Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

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Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 12. Sep 2018, 15:43

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11559/4059222

Da geht es seit Jahren richtig ab. Seit Wochen eskaliert da die Lage aufgrund der geplanten Rodung im Oktober.
PVB werden massiv angegriffen und gezielt und organisiert mit Fäkalien beschmissen.

Darüber findet man aber in den Medien oder statements vom BfV oder BMI nix. Komisch.

Für NRW Kräfte ist mal eben schlank größtmögliche Verfügbarkeit angeordnet - bis Dezember. Seminare für BP werden storniert, über dfr. 2 müssen wir ja gar nicht erst reden.
:lah:

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Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon slugbuster » Mi 12. Sep 2018, 16:09

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11559/4059222

Da geht es seit Jahren richtig ab. Seit Wochen eskaliert da die Lage aufgrund der geplanten Rodung im Oktober.
PVB werden massiv angegriffen und gezielt und organisiert mit Fäkalien beschmissen.

Darüber findet man aber in den Medien oder statements vom BfV oder BMI nix. Komisch.

Für NRW Kräfte ist mal eben schlank größtmögliche Verfügbarkeit angeordnet - bis Dezember. Seminare für BP werden storniert, über dfr. 2 müssen wir ja gar nicht erst reden.
Große Teile der Bevölkerung , Presse etc. eingeschlossen sind gegen den Tagebau. Da kann man keine objektive Berichterstattung und bestimmt auch keine Sympathiekundgebungen erwarten. Die Polizei wird als Handlanger von RWE eingesetzt und missbraucht, um hauptsächlich die Interessen der Industrie durchzusetzen. Das ist knallhartes Business, unter Akzeptanz von Verletzten oder gar Toten als Kollateralschaden.


-Spam entfernt von schutzmann_schneidig-

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Criss_mitchel » Mi 12. Sep 2018, 16:38

War ja nur eine Frage der Zeit nach den massiven Angriffen der letzten Wochen. Mich wundert es eher, dass es nicht schon früher passierte als Kollegen teilweise über 30 Minuten lang mit Steinen, Holz, Brandsätzen und Molotowcocktails beworfen und mit Stahlkugeln aus Präzisionsschleudern beschossen wurden.

Es sollte einfach mal möglich sein, dass die Polizei die BeSi Videos veröffentlicht damit man mal sieht wie aggressiv, gewalttätig und menschenverachtend die sogenannten Aktivisten dort teilweise vorgehen.

@Slugbuster

Wenn irgendwer in deinem Garten sein Zelt aufschlägt wird die Polizei den dort auch entfernen ohne das sie dein Handlanger ist.

Es gibt genug Rechtsprechung zum Hambacher Forst und zur Rodung dort. Es gibt eine Entscheidung der vorherigen Landesregierung (der die Grünen angehörten) die den Betriebsplan verlängert haben. Die Aktivisten besetzen Privatgelände somit ist die Polizei da im Boot um Recht und Gesetz durchzusetzen.

Zu deiner Information wenn man vor Ort mit Bewohnern der umliegenden Dörfer in ein Gespräch kommt erfährt man, dass diese die Besetzung und die Angriffe auf die Polizei nicht gutheißen und teilweise sehr abfällig über die Waldbewohner reden.

Zitate: "Wir leben seit Jahrzehnten neben dem Tagebau und uns war immer bewusst das umgesiedelt oder gerodet wird. Die in dem Wald das sind keine von hier."
- "Soll man doch einfach die Bäume absägen wenn die noch drauf sitzen haben die halt Pech. Warum müsst ihr für so Idioten den Kopf hinhalten."

Bei den Kontrollen stellt man auch fest, dass die Waldbewohner von überall kommen u.a. auch Klientel aus der Rigaer Straße denen es sicher nicht um den Umweltschutz geht. Da wird man gern mit so Sätzen begrüßt wie: " Oh ich habe die Steine vergessen die ich euch gern an den Kopf werfen würde."

