Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

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mistam
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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon mistam » Sa 4. Nov 2017, 09:24

Um es noch mal klar zu stellen: unter Problematik verstehe ich die heute bei jungen Menschen weit verbreitete Tendenz zu Freizeitorientierung, Diskussion um jeden Preis und in jeder Situation, durch Dauerverhätschelung zum Positiven verschobenes Selbstbild, flapsige Sprache und Umgangsformen...

Das ist nicht dramatisch, bedarf aber der Korrektur.

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon Knaecke77 » Sa 4. Nov 2017, 09:35

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Sa 4. Nov 2017, 09:15
Da es dich wundert, hast du dir ja dein Urteil gebildet und verkündet. Was ich mal wieder mutig finde.
Wie würdest Du die Personalie aufgrund einiger Berichte wie diesem hier beurteilen:

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 00960.html

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Kaeptn_Chaos
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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 4. Nov 2017, 09:41

Gar nicht.

Ich teile deine Auffassung nicht, Menschen anhand tendenziöser Berichterstattung auflagenorientierter Massenmedien zu richten. Das ist mir zu einfach.
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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon mistam » Sa 4. Nov 2017, 10:07

Das muss wohl jeder Mensch so sehen, wie der Käptn, wenn er mit seiner Meinung ernst genommen werden will. Und der Focus reiht sich ja auch prächtig in die Liste der Verdummungsmedien ein

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon Knaecke77 » Sa 4. Nov 2017, 10:12

mistam hat geschrieben:
Sa 4. Nov 2017, 10:07
Das muss wohl jeder Mensch so sehen, wie der Käptn, wenn er mit seiner Meinung ernst genommen werden will. Und der Focus reiht sich ja auch prächtig in die Liste der Verdummungsmedien ein
Der verlinkte Focus-Bericht bzgl. Frau K. ist demnach falsch?

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon mistam » Sa 4. Nov 2017, 10:46

Zwischen falsch und richtig gibt es noch diverse Zwischenfarben, insbesondere bei einem Bericht der sich aus diversen Einzelfällen zusammensetzt.
Nicht völlig falsch, aber noch weniger richtig. Jedenfalls nicht in der dargestellten Absolutheit. Allein schon an dieser Absolutheit erkennt man unschwer Meldungen, die man kritisch betrachten sollte.

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon mistam » Sa 4. Nov 2017, 10:50

Was wäre übrigens, wenn gegen den derzeitigen Generalstaatsanwalt ein Strafverfahren eingeleitet würde? Wäre der dann nicht Herr seines eigenen Verfahrens?

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 4. Nov 2017, 10:56

Knäcke, du kannst ja mal ihre Vita googlen und dabei berücksichtigen, dass sie unter einem Mann Vize war, der nicht bekannt für große Geduld mit schlechten Mitarbeitern war - und ihr anderthalb Jahre die Leitung der Behörde zugetraut wurde.
Wenn für dich drei Springer Artikel diesen Lebenszeitraum egalisieren....dann kann ich dir auch nicht helfen.
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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon 1957 » Sa 4. Nov 2017, 11:22

Proud,

die subjektive Form der wenig konkreten "Tatsachenberichte", noch dazu anonym, lassen tief in die Persönlichkeit der "Beschwerdeführer" blicken.
Keine Courage. Lappen halt. Mit diesen Informationen kann kein Problem gelöst werden. Der dadurch inszenierte Skandal brind alle und alles in Verruf.
Von erfahrenen Kollegen erwarte ich auch entsprechende Weitsicht. Die sind für mich nicht besser als die Azubis, um die es hier geht.
Ausbilder müssen Vorbilder sein, brauchen Kompetenz , Charakterstärke und klare Positionen.

Das ist vergleichbar mit der heutzutage allgegenwärtigen Berichterstattung: Riesenschlagzeile über skandalöse Zustände. Es folgt ein Text mit wenig Substanz, mitunter sogar mit gegenteiligem.
Probleme lassen sich nur sachlich lösen. Das jetzt hervorgerufene Theater macht nichts besser.
Zuletzt geändert von 1957 am Sa 4. Nov 2017, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon schutzmann_schneidig » Sa 4. Nov 2017, 11:25

Buford T. Justice hat geschrieben:
Fr 3. Nov 2017, 12:11
Knaecke77,
vielleicht fällt es Dir auch auf; die Art Deiner Fragestellung entspricht bereits 1:1 der der von Dir bevorzugten Onlinemedien Bild.de, Welt.de, BZ-Online, Focus-Online etc.
Vielleicht könnte das ein Anlass sein, mal den Ausgang aus der Filterblase zu suchen. :hallo:
Nur mal ein Gedanke, da hier bereits mehrfach bestimmte Medien als quasi von vornherein untaugliche Informationslieferanten dargestellt wurden:
Da man Ähnliches bzgl. eindeutig tendenziöser, um nicht zu sagen bisweilen unseriöser, Berichterstattung auch bei z.B. Spiegel, Stern, taz, FR, Süddeutscher usw. feststellen kann, würde die Wahl an "zugelassenen überregionalen Medien" dann recht schnell ziemlich eng.
Insofern bleibt doch letztlich nur, sofern möglich, Informationen aus verschiedenen verfügbaren Quellen kritisch abzugleichen und dann für sich einzuordnen. Ich denke, die Zeiten, in denen man pauschal einer Information ihren "Wert" absprechen kann, nur weil sie über z.B. BILD oder taz transportiert wurde, sind vorbei (jaja, ich weiß... das macht natürlich keiner :polizei2: ).
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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon 1957 » Sa 4. Nov 2017, 11:31

