Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

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Jaguar 1986
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Jaguar 1986 » Sa 2. Jan 2016, 22:29

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Für die Sache.
Dafür, dass du in eure und deine Reihen einteilst, steht dir dieser Satz nicht zu.

Warum alphabetisiert so ein Lehrer nicht mal ehrenamtlich diese ganzen ungebildeten Flüchtlinge?
Warum alphabetisiert so ein Lehrer nicht mal ehrenamtlich diese ganzen ungebildeten Flüchtlinge? Anstatt hier zu jammern, dass alles sooo schlimm ist?
:polizei13:
Könntest Du das bitte erläutern?

Zu Satz 2: Warum muss er denn ehrenamtlich tätig sein wollen?
Es ist schön und ehrenwert wenn Leute dies tun, aber muss man mit dem Finger auf Leute zeigen, die sich da nicht berufen fühlen?
Und jeder der dies nicht möchte verwirkt automatisch das Recht kritische Fragen zu stellen und Abläufe zu kritisieren?
Warum? Muss denn jeder die heilige Maria sein?
Vllt. erfreut sich jemand an seinem Filet und möchte trotzdem nicht demütig den Schnabel halten? Er hat für das Steak gearbeitet, es ist nicht vom Himmel gefallen. Jeder hat andere Prios im Leben. Finde ich nicht verwerflich.
Demnach müsste ich ja bei jedem CSD aushelfen und ehrenamtlich tätig werden?
Hab ich nie getan und auch nie teilgenommen. Ich habe geheiratet und die Errungenschaft genutzt die andere erkämpft haben ohne je selbst nen Finger für meine Rechte zu rühren. Und nu? (Du verstehst denke ich worauf ich hinaus will?)
Zuletzt geändert von Jaguar 1986 am Sa 2. Jan 2016, 22:37, insgesamt 1-mal geändert.
kein PVB

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Criss_mitchel » Sa 2. Jan 2016, 22:33

Er bezieht sich auf Harkov weiter oben.

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Jaguar 1986
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Jaguar 1986 » Sa 2. Jan 2016, 22:39

Criss_mitchel hat geschrieben:Er bezieht sich auf Harkov weiter oben.
Ich weiß, ich finds dennoch nicht gelungen die Aussage.
Ich greife ihn ja auch nicht unsachlich an. Ich hake nur mal nach :polizei1:
kein PVB

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Kulinka » Sa 2. Jan 2016, 22:45

http://www.faz.net/aktuell/politik/kamp ... ml#GEPC;s6

Hat das neue "bunte" Europa, das außer einer unklaren Mehrheit der Deutschen keine andere Nation wirklich will, obwohl es ja angeblich unweigerlich kommt, auch etwas mit der im Link angesprochenen Problematik zu tun? Oder ist das ein bisschen zu bunt?

vladdi, ich teile Deine Ansicht von der Unabwendbarkeit eines grenzenlos bunten Europas nicht. Ich glaube, die Völker Europas sind im Moment eher dabei, sich dagegen zu entscheiden, dass Europa noch bunter wird. Was angesichts der Erfahrungen mit der bisherigen allgemeinen Buntheit niemanden ernsthaft verwundern kann.

Radikale Islamisten sagen Europa den Krieg an. Und Deutschland will auf der Grundlage zweifelhafter Humanität zahlreiche Menschen islamischer Religion mit Langzeitperspektive Unzufrieden hier integrieren. Finde den Fehler.

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Controller » Sa 2. Jan 2016, 22:45

Deutschland hat es in den letzten 60 Jahren nicht geschafft, den Großteil der Türken, Libanesen, Russen und Vietnamesen zu integrieren.
Ich kenne kein Volk dem das gelungen ist, sieht man vom Borg Kollektiv mal ab - die nennen das aber Assimilation.

Integration, von integrare, erneuern, neu beginnen, sogar geistig auffrischen :polizei1:

bedeutet eben nicht, die Aufgabe der eigenen kulturellen Identität, Sprache etc.

Sie geht auch nicht sehr schnell, sondern dauert - ob es mir nun gefällt oder nicht.
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Controller » Sa 2. Jan 2016, 23:02

kennst du denn ein Land/Volk

wo eine Integration in 60 Jahren gelungen ist ?

