Silvester-Übergriffe in Köln

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Gast

Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Gast » Mi 6. Jan 2016, 07:53

Moin!
Gefragt, ob die Kölner Polizei versagt habe, sagte de Maizière, dass er sich das auch frage.
Na ja...wenn der CDU-Bundesinnenminister den SPD-PP-Köln anpisst, wird schon alleine aus parteipolitischen Erwägungen erstmal nichts passieren.

Tja...und die Konsequenz könnte sein, dass zu derartigen Daten eine Urlaubs- und Dienstfreisperre durchgesetzt wird. Dem PP wird jetzt alles Recht sein, um den Job zu retten.

Das Klientel ist in Köln schon lange bekannt und agiert im Umfeld des Doms quasi ungehindert (und ungeniert), weil es keine juristischen Folgen zu befürchten hat. Ein Aufenthalts- und Betretungsverbot für farbige Personen könnte irgendwie falsch interpretiert werden... :o

...und ist ja auch keine Lösung.

Dieses Phänomen zeugt von einer moralischen Stufe, die einen Aufenthalt in diesem Land nicht zulässt. Das ist sehr tragisch, weil es immer eine negatives Bild auf andere, dankbare und ordentlich handelnde Flüchtlinge bzw. Migranten wirft. Und dieser Personenkreis wird ja ohnehin schon kritisch betrachtet.

Gruß :polizei4:

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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon malfragen » Mi 6. Jan 2016, 07:57

Warum hat dieses Klientel keine juristischen Folgen zu befürchten. ?
Würde es einem Deutschen anders ergehen?
Antwort gerne auch per PN .
-----------------------------------------------------------
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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Mac Phail » Mi 6. Jan 2016, 08:31

In einem Artikel stand, dass es auch in Zügen von/nach Köln zu solchen Taten kam. Was sagt der Bundesinnenminister denn zur Arbeit der Bundespolizei?
Gruß Gordon - Kein PVB

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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Ghostrider1 » Mi 6. Jan 2016, 08:34

Ach wie jetzt gejammert wird. Wer mahnte war ....
Es ist eine Schande, dass erst so etwas in 3 Städten passieren muss, bis due rosa-rote Brille abgesetzt wird.

Dort in Köln wird nix großartiges rauskommen. Jedem TV muss die Tathandlung nachgewiesen werden.
Schon eigenartig, wie hier versucht wurde zu deckeln. Damit meine ich die Pressemeldung des PP Köln. Erste Anzeigen liefen bereits in der Nacht auf.

Ansonsten finde ich, kann man den Kollegen vor Ort nichts vorwerfen. Was wollen die machen, bei einer Gruppe von 1000 Leuten?

So wie ich das staatliche Handeln bis jetzt immer gesehen habe, wird es beim Aufschrei bleiben.
Wie oft schon würde über straffällige Ausländer berichtet und es passierte NICHTS.

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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Riker69 » Mi 6. Jan 2016, 08:38

malfragen hat geschrieben:Warum hat dieses Klientel keine juristischen Folgen zu befürchten. ?
Würde es einem Deutschen anders ergehen?
Antwort gerne auch per PN .
So lange keine eindeutigen Beweise zur einzelnen, aktiven Tat vorliegen wird es sehr schwer irgendwelche juristische Folgen zu fordern.

"Kollektivbestrafung" wäre etwas altmodisch bzw. gar nicht möglich :ja:

Das würde deutschen Straftätern genau so ergehen.

@Ghostrider1,
dem gibt's nichts mehr hinzuzufügen!!!
Zuletzt geändert von Riker69 am Mi 6. Jan 2016, 08:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Wild-Ferkel » Mi 6. Jan 2016, 08:52

Ich frage mich die ganze Zeit, wie es in Köln denn mit Verstärkungsmöglichkeiten bei der Polizei aussieht bei spontanen Lagen. In Berlin gibt es -soweit ich weiß- eine ständig einsatzbereite EHu (?). Gibt es die in Köln, Düsseldorf oder Hangelar auch?
-Keine PVB-

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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Ekowit » Mi 6. Jan 2016, 08:56

Na ja...scheinbar ist die Lage medial schon erledigt und alle "Fakten" liegen auf dem Tisch ;-)

Ich fasse zusammen:

Die Polizei war zu dösig....( siehe demaiziere)

Die Frauen sind selber schuld,weil sie den Reker-Move nicht berücksichtigt haben.

