Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

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ThorstenCologne
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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon ThorstenCologne » Di 18. Sep 2018, 22:31

Hallo Ghost!
Du schriebst:
Ich frage mich, wo ist der gesellschaftliche Aufschrei, wenn Molotowcocktails auf ein Fahrzeug geworfen werden, in dem Polizisten und RWE-Mitarbeiter sitzen :?: (und das bei der Trockenheit).
Ich glaube der gesellschaftliche Aufschrei ist da. Der Aufschrei besteht darin, dass kaum ein Kölner in den Hambacher Forst gegangen ist.
Und der Kölner geht ja gern mal demonstrieren und liebt Menschenmengen.
2000 Demonstranten ( oder 7000 geschenkt je nach Zählung), obwohl es einfach zu erreichen ist mit der Bahn, ist jetzt ein Erfolg, der zeigt, kein Interesse an Unterstützung für Bäume und Sympolik.
Zum WDR:
Hambacher Forst bekommt eine Sondersendung, Polizei wird sehr kritisch hinterfragt.
CSD: 900.000 Leute tausend Parties, kein Sondersendung, keine Liveübertragung. Drei Einspielungen; CSD in Köln, 900.000 Leute,
möglicherweise einen homophoben Übergriff der Polizei.

Ja das wird möglicherweise stimmen.
P.S.: Es fahren täglich mehr Kölner nach Dräsden als in den Hambacher
Forst trotz der Sprachbarriere Kölsch Sächsisch😇
Kein PVB

vladdi
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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon vladdi » Mi 19. Sep 2018, 06:01

Von der Einstellung kann ich Nazis weniger leiden.

Der Protest ist nicht unbegründet.
Dieselfahrverbote aber für Kohle den letzten Mischwald abholzen.
Wobei es auch Protest gegen Windräder gibt. Also gar kein Strom?

Das Problem, dass dort Chaoten hinfahren. Es geht gar nicht um Protest, sondern um Kampf gegen den Staat. Polizisten werden als Ziele definiert - nicht nur im Dienst.

Polizisten werden aus dem Hinterhalt mit Steinen und Brandsätzen beworfen, mit Zwillen beschossen. Das ist lebensgefährlich. Wir haben Familie, Kinder.

Schade dass die Presse da nicht differenziert. Und Protest einen Podest gibt und Gewalttäter ausgrenzt, darstellt.

Mit Kot bewerfen ist eckelig. Was für Idioten. Und wundern sich, dass Polizisten nicht freundlich sind.
Falls der Kot in Plastikbeuteln transportiert wurde, haben diese Umweltaktivisten nichts begriffen.

Knaecke77
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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Knaecke77 » Mi 19. Sep 2018, 08:27

Ghostrider1 hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 14:38
Ich frage mich, wo ist der gesellschaftliche Aufschrei, wenn Molotowcocktails auf ein Fahrzeug geworfen werden, in dem Polizisten und RWE-Mitarbeiter sitzen :?: (und das bei der Trockenheit)
Komisch, wie da zwischen den "Aktivisten" und "Extremen" differenziert wird. Komisch, wenn ich hier lese, dass die NRW-Polizei teilweise zugeschaut habe, und niemand den Untergang von Rechtsstaat und Demokratie sieht.

Und genau das ist ein riesen Problem. Auf der einen Seite werden 4500 Leute, weitergehend dann sogar ein ganze Bundesland + die Polizei in Sippenhaft genommen, für ca. 100 Idioten. Auf der anderen Seite schaut man zu, läßt gewähren, kehrt es lange medial unter den Teppich.
Ich habe mit die Berichterstattung auf WDR dazu angesehen. :flehan: :flehan: Oh wie kann die Polizei nur...
Der von mir geschätzte Peter Maffay hat sich meiner Meinung nach zum Thema in nicht nachvollziehbarer Weise geäußert:
Peter Maffay (69) hat den Polizei-Einsatz im Hambacher Forst als unverhältnismäßig kritisiert. „Nicht alles was rechtens ist, ist auch richtig“, schrieb der Sänger („Über sieben Brücken musst du gehn“) auf seiner Facebookseite. „Schlagstöcke und Tränengas gegen diejenigen, die unsere Umwelt gegen Lobbyismus und Ausbeutung schützen. Das ist die Botschaft aus Hambach. Wollen Politiker, Polizeiführung und RWE-Konzernleitung in der Öffentlichkeit so wahrgenommen werden?“, fragte er.

