Terror in Europa

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Johanneskirche2
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Re: Terror in Europa

Beitragvon Johanneskirche2 » Mi 27. Jul 2016, 14:03

Knaecke77 hat geschrieben:
squad hat geschrieben:
Harkov hat geschrieben:c) Ich bezog mich auf Deutschland, hätte als Beispiel auch den Selbstmordanschlag in Ansbach nehmen können.
Joa... Und was ist mit Brüssel und Paris? Alles belgische und französische Staatsangehörige, dort geboren und aufgewachsen, allerdings in perspektivlosen Stadteilen und dementsprechend gesellschaftlich schlecht integriert.

Das gibt's in Europa ziemlich oft, z.B. Roma-Siedlungen in Rumänien etc.
Sprengen die sich regelmäßig in die Luft oder greifen wehrlose an?
Guter Hinweis!
Nein.
Ein Faktor ist allen (religiös motivierten) Attentätern gleich. Den will man in Deutschland allerdings nicht zur Kenntnis nehmen und verweist deshalb gerne auf Krankheiten der Psyche und / oder mangelnde Integration mit einhergehender Perspektivlosigkeit.
Was meinst Du damit?

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IMP
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Re: Terror in Europa

Beitragvon IMP » Mi 27. Jul 2016, 14:29

ISIS bestimmt derzeit, was man beim Militär das „Operationstempo“ nennt, der Westen kann nur noch auf einen Anschlag nach dem nächsten reagieren.

1. Die Politik macht nicht deutlich genug, dass wir es mit einer Auslöschungs- und Vernichtungsideologie zu tun haben, die für uns „Ungläubige“ drei Optionen vorsieht: zu konvertieren, versklavt oder ermordet zu werden. Auch die Bundesregierung fürchtet sich davor, eine fundamentale Wahrheit anzuerkennen: Solange ISIS in Syrien und im Irak existiert, wird der Terror in Europa weitergehen. Es werden westliche Soldaten (ja, Boots on the Ground) notwendig sein, um ISIS im Irak und in Syrien auszulöschen. ISIS-Fanatiker überfahren Kinder mit Lastern in den Straßen unserer Städte, und sie stürmen unsere Kirchen, um Priestern die Kehle aufzuschneiden. Was braucht es noch, um endlich zu begreifen, welchem barbarischen Todeskult wir gegenüberstehen?

2. Deutschland beteiligt sich seit fünf Jahren an einer komplett gescheiterten Außenpolitik, die tatenlos zugesehen hat, wie Syrien in ein Schlachthaus verwandelt wurde. Das ignorante Nicht-Eingreifen des Westens hat zu Flüchtlingsströmen von historischem Ausmaß und in Syrien zu genau dem Vakuum geführt, das jetzt von ISIS ausgefüllt wird. Wer an dieser fürchterlichen Außenpolitik des Wegsehens festhält, macht sich nicht nur moralisch schuldig, sondern gefährdet Sicherheit und Leben europäischer Bürger.

3. Die europäischen Innenminister sind unfähig, sich auf einen wirksamen Datenaustausch bei der Terrorbekämpfung zu einigen. Die gefährlichsten Terroristen unserer Zeit können sich nahezu ungehindert durch Europa bewegen, selbst wenn sie in einem Land auf einer Terrorliste stehen - wie einer der Terroristen aus der französischen Kirche.

4. Deutschland versagt dabei, sein Militär zum Schutz der eigenen Bürger einzusetzen. Unser Beitrag zum Kampf gegen ISIS ist lächerlich. Deutsche Tornados sind zwar im Einsatz über Syrien, dürfen sich an Kampfeinsätzen gegen ISIS aber nicht beteiligen. Stattdessen schießen sie Fotos. Wir liefern Waffen an kurdische Milizen, die für uns die Drecksarbeit erledigen sollen. Nach Kämpfen zwischen Kurden und ISIS werden deutsche Waffen regelmäßig von ISIS erbeutet. Wir sind Teil einer Koalition, deren erklärtes Ziel es ist, ISIS zu zerstören, tragen aber nichts dazu bei.

5. Unsere Justiz behandelt ISIS-Terroristen wie verirrte, ungezogene Bengel, nicht wie Anhänger und Soldaten einer Mörder-Armee. ISIS-Terroristen, die in Deutschland verurteilt werden, kommen mit rührseligen Geschichten („gezwungen“, „ausgenutzt“, „instrumentalisiert“) und lächerlich milden Strafen von drei Jahren Haft davon. Das mögliche Strafmaß (zehn Jahre) wird nie voll ausgeschöpft.

