Der tägliche Dienst

Erfahrungsberichte, Probleme und Verbesserungsvorschläge...

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Blauhemd
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Der tägliche Dienst

Beitragvon Blauhemd » Sa 12. Apr 2008, 13:48

Mal eine arbeitsintensive sontägliche 12 Stundenschicht:

7.00 Uhr Dienstbeginn, heute darf ich mich in der Sicherheitszentral tummeln. Geplant ist nichts großes (hey is wochenende) also wird erstmal bis ca 9 Uhr gefrühstückt und soziale Kontakte gepflegt.

9.15 Uhr Juhuu ich hab die Arschkarte... Kirche ist angesagt ich, mein PNG, ein Pfaffe und 50 Gefangene in der heiligen Stätte... aber bissel Glück im Unglück hab ich dann wohl doch und bekomm ne Anwärterin mit der ich zeigen soll was man so beachten muß. Nach eingehender Erklärung und zeigen von den üblichsten Kassibar-Verstecken. Werden die Schäflein also von uns zwei gehütet während der Hirte versucht die schwarzen umzufärben. Kurz vor Ende des Gottesdienstes bemerkt die Kollegin dann wie zwei Gefangene irgendetwas unheimlich unaufällig übergeben. Diese beiden dann also nach Ende der Vorstellung zur Seite gezogen und mit freundlichen Worten aufgefordert uns zur Zentrale zu begleiten. Unter ständigen unschuldsbeteuerungen, hinweisen auf seine schwere Kindheit und netten Komplimenten an die Koll'in (Du bist schönste Frau von ganze Knast!) die diese, zur unterdrückten erheiterung meinerseits, rot werden lassen wird der arme Junge in der SZ angekommen durch mich und einen Kollgen entkeildet und seine Sachen durchsucht.... leider ohne Ergebnis.

10:30 Uhr Handyklingelt... geh mal in den B-Block da lässt sich eine Haftraumtür nicht öffnen. Gesagt getan dort angkommen stelle ich fest: Die Tür lässt sich nicht schließen und der Gefangene sitzt drinne. Pech nur das grade dieser Gef. ausnahmsweise raus muß und zwar in sein Praktikum ausserhalb der Anstalt. Nach 10 Minuten schlaum Gesicht machen und dummen sprüchen Klopfen wird dann die Flex geholt und die Tür geöffnet. Ein sehr schönes Phänomen das dabei zu beobachten war: proportional zu Lärm und Krach nahm die Anzahl der anwesenden Beamten ab. Naja irgendwann war die Tür auf, der Inhaftierte konnte zum Praktikum und ich an den schreibtisch.

12:00 Uhr Mittag! Schnell was essen, heute gibts Cordon Bleu. Wie es sich gehört kommen die Kollgen der Poliezei natürlich grade dann vom Amtgesricht mit den U-Haft zugängen als ich mich hingesetzt habe. Also erstmal die drei Zugänge abarbeiten (abtasten, Wäsche, etc.) dabei aufsteigende Ekelgefühle unterdrücken und der Koll.'in Anwärterin beim wiederholten gesichtsfarbenwechsel (diesmal in richtung grün) beobachten. Es gibt wirklich Menschenen denen die Zehennägel DURCH die Socken wachsen...

13:15 Uhr Nach intensiven Gebruach jegliches Desinfektionsmittels mach ich mich nun über mein Essen her und danke Gott für die Erfindung der Mikrowelle.

14:00 Uhr Aussenstreife, so ein kleiner Spaziergang zwischen Zaun und Mauer hält Jung! Meint zumindest mein Tourenleiter.

14:15 Uhr Ab ins Haus 2. Ein Gefangener versucht dort seinen Haftraum umzugestalten besonders das Waschbecken hat ihm wohl missfallen, eben jenes hat er in einzelteilen durch die ganze Zelle verteilt. Vor Ort angekommen durch die Kollegen der Station kleine Lageeinweisung. Der Gef. wurde heute morgen erwischt wie er in seiner alten Zelle Tauben zu tode quälte (lebendig rupfte, entweidete, zwischen Bett und Wand zerquetschte und strangulierte) und daraufhin in eine sicherheitszelle verlegt in der sich das Fenster nicht öffnen lässt. Dort angekommen begann er sehr schnell seinen Unmut an der Einrichtung auszulassen. Mit diesem Wissen bewaffnete öffnete ich die Kostklappe und schaute mir die Zelle an und versuchte mit dem Gef. erfolglos ins Gespräch zu kommen. Im Anschluß wurde dann unsere SEG benachrichtigt und der gute nach behandlung mit 3-4 Kartuschen Pfefferspray unter unmittbarenzwang in den besonders gesicherten Haftraum verlegt.

