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Re: Deutsche Polizisten bei privater Ostsee-Kreuzfahrt in Russland festgehalten und verhört

Verfasst: Sa 12. Aug 2017, 11:11
von Konspi
Wieso sich jemand als Sheriff outet, wenn er zu den Russen fährt, ist mir nicht ganz klar. Und wenn man Angst vor der falschen Angabe bzw. deren Folgen hat, bleibt man eben weg aus diesem Staat. Wir haben als Bürger eines freien Landes genügend Alternativen.

Und unsere Dienste befragen auch div. Einreisende am Flughafen - also grds. ein ganz normaler Vorgang.

Wenn ich heute als FSB einen kleinen Polizisten angeige, so kann der in 10 Jahren im Stab des LKA sitzen oder Leiter des örtlichen Staatsschutzes sein - womit der dann für die Russen (oder andere!) zu einer wertigen Quelle geworden wäre.

Grüße
konspi

Re: Deutsche Polizisten bei privater Ostsee-Kreuzfahrt in Russland festgehalten und verhört

Verfasst: Sa 12. Aug 2017, 12:27
von Diag
Zumal diese 3 Namen jetzt in den entsprechenden Kreisen dauerhaft gespeichert sein dürften.

Wenn ich irgendwo hier meinen Beruf angeben soll, dann bin ich in der Regel Beamter. Im Ausland mache ich mir dann nochmal Gedanken.

Gedienter halt. :polizei2:

Re: Deutsche Polizisten bei privater Ostsee-Kreuzfahrt in Russland festgehalten und verhört

Verfasst: Sa 12. Aug 2017, 15:35
von Buford T. Justice
Ich ziehe die Option vor, gewisse Länder erst gar nicht zu bereisen.

Wer Legenden nutzt, sollte diese auch in einer tieferen Detailebene beherrschen, weil es bei einer intensiveren Befragung ganz sicher nicht damit getan ist, als Niedersachse zu sagen, man arbeite bei VW. Wenigstens die Anschrift sollte da schon geläufig sein.

Wer vergessen hat, vor der Reise Ordnung in seiner Geldbörse zu machen und deshalb zwischen seinen Kundenkarten auch Polizei-, Gewerkschafts- oder IPA-Ausweis spazieren trägt, könnte auch ins Klo greifen.

Auch sollte der eigene Name googlefest sein. Trotz extremer Datensparsamkeit in der Öffentlichkeit meinerseits, ist es äußerst pfiffigen Kollegen gelungen, dass mein Name in Verbindung mit 'Polizei' zu entsprechenden Treffern führt. Insofern brauche ich ohne gefälschte Dokumente über Verschleierung gar nicht nachzudenken.

Re: Deutsche Polizisten bei privater Ostsee-Kreuzfahrt in Russland festgehalten und verhört

Verfasst: Mo 14. Aug 2017, 22:49
von chigurh
Buford T. Justice hat geschrieben:Ich ziehe die Option vor, gewisse Länder erst gar nicht zu bereisen.
So ist man auf der sicheren Seite :zustimm:

Bei folgenden Staaten kann Personen, welche eine sicherheitsempfindliche Tätigkeit ausüben* die Reise untersagt werden:
  • Afghanistan (Islamische Republik Afghanistan),
    Algerien (Demokratische Volksrepublik Algerien),
    Armenien (Republik Armenien),
    Aserbaidschan (Republik Aserbaidschan),
    Bosnien und Herzegowina,
    China (Volksrepublik China),
    ab 01.07.1997 einschl. Sonderverwaltungsregion (SVR) Hongkong,
    ab 20.12.1999 einschl. Sonderverwaltungsregion (SVR) Macau,
    Georgien,
    Irak (Republik Irak),
    Iran (Islamische Republik Iran),
    Kasachstan (Republik Kasachstan),
    Kirgisistan (Kirgisische Republik),
    Korea (Demokratische Volksrepublik Korea),
    Kosovo (Republik Kosovo),
    Kuba (Republik Kuba),
    Laos (Demokratische Volksrepublik Laos),
    Libanon (Libanesische Republik),
    Libyen,
    Moldau (Republik Moldau),
    Pakistan (Islamische Republik Pakistan),
    Russische Föderation,
    Serbien (Republik Serbien),
    Sudan (Republik Sudan),
    Syrien (Arabische Republik Syrien),
    Tadschikistan (Republik Tadschikistan),
    Turkmenistan,
    Ukraine,
    Usbekistan (Republik Usbekistan),
    Vietnam (Sozialistische Republik Vietnam),
    Weißrussland (Republik Weißrussland)
* = der "normale" Polizist fällt da nicht drunter. Wenn ihr drunter fallen würdet, wüsstest ihr es ;).
Aber man kann sich ja mal dran orientieren...