Bonn - jüdischer Professor Verwechslungsopfer

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Re: Bonn - jüdischer Professor Verwechslungsopfer

Beitragvon schutzmann_schneidig » Di 17. Jul 2018, 17:02

vladdi hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 16:39
Den PVB aus dem Einsatzbereich zu nehmen bedeutet: Fehlverhalten.
Entweder bei dem Sachverhalt oder durch seine Vorgesetzte (Stichwort Vorverurteilung)
Falsch. Genauso wie du davon ausgehst, dass der Zugriff und die Zwangsanwendung rechtmäßig gewesen sein können, ist es auch möglich, dass hier ein Fehlverhalten vorlag, das eine weitere Verwendung in diesem Dienstbereich ausschließt. Und solange das im Raum steht, ist eine weitere Verwendung dort nicht angezeigt.
Das hat nichts mit einer Vorverurteilung zu tun (auch wenn das auf manchen so wirken mag), sondern liegt einfach in der Natur der Sache.
Nach abschließender Klärung des Sachverhalts wird dann entschieden, ob die andere Verwendung auf Dauer ist oder ob eine Rückkehr in den ursprünglichen Dienstbereich erfolgen kann. Diese Vorgehensweise ist keine Strafe, Disziplinierung oder Sonstiges, sondern aus den vorgenannten Gründen schlichtweg erforderlich.
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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon Controller » Di 17. Jul 2018, 17:32

ThorstenCologne hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 09:20
Wenn ich zutiefst in meinen religiösen Gefühlen verletzt, wütend und zornig, in einen sehr belebten Gebiet mit vielen Menschen (alt, klein) hinter einer Person herrenne, um mir diese zu packen, wäre ich als stinknormaler Penner aber auch nicht so wahnsinnig überrascht, von PVB umgerockt zu werden, wenn ich auf Zuruf nicht anhalte, sondern weiter meiner Wut freien Lauf lasse...
hm Thorsten schau mal, was Old Bill schrieb:
Mein erster Hundeeinsatz war übrigens der flüchtende Geschädigte nach Körperverletzung...wurde seinerzeit vom Diensthund eingeholt, gebissen und hat dabei gepflegt den Kittel zerrissen bekommen. Habe es so geschrieben wie es war und mich beim Geschädigten entschuldigt und damit war die Sache erledigt.

ich denke nicht, dass da PP und IM in Panik gerieten und nach Canossa aufbrachen :unknown:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon 1957 » Di 17. Jul 2018, 17:45

Die Sicherheit jüdischer Menschen ist in unserem Land ein hochaktuelles Thema. Insofern ist die Reaktion darauf nur allzu verständlich und auch nicht zu beanstanden.

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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon vladdi » Di 17. Jul 2018, 19:35

Das sehe ich ein bisschen anders.

Es ist doch komplett egal, wer unschuldig umgerockt wird bzw. Duzende Male geschlagen wird und der dann gedrängt wird nicht gegen die Polizei sich zu beschweren.

Mal ungeprüft, ob die Vorwürfe begründet sind, ob korrekt gehandelt wurde, wie auch immer: das gehört aufgeklärt.

Wenn es das Opfer war, was fälschlicherweise als Täter „festgenommen“ wurde, dann ist es Wurscht ob Jude, ob schwarz, ob Frau, ob schwul, ob reich oder Randständiger, dann entschuldigt man sich. Wenn der PP das macht, dann bitte auch beim Randständigen und nicht beim qualifiziertem Opfer / Personenkreis.


Der antisemitische Angriff des Straftäters, bevor die Polizei kam, rückt nebenbei zu sehr in den Hintergrund!

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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon Officer André » Di 17. Jul 2018, 22:32

1957 hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 17:45
Die Sicherheit jüdischer Menschen ist in unserem Land ein hochaktuelles Thema. Insofern ist die Reaktion darauf nur allzu verständlich und auch nicht zu beanstanden.
Aber hier würde den Beamten kein Antisemitismus vorgeworfen.
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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon ThorstenCologne » Di 17. Jul 2018, 22:45

Es ist ja auch kein Thema wegen der Beamten, sondern weil viele gesellschaftliche Kräfte und die AfD am Art. 4 sägen.
kein PVB

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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon Officer André » Di 17. Jul 2018, 22:54

Es geht wohl eher um Vollhonks, die meinen Konflikte importieren zu müssen.



