Ist die Polizei in SN rechtslastig?

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RafaelGomez
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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon RafaelGomez » Do 3. Mär 2016, 11:06

Dein Vertrauen zu Aussagen von Politikern ist erheblich größer, als meines. WENN es entsprechende Erkenntnisse geben sollte, wäre es der LMI, der informiert, flankierend sollte/müsste er getroffene Maßnahmen mit benennen.

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Ghostrider1
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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon Ghostrider1 » Do 3. Mär 2016, 11:17

Der Mann und seine Partei ist bei mit durch.. Eigentlich hielt ich große STücke auf ihn.


Diese Kompetenz die er ansprich, wird als Lehrgang angeboten. Natürlich wird erfasst, wieviele hingehen. Ich gehe da nicht hin bin aber kein AfD / Pegida-Mann. Ich habe Kollegen die waren da, und fanden es nicht sooo informativ. Das die eine andere Kultur haben weiß ich. Das die mit Frauen nicht verhandeln, weiß ich, ist mir aber soetwas von egal. Wir sind in Deutschland, da dürfen Frauen führen und verhandeln.
Wie sonst kommt Herr Dulig darauf, wenn nicht über den Rückgriff auf diesen Lehrgang?

Dulig fragt sich, warum keine Personalien festgestellt werden, bei einer Versammlung. Vlt. weil man es im Nachgang macht und die Kollegen wegen einer IdF nicht voll in eine Versammlung jagd.

Was ist das GG noch wert? Man zieht sich an Claußnitz hoch. Wenn ich mal ganz stumpf das GG & VersG hernehme, dann darf ich gegen Flüchtlinge demonstrieren. Ein Heimleiter darf es benennen.
Das ist in einem Rechtsstaat so! Ob es mir gefällt oder nicht.
Dann wurde Bautzen herangenommen. Ups, im Internet gibt es jetzt ein Interview mit dem Leiter der Feuerwehr der am Einsatzort war. Ließt sich alles ein wenig anders. Das der Brandanschlag ein no-go ist, ist klar.

Dulig soll erstmal vor der eigenen Türe kehren. Wo war da der Aufschrei?
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... esden.html

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon henrymuc » Do 3. Mär 2016, 11:19

Ich finde Aussagen dieser Art pauschalierend und diffamierend. Ich habe keine Studie gesehen die seine Aussage untermauern würde. Leider habe ich den Eindruck das manche Politiker per se Angehörigen der Polizei und anderer Sicherheitsorgane Rechtslastigkeit unterstellen. Weil das so in deren politisches Weltbild passt. :sauer:

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon Ghostrider1 » Do 3. Mär 2016, 11:26

1957,
was für ein Geruch.

Sind in NRW nur weiße Schafe bei der Polizei? Ich glaube kaum. Das Sachsen nichts gegen die Rechten gemacht hat, ist eine Lüge! Die Soko "Rex" hat gute Arbeit geleistet. Das OAZ ist auch nicht blind. Die berüchtigte "SSS" wurde beweissicher ausgehebelt und verboten. Viele kleine Kameradschaften wurden zerschlagen.

Ich hatte hier eine Liste gepostet. Aus NRW zieht auch ein Brandgeruch nach Sachsen, von den vielen Anschlägen 01/2016 - 02/2016

Laßt mal die Kirche im Dorf.

Ich hoffe, das Dulig für diese pauschale Unterstellung
a) Beweise bringt
b) oder richtig eine vor den Latz bekommt.

Ich persönlich fühle mich angegriffen. Ich kann für meine Schicht reden. Es gibt Leute die den Kurs von Frau Merkel gut finden und andere nicht. Deswegen sind die Kritiker keine Nazis.
Deutschland muss sich besinnen, dass es ein Rechtsstaat ist. Das gilt für jede Seite! Baut einr Blödsinn und uZ ist notwendig, dann darf die Herkunft keine Rolle spielen. Auch nicht die politische Seite der Demo. :motz:

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon 1957 » Do 3. Mär 2016, 11:27

Sicherheitsorgane stehen nun mal immer in einem besonderen Focus. Das ist auch richtig so.
Es braucht auch nicht für alles Studien, wenngleich es entsprechend kritische Studien der Polizeiwissenschaft gibt.

Eine hab ich schon mal gefunden: http://www.migazin.de/2014/10/08/studie ... migranten/

Natürlich sind auch Studien nicht das Non plus Ultra.

Nein Ghosti,

in NRW gibt es nicht nur weiße Schafe. Darum geht es auch gar nicht. Der Minister spricht doch eher ein strukturelles Problem an, welches nach seiner Auffassung durch eine Mehrzahl einzelner Anlässe begründet wird. Was da intern noch bekannt ist, weiß doch keiner von uns.

Im Grunde hat der gesagt, die Polizeiausbildung in Sachsen ist in dieser Hinsicht "Scheiße", was zur suboptimalen Handlungsfähigkeit in entsprechenden Situationen führt.