Interessant war auch ein Gespräch mit einem friedlichen Aktivisten.
Atomstrom wollt ihr nicht, Kohlestrom wollt ihr nicht, Windräder wollt ihr nicht.
Aber Strom wollt ihr. Wie soll das dann funktionieren?
Darauf konnte er leider keine Antwort geben.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 12. Sep 2018, 16:39

Die Polizei setzt geltendes Recht durch. Schade, dass das der Bürger nicht versteht.
:lah:

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon slugbuster » Mi 12. Sep 2018, 16:56

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:Die Polizei setzt geltendes Recht durch. Schade, dass das der Bürger nicht versteht.
Viele Bürger versteht es nicht, einige schon. Die Beschlüsse der Politik bestehen schon seid Jahren und das ist das Problem. Die Zeiten haben sich geändert, Klimaziele verfehlt etc. Die Polizei muss es nun ausbaden, wenn überholte Beschlüsse, die heute kaum noch jemand unterstützt, gegen die Meinung großer Teile der Bevölkerung durchgezogen werden.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Ahab_ » Mi 12. Sep 2018, 17:14

Wie viel sind eigentlich "viele"?
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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Diag » Mi 12. Sep 2018, 17:17

Die Polizei hilft nicht bei der Umsetzung von Beschlüssen sondern kommt ihrer Arbeit nach, wenn ein Geschädigter Straftaten zur Kenntnis bringt.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Criss_mitchel » Mi 12. Sep 2018, 17:56

@ Slugbuster naja 2016 würde ich jetzt nich so darstellen als sei es Jahrzehnte her.

Aber ich glaube du willst es auch nicht verstehen.

Ich hatte mich davor ja schon ausführlich geäußert.

Und wo du viele siehst weiss ich auch nicht.

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Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon slugbuster » Mi 12. Sep 2018, 18:43

Criss_mitchel hat geschrieben:@ Slugbuster naja 2016 würde ich jetzt nich so darstellen als sei es Jahrzehnte her.

Aber ich glaube du willst es auch nicht verstehen.

Ich hatte mich davor ja schon ausführlich geäußert.

Und wo du viele siehst weiss ich auch nicht.
Seit 2016 hat sich sehr wohl viel verändert. Grosse Teile der Bevölkerung verstehen nicht, dass der Staat locker mit der dreckigen Kohleverstromung weiter macht, aber an anderer Stelle Klimaziele nicht erreicht , Gerichte Fahrverbote für Autos erzwingen (schleichende Enteignung ) , Kfz Hersteller betrügen und geschont werden etc. Wenn dann die Polizei, natürlich (!)basierend auf einer ganz klaren Rechtslage , den Konzernen zur Hilfe eilt um ihre Rechte zu erlangen , braucht man sich in diesem Fall nicht über eine ablehnende Haltung gegenüber der Polizei zu wundern. Mit viele meine ich nicht , dass viele Leute da körperlich vor Ort auftauchen, Bäume retten und sich mit der Polizei prügeln wollen. Aber viele sind halt gegen die Braunkohleverstromung und die werden auch keine Sympathie für die Polizei entwickeln. Der Fehler liegt aber nicht bei der Polizei, sondern wie so oft in der Politik.

https://www.greenpeace.de/files/publica ... esweit.pdf

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Criss_mitchel » Do 13. Sep 2018, 00:53

Du verstehst es nicht schon gut.

Die Leute die sich mit der Polizei prügeln wollen haben so mit Umweltschutz 0 am Hut. Die nehmen es lediglich als Vorwand für ihre Gewaltfantasien.

Toller Bericht von Greenpeace komischerweise kenne ich von diesen "vielen" Leuten die es so sehen keinen in meinem Bekanntenkreis.

Wenn der Wald für einen Solarpark abgeholzt würde wäre es das gleiche.

Aber so ganz nebenbei selbst wenn die Braunkohleverstromung sofort gestoppt würde, müsste der geplante Teil trotzdem gerodet werden aufgrund der Abbruchkante um das alles wieder anzupassen. Also so oder so ist der Wald leider nicht zu retten.

Ich werde ab morgen dann gern aus dem Forst berichten ;)

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Controller » Do 13. Sep 2018, 02:29

Wir haben hier nun 3 oder 4 Freds laufen und in jedem wird von den VIELEN Menschen/Bürgern berichtet, die mit Sicherheit ganz fest dies oder jenes wollen oder wünschen.

Es ist schon komisch, dass man von denen so gar nichts hört, außer dass sie wollen sollen :polizei3:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon slugbuster » Do 13. Sep 2018, 06:50

Controller hat geschrieben:Wir haben hier nun 3 oder 4 Freds laufen und in jedem wird von den VIELEN Menschen/Bürgern berichtet, die mit Sicherheit ganz fest dies oder jenes wollen oder wünschen.

