EKG-Belastungstest

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Ben_J
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EKG-Belastungstest

Beitragvon Ben_J » Do 7. Jan 2010, 15:21

Hi,

ich habe neulich gelesen, dass in Schleswig-Holstein fürs Belastungs-EKG der PWC 150-Test gemacht wird. Also, die Belastung wird schrittweise erhöht, dass man am Ende sein Körpergewicht mal 2,1 in Watt leisten muss. Der Puls muss immer unter 150 sein.

Ist das in anderen Bundesländern auch so?

Danke,
Ben

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jin89
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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon jin89 » Mi 13. Jan 2010, 10:35

Hmm..
hier in Berlin war es bei mir so: 6 min. ist ja klar, alle 2 min. wurde die Belastung erhöht.
Angefangen wurde mit 190 Watt (ohne Warmmachen!!), dann glaub ich 210 und dann 240 Watt (Angaben ohne Gewähr) :polizei3:
Ansich nicht so die Belastung wenn man treten dürfte wie man wollte, aber die wollten, dass man immer zwischen 60 und 70 Umdrehungen bleibt, was ziemlich an die Substanz gehen kann :polizei10:
Übern Puls kann ich nichts sagen, naja damit messen sie ja am Ende deine Ausdauerfähigkeit...
The second winner is the first loser...

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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon baecker90 » Mi 13. Jan 2010, 14:08

In NRW ist das so ähnlich. Dort musst du das 3 fache deines Körpergewichtes in Watt treten können auf dem Fahrrad. Dein Puls darf nicht über 220-Lebensalter kommen.
Die Wattzahl erhöht sich alle 2 Minuten in 5 Schritten waren das glaub ich. Wenn du also 80kg wiegst, dann fängst du wahrscheinlich mit 115 Watt an und erhöht sich dann alle 2 Minuten um 25 Watt bis du die 240 Watt erreicht hast. Die Umdrehungsfrequens muss glaub ich zwischen 50 und 70 Umdrehungen pro Minuten liegen. Aber die Angaben sind ohne Gewähr.
lg

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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon midhoegger » Do 14. Jan 2010, 14:44

Das wären dann in NRW, je nach dem wie viel man wiegt, Geschwingkeiten um 30km/h oder?? :gruebel: Ich find das schon heftig... :neutral:

Versi

Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon Versi » Do 14. Jan 2010, 18:38

Wenn man untrainiert ist oder aus dem Training ist, was schon nach etwa einer Woche der Fall sein kann, ist jede sportliche Belastung heftig.

(Soll heißen: Für tatsächlich trainierte Bewerber alles kein Problem)

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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon midhoegger » Do 14. Jan 2010, 20:03

Ja, das trifft im Moment wohl auch auf mich zu :D Noch hab ich ein paar Monate Zeit zu trainieren... Meint ihr, ein Mix aus schwimmen, laufen und ergometer reicht aus um fit zu sein fürs ekg und fürs treten beim doc? Habt ihr sonst noch tipps?

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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon Volkspolizist » Sa 16. Jan 2010, 17:29

Training heißt nicht alles. Bei meinem Hausarzt komme ich auf 120 Pulsschlägen bei erwarteten 140. Durch die Aufregung kam ich bei der Polizei dann auf 160 und wurde somit untauglich. Ob man aufgeregtw ar oder nicht, interessiert die nicht.

Man soll nicht nur sportlich sein, sondern auch ruhig bleiben können, was mir misslungen ist.
Wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.

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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon insalvo » Sa 16. Jan 2010, 18:23

Hab mir eben noch mal den Thread zum [url=ttp://www.copzone.de/phpbb3/viewtopic.php?p=3 ... 028b#37979]EKG-Belastungstest[/url] durchgelesen. Sehr nett und anschaulich erklärt! :zustimm:

Hab aber in all meiner Vorbereitung mich nicht wirklich mit dem Thema befasst. Bin zwar viel gelaufen, auf dem Cross-Trainer,Spinningrad etc. unterwegs gewesen, aber habe nicht nach dem genauen Messverfahren beim EKG geschaut. :schreiben:

Nun habe ich gerade festgestellt das man das 3fache seines Körpergewichts als Wattzahl strampeln muss! :polizei1:

Wie soll das in meinem Fall möglich sein?: Ich wiege 104 kg, mal 3,0 wäre das nach Adam Ries 312 Watt, abgerundet 310 Watt! Nach Pollis Rechnung würde ich mit 160 Watt starten!
Mein Spinningrad zu Hause riegelt bei 200 Watt ab, mehr geht nicht. :polizei2: Und selbst da ist es schon keine Freude mehr zu treten!
Lässt sich das "Fahrrad" in Münster überhaupt bis zur Marke von 310 Watt trimmen? (welch lustige Metapher)

Ach ja, bevor ihr jetzt schreit: "Du bist viel zu dick für den Polizeidienst". Ich bin 2,04m groß und recht gut trainiert. Und falls dann einer sagt: "Du hast bestimmt Probleme mit dem Bewegungsapparat (Rücken, Gelenke etc.)". Hab ich auch nicht! :polizei2:

Einen schönen Samstag Abend euch allen!

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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon Friedly » Di 19. Jan 2010, 14:06

ich finde diese Berechnung eh ein wenig "komisch". ich (w) hätte lt. der Berechnung mit 75 watt anfangen und bis 175 watt weitertreten müssen. Hatte schon tierische panik.

Beim test war ich dann umso überraschter, als die Dame meinte "Sie müssen bis 125 watt treten, das sollte wohl für sie kein Problem darstellen"

also insg. 6 min radeln bei einer wattzahl, die echt angenehm ist. Und ich hab mir solch einen Stress vorher gemacht ^^

Tip für bzw gegen die Nervosität. Ich habe mich super mit der Dame, die den Test gemacht hat verstanden. Wenn ich ehrlich bin, habe ich die wohl ziemlich dichtgetextet, haben scherze ab und an gemacht und und und... das hat die Nervosität auf ein Minumum heruntergeschraubt. :)

lg

ps: ich sprech hier für Niedersachsen

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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon BLACKnDECKER » Di 19. Jan 2010, 19:16

Macht euch mal keine Sorgen wegen des EKG-Belastungstest, wenn er wie bei uns in BW nach dem Sport-Test stattfindet und ihr den Cooper Test bestanden habt, dann sollten die 6 Minuten kein Problem darstellen. Schließlich dient das Belastungs-EKG mehr dazu irgendwelche unentdeckte Herzfehler, Herzrhythmus-Störungen zu finden als eure Ausdauer zu testen.
Bei meinem Test war das größte und schwerwiegendste Problem die Elektroden. Muß irgendwie etwas allergisch auf den Sprühkleber reagiert haben oder so auf jeden Fall war ich nach dem Test heil froh, dass endlich die Elektroden abkamen. Hatte schon ordentlich Schmerzen und die Abdrücke habe ich noch Stunden später gesehen. Das war was :o
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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon Volkspolizist » Di 19. Jan 2010, 22:45

BLACKnDECKER hat geschrieben:Macht euch mal keine Sorgen wegen des EKG-Belastungstest, wenn er wie bei uns in BW nach dem Sport-Test stattfindet und ihr den Cooper Test bestanden habt, dann sollten die 6 Minuten kein Problem darstellen. Schließlich dient das Belastungs-EKG mehr dazu irgendwelche unentdeckte Herzfehler, Herzrhythmus-Störungen zu finden als eure Ausdauer zu testen.
Bei meinem Test war das größte und schwerwiegendste Problem die Elektroden. Muß irgendwie etwas allergisch auf den Sprühkleber reagiert haben oder so auf jeden Fall war ich nach dem Test heil froh, dass endlich die Elektroden abkamen. Hatte schon ordentlich Schmerzen und die Abdrücke habe ich noch Stunden später gesehen. Das war was :o
Dem muss ich konsequent widersprechen. Ich laufe acht Runden im Cooper und komme bei meinem Hausarzt beim Belastungs-EKG bei 150 Watt auf 120 Pulsschlägen bei erlaubten 140 (nach meinem Gewicht). Dies wird vom PÄD nicht anerkannt, die werden sehr aggressiv, wenn man sie nochmal fragt, ob man es beim Hausarzt machen darf.

Hatte in GP 160 Pulsschläge und der Arzt wurde richtig sauer *kopfschüttek*. Diese blöde Aufregung. Man sieht, es geht um alles und schließlich beeinflusst die Aufregung den Puls total.

