Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

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vladdi
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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon vladdi » Mi 30. Okt 2019, 18:00

bb44

(Tut mir leid, dass ich das so sagen muss, aber du zwingst mich dazu)


Du hast keine Ahnung, von polizeilichen Einsatzlagen. Dennoch nimmst du dir eine ganz schön anmaßende Meinung heraus.

Hier im Forum wurde deutlich erklärt, wie die Polizei gut gearbeitet hat.
Kritik in den Medien, gab es (kurzzeitig) über die Dauer bis der erste Streifenwagen vor Ort war und dass im Vorfeld kein Polizeischutz an der Synagoge war.

Du stehst mit deiner Ansicht ganz alleine da.
Das sollte dir zu denken geben, wenn deine Überlegung weder Polizisten in diesem Forum (auch nicht in geringen Teilen), noch Medien, noch Politik, noch Zentralrat der Juden teilen.

Du versuchst mit Gewalt der Polizei aufzuzeigen, wo sie schlecht gearbeitet hat. Dich qualifiziert aber nichts dazu, das festzustellen. Deine Überlegungen erhalten Null Zuspruch von Leuten mit Fachwissen (die auch hier im Forum unterschiedliche Meinungen vertreten).

Xxxxxxxxxxxxxxxxxx
Das musste mal gesagt werden
Vermisst du Begründungen gegen deine These in diesem Beitrag?
Ich bin es leid mich ständig zu wiederholen, es wurde von mir und verschiedenen anderen Usern sehr viel zu dieser Lage geschrieben.

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Officer André
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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon Officer André » Mi 30. Okt 2019, 19:34

bb44 hat geschrieben: Und, wenn ich richtig drüber nachdenke, wenn ich das erlebt hätte, dass der dann wieder einsteigt, ich hätte ihn mit meinem Privat-PKW auch versucht zu stoppen. Allein, um mir später keine Vorwürfe zu machen, wenn der noch mehr Unheil anrichtete.
Als Polizist würde ich das auch tun, auf die Gefahr hin, Vorschriften zu verletzen.
Vielleicht bin daher auch nicht für den Beruf geeignet.
;-(
Und hättest gute Chancen dabei schwer verletzt oder getötet zu werden.
Und der Täter wäre immer noch nicht final bekämpft.
Ich wünsche mir das Gemüt eines Stuhls.
Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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Steffen767
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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon Steffen767 » Mi 30. Okt 2019, 19:43

bb44 hat geschrieben:
Mi 30. Okt 2019, 16:50
Der Täter ist gestellt, hat das Auto verlassen, und läuft durch die Landschaft.
100 m entfernt steht ein Polizei-Transporter, der Funkverbindung zur Zentrale hat.
Es vergehen 10 Minuten.
Das kann man jetzt 5 mal drehen und wenden und Dienstvorschriften und dies und das anführen.
Sieht aber nicht so aus, dass man alles getan hätte, um den Täter schnell zu stoppen.
Kennst du Halle?
Kennst du die genaue Lage der Tatorte ?
Kennst du die genaue Lage der Polizeidienststellen?
Kennst du die Verkehrssituationen und Baustellen in Halle?

Wenn du all diese Fragen mit "Ja" beantworten kannst, lasse ich deine Meinungen gelten. Ansonsten würde ich dir den Tipp geben ganz kleine Brötchen zu backen und nicht mit deinem Halbwissen oder Wissen aus dem Internet oder sonstwoher meine Kollegen aus Halle zu kritisieren, denn DU warst nicht vor Ort aber meine Kollegen.

Gruß
Zuletzt geändert von Steffen767 am Sa 2. Nov 2019, 10:09, insgesamt 1-mal geändert.
Wir haben so viel mit so wenig schon so lange vollbracht, dass wir qualifiziert sind, alles mit nichts zu erreichen.