6. Die Politik verschludert es seit Jahren, ein wirkungsvolles Gesetz zur Finanzierung von Moscheen in Deutschland zu erlassen. Viel zu oft lassen wir die Prediger in unserem Land von ausländischen Regierungen und Organisationen bezahlen, die derselben Hasslehre verfallen sind wie die gottlosen Psychopathen des ISIS. Wir müssen endlich sicherstellen, dass die Lehre und Verkündung des Islam in Deutschland nicht von jenen finanziert wird, die in ihren eigenen Staaten Kirchenbau unter Todesstrafe stellen und Jagd auf Christen machen.

7. ISIS dominiert Social Media – und wir tun nichts dagegen. „Die Menschen folgen immer dem stärksten Pferd“, sagte Osama bin Laden. Auf der globalen Bühne der sozialen Medien kann ISIS sich ungehindert als stärkstes Pferd inszenieren. Besonders deutsche Jihadis nutzen Twitter ungehindert, um ihre mörderische Ideologie zu verbreiten und zu feiern. Solange wir diese Dominanz nicht brechen, wird ISIS ungehindert die gewalttätigen Versager unserer Gesellschaft mit dem Versprechen von Kampf, Ruhm, Ehre und Überlegenheit rekrutieren können. Es braucht ein nationales Zentrum, das Experten aus den Bereichen Verfassungsschutz, Radikalisierung und Social Media vereint, um gefährliche Trends und Personen zu identifizieren und ihrer Propaganda etwas entgegenzusetzen.
Ehemals Feldjäger, jetzt Justizvollzug NRW.

HessieJames
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Re: Terror in Europa

Beitragvon HessieJames » Mi 27. Jul 2016, 14:50

squad hat geschrieben: Von Regelmäßigkeit kannst du nirgendwo sprechen. Wir liegen bei ca. 10 Anschlägen in Europa in 10 Jahren. Madrid, London, Brüssel, 3x Deutschland, 4x Frankreich.
Und wie wertest du die vereitelten Anschläge? Dem Vergleich mit dem Nahen Osten halten solche Zahlen sicher nicht stand, aber so lange liegt es noch nicht zurück, dass wir derartige Anschläge in Europa so nicht hatten.
squad hat geschrieben: Ziel und Grund sind nicht das selbe. Ob die Tatmotive wirklich gleich waren, darüber lässt sich wohl eine Doktorarbeit schreiben.

Klar, Radikalisierung und IS sollen mitgewirkt haben und sind der gemeinsame Nenner. Das bestreitet auch keiner. Aber wenn man präventiv handeln möchte, muss man auch verstehen, wieso sich junge Leute die mit der Religion nichts am Hut hatten, sich so leicht manipulieren lassen. Wie wird aus einem Drogendealer der auch Zuhälter war, von heute auf morgen ein Bombenbauer? Religion spielt da nur eine kleine Rolle.

Die Sprache, das Zugehörigkeitsgefühl zu einer anderen Kultur die man kaum kennt bzw. das NICHT-Zugehörigkeitsgefühl zum Land in dem man geboren und aufgewachsen ist, könnte erklären, wieso die Zielpersonen der Anwerber scheinbar so rezeptiv sind.

Und im Umkehrschluss: wären diese Leute ein Teil der Belgischen und Französischen Gesellschaft, würde ihnen kaum die Idee kommen, ihre Mitbürger umzubringen. Weil sie auch keinen Rachegrund und Frust hätten (soziale und sexuelle Ausgrenzung).
Mag sein, aber wie kommen diese Integrationsprobleme zustande? Liegt das an der Gesellschaft oder vielleicht nicht doch eher an den betroffenen Familien? Ich behaupte, dass es an beiden Seiten liegt. Als Gesellschaft, bzw. Staat kann man den eigenen Beitrag zur Integration sicherlich regelmäßig kritisch beleuchten und verbessern, aber es hilft alles nichts, wenn die Betroffenen nicht können oder wollen. Die bisherigen öffentlich gewordenen Erkenntnisse über den Attentäter aus Würzburg lassen eigentlich keine Zweifel daran zu, dass man es von Seiten der Gesellschaft ordentlich versucht hat. Und ich habe Äußerungen von Migranten mitbekommen, die der Ansicht sind, dass die deutsche Gesellschaft sehr gute Integrationsangebote hat.

