Kostenstreit Fußball

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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon Brathühnchen » Sa 26. Jul 2014, 15:12

Das Verhalten des DFB zeigt die Arroganz dieser Truppe. Warum bekommen z.B. die Spieler als ohnehin bereits reiche Menschen eine Prämie? Es sollte eine Ehre sein, für das eigene Land spielen (und seine Hymne singen) zu dürfen. Kein Geschäft.
Lese ich hier eine Neiddebatte? :nein:
Das würde so manche Reflexe hier erklären... Die müssen zahlen!

Es ist nunmal kein Problem des Fußballs, dass sich so wenig Menschen benehmen können. Genauso wenig ist es kein Problem der Oktoberfest-Veranstaltungen, dass hier die Kriminalitätsrate in Bezug auf Schlägereien, Belästigungen und Vergewaltigungen massiv ansteigt.

Das Hausrecht ist klar und wird verfolgt... Wer Stress macht, fliegt. Was draußen passiert, liegt in der Macht der Gesellschaft und damit trage ich auch als Steuerzahler die Folgen der Taten der hässlichen Menschen. Leider..., da viele Täter nicht verantwortlich gemacht werden können und es insbesondere im Fußball kein langfristiges Konzept von Seiten der Landesregierungen gibt, wie man mit der Gewalt um dem Stadium Herr werden möchte.

Ich mag kein Land der Nicht-Veranstaltungen haben, da sich einige Menschen nicht benehmen können! Wundert mich, dass in diesem Land der Wunsch nach Verboten und Einschränkungen einfach so groß ist.
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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon Harkov » Sa 26. Jul 2014, 16:47

Es geht doch nicht um ein Verbot von Veranstaltungen, sondern um das Bezahlen von Polizeieinsätzen :gruebel:

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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon Brathühnchen » Sa 26. Jul 2014, 16:59

Das auf Nichtzuverantwortende umgelegt werden soll. Sieht für mich wie eine Einschränkung aus... Anderen Leuten das Leben schwer zu machen, wenn sie nicht das tun, was man mag, ein Steckenpferd vieler!

Die Fußballvereine dürfen wohl schlecht Platzverweise außerhalb der Stadien verhängen, für Ordnung in den Zügen sorgen oder gar Fankrawalle in den Städten mit Ordnern unterdrücken.

Das ist Aufgabe der Polizei, sonst keinem! Ich mag keine privaten Sicherheitskräfte mit Hoheitsaufgaben.
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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon MICHI » Sa 26. Jul 2014, 17:15

Brathühnchen hat geschrieben:Das auf Nichtzuverantwortende umgelegt werden soll. Sieht für mich wie eine Einschränkung aus... Anderen Leuten das Leben schwer zu machen, wenn sie nicht das tun, was man mag, ein Steckenpferd vieler!
Wo wird etwas eingeschränkt?

Die Absicht ist nicht das Einschränken, sondern den Veranstalter an dem Kosten in einigen Fällen zu beteiligen.
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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon tyrant » Sa 26. Jul 2014, 17:17

Wie wärs denn mit was ganz neuem? Derjenige, der einen Polizeieinsatz verursacht, wird zur Kasse gebeten. Raube ich also einen Laden aus und werde gefasst, zahle ich die Einsatzstunden und Material. Dann können wir auch Großveranstaltungen weiter kostenlos anbieten ;)
Ich bin KEIN PVB!

An allem Unrecht, das geschieht,
ist nicht nur der Schuld, der es begeht, sondern auch der,
der es nicht verhindert.

(Erich Kästner)

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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon MICHI » Sa 26. Jul 2014, 17:30

Wer zahlt denn, wenn nichts zu holen ist?
Die Allgemeinheit.
Gruß
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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon Controller » Sa 26. Jul 2014, 17:33

Harkov hat geschrieben:Es geht doch nicht um ein Verbot von Veranstaltungen, sondern um das Bezahlen von Polizeieinsätzen :gruebel:

LG Harkov
:polizei10:
Wenn man das weiterführt ergeben sich ganz neue Ansätze "unliebsame Versammlungen" schon im Vorfeld über Kostenbeteiligungen zu torpedieren ....
:polizei4:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon Harkov » Sa 26. Jul 2014, 17:47

Controller, mein Post bezog sich auf Brathühnchens Äußerung, indem es (sie) explizit von Verboten sprach. Darum geht es aber in erster Linie nicht.

dass das ganze schnell hierzu werden kann:
Wenn man das weiterführt ergeben sich ganz neue Ansätze "unliebsame Versammlungen" schon im Vorfeld über Kostenbeteiligungen zu torpedieren
Ist mir schon klar. :polizei2:

Aber halt nicht unmittelbar. Brathühnchens Ansatz war mir etwas zu schwarzmalerisch.

