Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

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Kaeptn_Chaos
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 24. Mai 2014, 09:04

James, ich meine nicht, dass ich zu weit gehe. Das war von mir auch keine konkrete Feststellung auf jemanden bezogen.

Zumindest stehe ich zu meinen Beiträgen und kann diese in der Erstfassung stehen lassen, ohne stets neue Wendungen nachzueditieren.

Ich schreibe jetzt nicht zum x. Male dass niemand diesen Kollegen einen Vorwurf macht. Es hat hier auch noch immer keiner gefordert, dass da bei diesem Kräfteverhältnis "durchgezogen" wird.

Es wurde aber - berechtigt - diskutiert, ob man das Kräfteverhältnis nicht beispielsweise hätte optimieren können - vielleicht durch frühzeitige, sensible Funkkommunikation. Klar: Wenn an dem Tag in Berlin natürlich drei Ehus Aufträge hatten und die anderen 10 in MeckPomm standen und alle Abschnitte nur mit priorisierten Einsätzen zu tun hatten und man keinen mehr hätte schicken können - dann geht das nicht. MEK und Drohnen braucht da niemand. Zwei E Züge oder 10 Streifenwagen plus vier Hunde wären vorteilhaft gewesen.

Wie du hier mal wieder argumentierst, dann deinen Beitrag natürlich ganz anders gemeint hast und wir einfach nur zu schlicht strukturiert sind, um den zu verstehen und du natürlich doch eigentlich ganz bei uns bist, das könnte man dir zum Vorwurf machen. Aber was geht mich das an?
:lah:

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SirJames
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » Sa 24. Mai 2014, 09:04

Rafael, doch genau das stand hier zu Beginn in Frage:

IIIIIIIIIII:
Ich wage mal zu behaupten, dass das bei uns nicht passiert wäre. Mit dieser Außenwirkung würde ich das nicht hinnehmen.

Und auf dem Video ist ja augenscheinlich zu sehen, dass einige Polizisten da sind.
Der Kollege reagiert einfach nicht - und macht.... nichts.

Wurde einem das so beigebracht ?

Es ist mal wieder traurig und ein Tiefpunkt, dass es in Berlin so auftritt.
Diag:
Wurde doch wieder ein schönes Signal gesetzt. Klare Grenzen sind doch schön. Vielleicht lag es daran, dass sonst keine Kräfte verfügbar waren, vielleicht an "gewachsener Handlungsweise" in Berlin. Ich weiß, dass es bei uns von blauer Seite nicht so ruhig/gelassen angegangen worden wäre. Ein Auflauf mit einem solchen Maulhelden gibt es bei uns zum Glück aber seltenst. Vielleicht werden/wurden unsere Grenzen aber enger und konsequenter gezogen.

Ich höre nicht einen Platzverweis. Mag an Mikroqualität/Geräuschpegel gelegen haben. Vielleicht lag es aber auch an etwas, was hier schon diskutiert wurde. Who knows...
police2009:
Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass die Staatsmacht auch trotz Unterzahl klare Kante zeigen sollte...zumindest verbal!!!

Auf diese Beiträge habe ich mich eingelassen und bezogen, ähnlich wie 1957, Ghostrider, hellbert usw. Alles andere war wieder Kabbelei unter uns, weil wir es immer so machen.
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » Sa 24. Mai 2014, 09:18

@ Käptn:
Ich schreibe jetzt nicht zum x. Male dass niemand diesen Kollegen einen Vorwurf macht. Es hat hier auch noch immer keiner gefordert, dass da bei diesem Kräfteverhältnis "durchgezogen" wird.
Dann hast du einen anderen thread gelesen als ich, habs ja eben auch grade zitiert.
Es wurde aber - berechtigt - diskutiert, ob man das Kräfteverhältnis nicht beispielsweise hätte optimieren können - vielleicht durch frühzeitige, sensible Funkkommunikation
Und Du meinst also, dass 6 Ewa eines Schwerpunktabschnittes, Wachhabender und Sprecher nicht genau das versucht und angedacht haben? Glaubst Du eigentlich wir sind alle ein bisschen dämlich?
Zwei E Züge oder 10 Streifenwagen plus vier Hunde wären vorteilhaft gewesen.
:applaus: :applaus: :applaus:

Den gleichen Gedanken hatten die Kollegen sicher auch.
Wie du hier mal wieder argumentierst, dann deinen Beitrag natürlich ganz anders gemeint hast und wir einfach nur zu schlicht strukturiert sind, um den zu verstehen und du natürlich doch eigentlich ganz bei uns bist, das könnte man dir zum Vorwurf machen. Aber was geht mich das an?
Käptn, das haben wir doch schon in anderen threads zig mal geklärt, wir verstehen uns einfach nicht.
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon coco_loco » Sa 24. Mai 2014, 09:22

Schluss jetzt mit eurem Gezanke, Käptn und James.
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon Diag » Sa 24. Mai 2014, 09:32

James, schön, dass du meinen ersten Beitrag nochmal zitiert hast. Spätestens jetzt sollte dir aufgefallen sein, dass er Eventualitäten offen lässt und eher die generellen Zustände in Berlin als die hier agierenden Kollegen betrifft.

