Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

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RafaelGomez
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Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon RafaelGomez » Do 24. Mär 2016, 12:47

1957 hat geschrieben: Wie du siehst, wird dieser "Slang" von ganz vielen Leuten als nicht so toll betrachtet...
Der Vollständigkeit halber: 'Ganz viele' sehe ich anders, und ganz viele sehen da keinen Grund, sich albern zu echauffieren. Aber an irgendetwas muss man sich ja hochziehen, wenn die Ursprungsgeschichte sich schon zu Ungunsten der eigenen Meinung ändert.

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon 1957 » Do 24. Mär 2016, 13:21

Rafael, wir sind hier nicht ganz viele, zumindest auch nicht an maßgeblicher Stelle. Jeder von uns weiß, das solle Gegebenheiten von vielen dringend gesucht und ausgeschlachtet werden.
Das kann man nun gut finden oder nicht. Es ist aber Realität.
Man kann sich ganz schnell zum Kasper machen.

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon RafaelGomez » Do 24. Mär 2016, 13:55

1957 hat geschrieben:Rafael, wir sind hier nicht ganz viele, zumindest auch nicht an maßgeblicher Stelle. Jeder von uns weiß, das solle Gegebenheiten von vielen dringend gesucht und ausgeschlachtet werden.
Sehr richtig. Umso wichtiger finde ich es, dem keine Bedeutung zuzumessen. Je weniger man sich aufregt, oder kritisch beäugt, desto weniger Möglichkeiten zum 'Ausschlachten' gibt es. Ohne es zu wissen, möchte ich wetten, dass die ganze Geschichte es nicht in die Öffentlichkeit gebracht hätte, wenn bei vernünftiger Recherche die jetzige Geschichte von Anfang an bekannt wäre. Nix mehr mit der armen, traumatisierten Flüchtlingsmama, sondern notorische Querulantin bekommt mit deutlichen Worten die Grenzen aufgezeigt. Da soll man sich noch über Ausdrücke wie 'Lügenpresse' bei einfacher gestrickten Bürgern wundern...
Das kann man nun gut finden oder nicht. Es ist aber Realität.
Man kann sich ganz schnell zum Kasper machen.
Richtig. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Egal, wo der Klotz herkommt. Solcherlei grobe Ansprache gehört dazu, das ist Realität. Nicht nur, wie bereits gerechtfertigt wurde, bei dem suchtkranken Wohnsitzlosen.
Zum Kasper machen sich diejenigen, die legitimes Handeln kritisieren, weil der Adressat einer hofierten Gruppe angehört.

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon 1957 » Do 24. Mär 2016, 15:33

Rafael, ich glaube, wir schreiben diesmal aneinander vorbei. Tatsächlich haben wir auch divergierende Ansichten.

Es liegt nicht an uns, derartige Begebenheiten in den Kreislauf zu bringen. Die Medien warten nur auf solche "Ungeschicktheiten", da haben wir gar nichts mehr in der Hand. Das wissen im übrigen ganz besonders diejenigen, die zum Ziel unserer Maßnahmen werden. Die machen sich nicht zum Kasper, sondern die machen ihren Job. Der besteht aus dem Verkauf möglichst reißerischer Nachrichten.
Polizisten stehen nun mal im Focus und es gibt wirklich viele, die bei einem solchen Vorgehen Schnappatmung bekommen. Das siehst du genau an dieser Geschichte.

Und natürlich müssen einem Querulanten die Grenzen aufgezeigt werden.
In diesem Fall war der Kollege der Kasper. Emotional und ohne Überblick. Und das wiederum wird an vielen Stellen ähnlich gesehen. Das schadet unserem Ruf und dem agierenden Kollegen.
Da ändert eine womöglich rechtmäßige Maßnahme auch nix dran.

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Ghostrider1
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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon Ghostrider1 » Do 24. Mär 2016, 15:41

Ja, die lieben Medien. Laut al-lex, ist das alles super toll, was der WDR da hin gelegt hat.

Gibt es ein update zur Geschichte und dieser Frau? Wenn ja, bitte verlinken.
Mich würde interessieren, was der IM Jäger jetzt gedenkt zu tun. Er ist seiner Polizei jetzt das 2x in den Rücken gefallen. Hauptsache "politisch korrekt" bleiben, ja nicht kritisch in JEDE Richtung hinterfragen, es könnte sich jemand stören

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon 1957 » Do 24. Mär 2016, 15:54

http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokal ... rd-bedroht

das ist so das aktuellste. Weiteres bleibt abzuwarten.,

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon RafaelGomez » Do 24. Mär 2016, 16:13

1957 hat geschrieben:Rafael, ich glaube, wir schreiben diesmal aneinander vorbei. Tatsächlich haben wir auch divergierende Ansichten.

Es liegt nicht an uns, derartige Begebenheiten in den Kreislauf zu bringen. Die Medien warten nur auf solche "Ungeschicktheiten", da haben wir gar nichts mehr in der Hand. Das wissen im übrigen ganz besonders diejenigen, die zum Ziel unserer Maßnahmen werden. Die machen sich nicht zum Kasper, sondern die machen ihren Job. Der besteht aus dem Verkauf möglichst reißerischer Nachrichten.
Polizisten stehen nun mal im Focus und es gibt wirklich viele, die bei einem solchen Vorgehen Schnappatmung bekommen. Das siehst du genau an dieser Geschichte.

