Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Controller » Sa 15. Sep 2018, 14:13

Es gibt eine ganz klare Übersicht aller Techniken, die ausgebildet werden dürfen.
Diese sind die anzuwenden Techniken.
Wenn ich diese jetzt durch andere, freie Techniken ergänze, dann trage ich das Risiko, dass aufgrund nicht dienstlicher vermittelter Techniken der Zwang als rechtswidrig eingestuft wird.
Das ist doch wieder vermischter Quatsch, der so nicht unkommentiert stehen bleiben kann !
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon 1957 » Sa 15. Sep 2018, 19:37

Richtig.

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Old Bill
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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Old Bill » Sa 15. Sep 2018, 20:22

Ich habe mir doch die Freiheit genommen das zu kommentieren?!?

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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Controller » Sa 15. Sep 2018, 20:43

Das las ich erst spater;
nimm es als Bekräftigung 👍
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Luk91 » Mo 17. Sep 2018, 08:32

Ich habe die große Last, dass sich das BL meiner Ausbildung geographisch von dem Teil des Landes unterscheidet, in dem ich nun Dienst verrrichte.

Zwang habe ich in beiden Ländern, mit denen mir in der Ausbildung beigebrachten Techniken, angewandt.
In beiden Ländern haben das Kollegen z.T. auch Vorgesetzte gesehen.

@vladdi
Warum bin ich eigentlich noch im Dienst? Warum hat mein DGL (in BL Nr.2) keine Diszis gegen mich eingeleitet?
Warum hat noch kein Anwalt geschrien: " Das steht aber nicht im Manual des LAFP und ist somit unrechtmäßig!" ?
Warum, zur Hölle, darf ich als (gem. deiner Interpretation) ewiger Rechtsbrecher eigentlich noch außerhalb der JVA leben?
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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Holger73 » Mo 17. Sep 2018, 08:55

vladdi hat geschrieben:
Sa 15. Sep 2018, 07:57
Trooper

Ich stimme dir zu. Und deswegen denke ich nicht, dass die Vorwürfe, dass er trainiert hat, haltbar sind.
Das war sogar sehr unklug. So müsste sich jetzt jeder dort arbeitende Beamte überlegen, ob er Kampfsport, Ausdauersport, Kraftsport, Fitness in seiner Freizeit trainiert.
Ich hoffe, dass da noch eine öffentliche Klarstellung kommt.

Das (maskierte) Anprangern war das Problem. Es ist nicht so klug, ohne Erlaubnis ein Interview zu seiner Dienststelle zu geben.



OB

Es gibt eine ganz klare Übersicht aller Techniken, die ausgebildet werden dürfen.
Diese sind die anzuwenden Techniken.
Wenn ich diese jetzt durch andere, freie Techniken ergänze, dann trage ich das Risiko, dass aufgrund nicht dienstlicher vermittelter Techniken der Zwang als rechtswidrig eingestuft wird. Diese Frage wird sich nur dann stellen, wenn ‚etwas passiertˋ ist. Das ist der Grund, warum ich das Beispiel Würgen genommen habe.
Das ist absoluter Bullshit.
Vladdi, wenn du in dieser Materie KEINE Ahnung hast... Schweigen ist Gold.

Ja es gibt eine klare Übersicht von Techniken, diese werden auch nur noch gelehrt und diese MÜSSEN von den Anwärtern in ihrer Prüfung abrufbar sein.
Erkennst du den Unterschied???
Es gibt, da du dich ja auf Erlasse bezogen hast, nur 2 Erlasse die interessant sind. Einer bezieht sich auf den EKA und der andere Erlass bezieht sich auf die Fesselungstechnik Hogtie und deren Anwendungsuntersagung.

Ich persönlich empfehle JEDEM, der in den Genuss der Arbeit am Bürger in den sozialen Brennpunkten kommt, sich privat fortzubilden.
Wenn es was bringen soll dann minimum 2x die Woche eher mehr.
Und ja, meine, mir privat angeeigneten Techniken aus dem Sammelsorium KM fließen in mein dienstliches Repertoire mit ein, ich unterrichte es als Trainer manchmal sogar im dienstlichen Training als Alternative zur angebotenen Technik aus dem PTR-Handbuch. Dieses enthält nur das absolute Minimum an Techniken und stellt keine Begrenzung dar.

Kopfschüttelnde Grüße Holger
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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Trooper » Mo 17. Sep 2018, 09:03

Ah. Interessant, das mal als Klarstellung aus tatsächlich berufenem Munde zu hören. Es hätte mich auch irgendwie arg gewundert, wenn Vladdi was fundiertes von sich gegeben hätte.

