Clan-Kriminalität - Polizei warnt vor rechtsfreien Räumen

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Kaeptn_Chaos
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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Fr 30. Sep 2016, 17:59

Erkrath ist jetzt also no go area, weil sich da zwei Mal rivalisierende Gruppen auf die Mappe gehauen haben? Aha.
:lah:

Knaecke77
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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon Knaecke77 » Fr 30. Sep 2016, 19:01

Das Thema ist: "No-Go-Areas" in NRW.

Seitens der MPin Frau Kraft und ihrem IM wird dies in Zweifel gezogen, von der Opposition und Teilen der Presse hingegen als Tatsache dargestellt.

Das Thema "inkonsequente Rückführung" ist nur ein weiteres Feld, dass die evtl. Überforderung des Innenmister aufzeigt.

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:Erkrath ist jetzt also no go area, weil sich da zwei Mal rivalisierende Gruppen auf die Mappe gehauen haben? Aha.
Wäre dies nur ein singuläres Ereignis....aber die Häufung derartiger Meldungen lässt aufhorchen.....zumindest mich. :polizei4:
Zuletzt geändert von Knaecke77 am Fr 30. Sep 2016, 19:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Kaeptn_Chaos
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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Fr 30. Sep 2016, 19:13

Ich finde es ziemlich großspurig, von der Couch in Süddeutschland und begrenzten Fähigkeiten der differenzierten Betrachtung, wegen eines jeden Tag in der BRD vorkommenen Delikts (oftmals auch rein deutscher Tätergruppen) den Rücktritt eines Mitglieds der Landesregierung zu fordern.
Die Häufung findet vielleicht in deinem Kopf statt, ist aber empirisch nicht belegbar. Zu Al Zeins und Co sind deutsche Polizisten seit den 80ern gefahren. Regelmäßig. Zu Rockern auch. Die Erkrather Tätergruppen nun mit Maghrebantänzern auf einen Level stellen zu wollen - nun ja. Offenbart zumindest Wissensdefizite in der Materie.

Erkrath ist ein beschauliches Städtchen in einem der sichersten Landkreise in NRW. In beiden Fällen war ein ansehnliches Polizeiaufgebot vor Ort.

Von no go area hier zu sprechen, zeugt weder von Intellekt, noch von Sachkenntnis. Es offenbart eigentlich nur, dass man nur noch mit Scheuklappen gewillt ist, Dinge wahrzunehmen.

Bleibt die Frage, ob es die größere Frechheit ist, Erkrath so aufzubauschen - oder die wirklichen Problembezirke in NRW (die auch keine no area sind) damit so abzuwerten.
:lah:

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon Buford T. Justice » Fr 30. Sep 2016, 20:11

:zustimm:
:applaus:

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon e42b » Fr 30. Sep 2016, 22:34

Hi,

vielleicht sollten wir uns einmal darüber einigen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um ein Gebiet als "no go area" definieren zu können.

Zwar wiederhole ich mich nur ungern, aber da der gesamte Thread nicht jedem präsent sein kann, hier noch einmal meine Erfahrungen zum Thema: Anfang bis Mitte der 90er war ich mehrmals in Nordirland (wunderschön, aber das nur am Rande). In Belfast fragte ich bei der TI nach "no go areas". Die Antwort war, dass es keine gäbe. Ich habe mich daraufhin auch recht frei bewegt, ohne die Spuren von Gewalt allenthalben übersehen zu können. In dem Chip Shop an der Shankhill Road, in dessen Nachbarhaus wenige Tage zuvor eine Bombe hochgegangen war, hatte ich Fish'n Chips und eine nette Plauderei über damals immer noch aktuelle örtliche Themen.
In Derry riet mir die Polizei (bei der ich vorher nachfragte) davon ab, in die Bogside zu gehen. Ich hab's trotzdem getan und sogar fotografiert. Zwar nahm ich wahr, dass ich beobachtet wurde, geschehen ist mir jedoch nichts.

Und Erkrath ist jetzt no go area?

M.E. tut ein wenig Gelassenheit Not.

Abendgrüße
E.

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon malfragen » Sa 1. Okt 2016, 05:18

Also "No Go Areas" gibt es anscheinend nicht, sagen die Politiker.
Na gut Politiker war ich noch nicht...
Gibt es diese eventuell für den Bürger. ?
Also Gegenden einer Großstadt in der er sich nicht unbedingt alleine aufhält, auch wenn deutlich unter 91?
Denke solche Gegenden gibt es, somit ist diese Frage wieder offen.
-----------------------------------------------------------
Kein PVB

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon Bones65 » Sa 1. Okt 2016, 08:10

Du meinst Angsträume, das ist aber etwas anderes als No-Go-Areas.
:snoopy:

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 1. Okt 2016, 10:58

In jeder Stadt gibt es den Platz für die offene Szene. Und immer fühlt sich der Bürger da so furchtbar unsicher. Obwohl aus der Szene raus kaum Straftaten begangen werden.

