HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

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Knaecke77
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HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Knaecke77 » Do 9. Feb 2017, 10:50

Nach den Schüssen eines Hamburger Polizisten auf einen 33-jährigen Ghanaer im Stadtteil St. Georg fordern die Linken in der Bürgerschaft die restlose Aufklärung des Vorfalls. Auf Antrag der Fraktion soll sich der Innenausschuss am Donnerstag mit dem Thema befassen. "Es gibt sehr widersprüchliche Zeugenaussagen zu dem Vorfall", erklärten die Fraktionsvorsitzenden Sabine Boeddinghaus und Cansu Özdemir am Mittwoch. Diese Widersprüche und die offenen Fragen müssten geklärt werden.

33-Jähriger soll sich aggressiv verhalten haben

Nach Angaben der Polizei hatten am 1. Februar zwei Passantinnen einen Zivilbeamten auf den offenbar aggressiv auftretenden Mann aufmerksam gemacht und um Hilfe gebeten. Der 33-Jährige habe sich auch gegenüber dem Beamten sehr aggressiv verhalten und ihn mit einem Messer angegriffen. Der 46 Jahre alte Zivilpolizist habe zunächst Pfefferspray eingesetzt und dann in einer offensichtlichen Notwehrsituation geschossen. Der 33-Jährige aus Ghana wurde mindestens einmal ins Bein getroffen und zu einer Notoperation ins Krankenhaus gebracht.

Schwere Vorwürfe gegen Polizei

Der Bürgerschaftsabgeordnete der Linken, Martin Dolzer, hatte im Gespräch mit der "tageszeitung" gesagt, er bezweifele, dass der Polizist vor einer Woche wirklich in Notwehr geschossen habe. Er sprach von einem möglichen "rassistisch motivierten Hinrichtungsversuch". Dolzer meinte, Zeugen hätten berichtet, der Mann habe schon am Boden gelegen, als der Polizist schoss. Sie hätten keine Notwehrsituation erkennen können.

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/P ... se160.html

Eine unglaubliche verbale Entgleisung eines Politikers der Linken. :nein:

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Kaeptn_Chaos
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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 9. Feb 2017, 10:52

Das ist ein aktuelles Thema?

Was ist denn der Diskussionsansatz? :gruebel:
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Knaecke77
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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Knaecke77 » Do 9. Feb 2017, 11:23

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:Das ist ein aktuelles Thema?

Was ist denn der Diskussionsansatz? :gruebel:
Denke schon...ansonsten wirds eben in die Sabbelecke verschoben.

Ansonsten bietet der Vorfall viele Möglichkeiten der Diskussion....

Der Vorfall an sich, oder solche unglaublichen Unterstellungen einzelner Politiker....

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Kaeptn_Chaos
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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 9. Feb 2017, 11:26

Dann leg mal los.

Was findest du an dem Vorfall als solchen diskutabel?
Präsident und erster Vorkoster des
'WtjTBdageuM' - Clubs

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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon 1957 » Do 9. Feb 2017, 11:27

Ich frag mich jetzt, woher diese Zeugen stammen, waren die etwa am Tatort nicht mehr zugegen oder haben die sich der Polizei gar nicht zur Verfügung gestellt ? Sind die Linken jetzt Ermittlungsbehörde? Muss man solche Erkenntnisse gepaart mit mindestens zum gegenwärtigen Zeitpunkt haltlosen Unterstellungen, unmittelbar der Öffentlichkeit anbieten oder wäre eine Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden nicht besser?

Das passt übrigens auch in den Respektthread.

Leider ist es so, dass insbesondere Linke die Polizei als Feind betrachten.

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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon HessieJames » Do 9. Feb 2017, 12:27

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:Dann leg mal los.

Was findest du an dem Vorfall als solchen diskutabel?
Man könnte den Diskussionsansatz von Herrn Dolzer aufgreifen und darüber diskutieren, ob ein Schuss ins Bein eine geeignete Hinrichtungsmethode darstellt.