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Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Officer André » Mo 17. Sep 2018, 09:30

Holger73 hat geschrieben: Ich persönlich empfehle JEDEM, der in den Genuss der Arbeit am Bürger in den sozialen Brennpunkten kommt, sich privat fortzubilden.
Wenn es was bringen soll dann minimum 2x die Woche eher mehr.
Dauerhaft? Nebst Ausdauer- und Krafttraining?
Das is mal ne Ansage :flehan:



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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Holger73 » Mo 17. Sep 2018, 09:41

Officer André hat geschrieben:
Mo 17. Sep 2018, 09:30
Holger73 hat geschrieben: Ich persönlich empfehle JEDEM, der in den Genuss der Arbeit am Bürger in den sozialen Brennpunkten kommt, sich privat fortzubilden.
Wenn es was bringen soll dann minimum 2x die Woche eher mehr.
Dauerhaft? Nebst Ausdauer- und Krafttraining?
Das is mal ne Ansage :flehan:



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Deswegen "Empfehlung", mein Dienstherr möchte seine Beamten "Messerabwehrsicher" sehen... mit 2h alle 5 Wochen natürlich absolut ausreichend und voll strassentauglich.
Ja, nebst Kraftsport und Ausdauertraining, wobei diese sich mit der KS/SV kombinieren lassen. Ich persönlich 6x die Woche Sport ;D , habe aber auch nen medizinischen Hintergrund dafür. Sport oder Tabletten, ich habe mich für den Sport entschieden. Geht auch mit Haus, Hof, Hund und Kind... alles reines Timing.

Grüße
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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Ahab_ » Di 18. Sep 2018, 00:13

https://www.derwesten.de/region/polizei ... 52873.html

Wer so eine Führung hat braucht keine Feinde mehr.
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Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Officer André » Di 18. Sep 2018, 07:56

Dann sollen sie diese Seminare offiziell anbieten. Ich bin bereit meine private Zeit zu investieren. Tun wir eh ja bereits.
Gibt genug Leute in unseren Reihen, die das leiten könnten.


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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Knaecke77 » Di 18. Sep 2018, 12:51

Trainer fordert bessere Ausbildung für Polizisten
Deshalb fordert Christian Hjort für die Polizeiausbildung das, was er auch in seinen privaten Kursen anbietet: „Die Anwendungen müssen ,stumpfer', also einfacher sein, praxisnaher und viel häufiger geübt werden. Der Körper braucht etwa 3000 Wiederholungen, bis sich eine Handlung automatisiert und auch in Stresssituationen funktioniert. Es hilft nichts, nur zwei oder drei Mal im Jahr zu trainieren.“

Das Umdenken müsse im Innenministerium Nordrhein-Westfalens geschehen, sagt Hjort. „Sie müssen dort verstehen, dass es ihre eigenen Leute sind, die täglich auf den Straßen verletzt werden.“

https://www.derwesten.de/region/polizei ... 52873.html
Ein Problem aller Sicherheitsbehörden. Mehr Fortbildungen innerhalb der regulären Dienstzeit sind aufgrund der personellen Situation vermutlich nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen machbar. Der Dienstherr sollte deshalb einen Zuschuss für außerdienstliche Fortbildungen gewähren.

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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Old Bill » Di 18. Sep 2018, 13:13

Officer André hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 07:56
Dann sollen sie diese Seminare offiziell anbieten. Ich bin bereit meine private Zeit zu investieren. Tun wir eh ja bereits.
Gibt genug Leute in unseren Reihen, die das leiten könnten.
Ich wollte direkt nach deinem Beitrag eigentlich schreiben, dass es dann abzuwarten ist bis der erste kommt und will einen finanziellen- oder Zeitausgleich dafür haben.
An vielen Dingen sind wir leider selbst schuld... :polizei10:

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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon Knaecke77 » Di 18. Sep 2018, 13:34

Old Bill hat geschrieben:
Di 18. Sep 2018, 13:13

Ich wollte direkt nach deinem Beitrag eigentlich schreiben, dass es dann abzuwarten ist bis der erste kommt und will einen finanziellen- oder Zeitausgleich dafür haben.
Man braucht ja nur die Kosten für Behandlungs- und Ausfallkosten gegenüberstellen, die auflaufen, wenn ein Beamter aufgrund "Kundenkontakts" für längere Zeit verletzungsbedingt ausfällt.

Durch den zusätzlichen Sport wird zudem die allgemeine Fitness verbessert, was sich vermutlich ebenfalls positiv auswirken dürfte, da der/die Beamte/in weniger krank sein dürfte. Win-win-Situation :polizei1:
Zuletzt geändert von Knaecke77 am Di 18. Sep 2018, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gerechtfertigt oder eher Realitätsfern?

Beitragvon 1957 » Di 18. Sep 2018, 13:39

Außerdienstliche Fortbildungen können von der Steuer abgesetzt werden.
NRW setzt durch den Sporterlass Anreize.

Sinnvoll ist nur das regelmäßige Training der Eingriffstechniken/taktiken im Team, will heißen, diejenigen, die es anwenden müssen, sollten zusammen trainieren.
Nicht jeder hat Zeit und Muße, außerdienstliche Trainings zu absolvieren.


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