15:20 Uhr Nach der obligatorischen nutzung des Waschbeckens und der Desinfektionsmittel bewaffnete ich mich dann mit Maglite und Kamera und begann den zerlegten Haftraum zu fotografieren, den alten Haftraum in dem er die Vögel quälte machte ich da gleich auch noch mit und wurde dann von einem hämisch grinseneden Kollgegen in den strömenden Regen hinausgeschloßen um die Kadaver der Tiere zu fotografieren.

16:00 Uhr Am Schreibtisch angekommen und dabei Papier zu schwärzen sowie die Fotos auf den PC zu ziehen besuchte uns dann der IvD in der Zentrale. Natürlich waren die Fotos der Renner (ich hätte halt doch Pressefotograf oder Paperrazi werden sollen) und wurden genaustens begutachtet. Dabei hat unser junger Inspekteur im Mülleimer des Strolches leere Diazepam schachtelen entdeckt... sowas wird an die Gef. aber nur in größenordnungen von Tabletten ausgegeben... nicht in ganzen Kartons.

17:00 Uhr Nachforschungen im Mülleimer förderten die Reste mehrerer Medikamtenschachteln zu Tage.... wenigstens wussten wir jetzt warum das Pfefferspray keine Wirkung zeigte...

18:00 Uhr Noch ein Zugang und eine Abwendung (Einzahlung einer Geldstrafe zu Abwendung einer Haftstrafe) abgearbeitet und dann auf den Feierabend vorbereitet...

19:00 Uhr Feierabend!
"Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein." - Friedrich Nietzsche

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Beitragvon Kanne » So 25. Mai 2008, 15:09

Mal was zum "Alltag" bei -K- (Käptn lies schön mit :lol: )
Im Januar wird uns eine "EK" (Ermittlungskommission) auf's Auge, eigentlich mehr auf die "Brille", gedrückt! :o
Vier Monate werden die Unterlagen ausgewertet, Vernehmungen durchgeführt, Spuren zur Untersuchung geschickt! :/

Zwischendurch legt der Täter neue Taten hin, die Anzeigen werden ausgewertet, Vernehmungen durchgeführt, Spuren zur Untersuchung geschickt! :/
(Hatten wir doch schon? Stimmt! Ist aber immer der gleiche Ablauf!),
Kollegen fangen an zu spotten:"Den kriegt Ihr nie!"

Sieht auch schlecht aus, keine Ansätze, wie man an den Täter rankommen könnte! :nein:

Dann an einen ganz normalen Mittwochabend (20:00 h; auch da ist -K- noch im Dienst) der alles entscheidende Hinweis, neue Tat, es gibt ein Kennzeichen, damit einen Namen, damit ein Gesicht!
Anzeige wird ausgewertet, Vernehmungen durchgeführt, Spuren zur Untersuchung geschickt, Beschluss und Haftbefehl angeregt und durchs Gericht erlassen und auf Pfingstsonntag hat der Spuk für viele Angehörige einer Drogeriemarktkette dann ein Ende (ohne SE, sondern die Kollegen aus dem freien langen Feiertagswochenende geholt! auch das geht bei -K-) und ...


... keiner spottet mehr und wir haben noch mehr Arbeit ... :mrgreen:

... aber auch die Gewissheit, mal nicht nur Papier bewegt zu haben! ;-D

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Beitragvon zoellner » Fr 25. Jul 2008, 21:54