Ich hatte hinsichtlich des "Geruchs" ausdrückliche auf meine Betrachtungsweise aus der Ferne und ohne interne Kenntnisse über die Polizei Sachsen hingewiesen.

Wenn der Minister die Antworten auf die nun kommenden Fragen schuldig bleibt hat er sich diskreditiert.

Rafael, das Vertrauen in Politiker in hohen Ämtern sollte bis zum Beweis des Gegenteils erst mal gegeben sein. Das sind wir unserem System schuldig.
Zuletzt geändert von 1957 am Do 3. Mär 2016, 11:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon henrymuc » Do 3. Mär 2016, 11:33

Ghostrider1 hat geschrieben:1957,
was für ein Geruch.

Sind in NRW nur weiße Schafe bei der Polizei? Ich glaube kaum. Das Sachsen nichts gegen die Rechten gemacht hat, ist eine Lüge! Die Soko "Rex" hat gute Arbeit geleistet. Das OAZ ist auch nicht blind. Die berüchtigte "SSS" wurde beweissicher ausgehebelt und verboten. Viele kleine Kameradschaften wurden zerschlagen.

Ich hatte hier eine Liste gepostet. Aus NRW zieht auch ein Brandgeruch nach Sachsen, von den vielen Anschlägen 01/2016 - 02/2016

Laßt mal die Kirche im Dorf.

Ich hoffe, das Dulig für diese pauschale Unterstellung
a) Beweise bringt
b) oder richtig eine vor den Latz bekommt.

Ich persönlich fühle mich angegriffen. Ich kann für meine Schicht reden. Es gibt Leute die den Kurs von Frau Merkel gut finden und andere nicht. Deswegen sind die Kritiker keine Nazis.
Deutschland muss sich besinnen, dass es ein Rechtsstaat ist. Das gilt für jede Seite! Baut einr Blödsinn und uZ ist notwendig, dann darf die Herkunft keine Rolle spielen. Auch nicht die politische Seite der Demo. :motz:
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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon RMP » Do 3. Mär 2016, 11:37

1957 hat geschrieben:Es braucht auch nicht für alles Studien, wenngleich es entsprechend kritische Studien der Polizeiwissenschaft gibt.

Eine hab ich schon mal gefunden: http://www.migazin.de/2014/10/08/studie ... migranten/

Natürlich sind auch Studien nicht das Non plus Ultra.
Richtig. Und Sachsen und Sachsen-Anhalt sind verschiedene Bundesländer. Welche Aussagekraft zu diesem Thema sollte also eine Studie zur Polizei in Sachsen-Anhalt haben?

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon 1957 » Do 3. Mär 2016, 11:38

Tja, subjektiv verständlich, aber eigentlich am Thema vorbei.

@ RMp

glaubst du jetzt ernsthaft, ich durchforste das Internet oder die Bibliotheken, nur weil ein Poster die angeblich fehlenden Studien vermisst? Es gibt hinreichend Studien kritischer Art. Das war nur ein Beispiel.

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon RafaelGomez » Do 3. Mär 2016, 11:49

1957 hat geschrieben: Rafael, das Vertrauen in Politiker in hohen Ämtern sollte bis zum Beweis des Gegenteils erst mal gegeben sein. Das sind wir unserem System schuldig.
Und für einige 1000 sächsische Polizisten gilt das nicht?

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon RMP » Do 3. Mär 2016, 11:53

1957 hat geschrieben: Rafael, das Vertrauen in Politiker in hohen Ämtern sollte bis zum Beweis des Gegenteils erst mal gegeben sein. Das sind wir unserem System schuldig.
Und schuldig ist es ein fachfremder Minister, den Mitarbeitern seines Regierungskollegen nicht pauschal in den Rücken zu fallen.

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon 1957 » Do 3. Mär 2016, 11:57

Grundsätzlich selbstverständlich. Ich sprach allerdings von hohen Ämtern mit besonderer Verantwortung.
Ansonsten halte ich Allgemeinpolitiker insbesondere bloße Parteifraggels für nicht besonders vertrauenerweckend.

Trotzdem dürfen alle ihre Meinung dazu auch öffentlich sagen.

RMP, du drehst dich im Kreise. Der Minister glaubt, Anhaltspunkte für diese These zu haben.
Er prangert diesen Umstand an. Wenn das stimmt, was noch zu beweisen wäre, muss er das auch. Du und wir alle, haben bei weitem nicht den Informationsstand eines Ministers.

Er trägt auch die Verantwortung für die Folgen.