Meist ging sogar die gewaltsame, unterdrückende Assimilation über Jahrhunderte hinweg voll in die Hose.
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Ghostrider1 » Sa 2. Jan 2016, 23:06

Schon eigenartig, wie hier Kritiker angegriffen werden. Aber unsere Spitzenpolitiker leben es vor.

Jeder redet andauerned von Lehrern. Schauen wir mal auf die Kitas. Es wurden die letzten 2 Jahre gebaut, da Seitens einer Bundesministerin vollmundig versprochen wurde, JEDER hat ein Anrecht auf ein Kita-Platz. Wie weit der weg ist, ließ man offen.
Es gibt nun bereits Zahlen, wie viele Kinder von Flüchtlingsfamilien in die Kitas kommen. Ist ja auch im Sinne der Integration richtig & wichtig. Aber Überraschung, es reicht nicht! Es gibt nicht genügend Plätze.
Eltern von einheimischen Kindern, werden auf der Warteliste landen oder weite Strecken zurück legen, denn viele besitzen ein Fahrzeug. Da ist es völlig Hupe, wann die Kita öffnet und wann man auf Arbeit sein muss.
Diese Erkenntis stammt nicht von mir, sondern von Landes- und Kommunalpolitikern, die einfach mal die Zahlen genommen haben und anfingen zu rechnen.
Auch im Bereich des bezahlbaren Wohnraum, wird es noch härte "Kämpfe" geben. Dies wurde durch Kommunalpolitiker bestätigt. Und nein, die waren nicht von der NPD oder AfD.

Da sind wir wieder bei dem WIE. So schaffen "wir" das nicht. So bringe ich Leute gegen die Sache auf.

Ich kann jedem empfehlen, sich intensiv mit Kommunalpolitik zu beschäftigen. Bürgerversammlungen zu besuchen usw. Das ist reale Politik. Denn in der Kommune landet zum Schluss der große Haufen Probleme. Die Bürgermeister wissen doch teilweise garnicht, wie sie den Haushalt planen sollen.

Hilfe ist wichtig und richtig. Aber es muss realisierbar sein und bleiben. Die Leute haben Ängeste. Ist das falsch oder nationalsozialistisch? Bestimmt nicht.
Ich bleibe dabei, z.Z. ist vieles wischi-waschi. Wird schon irgendwie werden.

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Harkov » Sa 2. Jan 2016, 23:09

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Für die Sache.
Dafür, dass du in eure und deine Reihen einteilst, steht dir dieser Satz nicht zu.

Warum alphabetisiert so ein Lehrer nicht mal ehrenamtlich diese ganzen ungebildeten Flüchtlinge? Anstatt hier zu jammern, dass alles sooo schlimm ist?
Warum forderst du von mir immer persönliches Engagement, ja bist so vermessen von mir eine Rechtfertigung zu fordern?
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Controller » Sa 2. Jan 2016, 23:16

Ghosti genau dein obiger Beitrag zeichnet nun aber nicht
die Wiederholung der Schlacht auf den katalaunischen Feldern an die Wand

und das darf mit Sicherheit dann auch gesagt werden.
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon tyrant » Sa 2. Jan 2016, 23:36

/edit Brot
Teil des Beitrags gelöscht



Controller: Was bedeutet für mich Integration? Für mich ist jemand in die Gesellschaft integriert, wenn er mit selbiger so interagieren kann, dass er vom Verhalten her nicht besonders auffällt. Konkret bedeutet das: Spricht die Sprache (niemand verlangt hier Perfektion), trägt wirtschaftlich gesehen zur Gesellschaft bei und nimmt am kulturellen Leben teil. Er fällt halt nicht ganz besonders aus der Norm, indem er seine Familie über alles stellt, die Scharia mehr achtet als die hiesigen Gesetze, einen kriminellen Clan gründet, systematisch Zigaretten verkauft etc etc.

Es geht nicht darum, in welchen Kreisen man verkehrt, es geht auch nicht darum, welche Sprache zu Hause gesprochen wird, es ist vollkommen egal, ob er Star Wars mag oder Kino verachtet. Es geht (mir) einfach nur darum, dass ich mit einem Flüchtling oder einem Migranten so interagieren kann wie ich es mit jedem anderen auch kann. Natürlich nicht sofort. Aber es kann auch nicht sein, dass mein ehemaliger Vermieter, 15 Jahre in Berlin, Vietnamese, nicht ein einziges Wort Deutsch spricht. Ich finde das respektlos gegenüber dem Land, das ihn aufgenommen hat. Und ja, ein Stück weit gehört auch Assimilierung zur Integration. Ohne gehts nicht.
Ich bin KEIN PVB!

