Messerangriff am Bahnhof Grafing

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon berlinmitteboy » Mi 11. Mai 2016, 22:11

Harkov hat geschrieben:was sagt welches Gesetz? Bitte ganze Sätze.

Schusswaffen oder ihnen gleichgestellte Gegenstände......
Meinst du das und wenn ja, erläutere es einmal.
Ich spielte auf die Bestimmtheit der Schusswaffe an. Wohingegen ein Buttermesser "nur"geeignet ist ,eine Person zu verletzten.
Ich erwähnte es nur,weil du das Beispiel mit dem Auto brachtest.Da verhält es sich ähnlich:P

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Harkov » Mi 11. Mai 2016, 22:13

Ich glaub, das war wer anders mit dem Auto.
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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon berlinmitteboy » Mi 11. Mai 2016, 22:15

Harkov hat geschrieben:Harkov würd es erstmal nur begrüßen, wenn Soldaten, JVB, PVB, ZVB andere Staatsbedienstete eine Ersatzbescheinigung wie in Bayern zum privaten Führen bekämen. Im Bereich Lockerung des Führens von SW empfände ich das als sinnvoll.

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Trooper » Mi 11. Mai 2016, 22:20

Das ist doch völlig unerheblich. Wenn du faktenbasiert über die objektive Gefährlichkeit von Waffen (im Sinne der durch harte Daten gestützte Wahrscheinlichkeit eines Personenschadens) sprechen möchtest, ist ein Vergleich mit anderen potentiell gefährlichen Gegenständen nicht nur möglich, sondern im Grunde sogar erforderlich für eine sinnvolle Betrachtung. Und dabei kommt zwangsläufig heraus, daß Waffen tatsächlich deutlich weniger Gefahren mit sich bringen als Kraftfahrzeuge.

Es gibt nur einen einzigen Grund dafür, ein Argument wie "Das kann man aber nicht vergleichen, weil Autos nicht zum Töten bestimmt sind" anzubringen, und das ist die dahinterstehende prinzipielle Ablehnung von Waffen aus moralethischen/philosophischen/weltanschaulichen Gründen. Das ist nun an sich durchaus legitim... aber wer so argumentiert, sollte der Ehrlichkeit halber eingestehen, daß es ihm nicht primär um eine sinnvolle Risikobewertung geht.
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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon berlinmitteboy » Mi 11. Mai 2016, 22:30

Ich habe mir den Vergleich nicht ausgedacht,er kam aus der PRO-Waffen-Kurve.

Und ich habe keine prinzipielle Abneigung gegen Schusswaffen.Bin ja selber PVB!
Aber auch ich halte nix von Waffen in privaten Händen!


Ach ja,zu deiner Risikobewertung...

Du brauchst also nachweislich Belege dafür,dass mehr Schusswaffen im Umlauf , gleichzeitig mehr Risiko FÜR DICH ALS PVB bedeutet?!

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon SirJames » Mi 11. Mai 2016, 23:08

Moin,

also ich habe hier mal erwähnt, dass ich es bemerkenswert finde, dass der Gesetzgeber augenscheinlich kein Problem damit hat, wenn Kraftfahrzeuge mit jenseits der 300 km/h über bundesdeutsche Autobahnen knallen, aber dem geneigten Bürger nichtmal ein Reizstoffsprühgerät zugestehen möchte.

Wieviel Verkehrstote gibt es jedes Jahr auf Autobahnen, aufgrund überhöhter Geschwindigkeit? Wo ist da die allseits angepriesene restriktive Auslegung der StVO seitens des Gesetzgebers? Und ja, Autos mit Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 250 km/h werden für mich zu "Waffen". Interessiert den Gesetzgeber einen Feuchten.

Mir persönlich geht es nicht nur um Schusswaffen. Um die geht es mir eigentlich zu allerletzt. Mir geht es um unsere Mentalität, Gesetzgebung, Rechtsprechung und auch uns als Behörde, die grds. dem Geschädigten nahelegt lieber defensiv als offensiv zu agieren. Lieber zurückstecken als sich wehren. Und womit will ich mich als "normaler" Bürger gegen Raub, gef.Kv etc. denn auch wehren? Mit nem Tierabwehrspray? Allein der Name ist schon eine gesetzgeberische Verarsche und Verdummung sondergleichen. Wenn ich jemanden gefragt habe, wofür er so ein spray hat, habe ich noch nie gehört: "Um Tiere abzuwehren." Wirklich noch nie.