Die oben angegebene Meinung ist die Meinung bzw. Ansicht des Verfassers und spiegelt nicht die Meinung anderer oder der Polizei wieder

vladdi
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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon vladdi » Mi 30. Okt 2019, 20:01

Wenn er alle Fragen mit „ja“ beantworten kann müsste er auch noch die
- besondere Lage / Einsatzanlässe
- Dislozierung verfügbarer Kräfte
- Aufträge und Einsatzumsetzung
kennen

Dauerte die Lage dort tatsächlich 10 Minuten?
Hat er verstanden, was dort passierte?

Dann sollte er benennen, welche Dienstvorschriften hinderlich waren und gegen welche warum verstoßen hätte sollen.


Wobei er Recht hat, dass das Mist war, dass der Täter fliehen konnte.
Dazu habe ich schon mehrmals den Grund geschrieben- die Polizei muss sich diesen Schuh nicht anziehen. Die Streifenbeamte in Halle haben super gearbeitet!

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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon Officer André » Mi 30. Okt 2019, 20:08

Hast du doch gehört.
Das sind alles rhetorische Fragen und Nebensächlichkeiten, die nur aufhalten.
Volle Kraft voraus und wild drauf los.
Koste es was es wolle.
Das ist unsere heilige Pflicht!
Unsere Familien werden es schon verstehen
Ich wünsche mir das Gemüt eines Stuhls.
Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon vladdi » Mi 30. Okt 2019, 20:43

Officer André hat geschrieben:
Mi 30. Okt 2019, 20:08
Hast du doch gehört.
Das sind alles rhetorische Fragen und Nebensächlichkeiten, die nur aufhalten.
Volle Kraft voraus und wild drauf los.
Koste es was es wolle.
Das ist unsere heilige Pflicht!
Unsere Familien werden es schon verstehen
Du meinst das ironisch, aber ich finde, dass du unironisch eigentlich den Kern getroffen hast.
Deshalb bin ich sauer.
Auf den Streifenwagen hätte ein Sturmgewehr gehört. Weil die Streife mit Sicherheit den Terroristen stoppen wollte.

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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon slugbuster » Do 31. Okt 2019, 17:20

bb44 hat geschrieben: Und, wenn ich richtig drüber nachdenke, wenn ich das erlebt hätte, dass der dann wieder einsteigt, ich hätte ihn mit meinem Privat-PKW auch versucht zu stoppen. Allein, um mir später keine Vorwürfe zu machen, wenn der noch mehr Unheil anrichtete.

;-(
Hast Du das schon mal geübt, bist Du schon mal mit Deinem PKW in ein stehendes Auto reingeknallt?

Das ist dann kein Computerspiel mehr. Wenn der Airbag aufgeht und Dir ins Gesicht knallt verlierst Du schon allein deshalb die Kontrolle. Mit viel Glück ist das Täterfahrzeug dann stark beschädigt, der Täter aber noch lange nicht. Das ganze würde dann zu einer noch viel unübersichtlicheren Lage für die Polizei führen, oder hattest Du vor die Aktion da vorher anzumelden?

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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon vladdi » Do 31. Okt 2019, 17:35

Natürlich könnte man einen Terroristen so stoppen. Vor allem wenn man sich im Nachhinein überlegt was man machen könnte, wenn man alle Fakten über Tat und Täter kennt.

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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon mistam » Do 31. Okt 2019, 17:40


bb44 hat geschrieben: Vielleicht bin daher auch nicht für den Beruf geeignet.
;-(
Zumindest hierüber sind sich wohl alle hier mit Dir einig.

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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon bb44 » Fr 1. Nov 2019, 16:43

vladdi hat geschrieben:
Mi 30. Okt 2019, 18:00
Du stehst mit deiner Ansicht ganz alleine da.
Das sollte dir zu denken geben, ...
Offenbar stehe ich nicht nur nicht alleine, andere Stimmen schlagen sogar einen sehr viel härteren Ton an, und machen sich dabei gar nicht erst die Mühe eines Dialogs; siehe der TV-Hinweis:
viewtopic.php?f=14&t=86460&start=225#p1371293
Das sollte dir zu denken geben.