Dienstbeginn früh am Morgen... ich hab die Frühdienstwoche erwischt. Bedeutet, halbe Stunde früher als sonst anfangen und die Ausfuhr besetzen Sprich 6:30 Uhr bist 17:30 Dienst.
Völlig übernächtigt und mit entsprechender Laune zum Dienst. Die LKW-Fahrer warten schon... einige haben nen Clown gefrühstückt und meinem einem ihre Lebensgeschichte erzählen zu müssen ... HALLO ES IST HALB 7 MORGENS... ES IST NOCH DUNKEL DRAUSSEN...
PC spinnt und der eine Trucker fängt das motzen an "hä dann hätten se mal früher anfangen müssen!" "wenns ihnen nicht passt dann fahrn se doch über Weil da stehen se erstmal 4h eh se drankommen!"
ok... weitergestempelt..... Kollegen kommen und übernehmen wieder ihren platz...
Die ersten 25 Cent für einen Kaffee geopfert. Kollegen begrüßt.
Anliegenden Kram vom Vortag fertig gemacht... Zollanmeldungen vorgeprüft. Eine Anmeldung über Hausschuhe kündigt sich an. Beschau angeordnet. LKW kommt am Nachmittag. SChuhe angekuckt. Sind Hausschuhe aus Plüsch in Fom von Fussballschuhen nahmhafter 1.Ligavereine. Verdacht auf Markenrechtsverletzung kündigt sich an. Entsprechende Datenbank durchwülhlt. Verdacht erhärtet sich. Schuhe werden mal von mir sichergestellt bis ich näheres weiß. Da sich der Feierabend schon vor ner Stunde angekündigt hat lass ich die 4 Paletten abladen... mhhh wo blos... bei uns is kein Platz.., stehen lassen wollt ich den LKW auch nicht, da der Fahrer sonst nichtmehr heim kommt. MAl bei den schweizer Kollegen angerufen, ob man die bei deinen über nacht lagern könnte. Sehr nette schweizer Zöllnerin sagt wir sollen ruhig runter kommen. Also LKW runter (2km) geschickt, wir hinterher.
Nette Schweizer Zöllnerin sieht auch noch sehr nett aus.... ok.. wir bleiben professionell...
Paletten abgeladen und Fahrer guten heimweg gewünscht.
Nächster Morgen (heute) wieder völlig lustlos zum Dienst. Nochmehr Fahrer die morgens nen Laberflash haben.... HALLOOO ICH WILLL NICHT WISSE DAS IHR DIE FERIENAUSHILFEN SEIT UND NOCH NIE HIER WART. ES IST DUNKEL DRAUSSEN ICH BIN MÜDE UND DER PC FRISST MEIN PASSWORT NICHT!
Später am Morgen runter zum schweizer Zoll, Hausschuhe zählen und nach Markenrechteinhaber sortieren. 5 Fussballvereine kristallisieren sich heraus. Schweizer Kollege spendiert nen Kaffee und hilft beim auspacken und tarifieren. Sehr nett, danke dafür.
nach 1,5 Stunden fertig damit und wieder zurück an den eigenen deutschen Schreibtisch.
Frühstück kam inzwischen. (Ja bei uns wird das gebracht
;-D ) Nachm Frühstück, Rechtevertreter der Fussballvereine rausgesucht. Angerufen. UNerwarteterweise gingen sogar gleich die richtigen beim ersten Klingeln ans Telefon. Erklärt was wir hier haben, wos herkommt, wos hinsoll, und wers gebastelt hat. Es wird versprochen zurückzurufen. 30min Später. Namhafter Verein meldet sich am telefon und teilt mit, dass alles ok sei, sind Lizenzprodukte nur eben ohne sicherheitsmerkmale und man habe die Lizenzehmerliste nicht aktualiesiert (Ganz toll wozu haben die die dann....grrr) .
Nacheinander melden sich die anderen auch und haben alle nichts gegen eine einfuhr. Mir solls recht sein. Weniger Papierkrieg.... (10 Durchschläge für Uns, Zollkasse, Zollfahndung, Rechtehinhaber, Beschuldigten...) Spediteur angerufen und Freigabe mitgeteilt.
Den tag mit weiteren Abfertiungen verbracht, lauter Routinezeug... Kollege meldet sch krank, andere muss heim weil Frau krank und Kinder allein... alle anderen im Urlaub, also Sparbesatzung.
Um 17:30 Uhr schluss gemacht. Keine Lust mehr....

Nächst Woche auf Lehrgang...

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Beitragvon PKA_th » Sa 31. Jan 2009, 00:13

Nun mal wieder was aus einem Nachtdienst vor nicht allzu langer Zeit:

Der Nachtdienst fing wie fast jeder Nachtdienst an – mit einer Kippe. Wobei: Es fängt jeder Nachtdienst mit 'ner Kippe an.
Der aufmerksame Leser wird sich an mein erstes Posting in diesem Thread erinnern, daher erwähne ich nun nicht mehr expressis verbis jede einzelne Zigarette. ;-D

Ein Nachtdienst von Samstag auf Sonntag verspricht jedoch etwas Spannung. Bereits im Frühdienst hatte ich die Ehre, eine Hospitantin neben meiner Kollegin dabei zu haben.
Nach dem üblichen Prozedere (informieren was los ist; aufrüsten) starten wir auch nach der ersten Tasse Kaffee (Kaffee ist mein zweites Laster :| ) in die Nacht. An sich hätte man ja genügend Vorgänge zum Weiterbearbeiten, aber da es a) Samstagabend ist und man b) zu dritt unterwegs ist, stellt man das eben mal zurück.

Die ersten Verkehrskontrollen laufen ganz gesittet ab. Alles ist soweit ok, sowohl an den Fahrzeugen als auch den Fahrern. Aber der erste Einsatz lässt nicht lange auf sich warten. Auf einem Supermarktparkplatz lärmen vermutlich Heranwachsende mit Fahrzeugen durch laute Musik und Motorenlärm. Bei unserem Eintreffen ist keine Sau mehr da. Auf dem Parkplatz befinden sich zwar noch PKWs, jedoch können wir sie nicht mehr näher in Augenschein nehmen.