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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon cancer91 » So 27. Jul 2014, 00:15

Pr1mus hat geschrieben:
cancer91 hat geschrieben: Nichtzuletzt darf in einem objektiven Artikel erwähnt werden, dass durch DFB und DFL etwa das zehnfache an Polizeikosten bereits mit Steuern bezahlt wurden, ganz zu schweigen die Einnahmen der Lokale und Hotels, bei z.B. Championsleague spielen.
Diese Zahl hätte ich gern mal nachgewiesen.

Zumal man auch bedenken muss, dass die Vereine nicht nur Steuern dafür zahlen, dass dort Polizei unterwegs ist. Man muss auch bedenken, dass sich die Vereine umfangreich der Verkehrsinfrastruktur bedienen. Diese verursacht ebenfalls einen nicht unerheblichen Teil an Kosten für die öffentlichen Haushalte. Und diese Aufzählung ist auch lange nicht abschließend.

Ich habe gestern im NDR gehört, dass im letzten Jahr 1/3 aller geleisteten Dienststunden der Polizeien auf Fußballspiele entfielen. Sollte diese Zahl so haltbar sein finde ich das Verhältnis sehr krass!
Dann muss sich auch niemand darüber beschweren, dass man Einbrecherbanden oder der Drogenkriminalität oder sonst welchem Problem nicht Herr wid.
http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2 ... 238084.php

" Profifußball zahlt fast 800 Mio. Euro an Steuern und Abgaben "
Die Lokale unterscheiden nicht zwischen Fußballfan und normalem Bürger, aber in München oder auch Dortmund wird dir jeder Wirt mit Sky-TV bestätigen, dass an CL-Spieltagen definitv mehr los ist als sonst unter der Woche.

Die Infrastruktur wird neben den Vereinen auch von den Fans mitgetragen, die zu den Spielen anreisen und KFZ- und Mineralölsteuer entrichten.
Für das Kriminalitätsproblem können die Vereine kaum etwas, der Stellenabbau wurde nicht von ihnen beschlossen.
Schlussundgut hat geschrieben:Moin!
"Die Profivereine leben auf Kosten des Steuerzahlers"
Wer sagt das?

Bei Aussagen wie zB vom Herrn Wendt wird das suggeriert, indem er sagt, die Kosten werden "allein vom Steuerzahler getragen" ohne zu erwähnen, dass die DFL ja ein nicht kleiner Steuerzahler ist

Die Profivereine sind erfolgreiche Unternehmen, das ist legal und legitim. Sie zahlen Steuern und versuchen -wie jeder andere Bürger auch- möglichst viele Steuern zu vermeiden oder zu umgehen.

Die Profivereine sind mittlerweile von öffentlichem Interesse, was man daran sieht, dass z.B die Stadt Dresden bzw Rostock ihren Vereinen immer wieder finanziell unter die Arme greift.
Oder Borussia Dortmund, die die Stadt Dortmund im Ausland repräsentiert. Frag mal Madrilenen oder Manchesteraner (nennt man die so?) was ihnen als Erstes zu Dortmund einfällt.


Das Kerngeschäft der Vereine ist aber der Ursprung dessen, was uns Probleme macht. Auch wenn der konkrete Spieltag nicht die Haupteinnahmequelle der Vereine ist, so ist die Veranstaltung der Auslöser bzw. der Katalysator für die Notwendigkeit polizeilicher Maßnahmen. Stadionwache, VK-Maßnahmen....mehr müsste nicht sein und da würde kein Kollege über Kostenerstattung nachdenken.