Stichwort Eignung - man könnte annehmen, dass bei der Polizei jene Menschen arbeiten, die auch ein persönliches Risiko eingehen würden, um Schaden von der Allgemeinheit zu wenden. Was ich hier las, weist eher in die andere Richtung - man ist vor allem darauf bedacht, sich nichts vorwerfen zu lassen.
- Normal-Bürger kein Polizist -

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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon mistam » Fr 1. Nov 2019, 17:03

Nun, bei der Polizei wird ein Mindestmaß an Intelligenz erwartet, die es den Beamten ermöglicht, Risiken zu erkennen und zu bewerten, um dann sinnvolle Maßnahmen zu treffen.
Unkalkulierbare Risiken einzugehen ist nicht mutig sondern schlicht dumm.
Tote oder schwer verletzte Einsatzkräfte helfen niemandem.

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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon der kanadier » Fr 1. Nov 2019, 17:14

Die Medien wollen Zuschauer bzw Leser und bekanntlich verkaufen sich Skandale, Staatsversagen etc besser als Lobeshymnen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Medien kritisch berichten. Sollen sie auch, ist Teil ihrer Aufgabe. Heißt aber nicht, dass alles stimmt was gesagt wird.

"Stichwort Eignung - man könnte annehmen, dass bei der Polizei jene Menschen arbeiten, die auch ein persönliches Risiko eingehen würden, um Schaden von der Allgemeinheit zu wenden. Was ich hier las, weist eher in die andere Richtung - man ist vor allem darauf bedacht, sich nichts vorwerfen zu lassen."

Polizisten (und andere BOS Dienste) gehen dahin, wo der normale Bürger gar nie sein will. Aber genau wie der Feuerwehrmann nicht ohne Atemschutz ins brennende Haus rennt, müssen Polizisten auch kein unkalkulierbares Risiko eingehen. Tote und Schwerverletzte binden nur Kräfte und geholfen ist niemand.
Es wurde hier schon öfters gesagt, wer sich nicht mit der Materie auskennt, sollte sich mit Aussagen zurücknehmen. Ich erzähl einem Arzt ja auch nicht, wie er zu behandeln hat. Aber vom bequemen Sofa aus und mit aller Zeit der Welt ist es natürlich einfach, solche Aussagen zu tätigen...
Deswegen wäre es ganz nett, bb44, wenn du es einfach mal auf sich beruhen lässt...

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Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon Officer André » Fr 1. Nov 2019, 17:16

bb44: bezogen auf Fachleute, stehst du mit deinen Thesen alleine. Klar gibt es immer noch weitere Theoretiker, die glauben, sie wüssten wie es geht.
Genau wie nach dem Anschlag im Regionalzug bei Würzburg. Da gab es auch einige Stimmen, die glaubten, man hätte den Täter auch durch einen Beinschuss stoppen können. Der Tod des Täters wäre ja gar nicht nötig und völlig überzogen gewesen.

Wir gehen täglich Risiken ein.
Sich kopflos in eine Lage zu stürzen, ist ein fataler Fehler. Es gefährdet Kollegen, Unbeteiligte und nicht zuletzt sich selbst.

Mut und die Bereitschaft Risiken einzugehen, beinhaltet keine Todessehnsucht.

Auch wir haben Familien, die auf uns warten.
Ich wünsche mir das Gemüt eines Stuhls.
Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

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Re: Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon MICHI » Fr 1. Nov 2019, 17:36

Ich finde es immer wieder belustigend, wenn man versucht mir meinen Job zu erklären. Und dann noch in der Art eines Blinden, der mir die Farbe erklären will.
Gruß
MICHI


Take care and have fun!

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Halle - Einsatzkräfte zu langsam?

Beitragvon Officer André » Fr 1. Nov 2019, 17:40

Ich finde es eher befremdlich wie hier gefordert wird, dass Polizisten doch gefälligst bereit sein müssten unser Leben nachlässig und sinnlos zu opfern.
Ich wünsche mir das Gemüt eines Stuhls.
Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.


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