Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

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Kaeptn_Chaos
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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 6. Dez 2017, 15:15

Schade, dass du trotz intensiver Diskussion und Hilfestellung den Unterschied no go Area und Angstraum noch immer nicht begreifst.
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Knaecke77
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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon Knaecke77 » Mi 6. Dez 2017, 15:26

Sehe ich anders....aber ist ja auch hier nicht das Thema.

scw hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 14:16

Die Frage ist, ob das nun gut oder schlecht ist. Man kann ständig nur die negativen Aspekte sehen, aber es bringt eben auch viel Potential mit für die Zukunft. Problematisch sind auch eher jene Kollegen vom "alten Eisen", die etwas konservativer in ihrer Einstellung sind. So ist jedenfalls mein persönlicher Eindruck.
Das macht mich persönlich einfach nur sauer diese ständigen Vorurteile.

Na dann....alles eine Sache der Einstellung. :pfeif:

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon Buford T. Justice » Mi 6. Dez 2017, 15:32

Knaecke77 hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 15:09
Zu Postkutschenzeiten wären auch die No-Go... ähm. Angstzonen NRWs in Süddeutschland vermutlich kein Thema gewesen. :zunge:
Und möglicherweise waren Informationen zu dieser Zeit trotzdem relevanter und zuverlässiger als heutige, von Volontären unter Clickbait-Erfordernissen zu Entertainment-Zwecken verfassten Infoschnipsel, denen Du nur allzu gern Deinen Glauben und Deine Zeit schenkst. Wer weiß das schon? :nixweiss:
Wenn mal wieder der "gesunde Menschenverstand" als Beurteilungsgrundlage herangezogen wird:
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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon Trooper » Mi 6. Dez 2017, 15:40

Problematisch sind auch eher jene Kollegen vom "alten Eisen", die etwas konservativer in ihrer Einstellung sind. So ist jedenfalls mein persönlicher Eindruck.
Das macht mich persönlich einfach nur sauer diese ständigen Vorurteile.
Wer konservativ ist, hat also per se ständig Vorurteile? Und wer ein linkes/"progressives"/ Selbst- und Weltbild pflegt, dementsprechend nicht?

Seltsam. Ich dachte in meiner kindlichen Einfalt immer, daß "konservativ" jemanden bezeichnet, der tradierte, zumeist bürgerliche Werte und Maßstäbe vertritt.

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon scw » Mi 6. Dez 2017, 15:55

Ich sagte, aus meiner Sicht ist / war das oft so. Nicht das per se jeder der eine konservative Einstellung hat auch gleichzeitig Vorurteile hat. Es gibt ebenso viele junge Kollegen die ein konservatives Bild / Einstellung haben. Das ist auch gut so. Aber ich sehe weniger junge Kollegen über die neuen Anwärter wettern als die älteren. Das kann woanders genau anders rum sein (!). Darum sagte ich, meine subjektive (!!!!!) Sicht bzw. Erfahrung die ich bisher gemacht habe.

Das hat auch nichts mit linkes oder progressives Selbstbild zu tun. Da spinnst du dir grad was zusammen, was ich so nie gesagt habe. Sollte aber auch kein Angriff sein. Also keep cool =)

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon 1957 » Mi 6. Dez 2017, 16:06

Ein Ausrufezeichenstakkato macht noch keinen Beitrag.
Trooper hatte dich dezent auf die Bedeutung des Begriffs "konservativ" hingewiesen.

Ich möchte mal behaupten, dass die von dir als "ältere" und "konservative" Bezeichneten, einfach mehr Ahnung von ihrem Beruf und den Erwartungen an solche Amtsträger haben und insofern auch meist berechtigt sind, Kritik zu äußern.

Junge Leute haben diese Ahnung mangels Erfahrung eben nicht. Die meisten werden es lernen.
Das bestimmte Verhaltensweisen für Azubis der Polizei eben nicht OK sind, sollte der durchschnittlich intelligente junge Mensch zu erfassen in der Lage sein.
In meinem Berufsumfeld ist das auch meistens so.

Im übrigen ist die Phrase " das , der , die ist konservativ" oder "das, der, die ist links" etc. reine Polemik.
Besser wäre es doch, die Haltungen konkret anzusprechen.

Mistam erwähnte es bereits:
Nicht so ganz artige Azubis bzw. Jungkollegen gab es auch früher. Mancher wurde kurzum entlassen.
Heutzutage ist wird jedoch nahezu alles bundesweit/weltweit berichtet und diskutiert.
Außerdem wird heute weitaus häufiger der Rechtsweg beschritten, was durchaus Folgen hat.

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon scw » Mi 6. Dez 2017, 16:52

Du hast durchaus recht, die meisten der älteren Kollegen haben durchaus mehr Erfahrung und Ahnung. Liegt ja auch auf der Hand. Gerade deshalb sollte man doch aber erwarten das differenziert werden kann. Kritik äußern, davon sprach keiner. Eher eine Stigmatisierung vorzunehmen mit der Begründung ihrer Erfahrung. Weiß halt nicht ob das so richtig ist. Finde das halt nicht sinnvoll als Argumentation.

