Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Informationen zur Einstellung und Ausbildung der Landespolizei!

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Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon VierViertel » Sa 23. Nov 2019, 16:32

Hallo,
ich möchte mich schon mal vorab erkundigen:

Hypothetisch:
Angenommen ich bekomme eine Zusage von Polizei aus Bundesland A im März, während die Polizei aus Bundesland B noch keine Zusagen verschickt hat, weil diese erst im April rausgehen.

Angenommen ich möchte aber lieber zur Polizei in Bundesland B. Dann habe ich ja ein Problem, weil ich der Polizei in Bundesland A ja zu- oder absagen muss.

Wie läuft das mit den Fristen, also wie lange hat man Zeit sich zu entscheiden, ob man eine Zusage "annimmt" oder "ausschlägt"?

Gibt es, wenn man am Bewerbungsprozess erfolgreich teilgenommen hat, überhaupt noch die Möglichkeit abzuspringen? Ich nehme an, es gibt bestimmte Fristen, bis zu denen man - falls man postalisch eine Zusage bekommt - der Polizei dann zu- oder absagen muss?

Das wäre natürlich ein Luxusproblem, aber trotzdem wird dieser Fall wahrscheinlich eintreten, wenn ich mich in mehreren Bundesländern bewerbe, dass ich von der einen Polizei früher eine Zusage bekomme als bei einer anderen. (Wenn überhaupt), daher wüsste ich gern, was da meine Möglichkeiten sind.

Danke schon mal.

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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon Polli » Sa 23. Nov 2019, 17:53

Hi VierViertel,

da die einzelnen Polizeien der Bundesländer zu unterschiedlichen Terminen mit der
Ausbildung/Studium anfangen, und viele Bewerber Mehrfachbewerbungen starten,
ergibt sich jedes Jahr das Problem für die Bewerber.

So beginnt in RLP z. B. im Mai die Ausbildung und in NRW erst im September.

Solltest du vor dem Start im Bundesland B bereits eine (feste) Zusage im Bundesland A bekommen,
kannst natürlich dort wieder absagen, auch wenn du zuvor dort (schriftlich) zugesagt hast.
Da gilt es - je eher (früher) desto besser.

Um es noch extremer darzustellen:

Du dürftest am Beispiel RLP dort zusagen und sogar die Ausbildung in RLP beginnen, um dann letztendlich
dort wieder zu kündigen, um zum 1.9. in NRW mit dem Studium zu starten.
Das ist zwar nicht schön für die Polizei des jeweiligen BL wo du kündigst, aber es ist
legitim.

Gruß :polizei2:

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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon VierViertel » So 24. Nov 2019, 00:49

Hoi,

na dann bin ich ja beruhigt und muss mir nur Kopf machen, dass ich genommen werde und nicht wo ;D

Merci

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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon Polli » So 24. Nov 2019, 01:11

:zustimm:

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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon WhiskyCharlie » So 24. Nov 2019, 10:00

Polli hat geschrieben:

Du dürftest am Beispiel RLP dort zusagen und sogar die Ausbildung in RLP beginnen, um dann letztendlich
dort wieder zu kündigen, um zum 1.9. in NRW mit dem Studium zu starten.
Das ist zwar nicht schön für die Polizei des jeweiligen BL wo du kündigst, aber es ist
legitim.

Moin, gibt es nicht Regelung, dass man bei Ausbildungsbeginn und Abbruch, um dann bei einem anderen Bundesland von neu anzufangen eine Sperrfrist von 1 Jahr erhält?

gD -> gD = 1 Jahr Sperrfrist
mD -> gD = Keine Sperrfrist (Andere Laufbahn)

Gruß Whisky

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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon PotionMaster » So 24. Nov 2019, 10:16

Wahrscheinlich hast du die Regelung im Kopf die den Tauschpartner umgehen soll. Der fertige PK kündigt bei A und geht zu B. Da soll es dann angeblich ein Übereinkommen der Länder geben.

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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon Polli » So 24. Nov 2019, 13:23

Hi WhiskyCharlie,

würde man im Bundesland A die Ausbildung beginnen und danach sich im Bundesland B bewerben,
würde diese 1jährige Sperre greifen.

Wenn man sich vorher parallel in mehreren BL bewirbt ist es so, wie ich oben beschrieben habe.

Gruß :polizei2:


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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon Scriptar » So 24. Nov 2019, 22:27

Wie sieht es eigentlich aus, wenn man schon die Ausbildung hinter sich hat und ein fertiger Kommissar ist, kann man dann "kündigen", ein Jahr warten und dann in einem anderen Bundesland direkt als Kommissar einsteigen? Das entsprechende Studium hat man dann ja bereits und das Land würde sich ja dann auch die Kosten für die Ausbildung sparen.

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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 24. Nov 2019, 22:41

Wenn Gesundheit und Strafakte für die aufnehmende Behörde passen...
SuFu verrät die Einzelfälle, in denen das halt nicht passte.
:lah:

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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon Polli » So 24. Nov 2019, 22:50

Hi Scriptar,

genau das würde so, wie du es beschrieben hast, nicht funktionieren. :nein:

Hintergrund ist der, dass sich alle Innenminster darauf geeinigt haben, sich nicht gegenseitig die
Polizeibeamten wegzunehmen.
Ein weiterer Hintergrund ist der, dass man die Regeln des Wechsels eines Bundeslandes unterlaufen würde.

Das ist - wie vermutlich bekannt - nur mit einem Tauschpartner möglich.
Siehe hier: viewtopic.php?t=5364

Darüber hinaus müsste man bei der von dir beschriebenen Verfahrenweise
Anteile der Ausbildungsvergütung zurückzahlen. (g.D. - g.D. oder m.D. - m.D)
Siehe hier: viewtopic.php?t=8338

Wenn du in deinem BL kündigst, müsstest du in dem neuen BL - nach einer einjährigen Wartezeit -
die Ausbildung komplett wiederholen. :o

Wenn du im bisherigen BL im m. D. bist und im neuen BL die Ausbildung g. D. machst,
brauchst du im alten BL (in der Regel) keine Ausbildungsvergütungen zurückzahlen.

Aaaber - wie gesagt - alles mit einjähriger Sperrfrist und dem "vabanquespiel" nicht zu wissen,
ob man im neuen BL überhaupt angenommen wird... :flehan:

Gruß :polizei2:




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Re: Luxusproblem - bei mehreren Landespolizeien angenommen

Beitragvon Chelli » Di 7. Jul 2020, 15:35

Hey,
darf man Fragen wie du dich nun Entschieden hast ?:)

LG

Michelle


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