Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Informationen zur Einstellung und Ausbildung der Landespolizei!

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Bones65
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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Bones65 » Fr 8. Dez 2017, 18:10

Wenn du für NRW fragst, kannst du mich gerne persönlich kontaktieren.
Zu anderen Bundesländern kann ich nichts sagen.
So tief möchte ich hier nicht gehen, dass hier öffentlich zu besprechen- zumal diese Entscheidungen einzelfallabhängig sind.

Wenn du es genauer wissen willst musst du ohnehin das Prüfungsamt fragen.

Jurist hin oder her - die fachspezifischen Dinge wirst auch du wohl nicht anerkannt bekommen.
Der Fokus bei unserem Studium ist ein anderer als in den Rechtswissenschaften.

Konkret sieht es bei den betroffenen Personen bei uns so aus, dass entsprechende Leistungen (Hausarbeiten etc.) nicht zu erbringen sind und im Basismodul einige Vorlesungen nicht zu besuchen sind. Auch der Entfall der Thesis ist hier denkbar.
Aber: Es bleibt noch genug übrig, wo man (selbstverständlich!) etwas für tun muss!

@Morty: Hier in NRW ist das tatsächlich etwas anders. Ich hab oben ein bisschen dazu geschrieben. Ob das gut oder schlecht ist, lasse ich mal offen. Aber nochmal ganz deutlich: Solche Anerkennungen sind auch hier sehr selten. So viele komplett fertig Studierte haben auch wir hier nicht.
:snoopy:

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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Nanu » Fr 8. Dez 2017, 18:45

@Morty
Danke.
Bei Rechtswissenschaften ist es nicht so groß mit der Auswahl an Prüfungen, die man sich "aussuchen" kann, wenn man in der Regelstudienzeit fertig werden will und das Staatsexamen ist für alle Studierende des gesamten Bundeslandes dasselbe. Daher ist die Durchfall/Abbrecherquote so hoch, weil man sich nicht mit Lieblingsmodulen durchschummeln kann.

@Bones65
Danke, das war schon ziemlich konkret. Wäre nämlich sehr angenehm, wenn ich Vorlesungen wie Strafrecht-Allgemeiner Teil nicht noch mal hören muss (und alle Definitionen vollständig und korrekt im Gutachten(stil) runterrattern muss). Eine Thesis ist die Bachelorarbeit oder? M.E. ein sehr wichtiger Teil des Studiums, geht es dort thematisch nur um rein juristische Problematiken? Könnte mir da Sinnvolleres für Polizeistudenten vorstellen.

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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Bones65 » Fr 8. Dez 2017, 19:55

Nanu hat geschrieben:
Fr 8. Dez 2017, 18:45

Danke, das war schon ziemlich konkret. Wäre nämlich sehr angenehm, wenn ich Vorlesungen wie Strafrecht-Allgemeiner Teil nicht noch mal hören muss (und alle Definitionen vollständig und korrekt im Gutachten(stil) runterrattern muss). Eine Thesis ist die Bachelorarbeit oder? M.E. ein sehr wichtiger Teil des Studiums, geht es dort thematisch nur um rein juristische Problematiken? Könnte mir da Sinnvolleres für Polizeistudenten vorstellen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dir das erlässt.
Primär geht es um Inhalte und Arbeiten, bei der das grundlegende wissenschaftliche Arbeiten im Vordergrund steht.
Strafrecht AT würdest du wohl machen müssen. Ist auch wichtig. Dies wird mit sehr viel Polizeibezug unterrichtet, den man auf der Straße braucht. Auch unsere Jura-Vorerfahrenen haben hier was gelernt.

Aber das war jetzt eher geraten. Teilweise wurden da echt schon wilde Sachen anerkannt.

Und Definitionen im Gutachtenstil "herunterrattern" ist ein gewichtiger Teil unserer Prüfungen. Da kommst du nicht drumrum.
Das muss sein.

