Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

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Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Officer André » So 25. Aug 2019, 19:59

„Wenige Minuten“ ist eine vage Angabe.

Tritte gegen den Kopf und Schnittverletzungen im Bauchbereich klingen nicht unbedingt nach klassischem Partyvolk und Fußballkumpel.
Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Criss_mitchel » So 25. Aug 2019, 20:14

Naja gefühlt führt inzwischen jeder zweite ein Messer mit.

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Officer André » So 25. Aug 2019, 21:44

Ist auch alles nur Spekulatius.

Weiß jemand, ob die zwei Kollegen schön aus dem KH entlassen werden konnten?
Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Knaecke77 » Mo 26. Aug 2019, 09:24

Officer André hat geschrieben:
So 25. Aug 2019, 21:44
Ist auch alles nur Spekulatius.

Weiß jemand, ob die zwei Kollegen schön aus dem KH entlassen werden konnten?
Die vier Polizisten wurden anschließend in ein Krankenhaus gefahren. Zwei konnten die Klinik nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Die anderen bleiben mussten auf Station bleiben. Am Sonntag teilte der Staatsanwalt mit, dass der Polizist mit den Schnittverletzungen die Klinik ebenfalls noch am Abend verlassen konnte. Sein Kollege musste mit einer Gehirnerschütterung in Behandlung bleiben.
https://www.derwesten.de/region/hamm-na ... 75911.html

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Officer André » Mo 26. Aug 2019, 09:32

Danke

Wenigstens „nur“ eine Gehirnerschütterung.
Das hätte auch ganz anders ausgehen können.

Ich wünsche weiterhin schnelle Genesung und gute Verarbeitung
Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Knaecke77 » Di 27. Aug 2019, 10:45

Krisentreffen in Hamm
Am späten Montagnachmittag besuchte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) aus Anlass der Geschehnisse das Polizeipräsidium. Einen offiziellen Pressetermin gab es nicht. Bereits am Wochenende hatte es eine gemeinsame Presseerklärung mit dem Hammer Behördenleiter Erich Sievert gegeben, in der der Vorfall scharf verurteilt wurde. An dem Gespräch war auch Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann beteiligt.

Positiv bewerte die GdP, dass das Polizeipräsidium Hamm unmittelbar nach der Tat eine Mordkommission eingesetzt hat. „Damit steigen die Chancen, dass die Täter zügig überführt und bestraft werden können. Schließlich hätte der Angriff auf die Polizisten auch tödlich enden können“, so der GdP-Vorsitzende. Eine schnelle Ermittlung der Täter ist aus Sicht der GdP auch deshalb erforderlich, damit es nicht in anderen Städten zu Nachahmungstaten kommt. „Problemgruppen, die Schwierigkeiten haben, die Polizei anzuerkennen, haben wir auch in anderen Städten. Der Staat muss ein klares Signal setzen, dass er Angriffe auf Polizisten nicht duldet“, fordert Mertens.
Quelle: wa.de

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon al-lex » Do 29. Aug 2019, 19:16

Es gibt wohl eine Wende in dem Fall. Die Polizisten wurden wohl gar nicht als Polizisten erkannt:
https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgeb ... n-100.html
Ein Beamter erklärte, sie seien von den Angreifern wohl gar nicht als Polizisten erkannt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag (29.08.2019). Ermittelt wird weiter wegen gefährlicher Körperverletzung.
Aber Hauptsache Innenminister Reul hat mal wieder erneut schnell, substanzlos geschwafelt. Und erneut scheint die Polizei NRW den Sachverhalt nicht korrekt wiedergegeben zu haben. Ist ja in den letzten zwei Jahren öfters passiert - insbesondere bei Themenkomplex Hambacher Forst. So kann man natürlich als Polizei NRW auch systematisch seine Glaubwürdigkeit zerstören, wenn das eigene Wort nichts mehr wert ist und sich die Situation dann anders darstellt.
Was spricht eigentlich dagegen Sachverhalte zumindest rudimentär schon mal auszuermitteln und sich ERST DANN als Innenminister, Ministerium, GdP und Polizei zu äußern?

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon 1957 » Do 29. Aug 2019, 20:55

:zustimm:

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Loewe » Do 29. Aug 2019, 21:33

Was spricht eigentlich dagegen Sachverhalte zumindest rudimentär schon mal auszuermitteln und sich ERST DANN als Innenminister, Ministerium, GdP und Polizei zu äußern?
Profilierungssucht, verbunden mit dem unstillbaren Drang den Rüssel in jede sich bietende Kamera/ Mikro zu halten. Ein bei der Spezies Berufspolitiker häufig auftretendes Phänomen.