Aber offenbar klappt es in vielen Fällen nicht, warum auch immer. Diese wie auch immer zustande gekommene Ausgrenzung erklärt aber nicht die Wut auf den Rest der Gesellschaft. Bulgaren, Rumänen und andere Osteuropäer sind oft mindestens genauso isoliert und bleiben unter sich, und man hat nicht selten den Eindruck, dass sie es auch so beibehalten möchten und nicht zwingend schlecht finden. Dass es natürlich nicht unbedingt die beste Lösung ist, keine Frage, und Teil der einheimischen Bevölkerung werden sie so nicht. Reserviertheit, teilweise Abneigung auf beiden Seiten mögen so entstehen, aber Hass oder Wut in einer derartigen Form habe ich bislang nicht bemerkt. Es muss also auch andere Gründe geben, dass manche Migranten aus islamisch geprägten Kulturkreisen anders auf uns schauen.

Ich würde mit Blick auf die Geschichte das tief verwurzelte Misstrauen vieler Muslime dem Westen gegenüber nicht unterschätzen. Und ja, umgekehrt sicher auch nicht. Mag sein, dass viele ihre Religiösität, bzw. das, was sie dafür halten, erst spät entdecken, und mag sein, dass erst dann ein vages Gefühl der Nichtzugehörigkeit umschlägt in echte Abgrenzung von der Gesellschaft, die einen angeblich nicht will. Aber scheinbar schaffen es radikale Prediger immer wieder, irgendwas in solchen Jugendlichen und Männern hervorzukitzeln, was ja nun nicht völlig aus dem heiteren Nichts kommen wird und was man nicht nur durch schwierige, familiäre Verhältnisse, Parallelgesellschaft und soziale Schlechterstellung erklären kann.
squad hat geschrieben:War Columbine viel anders als Bataclan? Manche meinen nein. Die Täter haben sich ausgegrenzt gefühlt, bis das Fremdbild und der Hass sich so gesteigert haben, dass es zum Blutbad kam.

Der IS nutzt nur die Schwächen aus, die schon vorhanden sind. Und einen (ca.) 17 jähringen Afghanen, der nur Armut, Krieg, und Verwirrung gekannt hat das Gehirn zu waschen (indem man alles auf die westliche Welt schiebt) ist nun echt mal keine Leistung. Vor allem wenn man seine Sprache beherrscht.
Du selbst hast geschrieben, dass die Attentäter in Europa überwiegend Einheimische waren. Mit Migrationshintergrund, ja, aber eben keine Kriegsopfer, auch nicht im weitesten Sinne. Durchaus möglich, dass ein junger Mann, der monatelang im Bombenhagel gerade so überlebt hat, Freunde und Angehörige verloren hat, derart traumatisiert ein besonders leichtes Ziel für den IS abgibt, aber der hat mit den ganzen Terror-Touristen aus Europa zunächst mal nichts zu tun. Und haben wir eine Vorstellung davon, was mancher Zuwanderer aus Zentralafrika hinter sich hat? Richtet der deswegen in seiner neuen Heimat Massaker an?
DeBurschi hat geschrieben: Außerdem müsste man, sofern man ein demokratischer Staat wäre und eine Angst vor dem eigenen Volk demgemäß ausgeschlossen wäre, dringend das Volk bewaffnen, da der Staat weder das Gewaltmonopol aufrechterhalten, noch in der Lage oder Willens ist das Volk zu beschützen. Der Gesellschaftsvertrag diesbezüglich ist eigentlich hinfällig und der demokratische Staat würde eine Bewaffnung des Volkes, womöglich sogar aktiv Unterstützen. Ich erinnere an die historischen Bürgerwehren (nicht zu verwechseln mit der Landwehr).
Man stelle sich vor bei dem Anschlag in München oder in Paris hätte auch nur 1/3 der Anwesenden Schusswaffen gehabt, der Amoklauf, insbesondere in Paris, hätte wohl ein jähes Ende gefunden!
Du weißt aber auch, was die historischen Bürgerwehren ganz gerne mal gemacht haben? Stichwort Lynchjustiz.