Die Thesis ist die Bachelorarbeit und die hat ein Thema mit Polizeibezug in den einschlägigen Fächern (Verkehrsrecht, Eingriffsrecht, Strafrecht etc.)

Ich will da niemanden überschwängliche Hoffnungen machen. Anerkennungen kommen vor, sind aber wie gesagt selten.
Grundsätzlich möchte man auch hier, dass alle Kommissaranwärter die gleiche Ausbildung erhalten. Morty hat ja schon gesagt, dass in BW keine Ausnahme gemacht wird.

Richte dich also darauf ein, dass du ein volles Studium ohne Anerkennungen machen musst. Den Rest musst du dann sehen.
:snoopy:

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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Kensei » Sa 9. Dez 2017, 08:41

Gehört hier alles gar nicht her Freunde und könnte auch mal per PN geklärt werden...oder in den dazu bereits bestehenden Threads. :neutral:

Eine Sache vieleicht noch dazu:
very hat geschrieben:
Fr 8. Dez 2017, 08:12
...Überlege gut, ob Du aufgrund einer (vollkommen normalen) Torschlusspanik so viel Zeit, Geld und Mühe wegwerfen willst!
"Wegwerfen" finde ich hier etwas überzogen. Die Lehramtsausbildung erlischt ja nicht, nur weil man in einen anderen Beruf wechselt. Vorteil wäre zumindest mal, dass beide Berufe im öD verortet sind und - auch für Lehrer wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit - in einem Beamtenverhältnis ausgeführt werden. Da sollte es, gerade im Hinblick auf die anstehenden Pensionswellen, nicht so problematisch sein, zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Lehrerberuf zurück zu wechseln, so sich der Schnellschuß Polizei doch als Fehlentscheidung herausstellen sollte.

Wichtig ist dabei aber eben den vollwertigen Abschluß, sprich beide Examen zu haben. Nur mit der ersten Staatsprüfung ist es wie bei den Juristen, du bist irgendwie nichts halbes und nichts ganzes, und da dürfte es auch mit einer Verbeamtung schwierig werden.

Vieleicht noch so als Alternative, es gibt auch für (vollwertig ausgebildete!) Lehrer gelegentlich Stellen in der Schulverwaltung. Die sind rar und erfordern zumeist einige Jahre Berufserfahrung, unmöglich dort unterzukommen, so man bspw. feststellt, dass die Arbeit mit Kindern doch nicht so das Richtige ist, ist es aber nicht.
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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Marvolo » Sa 9. Dez 2017, 11:40

Kensei hat geschrieben:
Sa 9. Dez 2017, 08:41
"Wegwerfen" finde ich hier etwas überzogen. Die Lehramtsausbildung erlischt ja nicht, nur weil man in einen anderen Beruf wechselt. Vorteil wäre zumindest mal, dass beide Berufe im öD verortet sind und - auch für Lehrer wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit - in einem Beamtenverhältnis ausgeführt werden. Da sollte es, gerade im Hinblick auf die anstehenden Pensionswellen, nicht so problematisch sein, zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Lehrerberuf zurück zu wechseln, so sich der Schnellschuß Polizei doch als Fehlentscheidung herausstellen sollte.

Wichtig ist dabei aber eben den vollwertigen Abschluß, sprich beide Examen zu haben. Nur mit der ersten Staatsprüfung ist es wie bei den Juristen, du bist irgendwie nichts halbes und nichts ganzes, und da dürfte es auch mit einer Verbeamtung schwierig werden.
Genau das wäre auch mein Vorhaben gewesen: ich hätte jetzt ohnehin nicht so kurz vor Ende alles über den Haufen geworfen. Jedoch ist es so, dass es womöglich sehr eng werden könnte mit der Bewerbung im Polizeidienst, bis ich letztendlich mit dem Referendariat (also zweitem Staatsexamen) durch bin, denn in BaWü liegt ja angeblich die Altersgrenze bei 31. Bei 1 1/2 Jahren Ref-Dauer könnte das u.U. schon etwas knapp werden.

