Ermittlungen gegen SEK-Beamte

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vladdi
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Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon vladdi » Do 13. Jun 2019, 19:35

Über Rotation könnte man sich streiten.
Wenn jedoch diese verkürzte Zeit nur aufgrund diesen Vorfalls ist, ist
das riesen Dummfug.
Munition kann jeder andere Polizist auch klauen.
Die meisten machen es nicht, weil es Polizisten sind. Hier haben Honks Mist gebaut. Haftbefehl, Prüfung Entlassung. Soweit so gut. Jetzt noch mal hinterfragen, ob Fehler gemacht wurden, ob das früher entdeckt hätte werden können und notwendige Stellschrauben drehen.
Ich bestreite, dass maximal 10 Jahre SE und Buchführung die richtigen Ansätze sind. Ordentlich prüfen und wenn das Ergebnis ist „bleibt alles beim Alten“ oder „wir ändern die Buchführung / die Verweildauer“ dann ist gut. Hier ist jedoch nicht ordentlich hinterfragt worden und erst recht nicht überlegt, sondern es wird überhastet gehandelt. Bei Kindern ist es schön mit anzusehen, wenn in der Laufen-lern-Phase die Schrittfolge überhastet ist, dann straucheln sie und fallen.

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Florix » Do 13. Jun 2019, 20:48

Naja man muss einfach die Ermittlungsergebnisse abwarten immerhin sind das schwere Vorwürfe.

Bei der BW gibt es dieses Problem auch.


https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 08965.html

Der link gehört jetzt nicht unbedingt in ein Polizei Forum
Ist trotzdem interessant.



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Officer André
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Officer André » Do 13. Jun 2019, 21:04

Das war schon immer so, dass Munition und co eingesackt wurden. Gerade auch bei BW. Deshalb gibt es ja die ganzen Listen und Inventuren.

„Kontakte zur Prepper-Szene“ kann viel heißen. Ob Munition an Dritte überlassen wurde, muss geprüft werden. Der psychischer Zustand des Kollegen ebenfalls. PTBS kann diverse Auswüchse annehmen und Gesinnungen abdriften lassen.

Interessant wäre auch, wie genau es zu diesen „Kontakten“ kam.
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Fritz4081 » Fr 14. Jun 2019, 12:20

Moin André ,
ja, da nimmt ab und zu einer nen Schuss mit, oder Munitionsteile als Erinnerung, nicht als Mittel gegen die Zombieapokalypse. Verschossen wird die nie, eher weg geworfen.

Und das die dagegen getroffenen Maßnahmen nur bedingt greifen erlebe ich auch immer wieder. Mir ist auch lebhaft in Erinnerung das sich, in grauer Vorzeit, als ich noch Mun als Stellv. Wachhabender übernommen hab, dieser Bestand vom Monatsanfang (alles neu, blank aus einem Los) zu einer veritablen Sammlung verschiedenster Lose und Zustände zum Monatsende wandelte.
Bei dem aktuellen Fall schätze ich vieles als irritierend und vollkommen unlogisch, neben der Rechtswidrigkeit, ein. Neben der Tatsache das sich jemand Munition aneignet, gar weiter gibt. Berechtigte können alles erwerben...
Die erwähnte Menge beschränkt sich auf übliche Lose wie auch zu Sportzwecken mengenmäßig üblich.
Bei KWKG kann dazu nur LS und Hartkern kommen. LS ist einfach, gerade SEler sollten das wissen, ersetzbar zumal die Haltbarkeit schon bei regulärer Lagerung bescheiden ist.
Über den Sinn und Zweckmäßigkeit von Hartkern bei KW-Mun lässt sich streiten, bei Langwaffen ist der Bedarf auf seltene Lagen beschränkt. Wer es drauf anlegt kann sich entsprechende Projektile in brauchbarer Zahl und Qualität selbst fertigen, kein Hexenwerk.
Kurz: Das Ganze ist für mich nicht nachvollziehbar.

Gruß

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Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Officer André » Fr 14. Jun 2019, 12:46

Wer Zugang hat, greift auch eher mal zu. Wozu sich Mühe machen.

Es gibt Leute, die glauben, dass Unruhen kurz bevorstehen.

Ich weiß nicht was der Kollege sich gedacht hat und in welchen Kreisen er verkehrt.

Daher mein Hinweis auf die psychische Verfassung des Kollegen.
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Fritz4081 » Fr 14. Jun 2019, 13:06

Moin,
ja man kann durchaus vermuten das sich da die Wahrnehmung etwas verschoben hat. Da passiert aber nicht mal eben so.
Gruß

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Officer André » Fr 14. Jun 2019, 19:40

Natürlich ist das ein Prozess.
Aber das werden wir wohl nie erfahren, ob und welche Auffälligkeiten es gab.

