Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

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vladdi
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Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon vladdi » Sa 22. Sep 2018, 12:01

:zustimm:

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Controller » Sa 22. Sep 2018, 13:10

Könnten wir uns darauf einigen das ursprünglich eigentlich positiv besetzte Wort Aktivist hier zu meiden und deutlichere Worte zu benutzen?
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 22. Sep 2018, 13:51

Gerne. Die miesen Heckenpenner haben die 'Friedenszeit', in der wir uns zurückhielten, natürlich genutzt, um Baumhäuser zu bauen. Keine Ehre.
:lah:

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Diag » Sa 22. Sep 2018, 14:47

Und die Vermietet der Hebebühnen legen ihre Maschinen still. Aus Überzeugung, gegen geltendes Vertragsrecht.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 22. Sep 2018, 15:14

Und vielleicht dem Antifa Aufruf....
:lah:

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Knaecke77 » Sa 22. Sep 2018, 19:15

Scheinbar wurde der Vermieter der Hebebühnen nicht über den Einsatzzweck informiert:
Firma zieht Hebebühnen aus Hambacher Forst ab - "vom Einsatzzweck nicht informiert"

Die Firma Gerken hat all ihre Hebebühnen im Hambacher Forst stillgelegt. Die Polizei hatte die Geräte bei Räumungsaktionen eingesetzt. Die Geschäftsführung erklärte, man sei damit "absolut nicht einverstanden".

Aus und vorbei: Der Arbeitsbühnen-Verleiher Gerken zieht nach eigenen Angaben seine Geräte aus dem Hambacher Forst ab. Das Unternehmen sei von dem betreffenden Kunden, bei dem es sich nicht um die Polizei handle, zuvor in keiner Weise über den geplanten Einsatzzweck informiert gewesen.
https://www.stern.de/panorama/gesellsch ... 67066.html
Wenn die Polizei die Hebebühnen nicht geordert hat, wer dann? RWE? :polizei4:

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Diag » Sa 22. Sep 2018, 20:20

Es geht den Vermieter auch einen feuchten Kehrricht an.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Criss_mitchel » Sa 22. Sep 2018, 20:38

vladdi hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 08:00
Polli


Ja! Da hast du recht.

Auf unser Dienststelle sind alle Polizisten mit den man redet gegen den weiteren Abbau von Braunkohle und gegen die Rodung des Hambacher Forstes. Angesicht des Dieselfahrverbot in Innenstädten erlebt man nur Kopfschütteln.
Ich denke mal, dass es vielen Polizisten da unten genauso geht.

Ich sehe Bilder, wie Polizisten Demonstranten helfen einen Baum zu pflanzen, wie Polizisten freundlich, lachend Blockierer Wegtragen, beim Aufstehen helfen und sich freundlich verabschieden.

Ich erfahre aber auch, dass „Berufsdemonstranten“ aus Rig.Straße und anderen Bereichen angereist sind, Polizisten mit Steinen und Brandsätzen bewerfen und eben mit Kotbomben.
Viel ist relativ es gibt da geteilte Meinungen zu. Aber dann auch nicht dagegen sondern eher "find ich nicht gut".

Sind wir ehrlich würde der Wald für Solarzellen oder Windräder abgeholzt würden da die gleichen in den Bäumen hocken.
Den Krawallbrüdern geht's da nicht um den Wald oder die Art der Energiegewinnung. Das ist nur Vorwand um Straftaten zu "rechtfertigen".

Die Bilder, außer der Kollege mit dem Baum, sehe ich im Einsatzraum jetzt so gar nicht also Kollegen die lachend jmd. wegtragen oder so sorry nein.
Kann aber auch daran liegen das wir in unserem Einsatzabschnitt nur die übelsten Spacken hatten. Aber auch in Gesprächen mit Kollegen anderer Einheiten die anderswo eingesetzt waren habe ich so etwas bisher nicht gehört, also freudig trägt da niemand jemanden Weg. Oder war das Ironie?

Mit den Berufsdemonstranten ist was dran. Wir hatten auch schon einige aus der Rig. Straße. in den Zugangskontrollen.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Ghostrider1 » Sa 22. Sep 2018, 22:35

Diag hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 20:20
Es geht den Vermieter auch einen feuchten Kehrricht an.
Echt jetzt? Kennst du die AGB's und die Verträge?

Des Weiteren kann ich es nachvollziehen. Auf den Hebebühnen steht meistens die Firma drauf und zu welchen Taten diese Leute fähig sind, haben die oft genug bewiesen. Er hat vlt. einfach keine Lust darauf, dass seine Firma aus unerklärlichen Gründen Feuer fängt, oder die Fassade über Nacht lustig "bemalt" wird.
Schutz durch den Staat wird er nicht bekommen. Anzeige, Bescheinigung und irgendwann eine Einstellungsnachricht.

Eventuell sympathisiert er auch mit denen. Man weiß es nicht.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Brot » So 23. Sep 2018, 01:42

Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 19:15
Wenn die Polizei die Hebebühnen nicht geordert hat, wer dann? RWE? :polizei4:
Vielleicht die (Bau)Behörde, welche für die Räumung bzw. Umsetzung der Weisung durch das Bauministerium zuständig ist.