Und natürlich müssen einem Querulanten die Grenzen aufgezeigt werden.
In diesem Fall war der Kollege der Kasper. Emotional und ohne Überblick. Und das wiederum wird an vielen Stellen ähnlich gesehen. Das schadet unserem Ruf und dem agierenden Kollegen.
Da ändert eine womöglich rechtmäßige Maßnahme auch nix dran.
'Viele, die Schnappatmung bekommen', 'wird an vielen Stellen ähnlich gesehen'... Kannst Du auch ohne Allgemeinplätze?
Die Sache ist unter anderen Vorzeichen öffentlich geworden. Kaum wird es anders als gewesen dargestellt -und ich zweifle diese Darstellung nicht an, da im Gegenteilsfalle das in Rede stehende Medium schon reagiert hätte- hört man nix mehr. Seltsam, oder? Solch ein Riesenskandal, mit politischen Forderungen zur Suspendierung, und nun verläuft das im Sande...
'Womöglich rechtmäßige Maßnahme'... Willst Du das, weil in die Defensive geraten, jetzt auch noch bezweifeln?
Nein, es liegt nicht an uns, solche Begebenheiten in den Kreislauf zu bringen. Es liegt aber an uns, Unwahrheiten offen entgegen zu treten. Du selbst hast weiter oben geschrieben, dass die Kreispolitiker keine Ahnung haben, was den Alltag im Dienst ausmacht. Umso wichtiger ist es, den Unwissenden klarzumachen, wie der Hase läuft. Indem nämlich offen kommuniziert wird, dass die Kollegen richtig gehandelt haben. Und dass es 'uns' scheißegal sein muss, wie das rüberkommt. Wer aus seiner liberalen Sofasicht anders vorgehen würde, darf ja gerne mal mitkommen.
Der Kollege ist mitnichten der Kasper, höchstens bei weltfremden Gesellschaftsoptimisten. Das in der Situation vielleicht sein Redefluss nicht der flüssigste war, ist hinnehmbar. Die Wortwahl und Zwangsandrohung durch scharfen Ton und Gestik angemessen. Diesen Kollegen im Regen stehen zu lassen, wie es bei Eurer politischen Führung die Regel zu sein scheint, ist schlicht erbärmlich.

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon RafaelGomez » Do 24. Mär 2016, 16:21

1957 hat geschrieben:http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokal ... rd-bedroht

das ist so das aktuellste. Weiteres bleibt abzuwarten.,
'Bleibt abzuwarten'... Wäre vielleicht von vornherein die angemessene Reaktion gewesen, unmittelbar nach dem unsäglichen WDR-Beitrag.
Aber danke für den Link, ist für den Nicht-NRWer aufschlussreich.

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon 1957 » Do 24. Mär 2016, 16:28

Meine Güte, Rafael.
Das sind, wie du leicht an Berichterstattung und Reaktionen feststellen kannst, keine Allgemeinplätze.
Das Verhalten des Kollegen ist bereits vorverurteilt und zwar von höchster Stelle.
Das ist leider so und in dieser Beziehung hast du auch aus meiner Sicht recht.

Allerdings ist der einzige, der den Kollegen hat im Regen stehen lassen, er nämlich selbst.
Ich hoffe, dass er in seiner Umgebung entsprechende Unterstützung erfährt.
Jeder muss die Konsequenzen seines Handelns tragen.

Ich bin im übrigen nicht der Auffassung, dass der Kollege eine wirklich erhebliche Verletzung seiner Beamtenpflichten hingelegt hat. Trotzdem muss das bearbeitet werden.

Das "womöglich" bezog sich übrigens auf die Tatsache, dass wir mit den vorhandenen Informationen nicht in der Lage sind, die Rechtmäßigkeit schlußendlich zu prüfen.

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon RafaelGomez » Do 24. Mär 2016, 16:42

1957, die 'Reaktionen' basieren mE auf der ursprünglichen Berichterstattung. Die, wenn nicht wissentlich falsch, zumindest unvollständig war, bezüglich des Background des Einsatzes. Anscheinend ist es ja so, das bei Äußerung einer Frau, sexuell belästigt/genötigt worden zu sein, dies umgehend als wahr angesehen wird. Wenn es sich dabei noch um einen Flüchtling handelt, um so mehr. Ein Bärendienst allen wirklichen Geschädigten gegenüber.
Du widersprichst Dir jedoch, wenn Du einerseits sagst, dass eine Vorverurteilung stattfand, und andererseits dem Kollegen die Alleinverantwortung zuschusterst.
Eine Pflichtverletzung sehe ich da ebenfalls nicht. Und, von welchen Strafverfahren ist im Westfalenblatt die Rede? Das ein Tatbestand, womöglich 'im Amt', zur Anzeige gebracht wurde, war mir neu, kann ich aber auch übersehen haben. In diesem Falle sollte auch der glorreiche Kameramann genauer betrachtet werden. Aber vermutlich ist das politisch nicht korrekt...

