Ermittlungen gegen SEK-Beamte

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Aldous
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Aldous » Sa 15. Jun 2019, 11:59

MICHI hat geschrieben:
Sa 15. Jun 2019, 11:05
Dennoch gibt es immer noch diverse Dienststellen, die einer begrenzten Verweildauer unterliegen, was weder dem Teambuilding, noch der Arbeitsqualität schadet.
Das mag bei genannten diversen Dienststellen der Fall sein, bei den SE schadet es dem Teambuildung und der Arbeitsgüte definitiv.

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Officer André » Sa 15. Jun 2019, 12:04

MICHI hat geschrieben:
Officer André hat geschrieben:Das Flair geht verloren


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Das erzähl mal im Auswahlgespräch, dass das Flair für dich ein Grund ist, dort Dienst verrichten zu wollen. Bild
Warum sollte das kein Teilaspekt sein dürfen?
Unstrittig, dass es kein Hauptargument ist.
Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon MICHI » Sa 15. Jun 2019, 12:05

Officer André hat geschrieben:
MICHI hat geschrieben:
Officer André hat geschrieben:Das Flair geht verloren


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
Das erzähl mal im Auswahlgespräch, dass das Flair für dich ein Grund ist, dort Dienst verrichten zu wollen. Bild
Warum sollte das kein Teilaspekt sein dürfen?
Unstrittig, dass es kein Hauptargument ist.
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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Officer André » Sa 15. Jun 2019, 12:07

Ach Gottchen.
In den 90ern war man noch nicht so spitzfindig.
Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Buford T. Justice » Sa 15. Jun 2019, 12:39

Kulinka hat geschrieben:
Sa 15. Jun 2019, 04:11
interessant ist ja auch, in welche Kontexte das gerückt wird. "Prepper-Szene" (hatte man die über NDR/WDR/SZ-"Recherchen" nicht schon in Richtung Reichsbürger und rechts verortet?). Als ob es eine solche unter einer derart heuristischen Klammer gäbe.
Kulinka,
die dahinterstehenden Interessensgebiete hängen nicht selten zusammen. Das heißt nicht, dass jeder Prepper Reichsbürger und/oder Selbstverwalter ist. Aber nahezu jeder Reichsbürger/Selbstverwalter, der dieser Ideologie intensiv anhängt, hat ein hohes theoretisches (und praktisch unterschiedlich stark ausgelebtes) Interesse am Preppen.

Wesentliches Merkmal ist, dass der Prepper sich auf Tag X vorbereitet und der Reichsbürger diesen Tag herbeisehnt.

Fritz hat zwar dargestellt, dass es wenig sinnvoll ist, die Munition auf diesem Weg zu besorgen. Mir zeigt dass, dass keine Voll-Profis in dieser Hinsicht am Werk waren, sondern grundsätzliche Sympathisanten, bei denen bestimmte Gedankengänge angefangen haben, sich zu verselbstständigen.

Und ebendas empfinde ich als bemerkenswert, denn während man die ausgeklügelte Vorbereitung des „normalen“ Preppers fast schon als sportliches Hobby betrachten kann, wurde im vorliegenden Fall das Risiko straf- und dienstrechtlicher Konsequenzen in Kauf genommen. Das erscheint mir schon deutlich ideologiegeladener und muss zumindest durch die zuständigen Dienststellen überprüft werden.
:applaus:

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Kulinka » Sa 15. Jun 2019, 17:10

Hallo Buford,

überprüfen soll und muss man so etwas, gar keine Einrede an dieser Stelle. Fraglich ist eben nur, ob das auf diese Weise in die Öffentlichkeit gehört. Transparenz, die Michi ansprach, ist das eine. Die ist an vielen Stellen angebracht, an anderen wieder nicht. Hier geht es die Öffentlichkeit eigentlich erst einmal nichts an, jedenfalls nicht in dieser Tiefe, finde ich.