Ich kann den Vermieter auch verstehen, dass er seine Maschinen nicht mehr einsetzen will, wenn er ggf. seinen Ruf in Gefahr sieht und u.U. wirtschaftliche Einbußen fürchtet. Oder "militante Aktionen" von übermotivierten "Aktivisten". Letzten Endes kennen wir die Verträge nicht und können nur mutmaßen, ob es geht oder nicht.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Syzygy » So 23. Sep 2018, 15:00

In einigen Artikeln stand, dass der Vermieter bewusst seine Verträge bricht und aus Überzeugung die Regressansprüche der Mieter erwartet. Finde ich zumindest ehrlich und eine Art des "Widerstands" (weil friedlich und mit der Bereitschaft, die negativen Konsequenzen eben auch aus Überzeugung zu tragen) die ich akzeptieren kann. Ganz im Gegensatz zu Leuten die mit Kot werfen oder schwere Gegenstände auf Polizisten werfen.
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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Buford T. Justice » So 23. Sep 2018, 15:08

Die angebliche Überzeugung dürfte (nach Abwägung in wirtschaftlicher Hinsicht) wahrscheinlich vorgeschoben sein. Käpt'n Chaos riss es ja hier bereits kurz an...
:applaus:

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Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon slugbuster » So 23. Sep 2018, 15:58

Ghostrider1 hat geschrieben:
Diag hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 20:20
Es geht den Vermieter auch einen feuchten Kehrricht an.
Echt jetzt? Kennst du die AGB's und die Verträge?

Des Weiteren kann ich es nachvollziehen. Auf den Hebebühnen steht meistens die Firma drauf und zu welchen Taten diese Leute fähig sind, haben die oft genug bewiesen. Er hat vlt. einfach keine Lust darauf, dass seine Firma aus unerklärlichen Gründen Feuer fängt, oder die Fassade über Nacht lustig "bemalt" wird.
Schutz durch den Staat wird er nicht bekommen. Anzeige, Bescheinigung und irgendwann eine Einstellungsnachricht.

Eventuell sympathisiert er auch mit denen. Man weiß es nicht.
Diese Entscheidung ist absolut nachvollziehbar und evtl. Schadenersatzforderungen sind ja bekannt. Solche negativen Schlagzeilen sind für Unternehmen auf dem freien Markt verheerend, die müssen anders als die Polizei auf ihre Reputation achten. Außerdem steht es doch jedem und auch der Polizei frei sich selbst, notfalls im Ausland mit den nötigen Geräten einzudecken um die polizeilichen Aufgaben im vollen Umfang erledigen zu können. Wahrscheinlich gibt es auch noch Firmen in Deutschland , die der Polizei die Geräte verkaufen würden . Dann wäre man die unabhängig von Vermietern. Die aktuelle Situation dürfte es einfacher machen, der Landesregierung Gelder für eine solche Anschaffung abzuringen, wenn die Polizeiführung nur genug Druck aufbaut. Der Zeitpunkt ist ideal.

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 23. Sep 2018, 16:09

Weder ist die Polizei Auftraggeber der Rodung, noch führt sie diese durch.
:lah:

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Re: Hambacher Forst - Warnschuss nach Angriff

Beitragvon wolfi71 » So 23. Sep 2018, 20:24

Diag hat geschrieben:
Sa 22. Sep 2018, 20:20
Es geht den Vermieter auch einen feuchten Kehrricht an.
Das kann sein, muss nicht sein. Auf jeden Fall hat der Mieter die Sachen pfleglich zu behandeln und darf den Ruf des Vermieters nicht beschädigen. Das ist eine vertragliche Nebenpflicht. Wenn ich Vermieter wäre, würde ich meine Firma da auch nicht in der Glotze sehen wollen. Das werden übrigens andere Vermieter ähnlich sehen. Und einer Schadenersatzklage kann Gerken gelassen entgegen sehen. Denn dann müsste sich der Auftraggeber ja outen, sprich es würde offenbar, wer es ist. Einzige Handhabe sehe ich ggf in einem Urteil gegen Vermieter, die ihre Wohnungen zum Zwecke der Prostitution für weit überhöhte Preise vermietet haben. Die müssen sich ggf Handlungen dort zurechnen lassen. Also wenn der Mietpreis weit über normal liegt (ich meine ab dem etwa dreifachen Entgelt kommt das in Betracht), dann könnte man von einer Mitwisserschaft und Inkaufnahme des Rufverlustes reden. Aber bei einer normalen Miete, kannst du das vergessen.

Das mit der Beschädigung aus Rache durch geräumte Gruppen ist nicht so das Problem. Der Holzfäller vom 30.9. 2010 aus Stuttgart hatte auch keine Folgen, außer, dass ihm einige Aufträge deswegen ausblieben, das wurde aber kompensiert durch sehr gut bezahlte Arbeiten des damaligen Auftraggebers. Ich gehe aber davon aus, dass derartige Arbeiten nicht mehr ausgeführt würden. Das ist keine Reklame und Referenz.

Und es gibt natürlich Leute, die in Unternehmen Aufträge für solche Anmietungen vergeben. Die sagen nichts und mieten einfach woanders. Sie können das frei entscheiden nach dem Nasenfaktor. Die Hauptmieter sind wohl Maler und Gipser und die sind niemand Rechenschaft schuldig, bei wem sie warum mieten oder eben nicht. Ich muss es doch auch nicht begründen, warum ich meine Brötchen da und nicht da kaufe, du auch nicht.
Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
So 23. Sep 2018, 16:09
Weder ist die Polizei Auftraggeber der Rodung, noch führt sie diese durch.
Werden die Geräte zum Roden oder Räumen eingesetzt? Für die Rodung ist nicht die Polizei zuständig, das macht RWE. Aber die Räumung macht die Polizei. Da könnte aber noch der Gerichtsvollzieher beteiligt sein. Und der könnte das anmieten. Er beauftragt ja auch eine Spedition mit der Räumung einer Wohnung, auf Rechnung dessen, der die Räumung wünscht.


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