Köln 2.0

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Knaecke77
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Köln 2.0

Beitragvon Knaecke77 » So 1. Jan 2017, 08:54

Scheinbar hat sich der massive Polizeieinsatz in Köln mit niedriger Einschreitschwelle* bewährt
Große Gruppen von Nordafrikanern irritieren die Polizei

Sexualdelikte, Schussverletzung, Festnahmen – für die Kölner Polizei war es ein ganz normales Silvester. Nur Hunderte von Personen, die geschlossen auftauchten, sorgten für Unruhe – nicht nur in Köln.

1500 Beamte der Landespolizei, 600 städtische Ordnungskräfte sowie Einheiten der Bundespolizei am Hauptbahnhof waren im Einsatz. Absperrungen und geparkte Polizeiwagen hatten die Domplatte in eine Schutzzone verwandelt, in der ein Verbot für Feuerwerkskörper galt. Auch stark Betrunkenen wurde dort der Zugang verwehrt.

Gruppen von Nordafrikanern

Trotz der angekündigten Maßnahmen kamen auch dieses Jahr am Silvesterabend hunderte Personen nordafrikanischer Herkunft in das Kölner Zentrum. Schon gegen 21.30 hatten Einsatzkräfte eine Gruppe von rund 1000 Menschen am Hauptbahnhof ins Visier genommen, eingekesselt und zur Rückseite des Bahnhofs am Breslauer Platz geleitet, wo Personalien aufgenommen wurden.

Nennenswerte Vorfälle oder Festnahmen an dieser Stelle wurden jedoch nicht vermeldet. Insgesamt konnte sich die Lage dort schnell und ruhig auflösen, da viele Beteiligte gleich wieder mit dem Zug abreisten.

Auf der anderen Rheinseite hatte sich eine Gruppe von knapp 300 Personen nordafrikanischer Herkunft rundum den Deutzer Bahnhof versammelt und später geschlossen den Weg Richtung Flussufer angetreten - jedoch nicht ohne von Polizeieinheiten beobachtet und begleitet zu werden.

„Plan ist aufgegangen“

Auf die Frage, warum erneut so große Gruppen mit nordafrikanischem Hintergrund so geschlossen in Knotenpunkten der Stadt auftauchten, hatten die Offiziellen keine Antwort. Fakt ist, dass aus weiteren Großstädten ähnliche Beobachtungen an Silvester geteilt wurden. „Dies ist kein reines Kölner Phänomen“, erklärte ein Polizeisprecher der „Welt“. „So erreichten uns aus Frankfurt erste Berichte über 1200 entsprechende Personen, auch aus Hagen gab es Meldungen. Der Dialog mit diesen Gruppen zeigt sich jedoch oft als sehr schwierig.“
https://www.welt.de/politik/deutschland ... lizei.html
Mein Dank gilt den Einsatzkräften, die es durch ihren Einsatz ermöglicht haben, dass andere (relativ) entspannt feiern konnten. :ja: :hallo:


* (Zitat: PP Mathies)

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Re: Köln 2.0

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 1. Jan 2017, 09:40

Jo. Den Dank stecke ich mir an den Hut. Wer Kenne von Polizei hat, beurteilt diese Farce sicherlich anders.

Ein neues Thema ist bestimmt nicht nötig.
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Re: Köln 2.0

Beitragvon Old Bill » So 1. Jan 2017, 10:49

Ein Thema dazu dürfte wirklich genügen. Ich sehe hier weniger Diskussions- als Konfliktpotenzial. Ich hab mal beim zuständigen Mod angeregt den Beitrag in den bestehenden Thread einzufügen, normalerweise sollte das auch so funktionieren.
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Re: Köln 2.0

Beitragvon Challenger » So 1. Jan 2017, 23:03

Soll das jetzt eigentlich ein Witz sein?

:arrow: Was bitteschön ist ein "Nafri"?

Ich war zwar nicht dabei, aber offensichtlich wird hier einiges munter vermischt. Man stellt es zwar so dar, aber das Problem scheint nicht die Abkürzung an sich zu sein, sondern daß man von "Nordafrikanern" spricht.

Als Fakt ziehe ich aus dem Artikel jedoch heraus, daß 98% der 650 (wegen ihrer Grundaggressivität) Kontrollierten, Nordafrikaner waren. Oder liege ich da jetzt falsch? Und daraus versucht man jetzt "augenscheinlich racial profiling" zu machen?