Dagegen gibt es Konzepte. Bauliche Maßnahmen, Beleuchtung, pol. Präsenz - die alle das Problem nicht lösen, sondern lediglich verdrängen.

Das hat aber nix damit zu tun, dass überall jederzeit vier Leute der Vereinigung A einen Kaffee trinken, von Partei B dort aufgetan werden und schließlich durch deren internen Meldewege 40 gegen 40 kämpfen.

Das hat nix mit Flüchtlingswelle oder no go area zu tun, sondern ist schlichtes Revierverhalten, wie es das seit Beginn der BRD schon auf den Schwarzmärkten, später bis heute in den Rotlichtbezirken und jetzt halt durch alteingesessene Banden gibt.

Wenn man aber alles in einen Topf wirft und das schlicht halten will, weil einen die dfferenzierte Betrachtung und sachlich richtige Bewertung überfordert - dann ist das ganz schön einfach.
:lah:

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon Knaecke77 » Sa 1. Okt 2016, 11:10

Vielleicht einigen wir uns auf den Begriff der Angsträume

@k_C

Ich habe kein Zugriff auf polizeiinterne Lagebilder oder Statistiken, also muss ich dass Glauben, was in der Presse steht (oder eben nicht)

Wenn also Herr Wendt berichtet, dass
"In Berlin oder im Duisburger Norden gibt es Stadtteile, in denen sich die Kollegen kaum noch trauen, ein Auto anzuhalten - weil sie wissen, dass sie dann 40 oder 50 Mann an der Backe haben." Diese Übergriffe seien fast schon "ein gezieltes Kräftemessen mit dem Staat, in dem sich die Verachtung der Täter für unsere Gesellschaft ausdrückt".
Dann halte ich diese Entwicklung für beängstigend. Schade finde ich, dass sich einige User bemüßigt fühlen, einem deshalb eine extremistische Gesinnung zu unterstellen.
Dass halte ich zutiefst für ehrverletzend.

Ich halte die Rücktrittforderung an Herrn Jäger nicht für großspurig oder überzogen.
Schon alleine die Umstände und Unklarheiten um die Kölner "Grapschorgien" hätten einen Innenmister der nicht so sattelfest ist wie Herr Jäger den politischen Kopf gekostet.

Auch die Erfolgsbilanz des IM scheint doch eher mau zu sein.
Spitzenplätze belege NRW nur beim Stauaufkommen, der Arbeitslosigkeit und der Kriminalitätsrate, Schlusslicht sei es dagegen bei der Aufklärung von Straftaten, so Löttgen. Vor allem die Eigentumskriminalität habe unter Rot-Grün erheblich zugenommen. Wohnungseinbrüche seien um 40 Prozent gestiegen. Von 100 Taschendiebstählen blieben 93 unaufgeklärt, weshalb viele Delikte gar nicht mehr zur Anzeige kämen. „No-Go-Areas“ in den Großstädten beeinträchtigten zusätzlich das Sicherheitsgefühl der Bürger.
https://www.come-on.de/volmetal/meinerz ... 97217.html
Controller hat geschrieben:Ach ja .... :polizei10:

zu meiner Zeit besuchten die männlichen Schüler der Untersekunda den Tanzkurs - die Mädchen waren aus der Obertertia des Mädchengymnasiums.

Wir wurden sehr eindringlich gewarnt - vor Altstadtbesuchen nach dem Tanzen.

Überall Verbrechen, Sumpf und Zügellosigkeit.

No go area in Reinform, nur nannte man das nicht so :polizei3:

Und was freuten wir uns darauf, wenn die Stunden zu Ende waren,
Pilsbier ein paar Groschen :pfeif:
Zu Deinen Jugendzeiten war es bereits normal, dass Polizeibeamte sich sorgen machen mussten, in einem bestimmten Viertel einen Unfall aufnehmen zu müssen?

Es war normal, dass sich in bestimmten Vierteln innerhalb kürzester Zeit ein Mob gewalttätigen Packs einfinden kann um Polizeibeamte gezielt zu attackieren und herauszufordern?

Dann scheine ich doch sehr wohl behütet aufgewachsen zu sein.