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon 1957 » Do 24. Mär 2016, 16:54

Irgendwie sind wir auf verschiedenen Ebenen.
Vorverurteilung und Verantwortung widersprechen sich nicht.

Eine Straftat wurde von Beginn an durch die Medien vermutet. Da gibt es ja viele Möglichkeiten. Ich sehe eine solche derzeit nicht.

Ob du oder ich darin eine Dienstpflichtverletzung erkennen, ist unerheblich. Jedenfalls ist es im Hinblick auf die vielfältigen Beamtenpflichten möglich. Das Ende bleibt abzuwarten.
Jedenfalls wirst auch du nicht um ein klärendes Gespräch kommen, wäre einer deiner Jungs ähnlich betroffen.

Die ursprüngliche Berichterstattung geht lediglich von dem entstandenen Eindruck aus. Niemand kann das verhindern.

Und was hat der "Kameramann" damit zu tun ?

Ich glaube fast, du bist ein bisschen sehr voreingenommen.

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon RafaelGomez » Do 24. Mär 2016, 17:31

1957 hat geschrieben:Irgendwie sind wir auf verschiedenen Ebenen.
Vorverurteilung und Verantwortung widersprechen sich nicht.

Eine Straftat wurde von Beginn an durch die Medien vermutet. Da gibt es ja viele Möglichkeiten. Ich sehe eine solche derzeit nicht.
Ich auch nicht. Jedoch wird ja geschrieben, dass der Verfahrensausgang abgewartet werden müsse.
Ob du oder ich darin eine Dienstpflichtverletzung erkennen, ist unerheblich. Jedenfalls ist es im Hinblick auf die vielfältigen Beamtenpflichten möglich. Das Ende bleibt abzuwarten.
Ganz so unerheblich doch nicht. Du verfügst ja über ein 'gesundes' Rechtsempfinden. Meiner eigenen bescheidenen Ansicht nach, ich auch. Und bei aller Phantasie fällt mir nix ein, was vor nem Disziplinargericht Bestand hätte.
Jedenfalls wirst auch du nicht um ein klärendes Gespräch kommen, wäre einer deiner Jungs ähnlich betroffen.
Es gibt nichts zu 'klären'. Grundmaßnahme ok, Zwang ok. Sollte dem nicht so sein, wäre es anders, aber gegenwärtig gehe ich daavon aus, dass es so war. Das 'Gespräch' fände eventuell vor dem verhandelnden Gericht statt. Wenn die Anzeige gegen den Kameramenschen, der relevante Teile (Biss zN des Kollegen, lt. zeitung) rausgeschnitten haben soll, seinen Weg in die HV findet.
Ich weiß nicht, wie das Gespräch bei Dir abliefe. Ich wüsste nicht, warum ich da was 'klärn' müsste. Ich pflege mich vor meine Mitarbeiter zu stellen. Wenn die Mist gebaut haben, gibts n Einlauf. Nicht zu knapp. In diesem Falle sehe ich dazu keinen Anlass. Immer davon ausgehend, dass die gegenwärtige Informationslage Bestand hat.
Die ursprüngliche Berichterstattung geht lediglich von dem entstandenen Eindruck aus. Niemand kann das verhindern.
Verhindern nicht. Aber PÖA könnte dem entgegen treten. Mit einer eigenen Darstellung des Geschehens, besser noch mit einer öffentlichen Gegendarstellung. Ich weiß, dass so etwas nur selten passiert. Trotzdem bleibt das meine Erwartungshaltung. Ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich kein Pressesprecher bin...;-)
Und was hat der "Kameramann" damit zu tun ?
S. o.

Ich glaube fast, du bist ein bisschen sehr voreingenommen.
weniger voreingenommen. Die übliche Problematik bei der Diskussion solcher SV'e ist doch die, dass ein jeder ob seiner eigenen Erfahrungen einen gedachten Ablauf vor Augen hat. Und meiner sagt mir, dass ich genauso gehandelt hätte. Vielleicht verbal geschliffener, aber das ist vernachlässigbar.

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon 1957 » Do 24. Mär 2016, 17:46

Belassen wir es dabei.

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Re: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon RafaelGomez » Do 24. Mär 2016, 17:50

Es hätte mich schon interessiert, was Du dem Kollegen in dem 'klärenden Gespräch' zum Vorwurf machen würdest.

vladdi
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Re: AW: Polizist drohte Syrerin, sie in Ketten zu legen

Beitragvon vladdi » Do 24. Mär 2016, 17:55

Ich hätte mich so nicht ausgedrückt.
Ich finde die Art und Weise, wie dort gesprochen wurde nicht gut.

Es stimmt, dass man (Polizist) sich so ausdrücken soll, dass der Kunde einen versteht. Aber das ganze sollte doch immer noch so sein, wie es das Selbstbild der Polizei, der Anspruch des Volkes an sein Polizei, der Anspruch der Vorgesetzten und des Parlamentes an seine Polizei ist.


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