Es ist schon komisch, dass man von denen so gar nichts hört, außer dass sie wollen sollen :polizei3:
Der Landesvorsitzende der GdP in NRW Mertens fordert: Erst reden, dann roden. ... Es sei am Ende die Polizei, die die Kohlen aus dem Feuer holen muss. Und:...müsse das Thema Energiewende in der Klimakommission zunächst ausdiskutiert werden, bevor RWE Fakten schaffe“ Quelle: Westdeutsche Zeitung 13.9.18 . Der Mann hat verstanden.... Ich meine die ganzen Beschlüsse wurden von aktuellen Ereignissen überholt , unabhängig davon wer gut oder böse da im Wald rumläuft . Des weiteren steht in der Westdeutschen Zeitung ein Kommentar des Redakteurs Rolf Eckers, der genau diesen Punkt trifft. Es melden sich also sehr wohl Menschen/Bürger dazu öffentlich zu Wort. PS: Am Ende hat das Durchgreifen des Staates gegen Atomkraftgegner der Atomkraft nichts gebracht.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Luk91 » Do 13. Sep 2018, 11:12

Vor allem hat der GDP- Hans, sich für seine Äußerung den denkbar schlechtesten Zeitpunkt gewählt.

Die Waldschrate wurden in den letzten Wochen merklich Gewalttätiger und dann kommt ein (von außen so wahrgenommen) Vertreter der Polizei und fordert, dass die Rodungen doch bitte aus bleiben oder verschoben werden.

Vermittelt ziemlich heftig den Eindruck, dass wir uns wegducken wenn es ungemütlich wird.

Das da geräumt wird, war mehr als überfällig und der Weiterbetrieb des Tagebaus ist mir dabei vollkommen Wurst!

Viel mehr geht es jetzt auch darum zu zeigen, dass man Polizeibeamte eben doch nicht ( JAHRELANG) mit Steinen bewerfen und Zwillen beschießen darf. ( Von den Angriffen auf die deutlich schlechter geschützten RWE- Arbeiter sogar abgesehen) Auch wenn gerichtsfeste Verfahren eher nicht zu erwarten sind, ungestört im Wald sitzen darf man sie auch nicht lassen.
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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon slugbuster » Do 13. Sep 2018, 12:52

Luk91 hat geschrieben:Vor allem hat der GDP- Hans, sich für seine Äußerung den denkbar schlechtesten Zeitpunkt gewählt.

Die Waldschrate wurden in den letzten Wochen merklich Gewalttätiger und dann kommt ein (von außen so wahrgenommen) Vertreter der Polizei und fordert, dass die Rodungen doch bitte aus bleiben oder verschoben werden.

Vermittelt ziemlich heftig den Eindruck, dass wir uns wegducken wenn es ungemütlich wird.

Das da geräumt wird, war mehr als überfällig und der Weiterbetrieb des Tagebaus ist mir dabei vollkommen Wurst!

Viel mehr geht es jetzt auch darum zu zeigen, dass man Polizeibeamte eben doch nicht ( JAHRELANG) mit Steinen bewerfen und Zwillen beschießen darf. ( Von den Angriffen auf die deutlich schlechter geschützten RWE- Arbeiter sogar abgesehen) Auch wenn gerichtsfeste Verfahren eher nicht zu erwarten sind, ungestört im Wald sitzen darf man sie auch nicht lassen.
Lt . WDR gibt’s ja nun auch neue Gründe die Baumhäuser zu räumen. Das Baurecht. Nachdem lt. WDR die Polizei den Waldbewohnern die Feuerlöscher weggenommen hat, kann die Baubehörde nun mit fehlendem Brandschutz argumentieren. „ Das hat ein Geschmäckle „ kam dazu im WDR.
Für mich als Bürger kann das nur bedeuten, dass die Behörden tricksen ohne Ende. Nur sehr naive Zeitgenossen werden wohl an einem Zufall glauben, ich denke die Feuerlöscher wurden durch die Polizei auf Anordnung von oben eingesammelt.
Das bedeutet für mich, dass Behörden tricksen ohne Ende und das man da keinem über den Weg trauen kann. Den nächsten Wahlzettel schmeiße ich in den Müll und lasse andere welches kleinere oder größere Übel auch immer wählen. Ich bin aus Wahlen als Staatsbürger raus, ist eh egal wer regiert.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 13. Sep 2018, 12:59

Da hole ich aber mal fix den Aluhut raus.
:lah:


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