Der nächste Einsatz ist erstmal wichtiger. Es wurde ein Einbruchsalarm in einem Großmarkt gemeldet. Nun denn Mädels, stellt die Rückenlehnen gerade, klappt die Tabletts hoch und haltet euch guuuuuttt fest. Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt kommen wir vor Ort an. Rasch werden die erforderlichen Maßnahmen getroffen und irgendwann betreten wir zusammen mit einem Verantwortlichen den Markt. Ergebnis: Fehlalarm.

Wir fahren weiter und da wir eh nicht allzu weit von unseren Disko-Brennpunkten entfernt sind, schauen wir dort mal nach, was sich so tut. Die erste Kontrolle auf dem Diskoparkplatz brachte einen kleinen Lichtblick. Irgendeine Behörde aus Norddeutschland will wissen, wo unser Betroffener wohnt. Nachdem die erforderlichen Daten erhoben waren, durfte er dann auch weiterfahren.

Wir taten das gleiche und tranken kurz einen Kaffee, aßen eine Kleinigkeit und zeigten der Hospitantin unsere Vorgangsbearbeitung.
Aber uns zieht es wieder auf die Straße. Also fahren wir wieder durch die Nacht, und ich habe mit einer möglichen Blutentnahme (oder eben einem Evidentialtest) wegen Alkohol oder BtM am Steuer noch nicht ganz abgeschlossen. Aber die angehaltenen Fahrer sind alle fahrtüchtig.

Zur Abwechslung sollen wir eine Ruhestörung beenden. Auf der Anfahrt bekommen wir mit, wie ein PKW in einer schmalen Straße Boxauto gespielt hat. Da wir nur wenig davon entfernt sind, fahren wir natürlich mit an. Zuerst entdecken wir den PKW des Verursaches, wo sich jedoch keine Sau mehr befindet. Etwa 100 Meter entfernt lehnt im 45° Winkel der andere geparkte UnfallgegnerPKW an einem Baum. Nach einer kurzen Fahndung wird der Fahrer ermittelt und wir machen mit ihm die notwendige Blutentnahme. Wider Erwarten war er etwas alkoholisiert. :-D

Nach Abschluss noch geschwind den Führerschein beschlagnahmt und kurz mit dem sachbearbeitendem Kollegen gesprochen. Dabei auch den ganzen Kram ihm übergeben. Dann mit der Hospitantin schnell eine Fluppe geraucht.

Inzwischen ist etwas Pfeffer am Funk und es ist endlich was los. Als nächstes Fahren wir mit anderen Streifen zu einer Schlägerei an einer bereits oben von mir genannten Diskos. Zudem soll eine Eisenstange im Spiel sein. Als wir vor Ort sind, soll der Haupttäter über ein umzäuntes Firmengelände flitzen gegangen sein. Wir fahren soweit wir möglich an die Rückseite, aber trotz Lampen und frischem Schnee können wir zu Fuß unterwegs niemanden feststellen. Wir suchen also weiter, während andere Streifen weiterfahnden. Plötzlich sehen wir einen vor uns rennen, auf den die Beschreibung passt. Und siehe da, er ist es. Zumindest laut Beschreibung der Geschädigten und nach seinen Dreckspuren und den Verletzungen, die er sich wohl auf der Flucht vor uns zugezogen hat. Nachdem diese versorgt sind, geht es zurück aufs Revier. Nachdem die erforderlichen Daten erhoben sind, wird unser leicht (;-D) alkoholisierter Beschuldigter an seine Mutter überstellt. Ich schreibe immer noch den Vorgang und beglückwünsche im Geiste den/die Kollegen/-in des Tagesdienstes zur Weiterbearbeitung des Vorgangs.

Inzwischen kreuchen und fleuchen immer mehr Kollegen der Nachfolgeschicht um mich rum und ich merke, dass wir ja schon Feierabend haben. Na denn noch fluggs den Bock ausgeräumt und umgezogen.

Sodele, das war es mal in Kürze.

Grüße th :)
<- three lions on a shirt....


Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.
Sokrates (470 - 399 v. Chr.),
griechischer Philosoph

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Kaeptn_Chaos
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Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 8. Mär 2009, 15:59

21.00 h
Käffchen, Infos sichten, den heim gehenden Spätdienst bespaßen, den Chef beschimpfen

21.30 h
lockere Ausfahrt, Brennpunkte kontrollieren, dank Regen nicht viel los.