"Ich möchte mal behaupten, dass die von dir als "ältere" und "konservative" Bezeichneten, einfach mehr Ahnung von ihrem Beruf und den Erwartungen an solche Amtsträger haben und insofern auch meist berechtigt sind, Kritik zu äußern."

Das wiederum würde bedeuten, junge Kollegen seien weniger berechtigt? Wodurch du auch wieder generalisierst, dass ältere Kollegen per se mehr Ahnung haben. Auch ein Trugschluss.

Wie gesagt, das kann ja auch jeder sehen wie er möchte. Ich würde auch nie jemandem der schon etliche Jahre in der Behörde ist das Recht absprechen, seine Meinung zu äußern. Ebenso wenig würde ich mich gegen sein Wort bei einer Entscheidung stellen - außer sie ist absolut unverhältnismäßig und unangebracht.

Wie gesagt, das mag jeder sehen wie er möchte, sollte auch kein Streitthema aufwerfen. Falls sich einer angegriffen gefühlt hat, das war nicht meine Absicht.

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon al-lex » Mi 6. Dez 2017, 17:01

scw hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 14:16
So ein U-Ausschuss wäre sicherlich nicht verkehrt. Ich sehe es ähnlich, wenn alles super ist, dann schadet das doch nicht. Das die Vorfälle untersucht werden vermag ich gar nicht zu verneinen, dass glaube ich sogar. Aber ich glaube es werden die falschen Konsequenzen gezogen.
Und weil die Opposition sooooo an einer sachlichen Debatte interessiert ist, werden Personen scharf angegriffen (wie z.B. die Vizepräsidentin Koppers)!? Ich hätte ja bei sachlichem Aufklärungsinteresse erwartet, dass man erst Fakten sammelt, bevor man Personen scharf attackiert und Konsequenzen fordert. Hier bei diesem "Skandal" ist es mal wieder genau andersherum gelaufen.

Ist doch klar was bei einem Untesuchungsausschuss passieren wird: Es wird skandalisiert und aufgebauscht. Ziemlich sicher werden vollständig aus dem Zusammenhang gerissene Dokumente an die Presse durchgestochen (wie man das z.B. zuletzt auch in NRW gesehen hat), damit sie ohne Kontext besonders skandalös wirken. Natürlich wird die Presse ohne wirkliche Recherche über die ganzen "Skandal" berichten. Gibt ja schließlich Klicks und jeder will der Schnellste sein. Vielleicht wird nachträglich ein Artikel veröffentlicht, der den vermeintlichen Skandal wieder relativiert, aber den wird natürlich fast niemand lesen, da er keine spektakulären Reizworte enthält.

Meiner Meinung ist klar: Falls ein Untersuchungsausschuss kommt, wird die Polizei Berlin kräftig mit Dreck beworfen, weil man hofft, dass etwas von dem Dreck die Polizeivizipräsidentin oder den Polizeipräsidenten oder sogar den neuen Innensenator trifft.
Es werden doch jetzt bereits schon persönliche Angriffe gefahren. Wieso sollte das in einem Untersuchungsausschuss besser werden?

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon 1957 » Mi 6. Dez 2017, 17:17

scw,
ich habe mit keiner Silbe behauptet, jüngere Kollegen seien zu Kritik nicht berechtigt.
Das ist dann lediglich dein Trugschluss.
Kritik ist das Fundament der Fehlerkultur.

Im übrigen geht es in diesem Thread um zumeist anonyme und pauschale Vorwürfe einiger weniger Kollegen. Die Stigmatisierung erfolgt doch eher durch Medienhype und Politisierung. Genau deshalb wäre ein Untersuchungsausschuss auch kontraproduktiv. Das sind Probleme der Polizei und diese kann sie auch lösen.
Zuletzt geändert von 1957 am Mi 6. Dez 2017, 17:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon Controller » Mi 6. Dez 2017, 17:25

vlt wieder besser sowas?

Der Sonderbeauftragte des Senats von Berlin, Bundesanwalt b. Bundesgerichtshof a.D. Bruno Jost:

Abschlussbericht des Sonderbeauftragten des Senats für die Aufklärung des Handelns der Berliner Behörden im Fall AMRI
Was für Bayern gut ist, kann für NRW (und den Rest des Landes) nicht schlecht sein.

Kann ich was dafür, wenn mir davon schlecht wird ?

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon 1957 » Mi 6. Dez 2017, 17:26

Genau.