An allem Unrecht, das geschieht,
ist nicht nur der Schuld, der es begeht, sondern auch der,
der es nicht verhindert.

(Erich Kästner)

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon schutzmann_schneidig » Sa 2. Jan 2016, 23:47

Verwarnung für tyrant!
- It's a deadly stupid thing to point a gun (real or fake) at a police officer in the dark of night or the light of day -

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 3. Jan 2016, 08:37

Harkov, weil du Staatsdiener bist und Möglichkeiten hättest.

Das ist ja das Schlimme. Das schreibe ich auch nicht zum ersten Mal. Die, die helfen könnten, lehnen sich zurück und malen schwarz.

Und Ghosti, bitte lass doch mal diese Reflex 'Ich bin kein Nazi, aber man wird wohl mal sagen dürfen' Keule stecken. Mit Ausnahme eines Users, der höchst absonderliche Rollenbilder für PVB vorsah und auch ein egida-lastiges Menschenbild zu haben scheint, sehe ich hier kaum wen, dem die Nazirolle zugeschustert werden soll.

Und das schrob ich auch schon: Man muss kein verblendeter, müslikauender Gutmensch sein, nur, weil man nicht mit dem Heulzug nach AfDhausen reisen mag.

Hier bestritt niemand die Probleme, keiner redet die Kriminalität klein....aber es gibt halt Menschen, die sagen: Wer soll das sonst schaffen, wenn nicht wir?

Und ihr malt Szenarien an die Wand, die euch alle nicht betreffen. Keinem wurde bislang was weg genommen. Gegeben habt ihr augenscheinlich aber auch noch nichts.

Und 20 IV spricht nicht zuletzt von einem sozialen Bundesstaat. Hier kann man viel lesen. Von sozialer Grundhaltung jedoch wenig.
:lah:

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Harkov » So 3. Jan 2016, 09:22

Persönliche Betroffenheit ist überhaupt kein Kriterium in einem politischen Diskurs, wie dieser einer ist.

Du bedienst dich eines Klassikers. Der Über- Unterordnung des Gesprächspartners in machtsensitiven Diskursen in Anlehnung an Foucault. Der Privilegierte, vermeintlich Statushöhere definiert für den als nachrangige empfundenen Kommunikationspartner die Rollenmuster. Durchsetzung der eigenen Definitions- und Deutungsmacht.

Mein Beitrag für diese Gesellschaft und ihr Flüchtlingsprobleme ist die Aufkärung über solche und andere Phänomene, wie z.B. des Desintegrationstheorem. Nicht nur im Job, auch hier, im Freundeskreis und dort wo ich mich sonst noch überall engagiere, anmaßend genug, dass hier nicht zu verkünden.
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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon DonFalcone » So 3. Jan 2016, 09:26

:gruebel: boah.....das war zu hoch für mich um diese Zeit! :gruebel:

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Re: Aktuelles politisches Thema: Flüchtlinge

Beitragvon Harkov » So 3. Jan 2016, 09:56

ich möchte nochmal betonen, dass ich nicht an Frontenbildung interessiert bin. Die Positionen Diags und Schlussundguts, die ohne wenn und aber helfen möchten, empfinde ich als human und nächstenliebend.
Ich verstehe auch vollkommen, dass sie sich gegen jene wenden, die mit platten Attitüden, "Bedenken" vortragen die oft nur eine Übertünschung des eigenen latenten Rassismuses ist. Solche Leute gibt es zu Hauf.
Oder aber jene Wohlstandsverwöhnten, denen alles andere ausser das eigene Haus, egal ist.

Ich möchte halt nur nicht, (und so kamen einige Beiträge hier rüber) unter jene gerechnet werden. Denn auch ich habe ein mitfühlendes Herz und das Leid anderer geht mir nicht am Arsch vorbei.

Es steht jedem frei, meine Position hier als zu kopflastig zu empfinden, dies auch entsprechend zu kritisieren.
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