Lone Soldier

Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Lone Soldier » Do 9. Feb 2017, 12:29

Diskutieren ist aus der Ferne schwer. Aber trotzdem ist es immer gut sich mit solchen Vorfällen zu befassen und zu sensibilisieren. Wenn ich es richtig lese, war es ja wieder mal nicht die Rockerauseinandersetzung, sondern ein eher alltäglicher und banaler Einsatzanlass, der in einer Eskalation geendet ist.

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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Challenger » Do 9. Feb 2017, 13:36

...fordern die Linken in der Bürgerschaft die restlose Aufklärung des Vorfalls.
Wichtige Forderung, weil ja sonst schließlich nie aufgeklärt wird. :applaus:
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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Knaecke77 » Do 9. Feb 2017, 14:52

1957 hat geschrieben:
Und du siehst die Möglichkeit der Diskussion eines Vorfalls, zu dem kaum Informationen vorliegen?
Es gibt ein Update:
Ghanaer von Polizist niedergeschossen: Ein Detail macht die Kritiker stutzig

Notwehr, Augenzeugen erheben stattdessen Rassismus-Vorwürfe. FOCUS Online zeigt die unterschiedlichen Versionen zu dem Fall.

Der Fall aus Sicht der Hamburger Polizei

Am Nachmittag des 1. Februar machen zwei Frauen einen 46-jährigen Zivilfahnder auf den 33 Jahre alten Obang A.A. aus Ghana aufmerksam, der aggressiv sei und ein Messer bei sich trage. Der Zivilfahnder stellt den Ghanaer zur Rede. Was dann geschieht, beschreibt die Polizei in einer Pressemitteilung wie folgt: Der Ghanaer habe sich auf den Beamten zubewegt, der daraufhin Pfefferspray gegen den Mann einsetzte.

Es sei zu einem Handgemenge gekommen und der Polizist habe den Mann zu Boden gebracht. Daraufhin habe dieser versucht, den Polizisten mit dem Messer anzugreifen. Der Zivilfahnder gab drei Schüsse ab, von denen mindestens einer Obang A.A.  traf. Er wurde später schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Sprecher der Hamburger Polizei sprach gegenüber der Nachrichtenagentur dpa von einer „nach erstem Anschein – offensichtlichen Notsituation“.


Das sagen Augenzeugen

Der Hamburger Linken-Politiker und Journalist Martin Dolzer hat in dem Fall vor Ort recherchiert und mit Augenzeugen gesprochen.  „Augenzeugen sagten, sie konnten keine Notwehrsituation erkennen. Weil der Beamte aus ihrer Sicht nicht in großer Gefahr und Obang A.A. sichtlich angetrunken und desorientiert war – und insbesondere aufgrund der Pause zwischen den Schüssen – werten sie den Vorfall als lebensgefährliches Fehlverhalten oder gar ‚rassistisch motivierten Hinrichtungsversuch’“, sagte er FOCUS Online. Das habe er auch der BerlinerZeitung „taz“ gesagt. Aber dort sei „wahrscheinlich aufgrund einer Kommunikationspanne“ die Vorwürfe fälschlicherweise ihm selbst zugeschrieben worden.

Was ihn stutzig mache, sei der zeitliche Abstand zwischen den Schüssen, von dem Augenzeugen ihm berichteten, sagt Dolzer. Demnach sollen rund fünf Sekunden nach dem ersten Schuss vergangen sein, bis der Polizist erneut schoss. „Fünf Sekunden sind schon eine ziemlich lange Zeit“, sagt der Politiker. „Das wirft Fragen auf.“ Die Linksfraktion sei deswegen für eine „lückenlose Aufklärung“ des Vorfalls.

hört auf, auf uns zu schießen.“

Martin Dolzer betont unterdessen, dass die genauen Umstände des Vorfalls noch nicht endgültig geklärt seien. Allerdings sagt er im Gespräch mit FOCUS Online auch, Augenzeugen hätten den Zivilfahnder, der schoss, erkannt. Und offenbar hatten sie ihn in schlechter Erinnerung: „Mehrere afrikanische Flüchtlinge sagten, dass sie den Zivilfahnder als sehr aggressiv kennen und bereits von ihm kontrolliert und teils auch zumindest verbal erniedrigt wurden“, sagt Dolzer. „Sie äußerten Angst und dass sie lieber die Straßenseite wechseln würden, wenn sie ihn sehen.“ Ob das bei dem Vorfall eine Rolle gespielt habe, könne er aber nicht sagen.