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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon 1957 » Mi 18. Jul 2018, 07:19

Nein, Andre, natürlich nicht.
Es geht dabei um das "hoch" aufgehängte Entschuldigungsprocedere. Das ergibt sich aus dem Kontext zur aktuellen und besonderen Lage im Umgang mit Juden. Das ist hochpolitisch. Es gab eine Zeit (90er), da waren es Anschläge gegen Ausländer, welche in den politischen und medialen Focus gerieten ( heute Asylanten etc) . Damit umzugehen, gehört einfach zur Polizeiarbeit.
Vladdis u. A. Vergleich mit dem "Penner" ( welch dämliches und abwertendes Wort ), entspricht dieser Situation nicht. Und freilich, bei Fehlern ist mithin eine Entschuldigung fällig. Die muss aber nicht immer von der Behördenleitung oder aus dem Ministerium kommen. In diesem Fall aber eben doch.

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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon Officer André » Mi 18. Jul 2018, 14:49

Das ist mir nicht differenziert genug.


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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon 1957 » Mi 18. Jul 2018, 17:38

Aha, das verstehe ich jetzt nicht.

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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon Officer André » Mi 18. Jul 2018, 19:53

1957 hat geschrieben:Nein, Andre, natürlich nicht.
Es geht dabei um das "hoch" aufgehängte Entschuldigungsprocedere. Das ergibt sich aus dem Kontext zur aktuellen und besonderen Lage im Umgang mit Juden. Das ist hochpolitisch. Es gab eine Zeit (90er), da waren es Anschläge gegen Ausländer, welche in den politischen und medialen Focus gerieten ( heute Asylanten etc) . Damit umzugehen, gehört einfach zur Polizeiarbeit.
Dieser Part ist mir nicht differenziert genug.
Die Problematik geht nur von ganz bestimmten Teilen der Gesellschaft aus. Das sind importierte Probleme. Diese sollten wir ernst nehmen, aber auch ganz klar nennen. Ganz besonders in diesem Zusammenhang.

FALLS wir es hier mit unverhältnismäßiger Gewalt zu tun haben, gehe ich davon aus, dass man dem vermeintlichen Täter mal so richtig einen verpletten wollte. Was selbstverständlich inakzeptabel ist!
Ich sehe hier aber keinen Übergriff auf die jüdische Person von Seiten der deutschen Polizei! Und das sollte ganz deutlich hervorgehoben werden!!!!! Auch bei der Entschuldigung!!!

Der eigentliche Skandal ist doch der ursprüngliche Übergriff!!!


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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon vladdi » Mi 18. Jul 2018, 20:30

Officer André hat geschrieben:

Der eigentliche Skandal ist doch der ursprüngliche Übergriff!!!


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Der Sachverhalt bietet noch weiter Skandale.
Weglaufen vor der Polizei
Duzende Schläge
Abbringen von Aussage
Entschuldigung

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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon Controller » Mi 18. Jul 2018, 21:08

Der Sachverhalt bietet noch weiter Skandale.
Weglaufen vor der Polizei
boah, Skandal ohne Ende !
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon vladdi » Mi 18. Jul 2018, 21:30

Controller hat geschrieben:
Der Sachverhalt bietet noch weiter Skandale.
Weglaufen vor der Polizei
boah, Skandal ohne Ende !
Genauso wie der ‚eigentliche Skandal‘.

Was ist daran skandalöser, wenn ein Jude angegriffen wird, als wenn ein anderer Mensch angegriffen wird?
Schwule werden angegriffen, BVB Fans, Schwarze, Nazis, Schwache, Betrunkene, Frauen diskriminiert, etc. Aber wenn es ein Jude ist, dann ist der Aufschrei groß? Dass der vor der Polizei wegläuft hingegen kann ignoriert werden?

Verlogener Scheißdreck



Ich weiß... böse Worte.... aber mir geht es um viele andere Opfer, denen dadurch Wertschätzung abgesprochen wird... und dafür sind die Worte noch zu nett.


Der Zwang muss unbestritten geprüft werden.
Der Vorwurf der Beeinträchtigung im Nachgang muss geprüft werden.

Duzende Schläge, sind entweder eine Lüge des Opfers (dann passt meine Wut ja) oder Polizeibrutalität, die überprüft und verfolgt gehört.

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Re: Bonn - jüdischer Professer Verwechlsungsopfer

Beitragvon Controller » Mi 18. Jul 2018, 22:26

Was ist daran skandalöser, wenn ein Jude angegriffen wird, als wenn ein anderer Mensch angegriffen wird?
Ich weiß es nicht; die Frage musst du denen stellen, die sich bei dem Einen entschuldigen und bei den Anderen nicht.

Jedenfalls ist das Wegrennen vor der Polizei mal kein Skandal !
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)


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