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon scw » Mi 6. Dez 2017, 17:34

"Problematisch sind auch eher jene Kollegen vom "alten Eisen", die etwas konservativer in ihrer Einstellung sind. So ist jedenfalls mein persönlicher Eindruck.
Das macht mich persönlich einfach nur sauer diese ständigen Vorurteile." Meine Worte

"Wer konservativ ist, hat also per se ständig Vorurteile? Und wer ein linkes/"progressives"/ Selbst- und Weltbild pflegt, dementsprechend nicht?" Troopers Zusatz.

Das ist genau so ein Trugschluss, wo ich in keinem Wort so etwas behauptet habe. Lese ich aus meinem Satz auch nicht raus, da ich Worte wie "auch eher jene" benutze. Woraus natürlich deutlich wird in welche Richtung meine Sicht geht, aber keine Pauschalisierung offengelegt wird.

Nicht das ich an einem Konflikt hier interessiert bin. Trooper zitierte meine Aussage und schloss daraus etwas, da war es in Ordnung. Ich darf das nicht. Gut, lassen wirs einfach mal so stehen.

Aber wie gesagt, alles gut. Ruhigen Dienst euch :)

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon 1957 » Mi 6. Dez 2017, 17:43

Natürlich darfst du das. Musst aber dann natürlich mit entsprechenden Reaktionen rechnen.
Solange das in fairer Art und Weise ausgefochten wird, ist doch alles in Ordnung.

Nun wieder zum Thema.

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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon Kulinka » Mi 6. Dez 2017, 21:03

Buford T. Justice hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 13:04
... und der Rest ergötzt sich daran. Man beachte den Pfad des Artikels:

/REGIONAL/Berlin

Ob man sich vor der Erfindung des Internets im Zeitschriftenladen am Bahnhof regionale Neuigkeiten aus hunderten von Kilometern entfernten Gegenden reingezogen hätte? :gruebel:
Hallo Buford,

zumindest ich persönlich hätte davon in den späten 1980ern wahrscheinlich aus dem Berliner Lokalteil der taz erfahren :polizei1: Sich Berliner Lokalpossen zu erlesen gehörte für meine Kumpels und mich zum Infotainment dieser Tage wie das Ackern durch die Zeit am Küchentisch.

Zu Thema selbst gebe ich Dir recht: Es wird langsam unübersichtlich. Wenn jetzt jede entgleiste Party hochgekocht werden soll, geht es wohl nicht mehr um (berechtigte?) Sachfragen ... :/ Da mischt auch ein bisschen die PC-Keule mit, würde ich persönlich meinen ... Aber ist ja grad modern. #tugendterror

Ich hoffe, dass die Sachaufklärung und eventuell nötige Neujustierungen nicht unter dieser Dreckwäsche leiden. Wenn man wirklich Grund haben sollte, an der einen oder anderen Stelle in Sache Disziplin nachzubessern, geschieht das besser ohne öffentliches Getöse und mediales Ergötzen

Viele Grüße
Kulinka

Knaecke77
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Re: Interne Kritik an Personalpolitik der Berliner Polizei

Beitragvon Knaecke77 » Do 7. Dez 2017, 07:19

Wenns auch nur am Rande mit dem Thema zu tun hat: Mich hat es überrascht, dass bereits ein Viertel der Bewerber ausscheidet, weil
. Jede vierte Bewerbung scheitere schon daran, dass formale Voraussetzungen ignoriert oder die Anmeldung nicht richtig verstanden werde.
Der Rest:
Von den verbliebenen Bewerbern scheitern wieder etwa 25 Prozent bei einem Onlinetest, in dem unter anderem Allgemeinwissen abgefragt wird. "Den kann man nun mal nicht einfach so nebenbei auf dem Smartphone in der U-Bahn machen", so Neuendorf.

Am stärksten werde nach einem weiteren Test aussortiert, bei dem unter anderem logisches Verstehen, Deutsch- und Fremdsprachenkenntnisse getestet und die Persönlichkeitsstruktur der Bewerber analysiert wird. Die Durchfallquote liegt bei bis zu 45 Prozent. Immerhin bestehen mehr als 90 Prozent den folgenden Sporttest, der aus einem 2.000-Meter-Lauf und einem Hindernisparcours besteht.
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2 ... n-mal.html
Für manch jungen Bewerber scheint ein Purzelbaum bzw. ein "Bocksprung" schon zuviel des Guten zu sein. :polizei4:
"Ich musste früher noch am Seil hochklettern und habe das mehrmals trainiert, weil ich die Technik nicht konnte", sagte Neuendorf. Das gehört heute nicht mehr zu den Anforderungen. "Wer es aber nicht schafft, über einen Bock zu springen oder einen Purzelbaum zu machen, muss das eben mal vorher üben", sagte er.
Letztendlich werden dem einen oder anderen ein schlechter Leumund zum Verhängnis:
Schließlich würde noch einmal jeder Zehnte, der es soweit geschafft habe, bei der Überprüfung des Leumunds aussortiert - was unter anderem einen Blick ins Strafregister beinhaltet.
Quelle: https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2 ... n-mal.html


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