http://m.focus.de/politik/in-hamburg-gh ... 21578.html

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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Brot » Do 9. Feb 2017, 14:56

Es wird ermittelt, der Ball liegt jetzt bei der Justiz. Ich weiß nicht, was der ein oder andere Politiker oder Demonstrant da noch will. Ich hoffe mal, dass die StA schnell entscheidet und der Kollege bald Gewissheit hat, dass der SWG rechtmäßig/gerechtfertigt war.

Und solche Spruchbänder "Here is not America - stop shooting us." können die sich getrost sparen. Als ob in Deutschland regelmäßig grundlos auf Menschen geschossen wird. Die haben da wohl etwas falsch verstanden. Man sollte diesen Menschen lieber erklären, warum es unklug ist, mit einem Messer auf andere Menschen loszugehen.

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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Diag » Do 9. Feb 2017, 15:06

Da muss man sich nicht wundern, dass überkonservative Alternativparteien Zulauf kriegen. :nein:

Ich würde so ne Hinrichtung auch in ner belebten Ecke vor Zeugen machen. :zustimm:

Und einen Diskussionsansatz erkenne ich auch immer noch nicht.

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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Controller » Do 9. Feb 2017, 15:40

Ich weiß nicht, was der ein oder andere Politiker oder Demonstrant da noch will

Und solche Spruchbänder "Here is not America - stop shooting us." können die sich getrost sparen. Als ob in Deutschland regelmäßig grundlos auf Menschen geschossen wird.
Den Unterschied zwischen der realen und der gefühlten Wirklichkeit immer noch nicht erkannt ?
Ich erwähnte es schon mal.
Die Deutungshoheit liegt nicht mehr in den Händen der Justiz; sie hat sich verschoben in die sozialen Medien / Internet.
Es gilt sie wieder einzufangen- und zwar schnell !
Was für Bayern gut ist, kann für NRW (und den Rest des Landes) nicht schlecht sein.

Kann ich was dafür, wenn mir davon schlecht wird ?

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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Jaguar 1986 » Do 9. Feb 2017, 15:46

Controller hat geschrieben: Die Deutungshoheit liegt nicht mehr in den Händen der Justiz; sie hat sich verschoben in die sozialen Medien / Internet.
Es gilt sie wieder einzufangen- und zwar schnell !
WORD :zustimm:
kein PVB

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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon The-Funky-Beast » Do 9. Feb 2017, 15:57

Natürlich hat der Mann vollkommen recht, dass der Gebrauch der Dienstwaffe einer folgenden Ermittlung der Rechtmäßigkeit bedarf.
Allerdings ist es ziemlich fragwürdig das ein Abgeordneter, gleich welcher Partei er angehört, Ermittlungsperson außerhalb eines Untersuchungsausschusses spielt (neben der Frage nach dem rechtlichen Auftrag dazu stelle ich mir hier auch die Frage nach der Qualifikation) und durch seine Funktion als Mandatsträger eine Aufklärung fordert... wenn diese durch Polizei und Justiz von Rechtswegen ja sowieso vorgenommen wird.

Würde die ganze Aktion des Herren eher in den Bereich Profilierung schieben. :polizei10:
"Nur auf das Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen."

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Re: HH- Polizei-Schüsse: Linke fordert Aufklärung

Beitragvon Controller » Do 9. Feb 2017, 16:23

@The-Funky-Beast
Der Hamburger Linken-Politiker und Journalist Martin Dolzer hat in dem Fall vor Ort recherchiert und mit Augenzeugen gesprochen
steht in Knäckes Update.

Ein Journalist der recherchiert und mit Augenzeugen spricht :polizei13:
Finde ich jetzt nicht ungewöhnlich.
Was für Bayern gut ist, kann für NRW (und den Rest des Landes) nicht schlecht sein.

Kann ich was dafür, wenn mir davon schlecht wird ?


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