Und ich möchte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, was in Paris passiert wäre, wenn ein Drittel der Leute Waffen dabei gehabt hätten. Es müssten nichtmal alle von denen in Panik geraten, einige wenige reichen. Und jetzt stell dir vor, die würden dann unter denen, die ihre Waffen zücken, arabisch oder nordafrikanisch aussehende Männer entdecken. Von denen es in Frankreich nicht wenige gibt.
Oder stell dir vor, was mit den Münchener Kollegen in zivil passiert wäre, die für Terroristen gehalten wurden, wenn bewaffnete Bürger in der Nähe gewesen wären.
Mal abgesehen davon, dass es die Polizeikräfte in beiden Lagen dann ihrerseits nicht leicht gehabt hätten, zwischen Attentäter und Bürgerwehr-Cowboy zu unterscheiden.
Gerade solche Situationen sollten man gut ausgebildeten Waffenträgern überlassen, denn es reicht eben nicht, ein paar Mal im Jahr auf ne 5er Ringscheibe im Schützenverein zu ballern, um in einer Hochstress-Situation einigermaßen vernünftig zu agieren.

Knaecke77
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Re: Terror in Europa

Beitragvon Knaecke77 » Mi 27. Jul 2016, 17:04

IMP hat geschrieben:
2. Deutschland beteiligt sich seit fünf Jahren an einer komplett gescheiterten Außenpolitik, die tatenlos zugesehen hat, wie Syrien in ein Schlachthaus verwandelt wurde. Das ignorante Nicht-Eingreifen des Westens hat zu Flüchtlingsströmen von historischem Ausmaß und in Syrien zu genau dem Vakuum geführt, das jetzt von ISIS ausgefüllt wird. Wer an dieser fürchterlichen Außenpolitik des Wegsehens festhält, macht sich nicht nur moralisch schuldig, sondern gefährdet Sicherheit und Leben europäischer Bürger.
Meiner Überzeugung nach hat "der Westen" , besser gesagt der unsägliche George W. Bush und sein treuer Bundesgenosse T. Blair, das momentane Chaos mit verursacht.
Die nicht vom UN - Sicherheitsrat gebilligte Intervention der USA und der Koalition der Willigen hat die staatlichen Strukturen des Iraks bis zum heutigen Tag nachhaltig zerstört. Ich trauere Saddam sicher nicht nach, aber die Sicherheitslage dort ist heutzutage sicher schlechter als zu Saddams Zeiten, wenn Blair auch anderer Meinung ist.

Der Westen hatte auch beim Sturz - bzw. Versuch des Sturzes von Al - Gaddafi und Assad die Hände im Spiel. Das Ende vom Lied war ein staatliches Machtvakuum, dass von Terrororganisationen und Banditen in diesem Ländern gefüllt worden ist.

Die Ernte dieser angloamerikanischen Interventionen und anderer politischer Ränkespiele fuhren allerdings weder die USA oder GB ein, sondern die BRD (wenn man von den Verlusten des Krieges absieht)

Und nein, die Lösung kann meiner tiefsten Überzeugung nach nicht sein, "westliche" Bodentruppen nach Syrien zu verfrachten. Was kommt danach? Wer wird regieren? Wieder eine pro westliche Marionettenregierung die über keinerlei Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügt :polizei13:

Sorry, dass müssen die Menschen selber vor Ort entscheiden...und wenn sie unter dem Joch eines "Gottesstaates" leben wollen, dann soll es so sein.


Was Deutschland betrifft: 2015 hatte Frau Merkel eine epochale Entscheidung getroffen.

Noch am 16.07.2015 verkündete Merkel die banale Weisheit:
"Du bist ein unheimlich sympathischer Mensch", sagt Merkel. Aber Reem wisse halt auch, dass in den palästinensischen Lagern im Libanon noch Abertausende Flüchtlinge sitzen. Deutschland könne es nicht schaffen, allen Flüchtlingen im Nahen Osten oder denen in Afrika zuzurufen: "Ihr könnt alle kommen."
http://www.focus.de/politik/videos/hoch ... 19569.html

Am 04.09.2015 wurde im Beisein des österreichischen Bundeskanzlers Werner Faymann von Frau Merkel genau das Gegenteil des o.g. eingeleitet.
Warum und weshalb die ansonsten als rational beschriebene BKin hier plötzlich umgeschwenkt ist, weiß ich nicht......spekulieren überlasse ich anderen.
Begleitet von einer hysterischen Medienkampagne und Klatschempfängen an den Bahnhöfen wurde eine Einwanderungsspirale in Gang gesetzt, Mahner wurden geächtet und in die rechte Schmuddelecke verbannt.
Der Versuch diese Spirale aufzuhalten wurde von Frau Merkel erst gar nicht unternommen.
Es wurde gar auf die angebliche Unwirksamkeit massiver Grenzschutzmaßnahmen verwiesen.
( Für eine angeblich konservativ geführte Regierung eine doch sehr verwunderliche Aussage )

Hundetausende wurden ohne Registrierung ins Land gelassen. Viele sind abgetaucht.
Ob darunter Terroristen, Banditen oder sonst was war, wer weiß das schon. :polizei10:

Was hat das alles mit dem "Terror in Europa" zu tun?

