Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

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Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Schard » Sa 27. Feb 2016, 00:20

Spam wird in zwei Jahren der Vergangenheit angehören.
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Knaecke77
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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Knaecke77 » Sa 27. Feb 2016, 07:26

Der 34-jährige Beamte und ein Kollege waren am Nachmittag gegen 17 Uhr auf Streife im Hauptbahnhof unterwegs. In Höhe des Westausgangs zum Zentralen Omnibusbahnhof, etwa in Höhe der Treppen zu den Gleisen der Stadtbahnen, wollten die Polizisten die 15-Jährige kontrollieren. Die Schülerin ist bereits mehrfach aktenkundig, unter anderem wegen Diebstahls und Körperverletzungen. 
Das Mädel hat ja beste Zukunftsaussichten. :polizei4:

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DonFalcone
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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon DonFalcone » Sa 27. Feb 2016, 10:49

Du meinst wohl gar keine! :stupid:

Loewe
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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Loewe » Sa 27. Feb 2016, 11:52

Dem Kollegen eine rasche und vollständige Genesung und und eine umfassende psychische Aufarbeitung des ganzen ohne bleibende Traumata.

Der Täterin eine maximale Strafe nach dem Jugendstrafrecht, die dazu sinnvoll genutzt werden kann, die Dame Therapien zuzuführen und ihr eine ordentliche Berufsausbildung anzugedeihen lassen die ihr in 10 Jahren einen erfolgreichen (Re-) Start in unserere Gesellschaft ermöglicht.

Loewe

PS.: auch bei Kindern und Jugendlichen hat der Sicherungsbeamte seine Augen dort zu haben, wo sie hingehören !

Lone Soldier

Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Lone Soldier » Sa 27. Feb 2016, 12:41

DonFalcone hat geschrieben:Du meinst wohl gar keine! :stupid:
Bei ner 15-jährigen? Das glaubst du doch selber nicht, die wird schon noch wieder auf die Menschheit los gelassen werden. Wenn die fünf Jahre tatsächlich im geschlossenen Vollzug ohne Haftlockerung absitzt, wäre das schon viel.

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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon zambo84 » Sa 27. Feb 2016, 13:51

Am Ende kommt es eh wieder nur zu einer Verurteilung aufgrund einer gef. KV ... :sauer:

Dem Kollegen eine baldige Genesung!

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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon DonFalcone » Sa 27. Feb 2016, 14:24

Lone Soldier hat geschrieben:
DonFalcone hat geschrieben:Du meinst wohl gar keine! :stupid:
Bei ner 15-jährigen? Das glaubst du doch selber nicht, die wird schon noch wieder auf die Menschheit los gelassen werden. Wenn die fünf Jahre tatsächlich im geschlossenen Vollzug ohne Haftlockerung absitzt, wäre das schon viel.
5 Jahre geschlossener bei der 15jährigen, glaub ich nicht mal.
Ich vermute eher bezahlten Aktivurlaub nach 1-2 Jährchen.......

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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon coco_loco » Sa 27. Feb 2016, 19:11

Im NDR-Radio hörte ich heute, dass wegen versuchten Mordes ermittelt wird. Ist auch nicht alltäglich. Ich wünsche dem Kollegen eine baldige Genesung und der Täterin eine angemessene Bestrafung.
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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Loewe » Sa 27. Feb 2016, 19:26

dass wegen versuchten Mordes ermittelt wird. Ist auch nicht alltäglich.
Nun, bei einem Stich in den Hals kann man ja einen Tötungsvorsatz unterstellen. Und einen vermeintlichen Griff in die Handtasche um den Ausweis hervorzuholen, statt dessen ein Messer zu zücken...das geht schon als heimtückisch durch.

Da die Dame ein Küchenmesser führte und in der Tasche anschließend auch noch ein weiteres Messer gefunden wurde stellt sich im Kontext zum Alter und Geschlecht auch noch die Frage nach einer gewissen verstandesgemäßen Reife. Alkohol und Drogen schienen ja nicht im Spiel gewesen zu sein.

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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon coco_loco » Sa 27. Feb 2016, 19:46

Hatte auch schon nen Fall mit zwei Stichen in die Bauchregion, Verletzung mehrerer Organe und Lebensgefahr. War auch ne Gef. KV... Seitens der Polizei.
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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Ghostrider1 » Sa 27. Feb 2016, 20:17

Kenne ich auch. Nach Kippen gefragt und dann das Messer in den Bauch. Wurde von Seitens der StA als gef.KV gewertet, weil keine Lebensgefahr bestand.