Ja, es reicht nicht, seine Bildung/Meinung nur aus einer Quelle zu bedienen. Dazu gehört weitaus mehr. Das ist natürlich aufwändig. Da der Mensch von Natur aus faul und ohnehin vielbeschäftigt ist, ist das mitunter kaum zu schaffen.

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon DEA-HERO » Sa 4. Nov 2017, 11:43

Die laufende Diskussion rund um die Akademie hat es ins Online-Magazin "Bento" geschafft. Hier werden einige Beiträge aus dem Forum zitiert.

http://www.bento.de/today/berliner-poli ... d-1815143/

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon vladdi » Sa 4. Nov 2017, 14:00

Insgesamt gehen die Polizisten mit den angeblichen Enthüllungen entspannt um – und warnen davor, schlechtes Verhalten auf die Ethnie zurückzuführen.
Die CZ hat sich a) gut gezeigt und b) wurde die CZ verstanden

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon DerLima » Sa 4. Nov 2017, 14:32

Zuerst:
Ich danke ALLEN (ausdrücklich) für diese herrliche Diskussion ganz im Sinne des Forums.
Kleine Frotzeleien, aber keine persönlichen Angriffe und Beleidigungen.
Sachlicher Argumentationsaustausch, statt Nebelkerzen und versteckte Hässlichkeiten!

Sehr schön. Vielen Dank!
CopZone kann es doch noch


Zum Thema:
Ich sehe ein allgemein gesellschaftliches Problem auf die Polizeiausbildungsstätten zukommen.
Selber habe ich den Test in B im Jahr 2008 mitgemacht und bestanden.
Das war vor der Umstellung auf Computer.
Damals standen die schweren Worte des 300-350 Worte Diktates an der Tafel (Taj Mahal, Rabbiner und Synagoge/das erste ist nachvollziehbar).
Die Bewerber wurden damals trotzdem gut selektiert.
Umgekehrt bemerke ich mittlerweile auch an meiner FHPol die ‚neue‘ Generation Schüler, die durchaus zu erziehen ist. Allein, es fehlt an hierarchischen Verständnis der Untergebenen. Die Schulen/Akademien und Ausbilder, Professoren müssen sich zeitgemäß mitwandeln.
Personalauswahl in Zeiten des Wandels. Von der in den 90ern/2000ern noch nicht so technisierten Generation zu den 2010ern, die im neuen Jahrtausend geboren und geprägt wurden ist es ein gewaltiger Unterschied.
WIR alten Hasen dürfen nicht stagnieren, sondern haben die Aufgabe zu reagieren, zu handeln, auszubilden, zu prägen und zu formen.

Aus der Art der Beschwerden leite ich lediglich die Hilflosigkeit ab.
1. Kalenderführer und Nachkoster von Kaept`n´s WtjTBdageuM-Club

Und es heisst doch "Fred" - ganz unten

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Re: Polizei-Akademie Spandau

Beitragvon 1957 » Sa 4. Nov 2017, 15:13

Die Umstellung auf PC und das fehlende Verständnis für die Hierachien innerhalb der Polizei machen noch kein gesellschaftliches Problem.
Der Begriff " Untergebene" ist sicher auch nicht mehr zeitgemäß. Dieser Sprachgebrauch schreckt ab, er reduziert und lässt Wertschätzung missen.
Hierarchie dort, wo es nötig ist, ansonsten kann auf Augenhöhe miteinander umgegangen werden.

Selbstverständlich werden von Azubis allgemeine Umgangsformen und die Anerkennung unserer Werte erwartet. Wer dass nicht in sich hat, wird auffallen.
Dann gilt es frühzeitig einzugreifen und die Richtung anzuzeigen. Wer das nicht kapiert muss sich einen anderen Beruf suchen.

Hilflosigkeit erkenne ich nicht in den Mitteilungen der "Beschwerdeführer". Deren Inhalte lassen eher auf Vordergründigkeit, Voreingenommenheit und mangelndes Verständnis bzw. Wissen über die Kommunikation innerhalb der Polizei schließen.
Hier gab es einige Poster, die wohl einen tieferen Einblick in die Situation haben. Daher glaube ich, dass wirklich etwas im Argen liegt. Womöglich wurde zu lange nicht aufgepasst und nicht reagiert. Da helfen aber anonyme Flachschreiben bzw. bierlaunige Voicemails nicht.
Zuletzt geändert von 1957 am Sa 4. Nov 2017, 15:25, insgesamt 3-mal geändert.


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