Und natürlich bin ich geprägt von privater und beruflicher Erfahrung. Wer schonmal einen BSD in seiner eigenen Wohnung hatte, der weiß wie sich Geschädigte fühlen. Und die Argumente, dass Einbrecher grds. scheu sind und die Konfrontation scheuen, ziehen bei mir nicht. Meiner dienstlichen Erfahrung entspricht das überhaupt nicht. Und ich schau grade eine ganz interessante Spiegel Tv. Reportage auf Sat. 1 zur Soko Castle in Hamburg. Die spricht auch eine andere Sprache.

Ich kann die Gegenargumente zu Schusswaffen durchaus verstehen. Aber diese Pauschalaussagen, dass hier manche von uns angeblich 80 Millionen bewaffnete Bürger wollen und fordern, nerven einfach nur und sind einer sachlichen und gerne engagierten Diskussion abträglich.

Für manch einen hier ist die Welt total in Ordnung. Der kann auch völlig arglos zu jeder Zeit an alle Örtlichkeiten seiner hood gehen. Beneidenswert. Ich kann das nicht und ich gucke selbst bei meiner abendlichen Gassirunde ganz genau in meine Umgebung und führe auch ein Hilfsmittel mit, denn ich halte meine Stadt für ein Drecksloch. Und da ich weiß wie es mit der "Zivilcourage" so aussieht und auch die Anfahrtszeiten meiner Kollegen kenne, verlasse ich mich lieber auf mich selbst. Und ich glaube, dass es vielen Bürgern nicht anders geht.

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Trooper » Mi 11. Mai 2016, 23:16

@ berlinmitteboy

Ich brauche jedenfalls Belege dafür, daß mehr legal besessene Schußwaffen in den Händen von entsprechend überprüften Eigentümern das Risiko für mich als PVB derart substantiell erhöhen, daß es in der Gesamtschau unter Berücksichtigung des Verhäktnismäßigkeitsgrundsatzes gerechtfertigt ist, die Handlungsfreiheit all derer, die sich ordentlich benehmen, durch ein Verbot einzuschränken. Und dieser Beleg läßt sich anhand der aktenkundigen niedrigen Kriminalitätsbelastung von legalen Waffenbesitzern in Deutschland nicht mal ansatzweise konstruieren.

Deine Gleichsetzung von mehr Waffen mit mehr Gewalt und Risiko greift zu kurz und ist zu undifferenziert.
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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon malfragen » Mi 11. Mai 2016, 23:19

Sir James wieder mal :zustimm: für den Beitrag.
Auch Trooper hat recht.
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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon 1957 » Do 12. Mai 2016, 00:05

Tut mir leid , Sir James, aber das ist reine Polemik und der berühmte "Äpfel mit Birnen" Vergleich.
Ein KFZ hat eine grundsätzlich andere Bestimmung als eine Waffe.

Trotzdem kann ich deinen letzten Absatz nachvollziehen.

Die Lösung für mich wäre einfach, aber teuer:
Mehr Polizei. Mehr Konsequenz.
Nur das kann für einen Staat mit Gewaltmonopol die Lösung sein.

Die höhere Gefährdung von Polizeibeamten bei einem entschiedenen mehr an Waffenträgern in der Öffentlichkeit ( in diesem Wortsinne) ist für mich auch eher nachrangig.
Ich befürchte allerdings deutlich mehr Unfälle und Waffenanwendungen in emotionalen oder verrauschten Situationen.

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon HessieJames » Do 12. Mai 2016, 05:34

Mir sträuben sich bei einigen Argumenten, die ich hier lese, grad ein wenig die Haare. Wie kann man denn Gegenstände für den Alltagsgebrauch (Küchenmesser, Autos) mit richtigen Waffen vergleichen, die in erster Linie der Gewaltanwendung dienen? Das eine setze ich tagtäglich ein, in der Regel in Situationen, deren Stresspegel für mich überschaubar ist - ja, dazu zähle ich auch noch Berufsverkehr oder, um bei dem anderen Vergleichsgegenstand zu bleiben, die Zubereitung eines 5-Gänge-Menüs.
Und das andere wird eigentlich nur in Momenten zum Einsatz kommen, die für die meisten Menschen mit großem, teils extremem Stress verbunden sind. Wieviele Trainingssequenzen sind für unsereins denn nötig, um in einem Szenario, bei dem SWG oder nicht das Thema ist, einigermaßen souverän zu reagieren? Das Problem ist ja nicht nur die charakterliche Eignung des Waffenträgers sondern auch die Stressfestigkeit.
Dazu kommt, dass insbesondere Schusswaffen eine sehr sorgfältige Handhabung erfordern, und spätestens da spreche ich dem ach so zuverlässigen Bürger pauschal die Kompetenz ab, wenn ich sehe, wie schwer sich selbst mancher Kollege damit noch tut. Es ist eine Sache, wenn jemand beim Gespräch in der Küche unbedacht mit dem Messer rumfuchtelt. Und etwas völlig anderes, in die Mündung einer geladenen Waffe zu gucken, nur weil deren Träger Schwierigkeiten mit dem Begriff Mündungskontrolle hat.

