Ermittlungspannen in Freiburg?

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vladdi
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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon vladdi » Sa 17. Nov 2018, 11:24

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:Die, die es hinterher immer gewusst haben, sind ja für alles Experten.
Darum geht es doch gar nicht.

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 17. Nov 2018, 11:29

Doch. Ihr sagt, nach einer Tat: Hui, das hätten die Idioten von der Polizei aber vorher wissen müssen. Einfach.
Ich sage: Die Tat war nicht vorhersehbar und somit kann man nicht ohne weiteres jetzt im Nachhinein sagen, dass die Gefährdungsbewertung falsch war. Die orientiert sich an objektiven Gesichtspunkten und dem vor der Tat herrschenden Wissen. Weder Glaskugel noch die Drillinge aus Minority Report stehen der Polizei BW zur Verfügung.
Wenn morgen einer mit einem offenen HB einen Amoklauf startet, konnte das auch keiner vorhersehen.
Nach eurer These ist jeder mit einem offenen HB tendenziell gefährlich. Wow. Bravo.
:lah:

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon vladdi » Sa 17. Nov 2018, 11:32

Du sprichst falsch!

Ich sagte nicht, dass die Idioten von der Polizei es hätten besser wissen müssen.

Ich habe etwas anderes gesagt.


Lies und versteh, was ich geschrieben habe!
(Frei in nach deinem Diskussionsstil)



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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Officer André » Sa 17. Nov 2018, 11:36

Der Skandal ist doch eigentlich die Gruppenvergewaltigung. Diese ist nicht nur einem Täter zuzuschreiben.

Hätte der IT eine andere Tat hingelegt, wäre der Rummel gar nicht so groß.

Es war zu erwarten, dass weitere Taten folgen würden, aber wer sollte denn eine Gruppenvergewaltigung diesen Ausmaßes erahnen


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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon 1957 » Sa 17. Nov 2018, 13:20

Der Bildzeitungsartikel suggeriert etwas anderes. Ist aber eben polemisch und zumindest zu hinterfragen.

Wir müssen uns daran gewöhnen, dass derartige Vorgänge (Gefährder mit HB ) genau unter die Lupe genommen werden und die Festnahme schnellstmöglich erfolgt. Kriminaltaktische Gründe müssen da im Einzelfall mal zurückstehen.

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Diag » Sa 17. Nov 2018, 14:15


Officer André hat geschrieben: Hätte der IT eine andere Tat hingelegt, wäre der Rummel gar nicht so groß.
Hätten alle eine andere Haarfarbe gehabt, wäre es auch anders medial aufgearbeitet worden.

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Buford T. Justice » Sa 17. Nov 2018, 17:09

1957 hat geschrieben:
Sa 17. Nov 2018, 13:20
Wir müssen uns daran gewöhnen, dass derartige Vorgänge (Gefährder mit HB ) genau unter die Lupe genommen werden und die Festnahme schnellstmöglich erfolgt. Kriminaltaktische Gründe müssen da im Einzelfall mal zurückstehen.
Ich habe nicht alle Artikel dazu gelesen; war der Typ jetzt auch noch als Gefährder eingestuft? :o

Da gäbe es dann wirklich kaum einen guten Grund, einen offenen HB unvollstreckt zu lassen.
:applaus:

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Old Bill » Sa 17. Nov 2018, 17:20

Diag hat geschrieben:
Sa 17. Nov 2018, 14:15
Hätten alle eine andere Haarfarbe gehabt, wäre es auch anders medial aufgearbeitet worden.
Wie darf man das verstehen?

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Old Bill » Sa 17. Nov 2018, 17:20

Diag hat geschrieben:
Sa 17. Nov 2018, 14:15
Hätten alle eine andere Haarfarbe gehabt, wäre es auch anders medial aufgearbeitet worden.
Wie darf man das verstehen?

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Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Officer André » Sa 17. Nov 2018, 17:21

Diag hat geschrieben:
Officer André hat geschrieben: Hätte der IT eine andere Tat hingelegt, wäre der Rummel gar nicht so groß.
Hätten alle eine andere Haarfarbe gehabt, wäre es auch anders medial aufgearbeitet worden.
Das bezweifele ich. Die Gruppenvergewaltigung ist schon Aufregung und Verachtung wert. Natürlich ist eine Analyse und Diskussion über solche Täter angesagt.