Mein Gedanke war daher: nun erst mal das Lehramtsstudium beenden (also erstes Staatsexamen haben), das Referendariat kann ich jederzeit anfangen und in BaWü liegt die Obergrenze, bis wann man als Lehrkraft verbeamtet werden kann, bei 42 Jahren. Da wäre also noch massig Zeit, das Ref irgendwann noch zu durchlaufen.

Wenn ich aber jetzt erst alles fertig mache, inklusive Ref, dann kann sein, ist eventuell der Zug für den Polizeidienst aufgrund der blöden Altersgrenze von 31 Jahren einfach abgefahren.

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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon vanymo » Sa 9. Dez 2017, 11:51

Soweit hier geschrieben wurde, dass der Geahltsunterschied zwischen einem Lehrer (hD) und einem Polizisten (gD) nicht so groß ist: Das mag stimmen, wenn man sich das Nettogehalt einer Vollzugskraft mit Schichtdienst anschaut. Die Polizeizulage bekommt man aber nicht geschenkt, sondern die ist quasi das Schmerzensgeld dafür, dass man sich mit Besoffenen rumprügeln muss. Wechselschichtzulage und DuZ erkauft man sich mit einem beschleunigten Alterungsprozess. Das mag es für manche Lehrer an Brennpunktschulen auch geben, aber der Gymnasiallehrer in BaWü, um den es hier konkret geht, wird später eher selten in Situationen kommen, in denen Erschwerniszulagen angezeigt wären.

Und was man auch nicht vergessen darf: Die ganzen Zulagen fallen spätestens weg, wenn der Ruhestand kommt. Dann bekommt der Gymnasiallehrer 70% von A14/A15 der Polizist 70% von A10/A11. Wer vorher mit Zulagen netto ein vergleichbares Gehalt wie A12/A13 hatte, fällt entsprechend tief. Wer vor dem Ruhestand schon von der Straße weg und lieber Büroarbeit machen will, verliert auch die meisten Zulagen. Also bitte keine solch oberflächlichen Vergleiche.

Wer gerne Polizist ist, dem kann und wird das alles egal sein. Der TE kennt aber die Vor- und Nachteile noch nicht und vielleicht hadert er später genauso mit Inhalten der Polizeiausbildung, wie mit dem Fach Deutsch.
Zuletzt geändert von vanymo am Sa 9. Dez 2017, 11:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Kensei » Sa 9. Dez 2017, 11:53

@TE
Wenn das der Fall ist dann musst du es so machen. Dass du das erste Stex fertig machst, davon bin ich jetzt einfach mal ausgegangen.
Die Frage wäre, wenn du sagen wir mal 10 Jahre aus dem Schuldienst raus bist und dann nochmal wechseln willst, ob du so einfach an einen Ref-Platz kommen würdest. Da gibt es mMn auch Auflagen, wenn die Zeit zwischen beiden Examina mehr als 5 Jahre beträgt oder sowas, müsstest du dich mal für BaWü schlau machen. Als Referendar bist du im Normalfall Beamter auf Widerruf, da müsstest du u.U. eine bis dahin schon abgeschlossene Lebzeitverbeamtung im Polizeidienst aufgeben um wechseln zu können. Und dann nochmal 1,5Jahre mit Anwärterbezügen über die Runden kriegen. Vieleicht hast du bis dahin Kind und Kegel, Kredite die abbezahlt werden wollen usw. usf. Da wäre ein nahtloser Wechsel in die A13 vorteilhafter möchte ich meinen.

Du könntest mit einer doppelten Ausbildung evtl. auch darauf abzielen, längerfristig Lehrer an einer Polizeischule zu werden. Auch da würde sich das zweite Stex sicher besser machen.