Trooper, du willst Belege? Der Fall des deutschen Austauschschülers in den USA, der in der Garage erschossen wurde, wäre das ein Anfang? Oder der Fall aus Deutschland, bei dem einem Einbrecher in den Rücken geschossen wurde? Weiß grad nicht mehr, wann genau das war, aber ich schätze mal, dass dir beide Vorfälle bekannt sind. Bzw., wenn es dir speziell um das Risiko für dich als PVB geht, denk an den Kollegen des Mainzer SEK, der durch die geschlossene Haustür erschossen wurde. Sicher, der Täter in diesem Fall entspräche nicht deinen Kriterien in Sachen Zuverlässigkeit, außerdem war die Waffe, soweit ich mich entsinne, illegal erworben. Alle drei Beispiele beinhalten aber mindestens mal eine Überreaktion der Schützen, wenn nicht sogar vorsätzlichen Missbrauch.
Dazu kommen die zahlreichen Schießunfälle weltweit, auch hierzulande. Und natürlich die wohl jedem geläufigen Vorfälle, bei denen legal erworbene Waffen durch unsachgemäße Aufbewahrung in die falschen Hände gerieten - mit katastrophalen Folgen.

Man kann nun sicher darüber streiten, ob man das alles dennoch in Kauf nimmt, weil man meint, die Sicherheit insgesamt in Deutschland ließe sich durch mehr Waffen in privater Hand erhöhen. Aber bitte nicht die durch Waffen ausgehende Gefahr kleinreden.

Ich für meinen Teil bin strikt gegen mehr Schusswaffen in der Bevölkerung. Kann die Gegenposition aber zumindest verstehen. Das Gefühl, zur falschen Uhrzeit durch die falsche Straße zu eiern, kenne ich durchaus auch. Ändert nur nichts daran, dass ich die o.g. Gefahren als deutlich gravierender einstufe.

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Harkov » Do 12. Mai 2016, 06:45

berlinmitteboy hat geschrieben:
Harkov hat geschrieben:Harkov würd es erstmal nur begrüßen, wenn Soldaten, JVB, PVB, ZVB andere Staatsbedienstete eine Ersatzbescheinigung wie in Bayern zum privaten Führen bekämen. Im Bereich Lockerung des Führens von SW empfände ich das als sinnvoll.

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Achso...doch doch. Ich dachte du meintest das Argument Auto als Waffe. Das kam derweil nicht von mir.

Es würde doch schon reichen, wenn der Gesetzgeber beim Thema WaffG Sinn und Verstand walten ließe. Das fängt bei der Liste der verbotenen Gegenstände an und hört bei geradezu lächerlichem Schwachsinn wie dem Anscheinsparagraphen von 2003 auf, der davon ausging dass eine graue Waffe, weniger gefährlich sei.


Hessie: Dem Rentner ist zum Verhängnis geworden, dass er dem Opfer ein Messer unterjubelte.
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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon Scud » Do 12. Mai 2016, 07:25

@hessiejames: natürlich sind Waffen keine Alltagsgegenstände, dass hast sich in der deutschen Kultur so eingebürgert. Trotzdem gibt ja niemand beim Waffenkauf Hirn und Moral ab.
Wie oft genug betont möchte die Mehrheit hier höchstens die Erhöhung des Bestandes an Waffen in den Händen der wirklich angagierten und zuverlässigen Bürger. Es wäre bestimmt nicht das erste mal das privates Engagement mit mehr Verve betrieben wird als berufliches zum gleichen Thema. Kurzschlusshandlungen werden vorkommen, ich traue aber den meisten meiner Mitmenschen zu nicht zur SW zu greifen. Das kann ich aber nur von der Rettungsdienst- nicht von der Polizeistreife einschätzen.
Ich bin fest überzeugt das die meisten sich sicher fühlen und nicht mit dem extra Gewicht an der Hüfte rumlaufen werden, abgesehen von der sozialen Ächtung.