Bisher wurde das Gros der islamistischen Anschläge in Europa von schon lange hier lebenden bzw. hier geborenen Einwanderern bzw. deren Nachkommen begangen, die sich bis heute nicht in die Mehrheitsgesellschaft integrieren wollten oder konnten.

Warum sollte das diesmal anders laufen? Warum sollen Menschen, die in der Heimat archaischen Bräuche und Ideologien pflegten , plötzlich in Deutschland (Europa) westlichen Idealen von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit anhängen?

Deutschland wusste es besser als der Rest Europas. Die einen feiern Merkel für ihre humanistische Politik, die anderen kritisieren sie für die Grenzöffnung schärfstens.

Ich bin und bleibe skeptisch :/

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Re: Terror in Europa

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 27. Jul 2016, 17:53

:lah:

Johanneskirche2
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Re: Terror in Europa

Beitragvon Johanneskirche2 » Mi 27. Jul 2016, 20:29

Ich sehe das auch so wie Knaecke77 und Hessiejames.

In Syrien geht es sicher um vieles, aber nicht um Demokratie. Laß uns draußen bleiben. "Es ist immer das Gleiche, wir gehen irgendwo rein und dann?"Ich erinnere mich noch gut, wie Bush sen./General Schwarzkopf gescholten wurden, weil sie nicht in den Irak marschiert sind. Ähnlich Angela Merkel vor einigen Jahre als sie Mubarakt als Stabilitätsfaktor bezeichnete.

Wie wir jetzt wissen, hatten die oben Genannten gute Gründe.

"Wir sind die Guten" ist eine gute Ergänzungslektüre.

Was den Haß der jungen Muslime anbelangt, kommt es mir so vor, als ob einige dort ein ziemliches Interesse daran hätten, eine "Opferrolle" des Islam gegenüber dem Westen aufrecht zu erhalten. Ist ja auch "gut", solange merkt ja auch keiner, dass es die eigenen Regierungen und Regime nicht auf die Reihe kriegen.

Jedenfalls hoffe ich, dass wr hier von diesem ganzen Wahnsinn so weit wie möglich verschont bleiben!

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Re: Terror in Europa

Beitragvon IMP » Do 28. Jul 2016, 13:53

http://www.berchtesgadener-anzeiger.de/ ... 86081.html

Nur wie dieser Neun-Punkte-Plan aussieht, dazu finde ich nichts konkretes...
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Re: Terror in Europa

Beitragvon IMP » Do 28. Jul 2016, 14:09

Quelle Bild (besser jetzt gerade als nichts....) :

Als Reaktion auf die jüngsten Anschläge in Deutschland hat die Kanzlerin einen Neun-Punkte-Plan für mehr Sicherheit präsentiert.

• 1. bessere Frühwarnung
• 2. Personale und technische Maßnahmen verstärken, heißt: mehr Geld für Polizei
• 3. eine neue Sonderbehörde gegen Internetkriminalität
• 4. Bundeswehr soll stärker eingebunden werden
• 5. Terrorismusforschung weiterentwickeln
• 6. Europäische Zusammenarbeit verbessern
• 7. Schnellstmögliche Verschärfung des Waffenrechts, gemeinsam in Europa den illegalen Waffenhandel unterbinde
• 8. Geheimdienstkooperation verbessern, auch mit den USA
• 9. Mehr Rückführungen von abgelehnten Asylbewerbern
Ehemals Feldjäger, jetzt Justizvollzug NRW.

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Re: Terror in Europa

Beitragvon Freeman12349 » Do 28. Jul 2016, 15:26

Verschärfung des Waffenrechts
:flehan:
Wer nichts kann, kann sinnlos Gesetze verschärfen.
Reiht sich aber wunderbar mit dem Rest der Idioten unserer Politikerkaste ein
Kein PVB

Klagt nicht, kämpft!

