was nicht sein darf, ist auch nicht' bin. Ich weiß ganz gut um die Realitäten zumindest dieser Stadt. Ein "Ist scheiße" ändert die Realität sicher nicht, geschenkt, aber wenn man es nicht mehr zum Thema macht, weder medial noch vereinsintern, wie soll dann der Bürger Kenntnis erlangen bzw. sich der Realitäten bewusst werden, um dann sein Kreuzchen vielleicht mal woanders zu machen? Wir diskutieren nicht zu viel, sondern noch immer viel zu wenig über die Probleme.

Und ich sage auch niemandem, dass er im Gòrli, Prinzenbad, Hasenheide, Freibad Pankow, Columbiabad, auf einer Bank am Kotti oder Leo, des Nächtens am Alex nach Ruhe und Entspannung suchen soll. Ich werfe es aber auch niemandem vor, der sich dorthin begibt und die Quittung bekommt. Ich kenne viele, die wissen jar nich was an bestimmten Örtlichkeiten so los ist. Eigentlich müsste man manchem Bürger dankbar sein, dass er weiter in bestimmten Kiezen lebt, weil ich annehme, dass es sonst noch ganz anders aussähe.

Aber ejal, die Sonne scheint, allet jut.
Zuletzt geändert von SirJames am Mo 2. Jun 2014, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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