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon SirJames » Do 12. Mai 2016, 07:40

1957 hat geschrieben:Tut mir leid , Sir James, aber das ist reine Polemik und der berühmte "Äpfel mit Birnen" Vergleich.
Ein KFZ hat eine grundsätzlich andere Bestimmung als eine Waffe.

Trotzdem kann ich deinen letzten Absatz nachvollziehen.

Die Lösung für mich wäre einfach, aber teuer:
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Moin,

ich habe nicht Auto und Schusswaffe per se verglichen, sondern ich habe versucht, ein offensichtliches Missverhältnis in der Wahrnehmung der objektiven Gefährlichkeit der beiden Sachen aufzuzeigen. Wenn Du das für Äpfel, Birnen und polemisch hälst, ok. Du solltest mich da inzwischen eigentlich besser kennen.

Ansonsten habe ich ja bereits gesagt, dass ich die Gegenargumente durchaus nachvollziehen kann.

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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon berlinmitteboy » Do 12. Mai 2016, 08:47

Sir James

Ich möchte nicht das wir uns da falsch verstehen.
Ich selber fände es nicht so schlimm, wenn der gut geschulte Bürger (ich sprach nicht von 80 Mil.) eine Waffe in den eigenen vier Wänden-unter strenger Auflage- besäße,denn,wenn jemand in eine Hütte einsteigt hat man ja bereits einen Rechtsbruch begangen und er erntet meinerseits nen müdes Schulterzucken wenn er sich ne Kugel fängt!Diese Waffe draußen,im Stadtleben,lässt einen vielleicht bei "kleineren" Alltagssituationen eher zur Waffe greifen und das geheule ist dann groß.Ich möchte der Mutter desjenigen keine Blumen schicken und sie mit den Worten trösten;Er hatte aber ne Berechtigung so ein Ding zu führen.
Und ja,ich fühle mich auch ohne Waffe recht sicher,dabei bin ich schon jahrelang in Berlins Partyszene zugegen.
Wo jetzt aber dein Problem mit dem Pfeffer herkommt, kann ich nicht verstehen.Wenn du damit nicht unbedingt auf Versammlungen gehst, kannst du es sogar zum würzen deiner Currywurst benutzen^^.:mrgreen:
Ich selber habe mir die Reportage gestern auch angesehen und muss eingestehen, dass so nen Bruch immer ne scheiß Sache für das Opfer ist und ich wünsche diesen Tätern die Pest an den Hals.
Aber siehe da,niemand wurde erschossen!


Trooper

Ich sagte nicht;Mehr Waffen,mehr Gewalt.
Aber...Mehr Waffen,mehr Tote.
Ansonsten hat mein Vorredner ja schon 1-2 Beispiele gebracht
Gruß




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Re: Messerangriff am Bahnhof Grafing

Beitragvon SirJames » Do 12. Mai 2016, 09:15

Moin,

wie trooper bereits festgestellt hat und ich stimme Ihm da zu, hat jeder ein anderes subjektives Sicherheitsempfinden. Meines ist vielleicht ein anderes als Deines oder das von 1957. Das ist auch völlig ok so. Bezüglich des Pfeffers habe ich kein Problem. Ich wollte die Schizophrenie der rechtlichen Situation anhand des Beispiels Tierabwehrspray darstellen. Jeder weiß, dass diese in der Mehrzahl nicht geführt werden, um Tierangriffe abzuwehren. Also warum macht man sich als Gesetzgeber nicht ehrlich und erkennt das auch an. Nein, man lässt es nur zu, wenn es ein "Tier"-Abwehrspray ist. So ein Blödsinn. Zeigt für mich recht eindrücklich mit welcher verschrobenen Logik der Gesetzgeber an die Thematik Selbstschutz rangeht.

Und ich wiederhole es gerne nochmal. Was bringt mir ein gesetzlich verankertes Notwehrrecht, wenn ich es in aller Regel nicht nutzen kann? Den Täter interessieren die Regelungen des WaffG nicht, wohl aber den Otto-Normal Geschädigten, der dann eben nur seine Hände hat oder das "Tier"-Abwehrspray.

Gruß
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