Da aber einige "Fans" der Meinung sind, ihre Minderwertigkeitskomplexe im Rahmen von diesen Veranstaltungen kompensieren zu müssen, ist der Staat quasi gezwungen, polizeiliche Maßnahmen durchzuführen.

Und nur darum geht es.

Das Verhalten des DFB zeigt die Arroganz dieser Truppe. Warum bekommen z.B. die Spieler als ohnehin bereits reiche Menschen eine Prämie? Es sollte eine Ehre sein, für das eigene Land spielen (und seine Hymne singen) zu dürfen. Kein Geschäft. Daran sieht man aber, welche Systematik verfolgt wird.

Tausch DFB mit DFL und Land mit Club und du liegst vollkommen auf der Wellenlänge etlicher Ultras :)

Und dieses System wird geschützt - was bedeutet, dass die Verbindung "Fangewalt - Bundesliga" als voneinander abhängiges System negiert wird. Es wäre schlichtweg zumindest teilweise geschäftsschädigend, wenn DFB/DFL den Zusammenhang bestätigen würden. Und so lange definiert man das "Problem" eben als eines, das ausserhalb der Stadien stattfindet und somit ein Problem der Öffentlichkeit ist. Und die darf das auch bezahlen.

In der letzten Saison gab es nunmal bei 98% der Spiele ja auch keine nennenswerten Polizeieinsätze im Stadioninnenraum. Darüber herrscht weitgehend Konsens, dass Fangewalt innnerhlab der neuen Arenen eine Ausnahme ist. ( Ich zähle Pyrotechnik übrigens nicht zu Gewalt/Randale etc.)

Ich bin mir sicher, dass auch weiterhin keine Kosten übernommen werden. Unsere werten Innenminister haben entsprechenden Druck von den Wirtschaftsministern erhalten und halten die Füße still.

Ja eben weil die Wirtschaftsminister verstanden haben, dass sie sich ins eigene Fleisch schneiden. Lass mal Dresden und Rostock bei Risikospielen zahlen, dann ist spätestens in 2 Jahren das Stadion leer und die Stadt muss es istandhalten. Bremen hat sich ja jetzt auch schon Verluste eingehandelt :polizei10:


Trotzdem: Hut ab, Bremen.

Gruß :polizei4:
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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon Challenger » Di 29. Jul 2014, 10:55

cancer91 hat geschrieben: Bei Aussagen wie zB vom Herrn Wendt wird das suggeriert, indem er sagt, die Kosten werden "allein vom Steuerzahler getragen" ohne zu erwähnen, dass die DFL ja ein nicht kleiner Steuerzahler ist
Preisfrage: Warum müssen 'die' eigentlich Steuern zahlen...? :polizei10:

(Kleiner Tip: Gewiss nicht wegen der Polizeieinsätze rund um den Fußball.)
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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon Lone Soldier » Di 29. Jul 2014, 13:54

Ach so, weil sich Dresden und Rostock keinen vernünfigen Ordnerdienst leisten können (oder will man hier behaupten, dass es bei Rostock-Dresden / Rostock-Pauli ohne Polizei IM Stadion geht?) ist die Allgemeinheit dazu verpflichtet ein privatwirtschaftliches Event zu subventionieren, in dem der Ordnerdienst kostenlos gestellt wird. Ein neues Verständnis von Marktwirschaft. Wobei, wenn ich mir die Gehälter in der dritten Liga z.T. ansehe, glaube ich nicht, dass da nicht ein paar Euro für einen ausreichenden Ordnerdienst wären.

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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon RafaelGomez » Di 29. Jul 2014, 14:26

Lone Soldier hat geschrieben:Ach so, weil sich Dresden und Rostock keinen vernünfigen Ordnerdienst leisten können...
...wollen. Es steht doch den genannten Vereinen frei, ihre Anhängerschaft so weit zu disziplinieren, dass ein Ordnungsdienst nicht vonnöten ist. Ginge schon durch Reduzierung der feilgebotenen Plätze. Zur Not gen 0. Was glaubst Du, wie schnell die große Anzahl echter Fans die kriminellen Vollassis einbremsen würde. Dann noch Reiseverbote und Meldeauflagen für die bekannten Störer, schwups wäre am WE einigermaßen Ruhe.
Die üblichen Fußballstörer sind allein ganz arme Wichte und nur in der Gruppe und/oder berauscht stark. Wenn denen die Dynamik anderer entzogen würde, wäre schon viel gewonnen.