Zwei, drei Verstöße ahnden (Gurt, Handy), bis jetzt ist alles ruhig.

22.30 h

Fahrzeug ohne Licht fährt einen kleinen Schlenker. AT positv, Fahrer zerfliesst im Selbstmitleid, kommt trotzdem mit zur Wache, lässt Blut und Führerschein da und geht dann wieder nach Hause.

00.00 h
Die BPol ruft an, in einem ihrer Züge schlagen sich sechs Mann, Bpol sind nur zu viert, natürlich helfen wir gerne aus. Im Zug schlägt man sich jedoch nicht, sondern feiert nur ein wenig und pogt durch die Abteile. Mir ist's egal, die BPol will auch nix, fahren wir halt wieder. Auf Nachfrage, ob sie mit uns ein paar Moppeds anhalten wollen, lacht niemand.

Naja. LaPo Humor versteht nicht jeder.... :lach:

Weitere allgemeine Verkehrskontrollen, manches Rückkehrverbot nach Wohnungsverweisung will auch kontrolliert werden, irgendwie lahm. Regen halt.

01.00 h
Der Doof des Tages will nach ansichtig werden des FuStKw witzig sein und Spielchen spielen. Nach einigen unlustigen Fahrmanövern seinerseits kann er angehalten und aus der Karre gezogen werden. Sein Alkoholpegel ist mit um die 0,5 Promille zwar niedrig, aber aufgrund seiner Spielchen vorher fällt es mir leicht, Ausfallerscheinungen zu begründen. Also kommt auch er auf die Wache und lässt Blut und Führerschein da. Danach war er gar nicht mehr so witzig drauf. Sowas.

02.30 h
In der Nachbar - PI kloppen sich 10 Mann. Da wollen wir auch mitspielen. Bei Ankunft bleibt aber nicht viel mehr zu tun, als die Schaulustigen fernzuhalten und die Funkkommunikation sicherzustellen. Auch gut, muss ich wenigstens nix schreiben. :wink:

Nun folgen noch die üblichen Kneipenruhestörungen, ein, zwei Streitigkeiten auf offener Straße und die Ehu kehrt aus der Landeshauptstadt zurück. Armen Schweine...Nachtdienst kennen die doch gar nicht mehr. :lach:

06.00 h
Feierabend.

Nicht spektakulär, aber durchgängig was zu tun gehabt. Da gibt's schlimmeres...
:lah:

Gast

Der tägliche Dienst

Beitragvon Gast » Mi 11. Mär 2009, 12:40

Sonntag 08.03.2009 -Nachtdienst-

20:50 Uhr komme ich auf die Wache und löse meinen Kollegen ab. Kurze Besprechung der Ereignisse des Tages, war gut zu tun, die Jungs und Mädels kamen nur zum pinkeln rein.

20:59 Uhr Kaffee

21:00 - 21:30: Sichtung der Vorgänge, Vorbereitung der Dienstbesprechung

21:30 - 06:00: Administrativer Innendienstkram, den ich um 23:00 Uhr komplett erledigt habe, also etwas TV, danach Selbststudium, Aktualisierung meiner Vorträge, zwischendurch wieder Vorgänge sichten.

Alles in allem eine sehr ruhige Sonntag Nacht

Dann erstmal ein paar Tage frei :-)

Gast

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Beitragvon Gast » Fr 13. Mär 2009, 01:06

Mal ein Tag aus der Justiz

13:50 Uhr
Dienstbeginn mit Turmdienst,

18:00 Uhr
meine Ablösung erscheint,

18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Streife innerhalb der Anstalt, Zellenrufe bearbeiten,

19:00 Uhr - 20:00 Uhr
unsere "Außendienstmitarbeiter" (Gruß an die Koll. der Polizei ;-) ) bringen einen Zugang, übliche Verfahrensweise (Durchsuchung, Arztvorführung, Verpflegung und Haftraumzuweisung)

20:00 Uhr - 21:00 Uhr
unsere "Außendienstmitarbeiter" bringen den nächsten Zugang, s.o.

