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Einstellung in Hessen trotz Verkehrsordnungswidrigkeit?

Verfasst: Mo 8. Apr 2019, 17:44
von ari100krat
Einen schönen guten Tag zusammen,

vorweg erstmal eine kurze Info zu mir: Ich habe vor Kurzem mein Einstellungsauswahlverfahren bei der Polizei in Hessen souverän abgeschlossen und eine vorzeitige Zusage mit Einstellung zum September 2019 für den gehobenen Dienst erhalten. In diesem Zusammenhang fallen nun noch letzte Formalitäten an und somit wird auch nach einer Fahrauskunft aus dem Fahreignungsregister gefragt. Jetzt kommt der Punkt: Ich habe im Dezember 2015 eine Verkehrsordnungswidrigkeit begangen, bei der ich mit 0,57 Promille (0,07 zu viel) in einer Verkehrskontrolle gekommen bin und mir in Folge dessen der Führerschein für einen Monat entzogen wurde. Dieses Urteil wurde dann im Februar 2016 rechtskräftig und ich gab den Führerschein ab für einen Monat ab.

Da ich mir bewusst bin, dass ich mit der unglücklich geringen Überschreitung der Grenze vielleicht noch in einem Toleranzbereich liegen dürfte, jedoch allgemein ein Führerscheintzug in Verbindung mit Alkohol natürlich bei einer Bewerbung um ein Polizeistudium nicht besonders gern gesehen sind, lautet nun meine Frage:

Hat hier jemand eine Ahnung ob ich noch mit ernsthaften Konsequenzen in Bezug auf meine Einstellung im September rechnen muss?


Freundliche Grüße aus Mannheim :)

Re: Einstellung in Hessen trotz Verkehrsordnungswidrigkeit?

Verfasst: Di 9. Apr 2019, 06:10
von Tho Oo
Hey :polizei1:

Also in NRW ist es zumindest so, dass eine Ordnungswidrigkeit zunächst einmal kein direkter Grund dafür ist, aussortiert zu werden. Allerdings kannst du dir vermutlich selbst denken, dass die begangenen Ordnungswidrigkeiten genau betrachtet werden. :lupe:

Es wird durch die Auswahlkommission versucht werden, gewisse Rückschlüsse zu deiner Person zu ziehen. Die charakterliche Eignung ist hier immer wieder mal ein Thema. Hier stimmst du mir vermutlich zu, dass z.B. eine Geschwindigkeitsüberschreitung mit Punkt deutlich "weniger schlimm" erscheint, wie eine Alkohol-Owi :stupid: .

Zusammengefasst ist die Antwort aber dieselbe wie immer: Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Dein konkreter Fall wird als Einzelfallprüfung bewertet werden. Es werden die Umstände betrachtet werden. Bist du sonst noch einmal in irgendeiner Art und Weise auffällig geworden? Wie hast du dich menschlich bei der Kontrolle verhalten? Warst du direkt einsichtig oder hast dich erst einmal gegen die Blutprobenentnahme gewehrt? :gruebel:

Am Ende wird dann entschieden, ob über deinen "Ausrutscher" hinweggesehen werden kann, oder eben nicht.

Viel Glück und alles Gute! :polizei1:

Re: Einstellung in Hessen trotz Verkehrsordnungswidrigkeit?

Verfasst: Di 9. Apr 2019, 06:25
von Ghostrider1
02/2016 rechtskräftig. Dürfte raus sein aus dem Register.

Du kannst als Privatperson ebenfalls deinen Kontostand ins Flensburg abrufen. Dann weißt du, was Fakt ist.

Re: Einstellung in Hessen trotz Verkehrsordnungswidrigkeit?

Verfasst: Di 9. Apr 2019, 16:01
von zulu
Ghostrider1 hat geschrieben:
Di 9. Apr 2019, 06:25
02/2016 rechtskräftig. Dürfte raus sein aus dem Register.

Du kannst als Privatperson ebenfalls deinen Kontostand ins Flensburg abrufen. Dann weißt du, was Fakt ist.
Bei Entscheidungen wegen besonders verkehrssicherheitsbeeinträchtigenden Ordnungswidrigkeiten (z. B. Alkoholdelikte), Tilgungsfrist 5 Jahre. Die Tilgungsfrist beginnt bei allen Entscheidungen mit dem Rechtskraftdatum.

Eintragungen über Verkehrsverstöße im Fahreignungsregister werden nach Ablauf feststehender Fristen zuzüglich einer Überliegefrist von einem Jahr gelöscht.

Beantragt eine Privatperson eine Auskunft über sich selbst oder ein beauftragter Rechtsanwalt eine Auskunft über seine Mandantin beziehungsweise seinen Mandanten (Privatauskunft), werden auch die bereits in der Überliegefrist befindlichen Entscheidungen in die Auskunftserteilung einbezogen.

Quelle: www.kba.de

Sprich, dieses Delikt wird in deiner Auskunft bis 02/2022 erscheinen.