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 1. Okt 2016, 11:31

Hafenstraße wäre meine Jugend gewesen.

Und in meiner polizeilichen Jugend gab es das auch schon. Da aber mit Waldemar und Iwan.
:lah:

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon cancer91 » Sa 1. Okt 2016, 12:01

Knaecke77 hat geschrieben: Es war normal, dass sich in bestimmten Vierteln innerhalb kürzester Zeit ein Mob gewalttätigen Packs einfinden kann um Polizeibeamte gezielt zu attackieren und herauszufordern?
Ohne Whatsapp und soziale Medien war es früher wahrscheinlich auch nicht so leicht ausreichend Leute in kurzer Zeit zusammenzutrommeln.
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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon Controller » Sa 1. Okt 2016, 12:14

Ja Knäcke, diese Örtllchkeiten gab es - sogar auf dem platten Land.
Und ob da nun 40 stehen oder 19 - 23 -
für die ersten Besatzungen macht das den Bock nicht fett.
Solche Örtlichkeiten kannten sogar die Zollbeamten meiner Jugend - sie kämpften oft genug dort. :polizei3:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon wolfi71 » Sa 1. Okt 2016, 14:29

cancer91 hat geschrieben: Ohne Whatsapp und soziale Medien war es früher wahrscheinlich auch nicht so leicht ausreichend Leute in kurzer Zeit zusammenzutrommeln.
Es gab auch vor 40 Jahren schon Telefonketten etc. Das hat ganz gut funktioniert. Und der Polizeifunk konnte auch locker abgehört werden.
Das Beste daran war sogar, dass du nicht nachvollziehen konntest, wer wen angerufen hatte. Alle Möglichkeiten von heute bestanden damals schlicht nicht. Bei der damals üblichen Elektromechanik war nach dem Ende eine Telefongesprächs nicht mehr nachweisbar, dass überhaupt telefoniert worden war. Im Zweifelsfall mussten vorher Maßnahmen ergriffen werden und das ging 2 Mal in einem Gebiet zeitgleich. Mehr Technik war nicht verfügbar.

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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon DerLima » Mo 3. Okt 2016, 06:10

Uiuiui... Erkrath,,, No-Go... Dabei war ich letztens erst da und fahr nächstens wieder hin.
Kam mir nicht ansatzweise nach No-Go vor. Aber gut zu wissen. Werd mich mal vorbereiten.

Mal Ernsthaft. No-Go-Areas kenne ich nur aus Filmen. Banlieue 13 oder so .
Natürlich gibt es Ecken, da will man als funkwagen nicht allein tätig werden. Und holt nach Möglichkeit Zusatzkräfte.
Das habe ich bei bestimmten "doitschen" Kneipen in meinem Bereich. Und bei manch einem Motorradfahrerverein. Und bei meinem Flüchtlingsheim.

Aber es wird alles angefahren. Unter Beachtung der Eigensicherung.
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Re: Polizei Duisburg warnt vor rechtsfreien Räumen

Beitragvon RobMetal » Di 4. Okt 2016, 23:40

Knaecke77 hat geschrieben:
Doch der Blick in die amtlichen Daten belegt, dass diese Begründung nur für einen kleinen Teil der in NRW geduldeten Flüchtlinge gelten kann. Die Gruppe der Ausreisepflichtigen aus den sogenannten Maghreb-Staaten macht nur fünf Prozent aller Ausreisepflichtigen und Geduldeten aus. Die meisten in NRW Geduldeten kommen aus sicheren Herkunftsländern wie Serbien (7417), Albanien (4551), Kosovo (4341), Mazedonien (4293) und Bosnien-Herzegowina (1822). Bei diesen Balkan-Herkunftsländern liegt die Duldungsquote - mit Ausnahme des Kosovo - sogar noch über dem Landesdurchschnnitt von 77 Prozent. Insgesamt machen die Staaten des Westbalkans mit mehr als 22.000 Duldungen fast die Hälfte aller Duldungsfälle in NRW aus.

Die großzügige Duldung spiegelt sich auch in der weniger restriktiven Abschiebepraxis. Obwohl in Nordrhein-Westfalen rund 28 Prozent aller bundesweiten Ausreisepflichten entstehen, werden hier nur 18 Prozent aller bundesweiten Abschiebungen durchgeführt.
http://www.rp-online.de/politik/nrw-sch ... -1.6296061
Somit ist ja für ausreichend Nachschub für die Problembezirke gesorgt. :polizei4:
Ja, 22000 Geduldete sind in einem Bundesland mit 18 Mio Einwohnern natürlich ein Riesenproblem *gähn*
bin kein Polizist


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