Gruß

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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon Ghostrider1 » Di 29. Jul 2014, 15:51

Lone, keine Ahnung wo du unterwegs bist, aber
1. gibt es bei Dynamo die wenigsten Vorfälle im Station, sondern davor (somit öSi/O)
2. klatscht es auch oft genug bei Frankfurt /Bielefeld/Osnabrück (nicht umsonst tragen die Frankfurter den Namen Randaleweltmeister; nur da sind Ausschreitungen eine Mitteilung auf Seite 14 in Schriftgröße 6 wert)

Rafael:
Was denkst du wieviel die Vereine getan haben? Dynamo leistet sich einen Ordnungsdienst. Nur stellt dieser m.M.n. fragwürdige Arbeitssuchende ein.Bei Dynamo ist es eine kleinere Gruppe die regelmäßig Streß sucht, so wie in den meisten anderen Vereinen auch. Es waren im Schnitt 13000 Dresdner bei Heimspielen. Wenn 13000 wilde Sau spielen würden, brennt die Stadt. Es ist eine kleine Gruppe. Vieles wird hochgekocht bzw. mit entsprechenden Kameraeinstellungen und Schnitten (Jump-cuts) ein Bild vorgepsiegelt.

In Dresden wird z.B. ein kompletter Block als Pufferblock genutzt. Und die Normalos bremsen die Vollidioten nur bedingt ein. Ich würde mir auch nicht auf Maul hauen lassen. (aber ich gehe eh nicht mehr ins Station...)

Ob es der richtige Weg ist, die Vereine zur Kasse zu bitten, für Einsätze die diese nur bedingt verursachen. Ich habe so meine Zweifel.

Dann lieber einen anderen Weg, den von England.
Man bekommt einen "Berechtigungsausweis". Mit diesem darf EINE Karte gekauft werden. Bekommt man Stationverbot wird die Karte eingezogen. Eintritt zu Station nur mit Ticket & Berechtigungsausweis.

Nur Deutschland stellt sich da wieder unendlich schwer an. Desweiteren sollte auch endlich mal SCHNELL gegen Störer vorgegangen werden. Strafbefehl über einen netten betrag der weh tut aber niemanden ins Unglück stürzt. Nur wann sind schon mal StA/OA mit vor Ort um sich ein Bild von der Lage zu machen.

In meinen Augen ist die Diskussion nur Augenwischerei. Seit Jahren gibt es mal mehr mal weniger Ärger beim Fußball und seit Jahren steigen die Kosten.
Wenn man wirkliches Interesse hat, hätte sich schon früher etwas getan.

RafaelGomez
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Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon RafaelGomez » Di 29. Jul 2014, 16:21