21:00 Uhr - 22:00 Uhr
Streife und den üblichen Verwaltungskram erledigen, ein Gef. muß im ext. Krankenhaus vorgestellt werden, der Dienstschluß lässt grüßen

22:00 Uhr - 22:15 Uhr
wir waren schnell, dank der guten Schwestern, Dienstübergabe und ab nach Hause


Gruß Fritz

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Beitragvon MICHI » So 15. Mär 2009, 08:29

Einmal wieder ein Nachtdienst auf dem Peter XX/1:



19:30 Uhr: Gefahrenstelle durch verlorene Ladung
-war bereits durch den Verursacher beseitigt-

19:48 Uhr: Verkehrsunfall

20:55 Uhr: randalierende Jugendliche
-Ansammlung von Jugendlichen ja, Randale nein-

20:59 Uhr: Ruhestörung
-Musik nach Aufforderung leiser-

21:24 Uhr: tätlicher Streit in Wohnung
-lediglich verbale Auseinandersetzung-

21:40 Uhr: Unterstützung für Jugendschutzkräfte nach Schlägerei
-Kollegen hatten zwischenzeitlich alles im Griff-

21:47 Uhr: Straßenraub
-Fahndung nach den Tätern ohne Erfolg-

22:20 Uhr: Einbrecher am Werk in Kindertagesheim
-Fehlmeldung-

Zeit für Vorgangsfertigung

23:30 Uhr: Überprüfung für LKA

00:35 Uhr: Größere Schlägerei
-mehrere KV-Delikte-

01:27 Uhr: Ruhestörung
-nach Aufforderung Ruhe-

01:45 Uhr: Schlägerei a. d. Straße
-eigentlich nur Ruhestörung durch grölende Jugendliche-

01:51 Uhr: Unterstützung für Hochbahnwache bei Personalienfeststellung

Zeit für Vorgangsfertigung

03:22 Uhr: Hilferufe einer Frau
-KV-Delikt in Wohnung-

04:21 Uhr: Messerstecherei
-eine verletzte Person, Sachlage unklar, zwei
Wohnungsdurchsuchungen-

Vorgansfertigung----Überstunden!!
Gruß
MICHI


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Beitragvon MICHI » Di 17. Mär 2009, 03:16

Noch ein Nachtdienst des Peter XX/1

22:03 Uhr: Tätlicher Streit unter mehreren Jugendlichen
-versuchte räub. Erpressung, Fahndung nach dem Täter ohne
Erfolg-

22:29 Uhr: Bedrohung m. Messer
-häusliche Gewalt, 1 Festn.-

23:08 Uhr: mehrere Jugendliche, offenbar unmittelbar vor Schlägerei
-Jugendliche ja, jedoch halbwegs friedlich; klare Ansage und es
bleibt dort auch ruhig.

23:34 Uhr: Ruhestörung, Unterstützung für Kollegen, 2xWiderstand

Danach Zeit für Vorgangsfertigung

01:54 Uhr: verwirrte Person
-RTW-Besatzung bei renitentem alten Herrn unterstützt-

02:17 Uhr: Nötigung, Bedrohung, KV
-1 Festnahme nach Widerstand-

03:30 Uhr: Schlägerei
-2 Täter weg, Fahndung ohne Erfolg-

04:15 Uhr: Unterstützung für Kollegen bei Fahrzeugkontrolle


bis zum Feierabend noch ein wenig VF.
Gruß
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Beitragvon MICHI » Di 17. Mär 2009, 03:23

Die dritte Nacht in Folge, in der man sich über Tätigkeiten nicht beklagen konnte

(die zwischendurch gemachten Spät. und Tagesdienst sind eher nicht erwähnenswert)

21:27 Uhr: Wohnungsüberprüfung
-Ein Notfall war vermutet worden, lag jedoch nicht vor-

22:39 Uhr: Verkehrsbehinderung

23:05 Uhr: Einbrecher am Werk
-Baucontainer aufgebrochen, Fahndung erfolglos-

23:28 Uhr: randalierende Personen
-Sachbeschädigung, Täter nicht mehr vor Ort-

23:55 Uhr: Schlägerei
-eher Ruhestörung durch mehrere angetrunkene Personen-

00:30 Uhr: Schlägerei
-KV in einer Wohnung, Anzeigenaufnahme ohne weitere
Maßnahmen-

01:30 Uhr: Kfz.-Aufbrecher am Werk
-13 Fahrzeug aufgebrochen, 5 Festnahmen-

02:20 Uhr: Einbrecher am Werk in Einzelhaus
-keine Einbrecher, Hausbesitzer-

genug Zeit für Vorgangsfertigung bis zum Feierabend.
Gruß
MICHI


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Gast

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Beitragvon Gast » Mi 25. Mär 2009, 14:30

:polizei3:
Zuletzt geändert von Gast am Fr 16. Nov 2012, 11:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon MICHI » Do 23. Apr 2009, 12:09

Eine Nacht in der Wochenmitte.
Eigentlich nichts los, oder doch?!



21:00 Uhr:

"Hilfeersuchen eines 14jährigen, der von seiner Mutter ausgesperrt wurde"

-stellte sich im Endeffekt als Raub dar. Ferner waren diverse weiterführende Maßnahmen erforderlich.

danach dann Vorgangsfertigung (2 Strafanzeigen und 2 Berichte an andere Behörden.


