Messerangriff am Bahnhof Grafing

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Fritz4081
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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Fritz4081 » Mi 11. Mai 2016, 18:31

@ Kensei,

ganz einfach, wird der Trainingsstand nicht nachgewiesen, geht die Führerlaubnis verlustig.

Damit hab ich kein Problem.

@ berlinmitteboy,

sicher nicht für hinz und kunz, nur stören mich entsprechend befähigte zivile Waffenträger genau so wenig wie Dienstwaffenträger.

Und was vermeintliche "Waffengeilheit" angeht, möchte ich darum bitte nicht von sich auf Dritte zu schließen. Es bleiben ganz normale Werkzeuge, deren Auswirkungen auf Weichziele denen anderer Waffen durchaus ähnlich sind, wer da etwas hineingeheimnist hat ein ziemliches Problem, selbst.

@ Harkov, der Fall mit dem Sprengberechtigten ist tatsächlich so skandalös wie die Begründung hier nicht her passende Worte einer kritischen Würdigung verdient. Solche Inkompetenz gibts, sei beruhigt, auch weiter nördlich.

Aber das Problem ist tatsächlich: Solche Menschen glauben das wirklich, was sie da meinen festzustellen.

Gruß

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon berlinmitteboy » Mi 11. Mai 2016, 18:32

"Eigenen Willen aufzuzwingen"!Danke

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Scud » Mi 11. Mai 2016, 18:37

Fritz4081 hat geschrieben:Moin 1957,

das Führen von SW ohen hinreichenden Trainingsstand ist bestenfalls sinnlos. Ein entsprechendes Training liegt daher schon im Eigeninteresse.
In einer Gesellschaft sollte dem Individuum natürlich die freie Entfaltung so lange möglich sein bis Andere eingeschränkt werden. Mit entsprechendem Aufwand ist also vieles möglich (Fliegen, Schifffahrt, bestimmte Tierarten....) Lege ich die entsprechenden Nachweise vor wird mir auch das meiste genehmigt.

Ein WS für Angagierte und Fähige wäre ein Gewinn für den Einzelnen und die Gesellschaft. Das Testverfahren, so aufwändig wie von den meisten hier (mich eingeschlossen) gefordert, sollte das absichern können. Also nicht à la Carry Permit in den USA mit Prüfung der Vorstrafen und CCW Class (u.a. auch Onlineschein mgl.). Da der Sportschütze schon 12 Monate benötigt um sein Bedürfnis nachzuweisen würde Ich mal 3 Jahre regelmäßiges Training/Überprüfungen in den Raum werfen. Aus finanziellen und zeitlichen Aspekten werden wahrscheinlich nur die ernsthaften Bewerber durchhalten.

Im Endeffekt sind das aber alles nur ein paar Ideen, eine Lockerung des Waffengesetz ist bei der derzeitigen Gefühlslage der Bevölkerung und allgemeinen Aversion gegen Waffen ausgeschlossen. Außerdem könnte Ich keinen aus meinem näheren Umfeld benennen, der sich so unsicher fühlt das er ständig bewaffnet unterwegs sein möchte.

Grüße

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Trooper » Mi 11. Mai 2016, 18:46

Ich habe doch schon ausgiebig dargelegt, was ich sinnvoll fände: daß derjenige unbescholtene und zuverlässige Bürger, der willens ist, sich das nötige Knowhow anzueignen, die Möglichkeit hat, eine Waffe für den expliziten Zweck des Selbstschutzes zu erwerben und bei Vorliegen des nötigen Trainings auch zu führen. Das tue ich, weil ich die zu erwartenden Vorteile bei der Verhütung von schweren Straftaten für schwerwiegender halte als die realistischerweise zu prognostizierenden Risiken, und weil es mit meiner Vorstellung eines freiheitlichen Rechtsstaates besser zusammen passt als die gegenwärtige Verbotsrealität.

Um mich gehts dabei nicht, ich habe und darf seit langer Zeit alles, was ich möchte. Und ich wäre dankbar und würde es als Beitrag zu einer Versachlichung der Debatte empfinden, wenn diese Ad-hominem-Argumente à la "Du hast/bist ja offensichtlich dieses und jenes" mal steckengelassen würden. Stattdessen möchte ich die Kritiker mal freundlich darauf aufmerksam machen, daß man eine Ansicht wie meine durchaus aus ernstgemeinten, gut begründeten persönlichen Überzeugungen heraus vertreten kann - auch wenn diese euch womöglich fernliegen mögen.
Dear Kids,
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Sincerely, Wikileaks

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon berlinmitteboy » Mi 11. Mai 2016, 18:50

@Fritz4081

Du hast es doch gerade mit deinem "aufzwingen" bestätigt.Eine Waffe ist und bleibt nun mal ein Machtinstrument, dass ich nicht in falschen Fingern sehen möchte.
Glaubst du ernsthaft das so ne Sachkunde,mit dreimal schießen im Jahr, diese raus filtert?
Der Käptn hatte es schon erwähnt;Es kann alles mit einem Menschen passieren was ihn aus der Bahn wirft.Bei ner typischen HG will ick da nicht im Boot sitzen....

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon mistam » Mi 11. Mai 2016, 18:52

Fritz4081 hat geschrieben:@ mistam, Du scheinst auch ein akutes SW-Problem zu haben. Waffen sind in der Regel dazu entwickelt einem Gegenübe der eigenen Willen aufzuzwingen.

Mit einer Spur Fachkompetenz wüsstest Du auch wie wenig zweckmäßig und wirksam Handwaffen sind, wenns um die relative Tödlichkeit geht...