Mein Punkt ist, dass seit über einem halben Jahr Reporter öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten und namhafter Printpublikationen eine "Connection" zwischen Reichsbürgern und anderen Rechtsradikalen, Preppern, SEK-Beamten mehrerer Landespolizeien sowie Soldaten der Bundeswehr "aufgedeckt" haben wollen. Viel Spekulation, viel Nebel, viele Mutmaßungen und Zirkelschlüsse. Beweise für die Hypothese bleibt man letztlich schuldig, man hantiert mit Wahrscheinlichkeiten und deshalb wesentlich näher an einer Verschwörungstheorie als ich mit meiner Meinungsäußerung weiter oben im Thread.

Da passt es dann gut ins Bild der Berichterstattung, wenn Vorgänge wie der in Rede stehende passieren und die auf diese Weise kolportiert werden. Dass Munition entwendet wurde und nun gegen Beamte ermittelt wird, reicht ja nicht als Meldung. Es müssen auch wieder die Prepper ins Spiel kommen. Vong Brisanz und Gefahr für die Demokratie her

Unbenommen Deiner Ausführungen zu diesem Menschenschlag bin ich durchaus der Meinung, die wenigsten Prepper seien Reichsbürger. Zwar mag es durchaus sein, dass alle Reichsbürger Prepper sind. Aber bei weitem nicht alle Prepper sind Reichsbürger. Wenn auch viele Prepper Waffen legal oder illegal besitzen. Wobei der Begriff sehr dehnbar ist. Wenn man sich nur analog zu den Empfehlungen der Bundesregierung mit jederzeit vorzuhaltenden Vorräten und Zubehör für den Notfall ausrüstet und außerdem einen Feldanzug im Schrank hat, gilt man beim Durchschnittsbürger und beim gemeinen Journalisten doch schon als einer.

Viele Grüße
Kulinka

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon zulu » Sa 15. Jun 2019, 17:55

@ Kulinka :zustimm:

Das BBK empfiehlt jedem Bürger, sich auf gewisse Dinge vorzubereiten. Tut man dies und wird in gewisser Weise zum "Prepper", gehört man unreflektiert schon zur Szene, welche sogar durch den Verfassungsschutz überwacht wird. Das sind schon sehr seltsame Entwicklungen bei uns.

Muss ich dann irgendwann als aktiver Sportschütze schon um meine Zuverlässigkeit bangen, weil ich 25 Liter Wasser und Konserven im Keller habe?

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Fritz4081 » Sa 15. Jun 2019, 18:45

Moin Kulinka,

angesichts der damals schon einsetzenden medialen Begleitmusik mit teilweise märchenhaftem Inhalt erschien es mir geboten die aktuellen Verdachtsfälle mit sehr ernsten, immerhin überprüfbarem, Inhalt einzustellen.

Insbesondere das dabei genutzte Bildmaterial, beispielhaft SPON, grenzt auch an Verschwörungstheorie und dazu hätte es nicht geschadet zu wissen das die Gegenstände die bei Kiel sichergestellt wurden, wieder zurückgegeben wurden. Alles demilitarisiert und unbrauchbar. Damit geht nichts und ich stifte der entsprechenden Redaktion gerne einer 8,8 Granatpatrone die ab und zu auch mal "neuwertig" bei mir anfallen. Die dürfen das dann gern abfeuern, ich wisch danach auch auf.

Und das PrepperTheater.. na ja, ich stamme auch aus einer "Flüchtlingsfamilie" WK II, daher ist der Keller immer voll, großer Nutzgarten der auch bewirtschaftet wird. Man geht natürlich mit der Zeit und Solaranlage sowie sonstiger Netzersatzbetrieb sind vorhanden und möglich. Den BBK Standard halten wir privat locker. Und sind diese Tendenzen bei politischem Extremismus denn neu, oder doch nur besser beobachtet?

Auf Arbeit wurde, und wird, noch mehr "gepreppt". Früher mit Hundelaufanlage und Zaun der 24/7 beleuchtet war, 3 Aggregate, eins lief immer parallel zum Netz und konnte auch unter Last sofort umgeschaltet werden, dazu 200 m³ Betriebsstoff allein für Netzersatz.
Viel davon hat sich geändert, weil die Technik nicht stehen bleibt, das Notwendige ist immer vorhanden.

Nach meiner derzeitigen Einschätzung waren "damals" der Bund deutscher Jugend u.ä. Organisationen deutlich besser vernetzt und ausgerüstet und potenzielle gefährlich. Oder Lembke, der hatte wirklich erhebliche Bestände.