Naja, über irgendwas will man wohl auf jeden Fall negativ "berichten", wenn es die Deliktslage diesmal schon nicht hergibt... :nein:
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Re: Köln 2.0

Beitragvon Controller » So 1. Jan 2017, 23:49

Grapschi :polizei10:

hätte ich jetzt eher vermutet :pfeif:
Was für Bayern gut ist, kann für NRW (und den Rest des Landes) nicht schlecht sein.

Kann ich was dafür, wenn mir davon schlecht wird ?

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Re: Köln 2.0

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 2. Jan 2017, 00:54

Es ist ja nicht so, dass diese Nebelkerze gestern nicht bereits vorhersehbar war.

Mancher, der hier dem PP empfahl, sich doch lieber um den Blitzmarathon zu kümmern oder das Sicherheitskonzept in Frage stellte, sollte sich mal hinterfragen, ob das heute noch immer Gültigkeit hat.
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Re: Köln 2.0

Beitragvon Habakuk2 » Mo 2. Jan 2017, 01:28

Erfolgreicher Einsatz dank vielen Einheiten, dann wissen die Kollegen der BPHen ja schon, was sie Silvester 2017/18 machen :ja: .Hat NRW das eigentlich nur mit eigenen Kräften gestemmt?

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Re: Köln 2.0

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 2. Jan 2017, 01:38

Mit Ausnahme der BPol in eigener Zuständigkeit, ja.
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Re: Köln 2.0

Beitragvon Controller » Mo 2. Jan 2017, 01:41

was ist am Blitzmaratohn denn eigentlich so negativ und zu bemängeln?
Den Bürger betrifft es ja gar nicht - der muss ja keinen Dienst schieben, um die Deppen zu blitzen !
Was für Bayern gut ist, kann für NRW (und den Rest des Landes) nicht schlecht sein.

Kann ich was dafür, wenn mir davon schlecht wird ?

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Re: Köln 2.0

Beitragvon Habakuk2 » Mo 2. Jan 2017, 01:55

1500 Beamte ist schon eine Hausnummer, allerdings werden die sicherlich woanders gefehlt haben. Wenn der politische Wille da ist, funktioniert es auf einmal :pfeif: (wahrscheinlich in jedem Bundesland).

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Re: Köln 2.0

Beitragvon florianxxx » Mo 2. Jan 2017, 02:54

Challenger hat geschrieben:Soll das jetzt eigentlich ein Witz sein?

:arrow: Was bitteschön ist ein "Nafri"?

Ich war zwar nicht dabei, aber offensichtlich wird hier einiges munter vermischt. Man stellt es zwar so dar, aber das Problem scheint nicht die Abkürzung an sich zu sein, sondern daß man von "Nordafrikanern" spricht.

Als Fakt ziehe ich aus dem Artikel jedoch heraus, daß 98% der 650 (wegen ihrer Grundaggressivität) Kontrollierten, Nordafrikaner waren. Oder liege ich da jetzt falsch? Und daraus versucht man jetzt "augenscheinlich racial profiling" zu machen?

Naja, über irgendwas will man wohl auf jeden Fall negativ "berichten", wenn es die Deliktslage diesmal schon nicht hergibt... :nein:

Was ich in der Presse lese ist die Kritik gerade nicht das Nennen der Herkunft als "Nordafrikaner", sondern die undifferenzierte Verwendung der Abkürzung "Nafri". Dieser Begriff ist spätestens seit Silvester 2015/2016 und den darauf folgenden Berichterstattungen öffentlich bekannt und meines Wissens auch akzeptiert als "Nordafrikanischer Intensivtäter". Zu diesem Bereich gab es ja vor Jahren in Köln schon Untersuchungen und entsprechende Konzepte. Die Personengruppe, die ausweislich des Bildes vor dem HBF kontrolliert wird stammt scheinbar größtenteils aus Nordafrika, Erkenntnisse, dass es sich dabei dann auch tatsächlich um Intensivtäter (=Nafri) handelt, waren der Polizei zu dem Zeitpunkt nicht bekannt und es traf ja wohl auch nicht auf alle der entsprechenden Personen zu.

Darüber hinaus ist Kritikpunkt das Racial Profiling, welches Presseberichte nahelegen, dass eben nicht aggressive Gruppen o.ä. kontorlliert wurden, sondern iregndwann alle afrikanisch aussehenden/dunkelhäutigen Menschen, die den Bahnhof verlassen wollten (und nicht in Begleitung einer Frau waren). Was, wenn die Berichte zutreffen, wohl kaum als erfolgreiche Strategie gelten kann.