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon 1957 » Do 29. Aug 2019, 23:50

Das ist wohl ein wenig zu pauschal.
Die Informationen werden grundsätzlich von der betroffenen Behörde weitergegeben.
Alle in der Informationskette können nur die Informationen bearbeiten, die sie bekommen. Der Rest ist dann "Auslegungssache"

Heutzutage möchten alle Beteiligten schnellstmöglich umfassend informiert werden. Dabei wird schon mal schnell am Ziel vorbeigeschossen. Meldungen können nicht mehr verifiziert werden und raus ist die Maus. So z. B. auch im Freibadfall. Das wiederum greifen die Medien auf und hysteriesieren die ganze Republik.
Es wäre äußerst vernünftig, wenn Behörden, Politik, Medien, sich bei der Analyse zunächst mal ein wenig Zeit ließen, um alle Informationen zu bewerten und ein der Sachlage angemessenes Statement zu verfassen. Das muss ja nicht tagelang sein.

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon PotionMaster » Fr 30. Aug 2019, 09:07

1957 hat geschrieben:
Do 29. Aug 2019, 23:50
Heutzutage möchten alle Beteiligten schnellstmöglich umfassend informiert werden. Dabei wird schon mal schnell am Ziel vorbeigeschossen. Meldungen können nicht mehr verifiziert werden und raus ist die Maus. So z. B. auch im Freibadfall. Das wiederum greifen die Medien auf und hysteriesieren die ganze Republik.
Es wäre äußerst vernünftig, wenn Behörden, Politik, Medien, sich bei der Analyse zunächst mal ein wenig Zeit ließen, um alle Informationen zu bewerten und ein der Sachlage angemessenes Statement zu verfassen. Das muss ja nicht tagelang sein.
Dem stimme ich zu, möchte aber noch "die Republik" in die Verantwortung nehmen. Man muss sich auch in Hysterie versetzen lassen wollen. Heute kann jeder die Arbeit von Polizei und Gericht. Aus der Ferne ohne die tatsächliche Lage zu kennen und das Ermittlungsverfahren sowie die Verhandlung abzuwarten werden da Sachverhalte beurteilt. Man könnte auch einfach mal einen Artikel zur Kenntnis nehmen und abwarten.

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Officer André » Fr 30. Aug 2019, 12:12

Man kann sich ein Beispiel an Marcus da Gloria (Pressesprecher M) nehmen.

Nur gesicherte Informationen preisgeben und ansonsten um Geduld bitten.
Bester Mann :applaus:
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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Ghostrider1 » Fr 30. Aug 2019, 20:40

ist letztlich nicht so wichtig, aber asl PVB erkannt oder nicht. Natürlich spielt der Beweggrund des Täters eine Rolle in der Strafzumessung, man tritt aber nicht gegen Köpfe und schlitzt Bäuche auf. Die Art und Weise der Schlägerei läßt mich mal wieder den Kopf schütteln...

Wie oft werden Kollegen angegriffen (Antifa, Hools, Besoffene...)

Ich hoffe doch, das zumindest beim dem Herren der mehrfach gegen den Kopf getreten hat, eine mögliche Tötungsabsicht hinterfragt wird.

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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Officer André » Fr 30. Aug 2019, 21:36

Ich finde es schon wichtig, ob es sich um einen gezielten Angriff zum Nachteil von PVB handelte oder eine eskalierte Streitigkeit unter Feiernden.
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Re: Polizisten in Freizeit erkannt und durch Mob attackiert

Beitragvon Kulinka » Fr 30. Aug 2019, 22:17

Hallo al-lex,

na ja, Wende. Die dürftige Informationslage wurde durch die Hinzufügung, einer der Beamten habe wohl gesagt, es habe kein dienstliches Gespräch gegeben, nicht weniger dürftig. Dass es kein dienstliches Gespräch gegeben hat und man sich vor dem Angriff und währenddessen nicht als Polizisten zu erkennen gab, war vorher auch klar. Es hat aber trotzdem jenes Gespräch gegeben, auf das sich erste Meldungen bezogen.

Vielleicht sollte der WDR also auch erst einmal abwarten, wie das Gesamtbild nach Abschluss der Ermittlungen aussieht, bevor er aus dem nächsten bekanntgewordenen Detail gleich eine Wende in den Ermittlungen herbeikonstruiert.

Viele Grüße
Kulinka


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