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Re: Terror in Europa

Beitragvon Fritz4081 » Do 28. Jul 2016, 15:42

Moin,

der fromme Spruch von der Waffenrechtsverschärfung ist bloß das unreflektierte Lamentieren der üblichen Kameraschwätzer. Die haben eigentlich alle den Überblick längst verloren, selbst bei einem so speziellen Thema.

Was auch für die "Terrorismusforschung gilt, denn die bisher so verschwendeten Haushaltsmittel werden bevorzugt an Einrichtungen ausgeschüttet, die ein absehbares Resultat erzielen sollen; kunstvoll ins Ausschreibungsrecht eingebunden. "Mann" lügt sich halt gern auch in die eigene Tasche. Nicht schön, ist aber so.

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Re: Terror in Europa

Beitragvon RafaelGomez » Do 28. Jul 2016, 16:57

Freeman12349 hat geschrieben:
Verschärfung des Waffenrechts
:flehan:
Wer nichts kann, kann sinnlos Gesetze verschärfen.
Reiht sich aber wunderbar mit dem Rest der Idioten unserer Politikerkaste ein
Ich würde da nicht vorschnell so heftig drauf reagieren. Eine 'Verschärfung' bedeutet ja nicht automatisch eine Verschlechterung für den legal Führenden. Diese Bestimmungen könnten unangetastet bleiben, sollten sie sogar, wenn die Zielrichtung der illegale Handel ist. Und bspw eine Erhöhung der Mindeststrafen für unerlaubte Einfuhr/Überlassen/Erwerb etc. ist die 'Verschärfung'. Ob es so geschieht, bleibt abzuwarten...

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Re: Terror in Europa

Beitragvon Trooper » Do 28. Jul 2016, 17:09

Ich sehe das trotzdem skeptisch. Nicht eventuelle Strafverschärfungen, sondern das Risiko, daß die üblichen Waffenphobiker versuchen, an eine eventuelle Novelle noch weitere Verschärfungen dranzuhängen, die mich u.U. sehr wohl betreffen. Oder die Möglichkeit, daß vor lauter Eifer Regelungen zur Eindämmung des illegalen Handels im Darknet geschaffen werden, die auch den legalen Onlinehandel zwischen Erlaubnisinhabern (z.B. über Plattformen wie eGun) lahmlegen.

Ich beobachte die ganze Kiste nun schon über 15 Jahre lang, und eine Konstante ist geblieben: es gibt einflussreiche politische Kräfte, denen ein Totalverbot am liebsten wäre. Weil das politisch und rechtlich gegenwärtig nicht durchsetzbar ist, behelfen sie sich mit einer Salamitaktik... hier eine kleine Einschränkung, da ein Teilverbot, das nur eine kleine Gruppe betrifft, und irgendwann ist die Salami alle und nur noch ein kleiner ungenießbarer Kanten ist übrig. Wehret den Anfängen...
Dear Kids,
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Sincerely, Wikileaks

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Re: Terror in Europa

Beitragvon Harkov » Do 28. Jul 2016, 17:12

Die Richtlinie zur Dekowaffendeaktivierung ist seit April beschlossen.

Sollte schon 2010 geschehen sein. In der EU hatte nur keiner Bock zu arbeiten. Jetzt arbeitet man sich daran ab, Magazine zu verbieten, wahhlweise WAffen zu verbotenen Gegenständen zu erklären wenn ein Magazin mit der Größe X eingesetzt ist. Dazu wird man wahrscheinlich eine neue Schutzklasse für Tresore erfinden und sich auch dem Thema Gas-und Schreckschusswaffen widmen.

Vielleicht darf man sich ja auch auf kulinarisch-gesetzliche Köstlichkeiten freuen, wie etwa dem Aussehen der Waffe als Bewertungsgrundlage ihrer Gefährlichkeit.
Zuletzt geändert von Harkov am Do 28. Jul 2016, 17:22, insgesamt 3-mal geändert.
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RafaelGomez
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Terror in Europa

Beitragvon RafaelGomez » Do 28. Jul 2016, 17:13

Zwischen 'kritisch beobachten' und beleidigenden Äußerungen zu einer Personengruppe ist ja auch noch n Unterschied, Trooper.. ;-)

vladdi
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Re: Terror in Europa

Beitragvon vladdi » Do 28. Jul 2016, 17:23

Naja, illegal ist schon vieles.
Vielleicht muss man noch Kleinigkeiten nachjustieren.

Und dann muss man mal illegales Handeln (ordentlich) sanktionieren.


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