Bin eigentlich sehr fit. Habe eine gute Ausdauer und erbringe auch die erorderte Lesitung beim EKG, nur interessiert das den PÄD keinesfalls.

Bei der Polizei geht es eben um die absolute und und nicht um die realtive Leistung. Eine 160cm Frau, die 5,25 Runden läuft, soll einen Verbrecher jagen und einer, der acht Runden läuft nicht???

TYPISCH BÜROKRATIE!!!!!
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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon cop91 » Mi 20. Jan 2010, 09:04

Ja, da kann ich dir nur zustimmen.

Aber andere Frage: Wo kann man den EKG-Test üben,also konkret mit der steigenden Leistung?
In meinem Fitnessstudio kann man die Leistung(Wattzahl) nämlich nicht einstellen...

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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon Helmut89 » Mi 20. Jan 2010, 11:57

Also ich kenne kein Rad, wo man die Schwierigkeit nicht erhöhen kann...

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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon BLACKnDECKER » Mi 20. Jan 2010, 12:04

Volkspolizist hat geschrieben:bei meinem Hausarzt beim Belastungs-EKG bei 150 Watt auf 120 Pulsschlägen... Hatte in GP 160 Pulsschläge und der Arzt wurde richtig sauer *kopfschüttek*. Diese blöde Aufregung. Man sieht, es geht um alles und schließlich beeinflusst die Aufregung den Puls total.
Bei 2 gleichen Test an 2 verschiedenen Orte bei guter bis sehr guter Körperlicher Verfassung wie bei dir, sind 40 Pulsschläge mehr eher nicht mehr auf die Aufregung zu schieben. Eher auf ein Verfahrensfehler bei einer der beiden Test und da man den Hausarzt in der Regel gut kennt und man mit ihm per du ist, wird dort des öfteren etwas gemauschelt. Darum das Kopfschütteln des PäD. Auch entzieht es sich meines medizinischen Wissens, dass das EKG ein Ausdauertest, sondern wie folgt diesen zwecken Dient:

Das EKG ist ein schmerzloses, nicht eingreifendes (nicht-invasives), jederzeit wiederholbares und fast überall durchführbares Untersuchungsverfahren.

Aus dem EKG können Herzfrequenz, Herzrhythmus und der Lagetyp (elektrische Herzachse, vgl. Cabrerakreis) bestimmt und die elektrische Aktivität von Herzvorhöfen und Herzkammern abgelesen werden. Für die Diagnostik von Herzrhythmusstörungen wie Extraschlägen (Extrasystolen) und Störungen der Erregungsleitung und -ausbreitung (z. B. Schenkelblock und AV-Block) ist das EKG ebenso unverzichtbar wie zur Erkennung eines Herzinfarktes. Störungen der Erregungsrückbildung (Repolarisation) können zu sogenannten Kammerendteilveränderungen (Veränderungen der ST-Strecke oder der T-Welle) führen, die Aktivität eines Herzschrittmachers stellt sich als sehr schmaler, senkrechter Strich (Spike) dar.

Das EKG kann auch Hinweise auf eine Verdickung der Herzwand (Hypertrophie des Myokards), eine abnorme Belastung des rechten oder linken Herzens, Entzündungen von Herzbeutel (Perikarditis) oder Herzmuskel (Myokarditis) sowie Elektrolytstörungen und unerwünschte Arzneimittelwirkungen liefern.

Bezüglich der meisten Diagnosen liefert das EKG nur Hinweise und darf nicht unabhängig vom klinischen Bild beurteilt werden (z.B. Herzinfarkt, Hypertrophiezeichen, Myokarditis). Lediglich bei Störungen des Herzrhythmus oder der Erregungsleitung kann man aus dem EKG allein meist schon eine klare Diagnose stellen.

@cop91: Dann muß dein Fitnessstudio ganz schön veraltet sein. Normalerweise lässt sich jedes Fahrrad-Ergometer mit der Wattzahl verstellen. Es sei denn es ist nur ein Spinning-Rad mit einer Feststellbremse.
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Re: EKG-Belastungstest

Beitragvon cop91 » Mi 20. Jan 2010, 13:53

hmm...also soweit ich weiß kann man die Stufe zwar einstellen aber nur in den Größen 1,2,3,4,5 usw.
die Watts sind dann halt immer unterschiedlich, so wie ich eben gerade trete^^


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