Das Ref mitzunehmen wären bei allen Unabwägbarkeiten die das Leben so bietet wirklich die bessere Alternative.
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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon vanymo » Sa 9. Dez 2017, 12:07

Genau das wäre auch mein Vorhaben gewesen: ich hätte jetzt ohnehin nicht so kurz vor Ende alles über den Haufen geworfen. Jedoch ist es so, dass es womöglich sehr eng werden könnte mit der Bewerbung im Polizeidienst, bis ich letztendlich mit dem Referendariat (also zweitem Staatsexamen) durch bin, denn in BaWü liegt ja angeblich die Altersgrenze bei 31. Bei 1 1/2 Jahren Ref-Dauer könnte das u.U. schon etwas knapp werden.

Mein Gedanke war daher: nun erst mal das Lehramtsstudium beenden (also erstes Staatsexamen haben), das Referendariat kann ich jederzeit anfangen und in BaWü liegt die Obergrenze, bis wann man als Lehrkraft verbeamtet werden kann, bei 42 Jahren. Da wäre also noch massig Zeit, das Ref irgendwann noch zu durchlaufen.
Wenn du in diesem fortgeschrittenen Alter bist, solltest du dich tatsächlich langsam für einen Beruf entscheiden, wenn du nicht bereits Millionär bist oder eine große Erbschaft erwartest. Um später auf die volle Pension zu kommen muss man nämlich 40 Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet haben. Wenn du mit 31 bei der Polizei anfängst, schafft du die 70% von A10/A11 schon mal nicht. Da kann es schon im Hinblick auf die Altersversorgung sinnvoller sein, lieber 1,5-2 Jahre Referendariat zu machen und Lehrer zu werden. Die haben nämlich gut 2 Jahre länger, bis sie in Pension geschickt werden. Du würdest dann den gleichen Prozentsatz Pension bekommen, aber aus 4 bis 5 Besodungsgruppen höher. Das merkt ein Pensionär sehr deutlich.

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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Kensei » Sa 9. Dez 2017, 12:16

...und dafür 35Jahre einen Beruf machen auf den man keinen Bock hat?
Irgendwie scheint mir der Faktor "Geld" in deiner Betrachtung etwas weit oben angesiedelt. :polizei2:

Zumal wohl auch Beamte im mD die womit? A8/A9 in Pension gehen nicht am Hungertuch nagen dürften. Da sollte das für einen 11'er auch nicht der Fall sein, auch wenn er nicht auf die 70% kommt...

Und ohnehin, wer kann schon sagen wie in 30+ Jahren die Pensionen aussehen? Vieleicht gibts bis dahin gar kein Beamtentum mehr in Deutschland, wer weiß...
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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon vanymo » Sa 9. Dez 2017, 13:29

Kensei,
du hast die typische Einstellung wie 99% aller Deutschen, die noch 20 Jahre von der Pension/Rente weg sind: "Was juckt mich die Rente! Wer weiß, was später alles noch kommt."

Wenn das Forum dann noch existiert, kannst du hier ja in 30 Jahren nochmal die Erkenntnis verbreiten die du dann als Pensionär hast und mit 99% aller Rentner teilst: "Hätte mich mal früher um die Altersversorgung gekümmert. Macht bloß nicht die gleichen Fehler, wie ich."

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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Kensei » Sa 9. Dez 2017, 15:33

Blödsinn ist es 30 oder mehr Jahre einen Beruf auszuüben, den man eigentlich nicht machen möchte. Hättest du Bock drauf, dass so einer mal Lehrer deiner Kinder wird? Möchte ich weder ihm, noch den Eltern und schon gar nicht den Kindern zumuten.

Ich hab im Übrigen vor einigen Jahren eine private Altersvorsorge abgeschlossen, danke der Nachfrage. Wahrlich Nobelpreisverdächtig deine Online-Persönlichkeitsanalysen. :polizei10:
Steht dem TE ja auch offen, sich über sowas Gedanken zu machen, und wird er wohl auch tun, wenn er nicht völlig auf den Kopf gefallen ist.