Ghostrider1 hat geschrieben:
Rafael:
Was denkst du wieviel die Vereine getan haben? Dynamo....
Viel. Und, wenn was passiert, offenbar nicht genug. Einfache Rechnung. Gilt doch für jeden Verein. Und wenn DD nicht in der Lage ist, mit 13000 klar zu kommen, sollen sie doch das Kartenkontingent dem Ordnungsdienst anpassen. Meinetwegen auch umgekehrt, Hauptsache es klappt.
Bei Dynamo ist es eine kleinere Gruppe die regelmäßig Streß sucht, so wie in den meisten anderen Vereinen auch.
warum kommen die denn überhaupt noch rein?
Es ist eine kleine Gruppe. Vieles wird hochgekocht bzw. mit entsprechenden Kameraeinstellungen und Schnitten (Jump-cuts) ein Bild vorgepsiegelt.
Meine Erfahrungen derer auf Reisen sind andere. Die gehören mE nach zu den topgesetzten der Kriminellen.
In Dresden wird z.B. ein kompletter Block als Pufferblock genutzt. Und die Normalos bremsen die Vollidioten nur bedingt ein. Ich würde mir auch nicht auf Maul hauen lassen. (aber ich gehe eh nicht mehr ins Station...)
S. O. Warum dürfen die Vollidioten überhaupt noch rein? Und warum dürfen Stadionverbotler (und gleich kommt wieder einer um die Ecke und behauptet, das SV sooo ungerecht und nicht rechtmäßig sind...) überhaupt zum Spielort reisen? Um dort mit 'Gleichgesinnten' das Spiel in ner Sportsbar zu sehen? Da würde ICH ansetzen. Ohne Vereine in Generalhaftung zu nehmen, sondern nur die (durch Eigenverhalten verspielte) Freiheit Einzelner einschränken.
Dann lieber einen anderen Weg, den von England.
Man bekommt einen "Berechtigungsausweis". Mit diesem darf EINE Karte gekauft werden. Bekommt man Stationverbot wird die Karte eingezogen. Eintritt zu Station nur mit Ticket & Berechtigungsausweis.
Na ja, da gehen auch andere mit solcherlei Ausweisen ins Stadion. Warste mal in good old England? Gerade bei internationalen Spielen haben einige Ticketvermarkter solche Dinger im Angebot, inklusive Verhaltensregeln für den Erwerber. Da darfst Du nicht mal nach dem Weg fragen, um unauffällig zu bleiben.
Hast aber insofern recht, dass es dort in den Stadien angenehm ruhig ist. Aber auch bei diesem Punkt wird gleich wieder einer aus der Riege der Ultratrottel ums Eck kommen und erzählen, wie uninspiriert und teuer dortige Stadien sind.
Nur Deutschland stellt sich da wieder unendlich schwer an. Desweiteren sollte auch endlich mal SCHNELL gegen Störer vorgegangen werden. Strafbefehl über einen netten betrag der weh tut aber niemanden ins Unglück stürzt. Nur wann sind schon mal StA/OA mit vor Ort um sich ein Bild von der Lage zu machen.
Sehe ich genauso, nur dass meiner Meinung nach die Isolation bekannter Störer einen höheren Effekt hätte.
2006 hatte ich in der Wache eine Meldeauflage liegen, der ist der Besagte auch nachgekommen. Konsequenz wäre ein Gewahrsam gewesen. Zumindest dieser Einzelne, ein Hochkaräter in der Szene, war richtig geknickt.
...
Wenn man wirkliches Interesse hat, hätte sich schon früher etwas getan.
Im Zuge der Spardiktate und zunehmender Schwierigkeiten, entsprechenden Personalansatz fahren zu können, und der -zumindest von mir subjektiv wahrgenommenen- Meinung wahlberechtigter Bürger, solche Auswüchse Sch... zu finden, kommt Politik auf neues 'Interesse'. Kann natürlich auch mit Wahlterminen zu tun haben...

Gruß

Lone Soldier

Re: Kostenstreit Fußball

Beitragvon Lone Soldier » Di 29. Jul 2014, 17:13

Ghostrider:

1. habe ich nirgendwo geschrieben, dass es nur bei Dynamo knallt. Im Gegenteil, ich konnte mich regelmäßig davon überzeugen, dass auch in der ersten Liga genug Klientel unterwegs ist.

2. Vereine für Vorfälle außerhalb des Stadions zur Kasse zu bitten, sehe auch ich kritisch. Ob es rechtlich überhaupt möglich ist, wird u.U. vor Gericht geklärt. ABER:

Bei den Hochrisikospielen, und um die geht es dem Bremer Innensenator, sind die Ordnerdienste oft hoffnungslos überfordert. Teilweise können die nicht mal mehr Einlasskontrollen gewährleisten und werden schon an den Eingängen überrannt. Im Stadion können die ihr Hausrecht bei solchen Spielen teilweise gar nicht durchsetzen. Und die Polizei kann erst ab Zugstärke aufwärts an ein Eingreifen denken. Da sehe ich es wie Rafael:

Die Vereine müssen dazu angehalten werden die Sicherheit im Stadion auch bei solchen Spielen grundsätzlich zu gewährleisten. Ob das durch einen professionalisierteren, aufgestockten Ordnerdienst oder Reduktion der Zuschauerzahlen geschieht, wäre dann deren Bier.


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