Die Bürger wunderten sich, „warum die Polizei im Hambacher Forst so hart durchgreift und genau dieses in Chemnitz und Köthen nicht macht. Üben wir etwa mehr Nachsicht und Milde gegenüber Protagonisten rechter Gewalt und rechter Ideologie? Was ist los in Deutschland?“ Politik und Polizeiführung sollten in der Wahl der Mittel die Verhältnismäßigkeit nicht aus den Augen verlieren.
https://www.merkur.de/politik/hambacher ... 23551.html
Hier weren Dinge vermengt, die nichts miteinander zu tun haben. :/

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon 1957 » Mi 19. Sep 2018, 10:38

Maffay ist ja auch nur ein Sänger. Die haben zwar ein tolles Forum, aber meist kaum eine Ahnung.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Officer André » Mi 19. Sep 2018, 11:29

Tolle Nummer.
Solange es für die gute Sache ist ...
:wall:


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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Ghostrider1 » Mi 19. Sep 2018, 11:53

Ob hier auch ein Konzert gegen Links und Staatsfeindlichkeit, für Zusammenleben und Toleranz geplant ist? :lach:
Toleranz ist doch, auch Beschlüsse und andere Meinungen zu akzeptieren.

Ja, der olle Rocker Peter M. Es gehört doch mittlerweile zum guten Ton, sofort Stellung gegen Rechts zu beziehen (auch wenn "rechts" sein nicht verboten ist, durchaus im Rahmen der FdGO stattfinden kann) und Maßnahmen der Polizei zu kritsieren, ohne Sach- und Fachkentniss.

Ich persönlich fände es richtig und wichtig, wenn z.B. die Bundeskanzlerin gerade auch bei solchen Aktionen sich zu Wort meldet und den Kollegen, die dort eine gute Arbeit verrichten, den Rücken stärkt. Warum wird dieses Verhalten nicht verurteilt?

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Criss_mitchel » Mi 19. Sep 2018, 17:25


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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Diag » Mi 19. Sep 2018, 18:02

Er ist verstorben.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Diag » Mi 19. Sep 2018, 18:06


Ghostrider1 hat geschrieben:...(auch wenn "rechts" sein nicht verboten ist, durchaus im Rahmen der FdGO stattfinden kann)...
Auch wenn rechts per Definition das Gegenteil von links ist, ist das politisch eher nicht so. Da wäre das Gegenteil von links eher konservativ. Wie man auf die Idee kommen kann, dass rechts im Rahmen der FDGO stattfinden kann, erschließt sich mir nicht. :nein:

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Controller » Mi 19. Sep 2018, 19:46

es ist vollkommen ekelhaft,
wie nun der Tod eines Menschen instrumentalisiert wird. :uebel:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 19. Sep 2018, 19:47

Criss_mitchel hat geschrieben:
Mi 19. Sep 2018, 17:25
https://www.derwesten.de/politik/person ... 68469.html

Gute Besserung dem Journalisten
Die 'Aktivisten' missbrauchen diesen sinnlosen Tod nun, um den Räumungsstop zu fordern. Natürlich. Meine Lösung, den ganzen unsicheren Rotz abzureissen, damit da keine Menschen zu Tode kommen, wäre auch zu naheliegend.

C, ganz genau.

Edit: Gleichwohl halte ich es für richtig, dass das Land die Rodung vorerst aussetzt.
:lah:

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Kulinka » Mi 19. Sep 2018, 20:54

Harkov hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 19:19
Ghostrider1 hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 14:38
Ich frage mich, wo ist der gesellschaftliche Aufschrei, wenn Molotowcocktails auf ein Fahrzeug geworfen werden, in dem Polizisten und RWE-Mitarbeiter sitzen :?: (und das bei der Trockenheit)
Du, der Aufschrei wird schon noch kommen. Spätestens wenn das ein oder andere Einsatzmittel zur Verwendung kommt. Dann wirst du rasch sehen, wie schnell und undifferenziert man von Polizeigewalt als gesellschaftlichem Problem schwadroniert.
Hallo Harkov,

damit triffst Du auch aus meiner Sicht leider voll ins Schwarze. :zustimm:

Viele Grüße
Kulinka

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Ghostrider1 » Mi 19. Sep 2018, 23:09

Diag hat geschrieben:
Mi 19. Sep 2018, 18:06
Ghostrider1 hat geschrieben:...(auch wenn "rechts" sein nicht verboten ist, durchaus im Rahmen der FdGO stattfinden kann)...
Auch wenn rechts per Definition das Gegenteil von links ist, ist das politisch eher nicht so. Da wäre das Gegenteil von links eher konservativ. Wie man auf die Idee kommen kann, dass rechts im Rahmen der FDGO stattfinden kann, erschließt sich mir nicht. :nein:
Dann definiere mal "rechts". Gibt es nicht.
Ist die CSU rechts? Die Linken sagen ja. Das ist ein unwahrscheinliches breites Spektrum. Es werden Leute in die "rechte Ecke" gedrängt, die da nicht hingehören. Das haben selbst unsere Politiker erkannt.
Wenn sich 1000 Bürger hinstellen, gegen Einwanderung / Islam und die EU demonstrieren sind die "rechts". Ist das legitim? Oh ja, denn in diesem Land darf ich dagegen sein. Völlig im Rahmen der FdGO.
Dürfen sich 1000 Leute hinstellen, und gegen Braunkohle und Nazis demonstrieren? Ja klar, auch das deckt die FdGO ab.
Dieser Blick ist der Politik und einigen Kollegen abhanden gekommen, wie ich finde. Ich muss diverse Sachen persönlich nicht toll finden. Wir, und damit meine ich Polizei und Politik haben aber unsere Aufgaben wahrzunehmen und die freie Meinung zu schützen, auch wenn sie meiner Meinung entgegen steht.

Hambacher Forst vs. Chemnitz ist doch ein Paradebeispiel.
Ich kann die Leute die einen Hitlergruß zeigen und diesen Inhalt leben, nicht ausstehen. Da wurde drüber berichtet, auch viel Falsches.
Im Hambacher Forst, versucht man die Polizisten und REW Mitarbeiter nun mittels Brandkörper an Leib und Leben zu gefährten.
Aufregung? Nichts. Keine Statement von der Regierung, keine Extra-Beitrag bei ZDF und Co.

Von mir aus bin ich dann in einigen Augen auch rechts, aber mir geht diese einseitige Berichtserstattung auf den Zeiger. Diese Verniedlichung der "linken" Gewalt, wird irgendwann einem zum Verhändgnis. Ich finde, da müsste viel mehr Druck aufgebaut werden, auf diese "Aktivisten". Medial, politisch und gesellschaftlich.

Chemnitz hat es vorgemacht und bereits 3 Schnellverfahren durchgezogen. 5 oder 6 Monate, ohne Bewährung. Das wünsche ich mir auch mal auf der "anderen" Seite, damit die alle mal wieder die Grenzen kennen lernen.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon RobMetal » Do 20. Sep 2018, 08:28

Insgesamt habe ich (als Nicht-PVB) den Eindruck, dass die Polizei im Hambacher Forst besonnen und so vorsichtig wie möglich agiert. Mit anderen Worte, gute Arbeit leistet :zustimm: Ob's vielleicht cleverer wäre, damit bis im Winter zu warten, steht auf einem andere Blatt, das entscheidet aber nicht die Polizei.

Und RWE macht sich echt schlechte Presse in diesem Thema. Kein einziges Licht flackert in Deutschland, wenn der Wald stehen bleibt, da zieht man halt seinen Plan durch, am besten noch vor dem Braunkohleausstieg, der früher oder später kommen wird, aber das gehört hier nicht her.

@Ghostrider1
Äpfel und Birnen, Profis und Zivilisten, Alltag und Sonderlage, 50 verrückte Waldschrate und gefühlt 1/4 der männlichen Bevölkerung usw., aber das gehört hier nicht her.
bin kein Polizist

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Officer André » Do 20. Sep 2018, 12:55

Ein Viertel der männlichen Bevölkerung von Chemnitz hat Hitlergrüsse gezeigt? :gruebel:
Aha ...


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