Edit: Es ist ja auch nicht so, dass nur der Kaeptn Dich nicht versteht. Aber das liegt sicher nur an den Empfängern.
Zuletzt geändert von Diag am Sa 24. Mai 2014, 09:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon RafaelGomez » Sa 24. Mai 2014, 09:36

SirJames hat geschrieben:Rafael, doch genau das stand hier zu Beginn in Frage:

IIIIIIIIIII:
Ich wage mal zu behaupten, dass das bei uns nicht passiert wäre...
Ich spare mir das komplette Zitat für die Übersichtlichkeit.

Aus den von Dir genannten Beiträgen lese ich keinen Vorwurf an die beteiligten Kollegen heraus, sondern eine Kritik an der Gesamtsituation, wie sie offenbar nur in Berlin gegeben ist. Die von Dir zitierten Beiträge stammen von Kollegen verschiedener BL und haben den Tenor: bei uns wäre das anders gelaufen.
Und dem schließe ich mich an. Eine Unterzahlsituation kann immer vorkommen, wenn sich solches aber verfestigt wird zeitnah und effektiv drauf eingegangen.

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 24. Mai 2014, 09:38

SirJames hat geschrieben:
Den gleichen Gedanken hatten die Kollegen sicher auch.
Das ist gut. Das war aber auch wieder nicht auf die Kollegen bezogen, sondern auf dich, der da lieber Drohnen und MEK anfordern will.

Den Rest kommentiere ich auf Wunsch der Moderatorin dann nicht.
:lah:

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » Sa 24. Mai 2014, 09:43

Käptn, Du wolltest die Ironie nicht verstehen?

Belassen wir es dabei.

Rafael, wenn das auf die Gesamtsituation bezogen war, nun gut, aber wer soll dann der Adressat der Kritik sein? Die Kollegen haben die Umstände nicht zu vertreten und ich auch nicht. Der Rest ist Politik, wie ich bereits in meinem ersten Beitrag schrieb.
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon llllllllllllllll » Sa 24. Mai 2014, 09:58

Es tut mir einfach sehr weh und mein Herz blutet ein bisschen, wenn ich sehe, wie die Kollegen dort reagieren (müssen).

Wir haben alle ein Studium oder eine Ausbildung absolviert und wollen nicht von irgendwelchen Leuten auf der untersten Schiene beleidigt werden. Hier geht es ja nicht nur um Worte á la Bulle oder so. Aber das wurde ja hinlänglich geklärt. Das Problem, auch wenn es der von mir sehr geschätzte Ghostrider und andere nicht sehen wollen ist:

Die Kollegen werden es in dem betreffenden Kiez, egal mit welcher Einsatzlage, immer ein Stückchen schwerer haben.

Aus jedem Popel Einsatz, werden größere Einsätze erwachsen. Denn relativ schnell werden sich wieder eine Vielzahl von Menschen zusammentuen, um die Polizei aktiv zu bekämpfen.

Was soll man sagen ? Es klappt ja. Die Polizei gibt nach. Statt mit versammelten Kräften dann eine IdF durchzuführen, schreibt man später im stillen Kämmerlein Anzeigen gegen UNBEKANNT.

Und jegliche Kritik wird abgewiesen. Ich wiederhole erneut: Berlin ist nicht Königswusterhausen. Und hier sind Kollegen, die Berichten, dass es in Berlin schon möglich ist, Kräfte bei entsprechendem Bedarf zusammenzuziehen.

Ist unsere Sicherheit, unsere Ehre, unser Respekt und unsere Anerkennung es nicht wert, entsprechend zu agieren ?

Ich sehe teilweise resigniert wirkende Kollegen. Das tut mir sehr Leid.

Und die Argumentation mit dem Alter kann ich nun wahrhaftig nicht bestätigen. ich habe bei uns 50 - 60 Jährige Kollegen, die sind Topfit. Und das Argument mit der Familie und so - klar. Niemand soll sich todesmutig in die Meute werfen. Aber ein gewisses Restrisiko haftet nunmal an unserem Beruf.

Warum machen die Kollegen dann denn den Job ?


Und zu der Repression / Verfolgung:

Die Aufgabe der Polizei ist es, ein beweissicheres Strafverfahren zu ermöglichen. Alle genannten Beweise zu erheben und den Sachverhalt zur Prüfung an die StA zu übermitteln. Da erzähle ich nichts neues.