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Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon vladdi » So 16. Jun 2019, 05:51

Naja...

Da sind ein paar Menschen, die übertreiben. So wie es mit allem ist.

Es gibt Menschen, die sind komplett unterversorgt für einen Kriesenfall.
Ich habe nicht mal genug Trinkreserven. Konserven sowieso nicht. Kerze könnte ich finden.

Nun gibt es Menschen, die haben Vorräte für Jahre und bauen sich sogar einen Bunker.
Gut, mag sinnvoll sein, wenn eine Kriesenlage kommt.
Es ist auch verständlich, dass diese Menschen sich dann vor Plünderung schützten wollen - obwohl das Christentum uns eigentlich teilen gelehrt hat.

Naja. Was soll man dazu sagen.

Und nun sind ein paar Polizisten in Kontakt mit Menschen dieser Szene oder selber drin.
Soweit auch nicht verwerflich.

Problematisch wurde es, als Grenzen nicht erkannt wurden und Straftaten nach dem WaffenG und Kriegswaffenkontrollgesetz passiert sind.

Diese Preepersezene hat sicherlich in den USA ihre Wurzeln und bei den „Vorbildern“ ist halt ein anderes Waffenrecht. Darf man nicht blind alles aus den USA kopieren.


Einige Polizisten fahren Motorrad, fahren mit Freunden und treffen sich in Clubs. Mit Sicherheit werden dort einige Grenzen überschreiten.
Einige stecken viel Geld in ihr Auto, kommen in die Tunningszene. Irgendwann fährt einer illegale Rennen.
Einige haben Verwandtschaft und Freunde in Clans / Clänen, einige Kontakte zu Reichsbürgern.

Es passiert im Leben, dass manche (auch Polizisten) an irgendeiner Kreuzung im Leben falsch abbiegen.

Im SEK MV waren jetzt zwei Honks.
Normalerweise ist das Risiko dort geringer, weil dort schon starke Persönlichkeiten arbeiten.
Aber, wenn man an Taufen und andere Presse (Schriftzüge) denkt, auch bei SE entwickeln sich Dinge und schreitet das Leben voran und manchmal wäre ein anderer Weg besser.

Dieser Vorfall zeichnet nicht SEK MV, sondern wenige einzelne Menschen.

Die Polizei zeigt immer wieder, dass sie Fehlverhalten prüft und dass sie handelt.
Mein Fazit: alles ok im Lande.

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Kulinka » So 16. Jun 2019, 10:08

Hallo Fritz,

es ist ja nicht überraschend, dass gerade Menschen, die in einem sicherheitsrelevanten Beruf arbeiten, sich Gedanken um die Sicherheit ihrer Familie bzw. die eigene Sicherheit im Krisenfall machen. Eher wäre es verwunderlich, sie täten das nicht.

Volle Zustimmung auch zu Deiner Einschätzung in Sachen 1980er-Jahre. Rechtsradikale Verfassungsfeinde waren auch aus meiner Sicht damals sehr viel besser vernetzt und ausgerüstet, der Lembke ist ein gutes Beispiel, vernetzt unter anderem mit der Wehrsportgruppe Hoffmann und der Vikingjugend.

Viele Grüße
Kulinka

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon MICHI » So 16. Jun 2019, 10:37

Das Thema ist hier der Verdacht der Verfehlungen von Angehörigen des SEKs MV und es geht nicht um Erklärungen zum Verhalten der "Pepper" .

Sie es zum eigentlichen Thema etwas neues geben, wird es wieder geöffnet.

Vorerst geschlossen.
Gruß
MICHI


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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon Officer André » So 16. Jun 2019, 10:40

Im Krisenfall wäre mir sehr daran gelegen meine Familie 1. aufs Platte Land (da meist weniger von Unruhen und Kampfhandlungen betroffen) und 2. außer Landes zu schaffen.

Wenn es wirklich knallt, kann ich als ein Mann Arme nicht viel ausrichten
Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Ermittlungen gegen SEK-Beamte

Beitragvon MICHI » Fr 21. Jun 2019, 22:57

Gruß
MICHI


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