#einearmlänge

Und die Frauen können die Probleme in Zukunft auch selber vermeiden, wenn sie den Reker-Move berücksichtigten #einearmlänge

Unfassbar....

Ich bin jetzt nicht so der Frauenversteher,aber ich denke,ich würde mich direkt nochmal "angefasst" fühlen, wenn mir nach so einer Tat in den Nachrichten einer sagt:

"...so Kind...demnächst hältst du eine Armlänge Abstand, dann passiert dir sowas auch nicht..."

Wieder was für das Leben gelernt.

Noch eine Frage...vielleicht bin ich auch zu dösig mit Google.....kann ich irgendwo ein Statement sehen/lesen von Super-IM Jäger ?

Normalerweise springt der doch immer 0:09min nach Ereignisseintritt vor irgendeine Kamera ?
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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 6. Jan 2016, 09:27

Ja, du bist zu dösig. Das wurde hier sogar schon verlinkt.

Wild Ferkel, wenn alles eingesetzt ist kann man nicht mehr viel alarmieren.
:lah:

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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Trooper » Mi 6. Jan 2016, 09:31

Jaguar 1986 hat geschrieben:
Habakuk hat geschrieben:Denen die Straße überlassen , alleine weil solch ein Vorfall -sollte er sich wiederholen - Sprengkraft hat .
Ich wittere hier auch keinen Untergang oder so ... ich finde nur, dass die letzten Postings (so sympathisch ich sie privat finde), so hilflos und nach Resignation anhörte.
Resignation ist ein böses Wort. Es ist aber nunmal so: zum einen sind die allermeisten von uns, die hier schreiben, keine Entscheidungsträger, sondern kleine Erdnuckel im großen Polizeigetriebe. Zum anderen ist die ganze Angelegenheit nichts, was sich völlig überraschend auf einmal einfach so ereignet hat, sondern es ist systemischer Natur und als solches eigentlich kein technisch-taktisches Problem. Ich gebe zu, daß mich die schiere Dimension zuerst ein wenig überrascht hat, aber daß wir es mit derartigen Auswüchsen der Straßenkriminalität zu tun bekommen, dürfte keinen Praktiker über Gebühr wundern. Es ist die logische Folge der Entwicklung, die unsere Gesellschaft in einer ganzen Reihe von Themenbereichen inzwischen genommen hat... zuvorderst die Ausdünnung der Sicherheitsorgane, eine schwache Justiz mit einem wirklichkeitsfremden Menschenbild, der ausdrückliche Verzicht darauf, ernsthafte Kontrolle über den Zugang zu unserer Gesellschaft auszuüben und themenübergreifend eine tiefgreifende Phobie davor, sich in irgendeiner Weise ausgrenzend zu verhalten - bis zur Selbstaufgabe. Wir haben dermaßen Angst davor, für Nazis und Rabauken gehalten zu werden, daß wir lieber das Risiko in Kauf nehmen, daß andere sich uns gegenüber selber wie ebensolche benehmen. Warum sollte ich hier jetzt wettern und schimpfen, daß beim nächsten Großereignis mehr Kräfte im Einsatz sein müssen? Das ist nur die Oberfläche, des Pudels Kern liegt woanders und viel tiefer.

Vladdi hat nicht unrecht, wir erleben im Moment eine geradezu epische Transformation des Landes und der Gesellschaft, in der wir leben. Wir haben mehr als ein halbes Jahrhundert in einer komfortablen Blase relativer Sorglosigkeit gelebt, und das ist nun vorbei. Justizielle Sanktionen, die für Angehörige einer saturierten Wohlstandsgesellschaft gedacht waren, verfangen nunmal nicht so einfach bei Menschen, die einer hobbesianischen, vorneuzeitlichen Welt voller Gewalt, Mangel, tribaler Strukturen und staatlicher Willkür entstammen.