Nachtrag:
Bevor nochmal 4-5 Seiten über Lehrerbesoldung und Beamtenpensionen schwadroniert wird, würde ich es sinnvoll finden, wenn der TE mal darlegen könnte was er sich unter dem Polizeiberuf vorstellt und was er sich von einer Laufbahn bei der Polizei überhaupt erhofft.
Vielleicht führt das ja dazu, dass die erfahrenen Cops hier ihm im Vorhinein schon den einen oder anderen Zahn ziehen...
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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon BKAadee » So 10. Dez 2017, 11:39

Ich finde äußerst interessant, dass (fast) jeder auf Mavolos Anfrage die Laufbahn und Tätigkeit als "Cop" vor Augen hat, in der er selbst steckt.
Ich sehe seine Zukunft nicht im Streifenwagen und bei der Aufnahme von VUs, auch nicht in Uniform, sondern nach seinem Abschluß im g.D. als Lehrender an einer FH/Polizeiakademie o.ä. Da kann er seine Vorkenntnisse in Didaktik und Lehrmethodik gut einbringen. Auch ist das keine Dauerverwendung, er kann jederzeit in einen anderen Bereich wechseln und sich dort spezialisieren. Zumindest im BKA dürfte er somit mindestens die A12 erreichen...und seine Zeit als Beamter auf Widerruf (Referendariat) wird als Vordienstzeit beamtenrechtlich anerkannt. Einziger "Nachteil" als Polizeibeamter, er wird -aufrund seines Alters und der Begrenzung der Dienstzeit für Polizeibeamte auf 62 Jahre - die volle Prozentzahl fürs Ruhegehalt nicht erreichen, aber das sollte kein Hinderungsgrund sein. Und warum sollte ihm der Weg in den h.D. nicht offen stehen, das kommt allein auf seine Leistungen und seine Bereitschaft auf Fort- und Weiterbildung an.
Vorher sollte er sich aber nicht nur hier im Forum über Aufgaben, Zuständigkeiten und Karrierechancen im Polizeidienst informieren, sondern bei den Einstellungscentern.
Auch würde ich dringend dazu raten, das Referendariat auf jeden Fall abzuschließen, aber er kann ja auch zweigleisig fahren und sich parallel bei der Polizei bewerben. Fällt er aus formalen und/oder gesundheitlichen/sportlichen Gründen raus,
ist das gesamte "Für und Wider" hier eh überflüssig.
Ich wünsche ihm auf jeden Fall alles Gute.
BKAadee

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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Buford T. Justice » So 10. Dez 2017, 13:03

BKAadee,
was Du schreibst, klingt nett, und für NRW sage ich, dass das klappen kann, aber nicht klappen muss. Insofern muss sich auch ein Bewerber mit umfangreichen und gefragten Vorkenntnissen immer die Frage stellen, ob auch die "Standardtätigkeit" infrage kommt.
BKAadee hat geschrieben:
So 10. Dez 2017, 11:39
[...]sondern nach seinem Abschluß im g.D. als Lehrender an einer FH/Polizeiakademie o.ä. Da kann er seine Vorkenntnisse in Didaktik und Lehrmethodik gut einbringen.
Ich persönlich habe weder die Lehrenden im LAFP noch die Dozenten an der FH mit wenig Berufspraxis zwingend als die besten empfunden. Was könnte wohl einer vermitteln, der direkt nach seiner Ausbildung lehrt?
Wenn mal wieder der "gesunde Menschenverstand" als Beurteilungsgrundlage herangezogen wird:
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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Kensei » So 10. Dez 2017, 17:06

Die Fachwissenschaften evtl.? Fachenglisch, Deutsch, politische Bildung etc.?
Die BPOL bspw. schreibt regelmäßig Stellen für Lehrer an ihren Ausbildungszentren aus...
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Re: Vom Gym-Lehramt-Studium in den Polizeidienst?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 10. Dez 2017, 17:40

Sind in NRW nicht im Fächerkanon.
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