Gruß
So, so. Und das tue ich, indem ich mit Tötung oder schwerer Verletzung mittels meiner Schusswaffe für den Fall drohe, dass mir mein Wunsch nicht erfüllt wird. Die Tödlichkeit ist doch sehr viel stärker von der Munition abhängig, nicht wahr?

Ich habe kein Problem mit Waffen. Auch nicht mit Schusswaffen. Aber sie haben nichts on privater Hand zu suchen.

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon malfragen » Mi 11. Mai 2016, 18:55

Ich persönlich denke das es mehr Unfälle und Zwischenfälle mit Waffen geben wird als die Möglichkeit solche Angriffe abzuwehren.
Die wahrscheinlich das mehr solche Typen unterwegs sind ist ja doch minimal zum Glück und selbst dann muss erst mal jemand mit Waffe beteiligt sein.
Selbst bei einer Lockerung des Waffengesetzes wird sich nicht jeder damit ausrüsten, aber so wie letze Zeit vermeldet wurde ist eher eine Verschärfung statt Lockerung angedacht.
-----------------------------------------------------------
Kein PVB

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon mistam » Mi 11. Mai 2016, 19:02

@ Trooper: Ich hatte mich ja schon vorab für den Fall entschuldigt, dass ich falsch läge.
Und ich kann tatsächlich nicht nachvollziehen, wie man als PVB Schusswaffen in Privathand gutheißen kann. Ich jedenfalls habe schon eine Menge höchst anständiger Menschen erlebt, die sich in Ausnahmesituationen höchst irrational verhalten haben.
Wer bezahlt eigentlich die umfassenden und wiederkehrenden Schulungen? Oder ist Waffenbesitz Vorrecht der Gutsituierten?

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Fritz4081 » Mi 11. Mai 2016, 19:13

@ mistam,

Nein, die Wirkung ist nur am tatsächlichen Verlauf des einzelnen Schussdefekte zu beurteilen. Alles andere ist nachrangig.

-editiert von schutzmann_schneidig-

@ berlinmitteboy, sei versichert, mein Anspruch ist dahingehend deutlich höher als dreimal Luft lochen und ne Prüfung. Da brauchts schon ein bischen mehr völlig richtig.


Auch das Personen bei denen eine SW zweckmäßig wäre diese nicht zu brauchen meinen, dafür die welche garantiert besser nicht mal nen Zahnstocher haben sollten das Interesse um so größer ist, liegt leider in der Natur der Sache. Nur lassen sich die durchaus stark begrenzen wenn z.B. die Lehrgangsstruktur stimmt.

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Controller » Mi 11. Mai 2016, 19:22

man sollte vlt nicht
mit Steinen werfen, wenn man selber im Glashaus hockt :polizei1:

auf der anderen Seite - zeichnet es ein grandioses Bild!
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon mistam » Mi 11. Mai 2016, 19:37

@ Controller :

Welches Bild und welches Glashaus?

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon mistam » Mi 11. Mai 2016, 19:42

Fritz4081 hat geschrieben:@ mistam,

Nein, die Wirkung ist nur am tatsächlichen Verlauf des einzelnen Schussdefekte zu beurteilen. Alles andere ist nachrangig.
Und dieser Verlauf ist natürlich völlig unabhängig von der verwendeten Mumition. Ok.


-editiert von schutzmann_schneidig-

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 11. Mai 2016, 19:56

Warum sollte ein Sprengmeister gefährdet sein, als andere? Was ist mit KKW Mitarbeitern? Chemikanten.

Meinen letzten Überfall auf Sprengmeister hatte ich...ach ja. Noch nie.
:lah:

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Controller » Mi 11. Mai 2016, 20:28

mistam hat geschrieben:@ Controller :

Welches Bild und welches Glashaus?
deine Frage nach dem Glashaus verwundert mich;
du und jeder andere hier auch kennt die Antwort;
das entstehende Bild malt jeder für sich selber!
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon DerLima » Mi 11. Mai 2016, 21:05

Ich kann Bedenken nachvollziehen. Keine Frage. Das werden alle Schutzleute hier können.
Aber mögliche psychische Ausnahmesituationen von Einzelnen als mögliche Gefahr zu deklarieren, finde ich etwas weit hergeholt.
Häusliche Gewalt bei SW-Besitzer gab und gibt es. In keinem Fall stand ich dabei vor dem Problem, dass ein solcher/eine solche eine SW in der Hand hielt und sein vermeintliches Recht mittels Plempfe durchsetzen wollte.
Zum Glück.
Psychische Ausnahmesituationen gab und gibt es auch be Autofahrern. Sogar solche, dass man in Menschenansammlungen fährt. Wurde die Erlaubnisprüfung zum Führen von Kraftfahrzeugen eingeschränkt deswegen? Wurden bestimmte Fahrzeuge verboten deswegen? Wurde die maximale PS-Zahl begrenzt deswegen?
Ich sehe durchaus Vorteile und stehe eher auf Troopers Seite in dieser Diskussion.
Vernünftig umgesetzt kann das gut klappen.
Irgendwo ganz weit vorne kam das Argument mit den Soldaten.
Zu Wehrpflichtzeiten wurden einfache und ungeprüfte, minimal ausgebildete Soldaten zur Bewachung von Kasernen eingesetzt. Kam es dort haufenweise zu Schusswaffengebräuchen gegen Personen?
Oder gar zu Amokläufen? Oder zu einer überbordenden Zahl an Angriffen mit Waffen?
Und da reden wir nicht von irgendwelchen kleineren Kalibern, sondern von automatischen Handwaffen mit 20-Schussmagazin 7,62mm...
1. Kalenderführer und Nachkoster von Kaept`n´s WtjTBdageuM-Club

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