23.25 Uhr:

"Raub auf Pizza-Service"


-2 bewaffnete Männer haben die Tageseinnahmen unter Vorhalt einer Schusswaffe geraubt.

Maßnahmen am Tatort, Fahndung und Berichtsfertigung erstrecken sich übner eine gewisse Zeit.
Von den Tätern fehlt vorerst jede Spur.-

http://www.presseportal.de/polizeipress ... ei_hamburg


01:25 Uhr:

"schwerer Verkehrsunfall"


-PKW in Gegenverkehr geraten und mit diesem kollidiert. 2 Verletzte liegen auf dem Gehweg.Eine schwerstverletzte Person klemmt noch in ihrem Fahrzeug, ist nicht ansprechbar und verstirbt später im Krankenhaus.

Bei unserem Eintreffen noch keine Rettungskräfte vor Ort.

Maßnahmen am Unfallort, Folgemaßnahmen erstrecken sich dann für uns bis 04:00 Uhr.

http://www.presseportal.de/polizeipress ... ei_hamburg


Danach erst einmal alles verarbeiten, einige Kaffe, Übergabe und Feierabend.-
Gruß
MICHI


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Beitragvon uwewittenburg » Mo 22. Jun 2009, 07:18

05:50 Uhr: Büro aufgeschlossen, Kaffee kochen, Radio einschalten,
Blumen gießen

06:00 Uhr: Vorgangskiepe holen und Vorgänge für den Tag nach
Vernehmung sortieren, Vernehmungsplan erstellen

06:30 Uhr: Asservate prüfen und bearbeiten

06:45 Uhr: Telefonate mit der Waffenbehörde zur Ablärung erlaubten
Waffenbesitz

07:20 Uhr: Chef kommt mit einem Haufen Vorgänge und
Waffenassservate

07:40 Uhr: Sichtung der Vorgänge und Asservierung der Waffen

08:30 Uhr: diverse Telefonate, Dolmetscher bestellen, Konsultation LKA
KT

09:00 Uhr: Beschuldigtenvernehmung

09:45 Uhr: Planung Kräfteeinsatz für Durchsuchung, Fertigung
Maßnahmeplan

11:00 Uhr: Zeugenvernehmung mit Dolmetscher

12:00 Uhr: Durchsuchungsvorbereitung, Ermittlungen am
Durchsuchungsort, schriftliche Fixierung

13:30 Uhr: Beschuldigtenvernehmung mit Diversionsmaßnahme,
Absprache Staatsanwaltschaft, Mitteilung an
Jugendgerichtshilfe

14:45 Uhr: Fertigungs einiger Protokolle über zwischenzeitlich geführte
Telefonate

15:15 Uhr: Kurzbesprechung mit Chef über eineige herausragende
Delikte

15:30 Uhr: Feierabend, achja, Mittag ist ausgefallen und eine
Überstunde ist auch angefallen
Kaffee habe ich zwischendurch getrunken

Langeweile gehabt? Ne! ;-D
Ich lasse mir meine Meinung nicht nehmen und nehme sie auch nicht anderen.
Nur wer höflich widerspricht ist ein würdiger Diskussionspartner.

SERVO PER AMIKECO

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Beitragvon Mainzelmann2001 » Mo 22. Jun 2009, 17:23

[quote=""uwewittenburg""]
Langeweile gehabt? Ne! ;-D[/quote]

Schaffer................ :mrgreen:

06:00 mit Frühdienst angefangen. Auto organisiert, eingeräumt.
06:10 Zeitung gelesen
06:30 erfahren dass der Partner zum Radar muss.
-----12:30 alleine rumgesessen.

Einen FE entgegengenommen weg. 2 Mon. FV, 2 Anzeigen fertig gemacht, heimgegangen.

( noch nicht mal einkaufen und auf der Bank gewesen. Alles in der Freizeit gemacht :cry: )
Was juckt es die stolze Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr reibt.

Das frühe Vögeln entspannt den Wurm.

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Beitragvon PKA_th » Mo 6. Jul 2009, 23:42

Wieder einmal ein Nachtdienst.
Unsere Vorgängerschicht hat zwei Mädels aufgegriffen, die aus einem Heim abgehauen sind. Ich kläre mit der Einrichtung die Rückführung, während meine Kollegin auf die Beiden aufpasst. Anschließend überstellen wir beide an einen Betreuer.