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Re: Köln 2.0

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 2. Jan 2017, 03:02

Zu beiden Punkten hat der PP ja heute Stellung bezogen und deiner Auslegung widersprochen.

Ich sehe wenig Anhaltspunkte, ihm keinen Glauben zu schenken.
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Re: Köln 2.0

Beitragvon Kulinka » Mo 2. Jan 2017, 09:33

Was, wenn die Berichte zutreffen, wohl kaum als erfolgreiche Strategie gelten kann.
Offenbar war die Strategie unter dem Strich aber doch ziemlich erfolgreich. Ich für meinen Teil bin sehr froh, dass die Polizei dieses Jahr in Köln und in anderen Städten mit massiver Präsenz und niedriger Eingreifschwelle Exzesse à la 2015 konsequent verhindert hat. In diesem Zusammenhang jetzt von "Racial Profiling" zu sprechen, ist klar benannt Humbug. Wenn ich weiß, von welcher Personengruppe aus welchen Gründen auch immer Ärger zu erwarten ist, hat es nichts mit Rassismus zu tun, diesen Ärger zu verhindern, indem man das entsprechende Klientel polizeilich bearbeitet und im Nachgang auch benennt.

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Re: Köln 2.0

Beitragvon Knaecke77 » Mo 2. Jan 2017, 09:40

Diese von Frau Peters und anderen geführte (absurde) Diskussion wurde von Herrn Spahn auf Twitter treffend aufgegriffen:
Jens Spahn

Eins ist ja geschafft: keiner diskutiert übers eigentliche Problem (sexuelle Übergriffe durch junge Nordafrikaner), aller über ne Abkürzung.
https://twitter.com/jensspahn?ref_src=twsrc%5Etfw
Persönlich wundert es mich, dass sich das in Rede stehende Klientel von den angekündigten Sicherheitsmaßnahmen nicht hatte abschrecken lassen. Wäre der Kräfteeinsatz zu gering kalkuliert worden, hätte sich das Silvesterdebakel wohl noch einmal wiederholt.

Reserven wurden im Gegensatz zum Vorjahr auch abgerufen.
Gruppenbildung wie aus dem Nichts

n Köln hatte sich die Polizei mit einem imposanten Aufgebot auf mögliche Gefahren vorbereitet – und wurde doch überrascht. 1500 Beamte des Landes Nordrhein-Westfalen und zusätzliche Bundespolizisten im Bahnhofsbereich waren an Silvester 2016 im Einsatz, so viele wie noch nie. Trotzdem forderte Kölns Polizeipräsident Jürgen Mathies kurzfristig mehr als 200 zusätzliche Beamte an, weil sich zwischen 21 und 22 Uhr unversehens eine neue Lage entwickelte.

In dieser Zeit erreichten an die tausend Personen nordafrikanischer Herkunft aus verschiedenen Richtungen den Hauptbahnhof. Sie fielen durch eine „aggressive Grundstimmung“ auf, und es sei mit Straftaten zu rechnen gewesen, wie Mathies am Sonntagnachmittag in einer ersten Bilanz vor der Presse betonte. Bundespolizei-Sprecher Wolfgang Wurm präzisierte: „Wir hatten Gruppen, die vergleichbar aggressiv waren wie 2015.“
https://www.welt.de/politik/deutschland ... l#Comments
Im Gegensatz zum Vorjahr scheint der Einsatz an Silvester ja vom PP persönlich geleitet worden zu sein. :applaus:

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Re: Köln 2.0

Beitragvon vladdi » Mo 2. Jan 2017, 10:21

Ist der Begriff Amis auf falsch?
Was ist mit dem Begriff Bullen?
Kartoffel, Frau, Bayern?

Nafri ist die Abkürzung von Nordafrikanern. Nordafrikaner wurden kontrolliert. Die Polizei kontrolliert nicht weil jemand Türke, Chinese, Scwarz, Links, groß oder dick ist, sondern weil sich jemand aggressiv verhält, Frauen begrapscht, sich so verhält als wird er das tun, Menschen antanzt und bestiehlt, an einer Grenze ist, die Verkehrssicherheit und -tauglichkeit überprüft werden soll, etc

Die Grünen sind einfach nur dämlich. Ich wette, dass sie diese Menschen, die in Gruppen auftreten, aggressiv sind, Straftaten begehen noch nicht gesehen, bzw. kennengelernt haben.


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