Es ist nicht unsere Aufgabe, die Täter zu verurteilen. Das macht die Judikative. Und auch wenn Dinge geschehen, die wir nicht gut finden (Einstellungen, erhobene Zeigefinger, nicht angetretene Sozialstunden) .... Es ist nicht unser Bier.


Die Mühlen von Justizia mahlen langsam - aber sie mahlen.

Jeder bekommt am Ende des Tages das, was er verdient.

Und wenn ich die beiträge vom jetzt schon so tickenden jungen Kollegen James lese:

Bekommt wohl auch jeder Senat und jedes Land die Polizei, die es verdient.


Grüße aus Hannover.
Ich weiß wo ich hingehe und ich kenne die Wahrheit und ich muss nicht das sein was ihr wollt. Ich kann das sein was ich sein will.
Muhammad Ali

Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
Niccoló Machiavelli

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » Sa 24. Mai 2014, 10:08

Zwei Beiträge, die die angesprochene Thematik vielleicht ein wenig illustrieren, vor allem dass sich wenig getan hat, was die geforderte "menpower" angeht:


Heute Journal - "No Go Areas Berlin" (2009)

Klartext - "No Go Areas Berlin" (2014)
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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon RafaelGomez » Sa 24. Mai 2014, 10:26

SirJames hat geschrieben:
Rafael, wenn das auf die Gesamtsituation bezogen war, nun gut, aber wer soll dann der Adressat der Kritik sein? Die Kollegen haben die Umstände nicht zu vertreten und ich auch nicht. Der Rest ist Politik, wie ich bereits in meinem ersten Beitrag schrieb.
Eure Führung steht in der Verantwortung. Bis runter zu den DGL oder ZF. ich erinnere mich an einen offenen Brief eines DGL (D'Dorf?), der ein entsprechendes Ergebnis zeitigte.
Politik kriegste nur über Öffentlichkeit, diese herzustellen ist ein Marsch auf schmalem Grat zwischen berechtigtem Anliegen und Loyalität. Auch da muss dann mal ein persönliches Risiko gegangen werden. Miese Zustände resigniert hinzunehmen bringt allerdings gar nichts. Wenn Du Deine verbleibenden 35 Dienstjahre so verbringen willst, viel Spaß. Meine Sache wäre das nicht.

Gruß

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon Aldous » Sa 24. Mai 2014, 10:27

Erste Reaktion auf das Video: Erschreckend wie das low life (Herkunft egal, ergibt sich aus dem Verhalten) dort konsequenzenlos auf die PVBs losgeht.
Zweite Reaktion auf das Video: Ach Berlin? Same shit, different day. Scheint dort nicht wahnsinnig ungewöhnlich zu sein.

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 24. Mai 2014, 10:34

Rafael, genau. Düsseldorfer Altstadt. Und es war ähnliches Klientel.
:lah:

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Re: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon 1957 » Sa 24. Mai 2014, 10:40

es gibt also mittel und wege. "das abendland wird nicht untergehen".

nur wer sich "kümmert" wird etwas erreichen. resignation ist niemals richtig.

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Re: AW: Hass-Mob geht auf Polizisten los (Berlin)

Beitragvon SirJames » Sa 24. Mai 2014, 10:47

Rafael, ich beschreibe in jedem meiner Beiträge meine subjektive Meinung zum Ist-Zustand, den ich meinem Dienstvorgesetzten regelmäßig mitteile, in der Einsatznachbereitung, in den Vorgängen, die ich fertige, beim privaten Bierchen und in diesem Forum.

Auch hier gab es vor nicht allzu langer Zeit einen offenen Brief in einer großen Tageszeitung eines Kollegen, der auch hier intensiv diskutiert wurde. Im Anschluss gab es eine große Gesprächsrunde mit Dem SenInn und PolPräs.

Die Gewerkschaften sprechen es regelmäßig an, auf jeder Personalversammlung, in den Medien, in Interviews und Talkrunden.

Die Behòrde und die Politische Führung weiß Bescheid und ist informiert. Bis sich was ändert, müssen wir eben mit dem auskommen was wir haben und auch das schrieb ich bereits.

Was soll noch getan werden? Vielleicht eine Montagsdemo?

Ich lasse mir hier keine Resignation vorwerfen oder Aufgabe. Ich liebe meinen Beruf und ich gehe gerne zur Arbeit. Ich mache gerne Überstunden und bringe mich mit meiner ganzen Kraft ein, trotz den äußeren Umständen, mit denen ich auch arbeiten muss wie jeder andere Kollege auch. Wenn ihr das als Resignation bezeichnet, nun gut.
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