Wir fahren dann zu einem Geschwindigkeitsersuchen. Doch beim Betroffenen ist niemand zu Hause. Oder er ist geimpft und macht nicht auf, aber heute ist ja nicht aller Tage und es gibt auch noch andere Mittel und Wege. Zumal an seinem Zweitwagen HU und AU vor einigen Monaten fällig gewesen wäre. Ärgerlich. :mrgreen:

Auf einem Parkplatz eines Einkaufsmarktes schauen wir zum Zeitvertreib nach weiteren Verstößen. Nach der vierten Beanstandung werden wir zu einer Schlägerei geschickt. Vor Ort ist keiner der Kontrahenten mehr, sondern nur noch die Freundin des Anrufers. Die kann aber nicht mal dessen Nachnamen und Wohnanschrift nennen, auch sonst hatte sie wohl hitzefrei, als der liebe Gott Verstand und Intelligenz verteilt hat. Entsprechende Daten aufgenommen und weitergefahren.

Als nächstes werden wir zu einer weiteren angeblichen Schlägerei geschickt. Erneut handelt es sich um Streitigkeiten, wo es zu keinen Handgreiflichkeiten kam. Zudem sind beide Parteien alkoholisiert, der Ehemann spürbar mehr wie seine Frau. Ich versuche ihm zu erklären, dass er einen Platzverweis von mir bekommen hat. Erst die Drohung mit der Ingewahrsamnahme bewirkt, dass er sich vom Acker macht.

Beim nächsten Einsatz soll es sich erneut um eine Schlägerei handeln. Ich frage mich langsam, ob das der neue Oberbegriff für alle möglichen Einsätze ist. Oder spinnen die alle nur, weil vielleicht wieder Vollmond ist? Während eine andere Streife den Sachverhalt aufnimmt, fahnden wir nach einem flüchtigen Beteiligten im näheren Bereich.

Wir werden jedoch wieder abgezogen und zum nächsten Einsatz geschickt. Ein Anrufer wurde durch mehrere Personen (zur Überraschung) zusammengeschlagen. Diesmal trifft es wohl sogar zu, ein zufällig vorbeikommender Rettungswagen untersucht den Geschädigten. Er ist aber nur leicht verletzt, Grund für den Vorfall dürfte wohl ein Streit mit seiner ehemaligen Freundin und deren Familie sein. Zu den Tätern kann er aber nichts sagen, die sind mit einem Auto weg und waren vermummt. Anzeige aufgenommen und zu einer Ruhestörung geschickt worden, wo aber bei unserem Eintreffen schon wieder Ruhe eingekehrt ist.

Durch Passanten wurde dem Rettungsdienst ein Betrunkener gemeldet. Nach einer Untersuchung sind diese der Meinung, dass er nur stark alkoholisiert ist. Also gut, den Betroffenen eingepackt und mal zurück auf die Dienststelle. Dort den Betrunkenen zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen und in die Zelle gebracht.

Die Nacht geht auf Mitternacht zu, und wir essen eine Kleinigkeit. Wir müssen jedoch wieder raus, ein Schwertransport benötigt polizeiliche Begleitung. Also gut, alle anderen sind ja genauso beschäftigt. Während wir warten müssen, weil der Transport rangiert, läuft uns ein Hund über den Weg. Da niemand dabei ist und der Hund über eine immer noch mäßig befahrene mehrspurige Kreuzung irrt, wird er kurzerhand von mir eingefangen. Meine Kollegin ist kurzzeitig dienstunfähig, da sie vor Lachen fast auf dem Boden liegt. Hahaha. :lach:
Einfangen klappt wider Erwarten ganz gut und der Hund kommt erst mal in den Kofferraum des Passats. Unser Wachhabender findet heraus, wer solch einen Hund als entlaufen gemeldet hat. Im Anschluss an den Schwertransport wird der Hund nach einer Stadtrundfahrt dort von uns abgegeben.

Danach fahren wir zu einer Schule, dort hat sich ein Nachbar über Musik und laute Gespräche beschwert. Ruhe hergestellt. Da alles auch mal zu Papier gebracht werden sollte, fahren wir zurück. Der Hunger ist uns inzwischen auch vergangen.

Die anschließende Vorgangsbearbeitung von Alt- und Neuvorgängen wird nochmal unterbrochen, da Jugendliche angeblich Laternen austreten sollen. Niemanden angetroffen, alle Lampen gehen und auch ansonsten keine Beschädigungen.

Der Feierabend naht. Wir fahren noch etwas Streife, aber es bleibt bis zum Ende ruhig. Ein nicht zugelassenes Fahrzeug noch beanstandet, dann Rückfahrt.

Auch diesen Nachtdienst mal wieder gut rumgebracht und mal wie eigentlich in jedem Nachtdienst einige Tassen Kaffee und ein paar Zigaretten zu mir genommen.


Grüße th :)
<- three lions on a shirt....


Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.
Sokrates (470 - 399 v. Chr.),
griechischer Philosoph


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