Dem Kollegen gut Besserung. Ich persönlich glaube nicht an einer Verurteilung wegen versuchten Mordes. Vlt. fährt sie ja 3 - 4 Jahre ein.

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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Lone Soldier » So 28. Feb 2016, 08:00

Hier mal ein Beispiel, was im Jugendstrafrecht bei sowas rum kommt:

http://www.radiobremen.de/nachrichten/g ... tz102.html

Und das war ein vollendetes und echt krasses Tötungsdelikt.

Da kann sich ja jeder an drei Händen abzählen, wie lange die Täterin in Hannover effektiv sitzen wird.

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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Loewe » So 28. Feb 2016, 11:38

@ Lone Soldier

8,5 Jahre für den Haupttäter nach Jugendstrafrecht ist doch
1. eine Hausnummer
2. entsprach den Forderungen der STA

Über eine mögliche Persönlichkeitsstörung der Täterin wissen wir gar nichts. Drogen und Alkohol waren offensichtlich nicht im Spiel. Es ist also ziemlich müßig hier über ein vermeintlich vermindertes Strafmaß zu spekulieren, nur weil wir es in vollkommen anderen Fällen schon mal erlebt haben. Juristerei hat nichts mit Mathematik zu tun. Zudem sollten wir mal nicht aus den Augen verlieren, dass Resozialisierung das eigentliche Ziel des Strafvollzuges ist, vor allem in Hinblick darauf das wir uns hier im Jugendstrafrecht bewegen.

@ coco loco
Gab es hier ähnlich gefärbt auch schon. Der Sachbearbeiter des Kriminaldienstes ( Revier ) hat das Gutachten der Rechtsmedizin abgewartet und dann den Fall der Moko zur Übernahme angeboten. Als diese ablehnten hat er eine bitterböse Beschwerde an die zuständige ltd. Oberstaatsanwältin geschrieben und ihr den Fall persönlich angetragen. 2 Tage später platzte bei der Moko die Bombe. Bemerkenswert war, dass dieser SB so eine Nummer schon das 2. mal abgezogen hat und beide Male Recht bekam. Fazit: Man hat nicht das Recht seine Klappe aufzureissen wenn der SV durch Kollegen runterqualifiziert wird und man selbst nichts dagegen unternimmt. Man sollte, bei Kenntnis aller Umstände, seine Mund schon aufmachen. Aber bitte in der richtigen Form und an der richtigen Stelle.

Loewe

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Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Fritz4081 » So 28. Feb 2016, 12:49

Moin,

auch Stich sind nicht "harmlos" nur weils dabei nicht knallt.

Da mir so war als ob hier auch ein Versuch unternommen worden sei, eine Gefährlichkeitsabschätzung von scharfer Gewalt vorzunehmen, dazu einige Anmerkungen.

Es gibt, zur Betrachtung der Ausgangsbedingungen, weder einen Normmenschen bzgl. des tatsächlichen Defektmusters noch ist durch Dritte die rechts-sichere Bestimmung der Tätermotivation aus der Beobachtung" Stich zum Hals" möglich.

Ein gegebener Einstichpunkt kann also von der reinen Muskelgewebezerstörung bis zum durchtrennen vitaler Gefäße oder von Teile des ZNS alles bewirken. Daraus ergeben sich denn auch völlig unterschiedliche Gewichtungen hinsichlich der Gefahr für Leib und Leben; ex post.
Von daher erscheint es ziemlich vermessen bestimmten Zonen oder Körperregionen gegenüber der Einwirkung durch Klinge mit mindestens einer scharfen Seite zuzusprechn nicht lebensgefährlich zu sein.

Von daher gilt bei Stich, auch ohne schneidende Bewegungen nicht die Lage des tatsächlichen Defektes an sich, sondern bestenfalls die tatsächliche Eindringtiefe unter Berücksichtigung der Defektlage als Gefährdungskriterium.

Gruß

Lone Soldier

Re: Hannover: Bundespolizist mit Stich in den Hals verletzt

Beitragvon Lone Soldier » So 28. Feb 2016, 14:17

@löwe: Der Hauptangeklagte war Heranwachsender. Dass der überhaupt nach Jugendrecht verurteilt wurde ist ein Unding und meiner Meinung nach ein Fehler in unserem Rechtssystem.

Für die Täterin (waren ja mehrere), die vom Alter her mit der in Hannover vergleichbar war, kamen zwei Jahre auf Bewährung (!!!) raus. Wenn die artig zu ihrer Therapie geht, muss die nicht einen einzigen Tag sitzen.


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