Edit:
Ich wiederhole: hier hat nicht nur EIN Täter agiert.

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Diag » Sa 17. Nov 2018, 17:32

Ich weiß nicht, was daran nicht zu verstehen war.

Es ist kein neues Phänomen, wird aber gerne mit 2015 in Verbindung gebracht. Und jetzt sucht man halt die Schuld bei der Polizei.

Hier mal ein interessanter Artikel: https://faktenfinder.tagesschau.de/inla ... n-101.html

Streiche von mir aus Haarfarbe, sette Nationalität oder was auch immer...

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon vladdi » Sa 17. Nov 2018, 17:55

Diag

Hier wurde gesagt, dass die Gefährdungseinschätzung falsch war. Niemand hat die Schuld bei der Polizei gesucht.

Vermische nicht Gesagtes mit dem irgendwelcher Paranoia und reflexhafte Verteidigung

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Knaecke77 » Sa 17. Nov 2018, 18:23

Diag hat geschrieben:
Sa 17. Nov 2018, 10:28
Knäcke+vladdi: Wie oft habt ihr mit Haftsachen und Haftbefehlen zu tun? Ernstgemeinte Frage ohne Stichelhintergrund.
In meinem Tätigkeitsbereich kommen Haftsachen relativ selten vor.Zudem geht es dabei "lediglich" um Wirtschaftskriminalität.

Gerade weil ich kein Polizeiexperte bin, habe ich KC ja um eine Einschätzung gebeten. Eine Wertung bzw. Beurteilung der Vorgehensweise der FR Polizei habe ich nicht vorgenommen.

Mir kam die Zeitspanne zwischen Beantragung des HB und der geplanten Festnahme etwas lang vor.....

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Re: Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon Controller » Sa 17. Nov 2018, 18:28

Zum Begriff Gefährder :

Die 2004 von der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Landeskriminalämter und des Bundeskriminalamts festgelegte Begriffsbestimmung ist nicht gesetzlich verankert, bekannt wurde der Begriff durch Wolfgang Schäuble in einem Spiegel-Interview vom 7. Juli 2007.

Schriftlich gibt es dazu auch was,
Abgeordneter Wolfgang Neskovic (DIE LINKE.)

Wie lautet der genaue Wortlaut der von der
„AG Kripo“ (Arbeitsgemeinschaft der Leiter
der Landeskriminalämter und des Bundeskriminalamts)
festgelegten Definition des Begriffes
„Gefährder“?


Antwort des Staatssekretärs Dr. August Hanning
vom 21. November 2006:

Es wurde nachfolgende Definition abgestimmt: „
Ein Gefährder ist
eine Person, bei der bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen,
dass sie politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung, insbesondere
solche im Sinne des § 100a der Strafprozessordnung
(StPO), begehen wird.“


http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/035/1603570.pdf

verlinkt in : viewtopic.php?f=14&t=83147&p=1310295&hi ... r#p1310295

also, war das so jemand nach 100a ??

oder wird wieder mal leichtfertig mit Begriffen um sich geworfen ?


Ex post zu sagen, die Gefährdungseinschätzung sei falsch ist ziemlich billig, wenn man nicht gleichzeitig benennen kann, was denn ex ante falsch gemacht wurde.

Und das müsste ja nun, aus ex post Sicht kinderleicht sein.
Da das aber nicht erfolgt, ist es eine reine Schlaumeier Behauptung, die sich auf die nicht vorhersehbare Straftat stützt.
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Ermittlungspannen in Freiburg?

Beitragvon vladdi » Sa 17. Nov 2018, 18:32

Natürlich kann man jetzt sagen, dass die Einschätzung damals falsch war. War sie auch.

Deinen Ausflug in „Gefährder“ braucht es dazu nicht.

Was (oder ob was) falsch gemacht wurde, wäre eine andere Frage.
Einige beantworteten hier, im Beißreflex, diese Frage bereits.

Tatsächlich muss diese Frage beantwortet werden. Das geht aber hier in der CZ schlecht.


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