Ich glaube nicht, dass Kollegen sowas immer im ganzen Ausmaß bemerken und korrekt einschätzen.
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon HessieJames » Sa 15. Jun 2019, 01:09

MICHI hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 18:16
Officer André hat geschrieben:Aber SE erfordert ein eingeschworenes Team. Das ist anders.
Also auch SE war eine Rotationsdienststelle. Ob das jetzt noch so ist, müsste ich mal nachfragen.
Und es hat nicht geschadet.
Eingeführt seinerzeit aufgrund unschöner Vorfälle.
Na ob das eure SE`n genauso sehen... würde mich doch sehr wundern.
Ich halte von den Maßnahmen überhaupt nichts. Der offenkundige Zweck ist hier zunächst mal nur, externen Kritiker etwas servieren zu können.
Da ist Aktionismus schon ein zutreffender Begriff.

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Kulinka » Sa 15. Jun 2019, 04:11

Hallo Fritz,

interessant ist ja auch, in welche Kontexte das gerückt wird. "Prepper-Szene" (hatte man die über NDR/WDR/SZ-"Recherchen" nicht schon in Richtung Reichsbürger und rechts verortet?). Als ob es eine solche unter einer derart heuristischen Klammer gäbe.

Mein Eindruck ist eher, dass es sich auch hier um gezielte "Öffentlichkeitsarbeit" handelt, welche a) die Glaubwürdigkeit von rechtsstaatlichen Institutionen langsam aber steig aushöhlt und b) Vorgänge dramatisiert und in genehme Narrative kleidet, die es schon immer gab und die früher auch Konsequenzen gehabt hätten, aber aus guten Gründen nie an die Öffentlichkeit gelangt wären.

Viele Grüße
Kulinka

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon MICHI » Sa 15. Jun 2019, 08:56


Kulinka hat geschrieben:Hallo Fritz,

interessant ist ja auch, in welche Kontexte das gerückt wird. "Prepper-Szene" (hatte man die über NDR/WDR/SZ-"Recherchen" nicht schon in Richtung Reichsbürger und rechts verortet?). Als ob es eine solche unter einer derart heuristischen Klammer gäbe.

Mein Eindruck ist eher, dass es sich auch hier um gezielte "Öffentlichkeitsarbeit" handelt, welche a) die Glaubwürdigkeit von rechtsstaatlichen Institutionen langsam aber steig aushöhlt und b) Vorgänge dramatisiert und in genehme Narrative kleidet, die es schon immer gab und die früher auch Konsequenzen gehabt hätten, aber aus guten Gründen nie an die Öffentlichkeit gelangt wären.

Viele Grüße
Kulinka
Die Polizeien der Länder und des Bundes sind inzwischen, und das ist gut so, nach außen immer transparenter geworden.

Das inzwischen Dinge nach außen gelangen, die einige hier lieber nur intern abgehandelt sehen würden, liegt auch an der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei, transparent und nicht immer nur positiv selbstdarstellerisch.

Man hat nichts zu verbergen.

Da bedarf es keiner Verschwörungstheorie von gezielter Aushöhlung der Glaubwürdigkeit rechtsstaatlicher Institutionen.
Gruß
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon schutzmann_schneidig » Sa 15. Jun 2019, 09:34

HessieJames hat geschrieben:
Sa 15. Jun 2019, 01:09
Der offenkundige Zweck ist hier zunächst mal nur, externen Kritiker etwas servieren zu können.
Da ist Aktionismus schon ein zutreffender Begriff.
Zumindest die Geschwindigkeit, in der das geschieht, lässt vermuten, dass dies nicht das Ergebnis einer umfassenden Evaluation und wohlüberlegten strategischen Neuausrichtung ist. Was nicht bedeuten soll, dass es nicht sinnvoll sein kann.
Aktionismus ist es doch nie. Immer wenn ein verantwortlicher Politiker unter Druck gerät, dann ist es "Handlungsfähigkeit demonstrieren". :polizei2:
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Officer André » Sa 15. Jun 2019, 10:22

Michi: ich habe nachgefragt. Rotation mag in HH üblich sein, aber nicht bei anderen SE‘en.
Das ist dem Teambuilding stark abträglich. Das ist bei uns in den DG schon so und bei SE noch viel stärker.
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon MICHI » Sa 15. Jun 2019, 11:05

Officer André hat geschrieben:Michi: ich habe nachgefragt. Rotation mag in HH üblich sein, aber nicht bei anderen SE‘en.
Das ist dem Teambuilding stark abträglich. Das ist bei uns in den DG schon so und bei SE noch viel stärker.
Ich kann dich beruhigen, die SEn in Hamburg unterliegen nicht mehr der Rotation.
Dennoch gibt es immer noch diverse Dienststellen, die einer begrenzten Verweildauer unterliegen, was weder dem Teambuilding, noch der Arbeitsqualität schadet.



Gruß
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Officer André » Sa 15. Jun 2019, 11:11

Das Flair geht verloren


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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon MICHI » Sa 15. Jun 2019, 11:27

Officer André hat geschrieben:Das Flair geht verloren


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Das erzähl mal im Auswahlgespräch, dass das Flair für dich ein Grund ist, dort Dienst verrichten zu wollen. Bild
Gruß
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