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon al-lex » Do 3. Mär 2016, 12:02

Irgendwie erinnert mich diese Kommentare hier teilweise an die jahrelangen Aussagen sächsischer Politiker: "Rechtsextremes Problem? Ja garantiert nicht bei uns im schönen Sachsen! Alles halb so wild."
Nur weil es keine Zahlen gibt (jetzt mal davon abgesehen, dass man bei Umfragen ja die erwartete Antwort geben kann), kann es ja auch in Teilen der Polizei eine "rechte Grundstimmung" geben, die sich statistisch nicht (gut) erfassen lässt.
Ob es eine solche Grundstimmung gibt, kann ich nicht beurteilen. Dazu kenne ich Sachsen zu wenig und erst Recht die sächsische Polizei, aber es ist doch auffällig, dass man dies immer wieder hört und jetzt nicht (nur) unbedingt aus linksradikalen Kreisen, sondern auch aus Kreisen die ins Bürgerliche gehen. Kann man sich natürlich fragen, wieso solche Vorwürfe (oft) nicht gegen die Polizei in NRW, Bayern, Berlin oder Brandenburg erhoben werden?
Entweder hat die Polizei Sachsen also ein Nazi-Problem oder ein massives Image-Problem.
Beides wäre nicht gut und man muss sich entweder überlegen, wie man rechtes Gedankengut bekämpft, oder wie man das Vertrauen der Bürger steigert.

@RMP: Er ist immerhin stellvertretender Ministerpräsident. Er hat natürlich das Recht etwas zu kritisieren, wenn er glaubt, dass etwas schief läuft.

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon 1957 » Do 3. Mär 2016, 12:04

:zustimm:

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Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon Ghostrider1 » Do 3. Mär 2016, 12:05

@1957
Nein, die Polizeiausbildung ist dahingegehend nicht "Scheiße"
Dulig ist ein roter SPD'ler und kann nicht damit leben, dass es eben auch mal knallt und die Asylies zum Ziel der Maßnahme werden. Er kann auch nicht damit leben, dass das GG für beide Seiten gilt.

Schade, zu seinem Amtsantritt und zur Wahl konnte er sein wahres Gesicht gut verbergen.

Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis der Letzte aufwacht und erkennt, dass wir in JEDE Richtung handeln müssen. Egal ob es schön ausssieht oder nicht (wobei mich das noh nie interessiert hat)

Das in Claußnitz ist keine Schuld der Polizei. Wenn nichts vorlag, schickt man keine EHu hin. Wenn ein Asylie Streß sucht, bekommt er diesen. (hat einer die spuckende Frau im Bus wahrgenommen...)

Bautzen, ist ebenfall kein bundesweiter Einzelfall. Desweiteren empfehle ich das Interview mit dem Einsatzleiter der Fw zu lesen. Da waren zwei Typen die in die Einsatzstelle gelaufen sind. Das zählt bereits als Behinderung. Die waren wohl besoffen und haben nicht auf die F gehört, so dass die Polizei die Typen abfischen mußte. Auch wurden keine Löschschäuche weggezogen.

Lone Soldier

Re: Ist die Polizei in SN rechtslastig?

Beitragvon Lone Soldier » Do 3. Mär 2016, 12:22

RobMetal hat geschrieben:Geht's jetzt hier um politischen Rückhalt oder um die Frage, ob an der These was dran sein könnte? Für letzteres Einzelbelege zu finden dürfte schwer bis unmöglich sein.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/mut ... -1.2729302
Es geht um einen Ladendiebstahl, bei dem Waren im Wert von 34,85 Euro entwendet wurden. Solche Verfahren werden oft eingestellt, gegen Auflagen. Nicht jedoch in diesem Fall. Der mutmaßliche Dieb wurde gefasst, doch eine Einstellung des Verfahrens wurde ihm jedoch nicht angeboten. Die Polizei habe dies an den mutmaßlichen Täter nicht herangetragen. Denn: "Der Beschuldigte ist Ausländer."
... oder wie Artikel schon genannt die Absicht, gegen bedrängte Flüchtlinge im Bus zu ermitteln.

Ansonsten ist der durchschnittliche Polizeibeamte wahrscheinlich eher nicht weiter links als der Bevölkerungsdurchschnitt, und der durchschnittliche Sachse statistisch auch nicht.
http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/

Und das ist auch okay so, denn natürlich darf jeder Polizist jede Meinung haben.

Seit wann ist es Aufgabe der Polizei dem BS was über die Verfahrenseinstellung zu erzählen? Das entscheidet die STA. Meine Formulare kennen nur die Frage: Mit dem Strafbefehlsverfahren einverstanden. Wenn der kein Deutsch kann und Ausländer ist, muss ich das logischerweise auch vermerken. U.a. um zu begründen warum ich ihn nicht vor Ort angehört habe.

34 Euro ist beim LD schon eine etwas größere Summe, deutlich mehr als der durchschnittliche LD, der etwas zum Essen, Tabak oder ne Pulle Schnaps klaut um es selber zu verbrauchen und die Tat zugibt. In dem Sinne wäre es interessant, was da geklaut wurde. Wenn dann noch zwei Täter agiert haben und nicht an der Aufklärung des Sachverhalts mitarbeiten, den Dolmetscher ablehnen, dann kann ich nur sagen:

Es ist definitiv nicht der normale Ladi und ich finde es gut, dass die STA den Burschen nicht ungeschoren davon kommen lässt.


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