Und bevor ich mich endgültig in die Nesseln setze, schreibe ich mal lieber nicht weiter. Die Blase ist angestochen worden und ein Zurück gibt es wohl nicht mehr... oder wie die New York Times treffend schrieb, "Der globale Süden hat sich auf den Weg gemacht und damit muß sich der globale Norden nun arrangieren." Jeder möge selbst seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Ich für meinen Teil denke, daß das Stichwort "Wehrhaftigkeit" zukünftig sowohl für unsere staatliche Ordnung als auch für den einzelnen Bürger eine andere Bedeutung bekommen wird.
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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon 1957 » Mi 6. Jan 2016, 09:44

Tja, trooper, die Welt verändert sich ständig. Es ist aber falsch, jetzt den Untergang unserer Kultur zu propagieren. Der Untergang ist noch fern. WIr werden da jetzt reagieren müssen und dürfen dabei eben nicht in die Methodik verbohrter Rechtsextremer verfallen.
Allen voran unsere wirklichen Entscheidungsträger, nämlich Politik und Gesellschaft.
Während die tollen "Zuständigen, wie Maziere, Maas etc. die angebliche Fehleistung der Polizei anprangern, wohl vergessend, dass die Ursache eben in den politischen Fehlleistungen der vergangenen Jahrzehnte liegen, das mediale Geschrei der Ahnungslosen die Politik mitbestimmt, wird wieder mal vollkommen an einem staatlichen Konzept zur Vermeidung solcher Zustände vorbeigerudert.
Justiz, Polizei, mithin auch BW wurden als Sicherheitsorgane kaputtgespart und weichgespült.

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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Harkov » Mi 6. Jan 2016, 09:59

Wäre das nicht mal was für den Generalbundesanwalt, wenn quasi über Nacht der größte Bahnhof Deutschlands zur rechtsfreien Zone wird ?

da würde es sich doch schön ermitteln lassen. Wesentlich mehr Gefährdungspotenzial als wenn zwei Journalisten Artikel schreiben, oder ?


Trooper:
Vladdi hat nicht unrecht, wir erleben im Moment eine geradezu epische Transformation des Landes und der Gesellschaft, in der wir leben. Wir haben mehr als ein halbes Jahrhundert in einer komfortablen Blase relativer Sorglosigkeit gelebt, und das ist nun vorbei. Justizielle Sanktionen, die für Angehörige einer saturierten Wohlstandsgesellschaft gedacht waren, verfangen nunmal nicht so einfach bei Menschen, die einer hobbesianischen, vorneuzeitlichen Welt voller Gewalt, Mangel, tribaler Strukturen und staatlicher Willkür entstammen.
Ich bin auch immer wieder erstaunt mit welcher behänden Leichtigkeit Gesetze gegen die eigene Bevölkerung gemacht und durchgewunken werden, jedoch eine Verschärfung im Bereich Strafrecht so was wie ein heiliger Gral ist.

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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon 1957 » Mi 6. Jan 2016, 10:04

Auch der Generalbundesanwalt kann nur das Recht anwenden, das ihm zur Verfügung steht.
Es geht darum, dass solchen Menschen wirkungsvoll Einhalt geboten wird.

Harkov

Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Harkov » Mi 6. Jan 2016, 10:06

das ist mir klar.

Ich denke es hätte symbolische Wirkung. Ich bin halt immer wieder erstaunt, bei welchen lapidaren Ereignissen sich dieser, medial-inszeniert, einschaltet.

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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Trooper » Mi 6. Jan 2016, 10:08

@1957: ich sprach weder von Kultur noch von Untergang, und ich bin ganz sicher weder verbohrt noch rechtsextrem. Wir müssen aber einsehen, daß sich mit den Problemen auch unsere Lösungsstrategien ändern müssen. Wie gesagt, die Blase ist geplatzt. Wir haben etliche Jahrzehnte lang im weltweiten Vergleich quasi auf einer Insel der Glückseligkeit gelebt und müssen uns nun damit arrangieren, daß das vorbei ist und wir uns wieder etwas mehr dem historischen Default-Zustand der Menschheit annähern werden (der eben unsicherer, rauher und weniger kalkulierbar ist). Das verlangt robustere Lösungen, als wir bisher gewohnt gewesen sind.
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Re: Silvester-Übergriffe in Köln

Beitragvon Old Bill » Mi 6. Jan 2016, 10:16

SirJames hat geschrieben:Also meine Gefühlslage triffst Du grad ganz gut, auch wenn Du nicht in unserem Verein bist.
Seltsam mir geht es genauso...aber da "unangenehme" Meinungen hier zu :steinigung: führen und ich schon genug geschrieben habe bin ich hier bis auf den einen oder anderen moderierenden Eingriff raus
In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.
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